Der "gefährliche" Hund Teil 3
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Im Normalfall ploppen gerade kleine Kinder nicht aus dem Nichts aus.
Man sieht sie von Fern. Je kleiner, desto eher sind sie allein schon von Erwachsenen eingeschüchtert.
Ja. In Fußgängerzonen, Öffis, in Biergärten, Weihnachtsmärkten etc. kann‘s mal eng werden.
Das ist aber nun auch nicht überraschend.
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- Vor einem Moment
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bringt halt nix wenn die Eltern daneben stehen und selig grinsen/fotografieren
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Im Normalfall ploppen gerade kleine Kinder nicht aus dem Nichts aus.
Man sieht sie von Fern. Je kleiner, desto eher sind sie allein schon von Erwachsenen eingeschüchtert.
Ja. In Fußgängerzonen, Öffis, in Biergärten, Weihnachtsmärkten etc. kann‘s mal eng werden.
Das ist aber nun auch nicht überraschend.
Dann tun mit die Kinder die nur von der Anwesenheit eines Erwachsenen eingeschüchtert sind sehr leid, auch dies kenne ich hier aus der Kleinstadt nicht und gerade mit kleinem Hund ist da auch sehr wenig scheu von Kindern vorhanden
Und nein, die ploppen nicht einfach auf, aber wenn von hinten oder vorne jemand kommt und auf deiner Höhe sagt geh mal den Hund streicheln, oder du an einer kindergruppe vorbei gehst im Wald und die Erzieher hörst "schließt mal mit dem Hund auf und schaut den euch näher an"....
Aber ist auch egal, es schweift ab und da du diese Erfahrungen nicht kennst existieren sie ja anscheinend nicht
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Was mein Punkt ist: Ich finde es etwas lustig, wenn bei der Erwähnung rücksichtsloser HH sofort eine mögliche Ausrede präsentiert wird. Denn das ist eine Ausrede - wie SabineAC69 sagt, der Hund gehört auf die abwandte Seite, und im Zweifelsfall wird Fiffi halt nass, bevor er sich im Trockenen an Passanten vorbeiquetschen darf. Das ist keine Muss-halt-leider-Situation.
Und was mir aufstößt, ist die Haltung: Sei unbesorgt, ich kann meinen Hund einschätzen, sonst würde ich nicht so nah an Leute herangehen. Die anderen Leute wissen eben nicht, ob du deinen Hund einschätzen kannst, und die Empirie spricht dagegen (in meiner Ecke können grob geschätzt 80% der HH nicht einschätzen oder lesen, und da nehme ich mich gar mich mal aus. Wenn mir hier ein unangeleinter Schäferhund entgegen kommt, weiche ich immer auf die andere Straßenseite aus, weil ich mich ganz bestimmt nicht auf ein selbstgefälliges „Ich weiß schon, was ich tu“ bei einem fremden HH verlassen werde). Mit der Haltung kreist man ganz schön um sich selbst und versetzt sich sehr wenig in andere, finde ich. Und das gilt noch stärker für „wenn ich sehe, dass jemand Angst hat, nehme ich darauf Rücksicht“. Man wird eben sehr oft nicht sehen, ob jemand Angst hat, und sollte seinen Hund immer rücksichtsvoll führen und das nicht von seiner fehleranfälligen Einschätzung abhängig machen.
Du hast einen Kangal, oder? Die Vorstellung, dass man mit einem Hund diesen Kalibers eine Situation wie an der Bushaltestelle ok findet, finde ich befremdlich. Und ich würde auch erwarten, dass du deinen Hund immer kürzer nimmst, stehenbleibst etc, wenn du an Menschen vorbei musst und nicht erst, wenn du denkst, sie haben Angst vor deinem Hund. Was übrigens wahrscheinlich sehr häufig der Fall sein wird.
Ehrlich gesagt könnte ich unter diesen Anforderungen hier keine Hunde halten. Gerade zu Stoßzeiten wäre ein "auf die andere Seite nehmen" quasi sinnbefreit, weil auf der anderen Seite genauso nah viele Menschen sind. An Haltestellen ist Fellkontakt manchmal unumgänglich.
Genauso mit dem "auf die andere Straßenseite gehen bei unangeleintem Schäferhund".... hier gehen sehr viele unangeleint spazieren, also auch da müsste ich oft einfach zu Hause bleiben, denn man würde nichtmal bis zu einem Auto so kommen.
Dennoch funktioniert hier erstaunlich alles gut.
Im dem Szenario von Sascha ging es ja nicht um Enge und Gedränge, sondern um Regen ausweichen, das ist ja noch was anderes.
Und Beispiele aus meinem Hundehalterleben sind genau das, Beispiele aus meinem Hundehalterleben und keine allgemeingültige Anleitung (und das sollte sich auch nicht so lesen, tut mir leid, wenn das so rüberkam). Der Kern meiner Aussage war eine Haltung des HH, die die Perzeption des anderen nicht einbezieht und um sich kreist - ich weiß ja, dass mein Fiffi sich super verhält, also alles gut. Ich kann ja Menschen ansehen, ob sie Angst haben und entscheide dann, wie ich reagiere. Das hat eben nichts mit der Rücksicht zu tun.
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Heute saß ich 20 Minuten an der Bushaltestelle in der Altstadt. Ich habe keine Strichliste geführt, aber es waren mindestens fünf HH samt Hund (angeleint), die an mir vorbeigingen, und zwar so, dass die leider wegen Regens patschnassen Hunde an meinem Bein entlang gestriffen sind.
Es wurde aber nicht wegen des Regens so eng? Also dass die Hundehalter mit ihren Hunden vllt einfach auch nur im Trockenen laufen/sich aufhalten wollten? Dass einem Hunde so dicht kommen, dass man nass wird, das ist natürlich echt doof, aber wenn es doll schüttet, hm, dann kenne ich zumindest solche Situationen wo sich einfach alles so dicht drängt.
Ansonsten sind Hunde natürlich einfach ganz enorm unterschiedlich, was ihre Individualdistanz zu Fremden betrifft. Natürlich sollte man als Hundehalter mit seinem Hund immer einen gewissen Abstand zu fremden Menschen einhalten, wie das eben an verschiedenen Örtlichkeiten so möglich ist. Wenn das aber nicht möglich ist, ja, dann quetsche ich mich auch mal mit Hund ins Gedränge, eben weil ich ja meinen Hund hoffentlich entsprechend einschätzen kann und weiß, dass der damit klar kommt und auch mit Übergriffigkeiten oder Berührungen durch Fremde kein Problem hat. Hier treffe aber ich als Hundehalter die Entscheidung, dass genau mein Hund das kann. Ich weiß aber auch, dass viele andere Hunde das nicht könnten und würde daher niemals von einem fremden Hund erwarten, dass er das so könnte. Sehe ich natürlich einen Menschen, der Angst hat, dann schaue ich natürlich auch im Gedränge, dass ich mit meinem Hund evtl. kurz stehenbleibe, versuche etwas mehr Abstand reinzubringen oder zumindest den Hund nochmal deutlich etwas fester zu halten und dem Menschen beruhigend zuzulächeln. Ist halt manchmal einfach schwierig, dass jeder genügend Rücksicht geben kann bzw. erfährt. Ich finde es wichtig, dass das Bemühen da ist, aber auch Verständnis, wenn Situationen einfach manchmal so sind wie sie sind.Es ist absolut absurd davon auszugehen
Das jemand der Angst hat mal ganz entspannt
" loslässt " und die Verantwortung und die Kontrolle
an den angstauslöser vertrauensvoll abgibt
Und je "unnötiger " das Gefühl umso weniger
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1-3 jährige Kinder dürfen fremdeln. Das ist ganz normal so und die brauchen dir deswegen nicht Leid zu tun.
Man sieht sie kommen,
Man schaut hin, sagt so laut und deutlich „Nein, bitte nicht!“, dass es die Erwachsenen auch hören.
Spätestens wenn man ne Hand ausstreckt oder aufsteht ist der Kas gegessen.
Andersherum:
Wenn man mit anderen Leuten zusammensitzt und verständlicherweise stolz erzählt, wie lieb der eigene Hund ist, dass der Maulkorb nur drauf ist, damit er keinen Müll frisst,
wie gutmütig er mit der Katze ist und das man ihn überall mit hinnimmt —-
dann erhöht sich die Gefahr, dass der liebe Hund angefasst wird.
Auch wenn’s nicht stimmt — sag ich dann halt eher mal: „Der ist heut griesgrämig drauf. Besser nicht ansprechen.
Ham wir ja alle mal.“
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Aber nochmal:
Auf den letzten Seiten ging’s um ein Baby das IN SEINEM Bett gebissen wurde,
ein Baby wurde AUF DEM ARM VOM VATER gebissen und
ein Kind ging nur MIT ERLAUBNIS UND IN BEGLEITUNG DES HH auf das Grundstück.
Da jetzt zu kommen mit „Kinder und Eltern können auch nervig sein“ hat was von Victim blaiming.
Ja, Kinder sind besonders verletzlich. Allein schon wegen ihrer geringen Körpergröße.
Aber offensichtlich verhalten sich die meisten Hunde wie domestizierte Haustiere und nicht wie verstörte, in die Ecke getriebene Wildtiere.
Als Hundehalter kann man entscheiden, welchem Hund man welches Umfeld zumuten kann.
Alle anderen Menschen müssen nicht Hundeexperten sein, ist nicht ihr Hobby.
Szenen wie Kinder und Eltern Hundehalter verfolgen, die sich schreien mit Armen und Beinen wehren, dass ihre Hunde nicht angefasst werden. — Ne. Kann ich nicht glauben.
Ja, Mulder hat mal jemand an der Ampel über den Rücken gestreichelt.
Ne. Macht man so nicht.
Aber auch da darf nichts passieren, weil genauso nichts passieren darf, wenn so etwas aus Versehen passiert und Tiere nicht immer unterscheiden, ab das jetzt Unfall, Versehen, unbewusst, unzurechnungsfähig etc. ist.
Von einem Begleithund,
nicht traumatisierter Angsthund in Therapie,
nicht schwer kranker Hund in klinischer Behandlung,
nicht Wolfshybride,
nicht SEK Sondereinsatzhund,
sondern einen Begleithund, den man ohne größere Umstände mit in die Öffentlichkeit nimmt,
erwarte ich mir auf ein freundliches Ansprechen,
ein bloßes Streicheln,
eine angemessene Reaktion.
Die muss nicht begeistert ausfallen. Aber wenn sich ein Hund wegen so etwas herzhaft in nem Menschen verbeißt und noch nachsetzt, dann ist er nicht ganz klar im Kopf.
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Es wurde aber nicht wegen des Regens so eng? Also dass die Hundehalter mit ihren Hunden vllt einfach auch nur im Trockenen laufen/sich aufhalten wollten? Dass einem Hunde so dicht kommen, dass man nass wird, das ist natürlich echt doof, aber wenn es doll schüttet, hm, dann kenne ich zumindest solche Situationen wo sich einfach alles so dicht drängt.
Ansonsten sind Hunde natürlich einfach ganz enorm unterschiedlich, was ihre Individualdistanz zu Fremden betrifft. Natürlich sollte man als Hundehalter mit seinem Hund immer einen gewissen Abstand zu fremden Menschen einhalten, wie das eben an verschiedenen Örtlichkeiten so möglich ist. Wenn das aber nicht möglich ist, ja, dann quetsche ich mich auch mal mit Hund ins Gedränge, eben weil ich ja meinen Hund hoffentlich entsprechend einschätzen kann und weiß, dass der damit klar kommt und auch mit Übergriffigkeiten oder Berührungen durch Fremde kein Problem hat. Hier treffe aber ich als Hundehalter die Entscheidung, dass genau mein Hund das kann. Ich weiß aber auch, dass viele andere Hunde das nicht könnten und würde daher niemals von einem fremden Hund erwarten, dass er das so könnte. Sehe ich natürlich einen Menschen, der Angst hat, dann schaue ich natürlich auch im Gedränge, dass ich mit meinem Hund evtl. kurz stehenbleibe, versuche etwas mehr Abstand reinzubringen oder zumindest den Hund nochmal deutlich etwas fester zu halten und dem Menschen beruhigend zuzulächeln. Ist halt manchmal einfach schwierig, dass jeder genügend Rücksicht geben kann bzw. erfährt. Ich finde es wichtig, dass das Bemühen da ist, aber auch Verständnis, wenn Situationen einfach manchmal so sind wie sie sind.Es ist absolut absurd davon auszugehen
Das jemand der Angst hat mal ganz entspannt
" loslässt " und die Verantwortung und die Kontrolle
an den angstauslöser vertrauensvoll abgibt
Und je "unnötiger " das Gefühl umso weniger
Hast du gelesen, was ich geschrieben habe? Ich verstehe, wenn Menschen Ängste haben, die habe ich auch. Ich werde mein Leben aber nicht so ausrichten, dass jede Angst eines anderen Menschen immer umschifft werden kann. Ich nehme Rücksicht, ja, aber ich werde mich nicht in Luft auflösen können und das erwarte ich auch nicht von anderen Situationen, die mich ängstigen.
Ängstige ich mich vllt vor tätowierten Motorradfahrern, so werde ich damit eben auch manchmal einfach klar kommen müssen. Angst ist ja erstmal auch einfach eine Emotion, die vor Gefahren warnt und schützt.
Und wenn man eben nicht ausweichen kann, dann hilft es dem Ängstlichen durchaus, wenn man Verhaltensweisen zeigt, die die Situation für ihn entspannen können. Daran ist überhaupt nichts anrüchiges. -
Es ist absolut absurd davon auszugehen
Das jemand der Angst hat mal ganz entspannt
" loslässt " und die Verantwortung und die Kontrolle
an den angstauslöser vertrauensvoll abgibt
Und je "unnötiger " das Gefühl umso weniger
Hast du gelesen, was ich geschrieben habe? Ich verstehe, wenn Menschen Ängste haben, die habe ich auch. Ich werde mein Leben aber nicht so ausrichten, dass jede Angst eines anderen Menschen immer umschifft werden kann. Ich nehme Rücksicht, ja, aber ich werde mich nicht in Luft auflösen können und das erwarte ich auch nicht von anderen Situationen, die mich ängstigen.
Ängstige ich mich vllt vor tätowierten Motorradfahrern, so werde ich damit eben auch manchmal einfach klar kommen müssen. Angst ist ja erstmal auch einfach eine Emotion, die vor Gefahren warnt und schützt.
Und wenn man eben nicht ausweichen kann, dann hilft es dem Ängstlichen durchaus, wenn man Verhaltensweisen zeigt, die die Situation für ihn entspannen können. Daran ist überhaupt nichts anrüchiges.Ja habe ich
Und nein, ich erwarte nicht das jeder sein Leben so ausrichtet das niemand mehr vor irgend etwas Angst hat
Dann müssten vermutlich alle aufhören zu atmen
Selbst die gemeine bäckerhefe
Letztendlich ist jeder selbst dafür verantwortlich seine Ängste zu managen und das ist auch gut so
Ich wollte damit etwas anderes " loswerden "
Scheint mir nicht gelungen zu sein
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Ich merke, wie Angsthundgeprägt ich bin, ich komme nie in die Situatin, sehr dicht an Fremden vorbei zu müssen
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Ich auch nicht. Irgendwie konnte ich es ohne großen Aufwand bisher bei jedem meiner Hunde vermeiden, trotz Leben in der Stadt.
Da waren schon "normale" Hunde dabei, einer der garantiert bei Kontakt sehr beschädigend gebissen hätte und ängstliche Hunde die von sich aus Abstand gewahrt haben.
Meine Hunde müssen allerdings auch nicht überall dabei sein.
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