Der Hund von heute hat SDU und ne Schwimmweste! (Un)sinnige Trends? Bubbles?

  • Wenn Du es nur auf die Vereine bezogen hast, die Du kennst, dann kann ich natürlich nicht mitreden.

    Naja schon, woanders kann ich mich doch nicht drauf beziehen. Aber wie gesagt, ich rede von sinnvollem Training. Just for Fun, findest man hier auch in den Vereinen viel. Der Bereich verdrängt normales Training. Und ja, das ist natürlich eine Entwicklung und ja ich lebe auch damit, sehr gut sogar, aber manchmal nervt es eben trotzdem und man findet es trotzdem schade, weil darunter natürlich der eigene Austausch, usw. leidet und der Aufwand für einen selber immer höher wird.


  • Ich gehöre auch zu denen, die dem Hundesportverein weitestgehend den Rücken gekehrt haben.

    Ich bin dort noch Mitglied wegen den LU‘s, aber das war’s dann auch schon. Habe schon seit Jahren nicht mehr dort trainiert.


    Ich würde mich durchaus als einigermaßen ambitioniert beschreiben. Ja, WM/EO werde ich nie laufen, aber zwei meiner drei Hunde habe ich bis in die A3 geführt.


    Ich habe auch nen Trainerschein und stand mehrere Jahre als Trainer im Verein auf dem Platz.


    Was mich massiv gestört hat: es gab verdammt viel Gemecker über die Parcours die ich ausgesucht hatte, ich hatte natürlich immer drauf geachtet, dass es Parcours sind, in denen man auch als Anfänger sinnvoll trainieren kann und es wurde viel gemeckert, dass man so viele Geräte schleppen muss. Das ist im Agi nunmal so. :ka:

    Und: meine Hunde kamen immer am Schluss, wenn schon niemand mehr Bock hatte und alle nur noch mit den Hufen gescharrt haben, weil sie nach Hause wollten.


    Ich habe mich also nach der Arbeit abgehetzt, war schnell mit meinen Hunden spazieren, um dann dort Training zu geben, von dem meine Hunde nix haben und bei dem ich ständig wegen allem angemeckert werde.


    Darauf hatte ich keine Lust mehr. |)


    Jetzt bezahle ich für mein Training und muss mich nicht mehr ärgern.


    Für mich die absolut beste Entscheidung.


    Nette Gespräche hat man so auch. Halt vor oder nach der Trainingszeit. Da sind für mich schon mehr Freundschaften entstanden als beim Training im Verein.

  • Ich erinnere mich gerne an den SV von damals zurück, ich hab viel gelernt und diese lockere Geselligkeit unter Hundlern vermisse ich. Einfach hingehen, zuschauen, quatschen, gelegentlich mal Arbeitsdienst, kleine Runden alle zusammen spazieren und man hat nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Wobei es damals irgendwie allgemein einfacher war unter Hundeleuten, lockere Kontakte zu knüpfen.


    Huschu ist was komplett anderes, also zumindest ich finde auf diese Weise zu den anderen Hundehaltern keinen Draht. Ich mach die Stunde mit und fahr danach wieder heim.


    Der heutige Hundehalter ist ein wenig ein Rührmichnichtan. Keine Kontakte mehr, nichts freundliches mehr, andere sind eher sowas wie Endgegner in einem Kampf, den mancher HH eher in seinem eigenen Kopf produziert :ka:

  • miamaus2013 Jupp, deshalb mag bei uns in der BZG auch keiner Training geben. Die eigenen Hunde kommen zu kurz und die Teilnehmer haben so eine richtige „just for Fun“-Mentalität. Daheim wird nicht geübt und beim Training arbeitet man dann jahrelang die gleichen Baustellen. Und das für Lau. Hat keiner Lust drauf.


    Ich fahr ja auch privat ins Training und zahle dafür Geld. Aber es nervt mich trotzdem, weil ich gerne im Verein bin. Aber bringt ja nichts, wenn man vernünftig trainieren will. Im Dummy geht die Kombi aber auch sehr gut, sofern man ein Revier und genug Gelände hat. Daheim Basics, paar mal die Woche ins Gelände und ab und an zu Seminaren oder Privat. Im Bereich Basics gibt es super Onlinekurse. Jagdlich ja sowieso nochmal was eigenes.


    Im IGP ist es hier noch anders, da sind wir ein nettes Team, schauen aber auch arg wen wir uns dazu holen und wen nicht. Muss man einfach. Hier müsste ich für Privattraining auch irre weit fahren, je nach Disziplin ja auch zu unterschiedlichen Trainern um alle Sparten vernünftig abzudecken. Und grade das Fährten fällt mir viel leichter, wenn man da nicht ständig nur alleine aufm Acker steht und sich kaputtfriert (wir gehen 3x die Woche los). Zumal viele Hunde das auch checken: viele Autos = Prüfung. Da ist ein Verein schon Gold wert um sowas auch mal zu üben. So ein wenig Gesellschaft finde ich da außerdem sehr motivierend und sehen oft auch mehr als 2 Augen. Im Schutzdienst finde ich 2x die Woche auch wichtig wenn es nicht nur darum geht die ZZL oder bisschen Prüfung zu machen, sondern man auch auf Landesebene möchte. Dazu kommt eigentlich Sportplatztraining ab Landesebene, Verstecke aufbauen, mindestens einen Helfern dafür haben, das ist mit einem kleinen Verein oder zumindest als Gruppe alles viel schöner und auch einfacher was die Organisation angeht. Privattraining kann hier doch lediglich ergänzen, wenn man nicht in einem Nest wohnt. Nicht grundlos halten sich an der Leistungsspitze hauptsächlich Vereine und Trainingsgruppen.


    Das ist kein Sport für Einzelkämpfer und durch die drei Sparten sowieso schon sehr aufwendig.


    Wobei es mir gar nicht um Freundschaften geht, sondern um Austausch und darum, Hunde aus unterschiedlichen Linien zu sehen, gemeinsam zu trainieren. Und nein, das hab ich im Privattraining so nicht, da kommt für mich an aktive Verein oder meinetwegen Gruppen kaum was ran. Natürlich ergeben sich auch mal Freundschaften, aber so einfache Bekanntschaften mit denen man ein Hobby teilt sind für mich total ok. Auf Stress hab ich aber keine Lust. Aber je mehr die Vereine sterben, desto weiter und aufwendiger werden auch da die Wege. Sei es zu Veranstaltungen vom Rassezuchtverband, oder sportlich. Es macht einfach einen Unterschied, ob man mal für nen halben Tag Prüfung, Wesensbeurteilungen oder Zuchtschauen gucken fahren kann, oder das gleich ein Wochenendtrip wird.


    Genauso ist es schon schade, wenn sich kaum Vereine finden, um Landesveranstaltungen auszurichten. Weil die Mitglieder und das Interesse fehlen. Oder Prüfungen mangels Teilnehmer oder Richter ständig abgesagt werden müssen.


    Es mag sein, dass Agi da einfach geeigneter für ist. Wie gesagt, im Dummy ist das zwar nervig aber am Ende halb so wild. Lässt sich aber nicht auf alle Sportarten übertragen.

  • Wie funktioniert das denn im Agi oder auch in anderen Hundesportarten mit den Prüfungen?

    Im Dummy ist es ja so, dass im Prinzip alle Prüfungen über den Verein laufen. Das macht es für mich dann schon ärgerlich, wenn Leute privat trainieren und keinerlei Mitarbeit in der BZG zeigen, aber wie selbstverständlich auf Prüfungen starten möchten oder dann sogar noch meckern, wenn zu wenig Prüfungen stattfinden.

    Ich persönlich finde es auch gar nicht schlimm, wenn man in privaten Gruppen trainiert. Aber man kann sich doch trotzdem in irgendeiner Form im Verein engagieren und mit einbringen.

    Ich finde im Dummy sollte die BZG eigentlich die Funktion übernehmen uns alle zusammenzubringen. Egal ob ehrgeizige Prüfungssportler oder just for fun.

  • Wie funktioniert das denn im Agi oder auch in anderen Hundesportarten mit den Prüfungen?

    Im Dummy ist es ja so, dass im Prinzip alle Prüfungen über den Verein laufen. Das macht es für mich dann schon ärgerlich, wenn Leute privat trainieren und keinerlei Mitarbeit in der BZG zeigen, aber wie selbstverständlich auf Prüfungen starten möchten oder dann sogar noch meckern, wenn zu wenig Prüfungen stattfinden.

    Ich persönlich finde es auch gar nicht schlimm, wenn man in privaten Gruppen trainiert. Aber man kann sich doch trotzdem in irgendeiner Form im Verein engagieren und mit einbringen.

    Ich finde im Dummy sollte die BZG eigentlich die Funktion übernehmen uns alle zusammenzubringen. Egal ob ehrgeizige Prüfungssportler oder just for fun.

    Im IGP kannst du auch über den DVG starten und im SV auch ohne Ortsgruppe über die Landesgruppe.


    Private Gruppen sind ja nochmal was andere als Privattraining. Ich persönliche mag mich ja einbringen, tue das auch, aber Training dort bringt mir halt nichts und das sieht die BZG genauso wie ich. Also alles schick, da ist mir keiner bös drum. Im Gegenteil, die Ambitionierten HF trainieren dort alle Privat für sich alleine. Also es gibt auch keine Prüfungsgruppe oder sowas. Sondern schlicht kein Interesse.

  • Im IGP kannst du auch über den DVG starten und im SV auch ohne Ortsgruppe über die Landesgruppe.

    Ja okay, ich kann ja aber auch bei DRC Prüfungen starten ohne tatsächlich Mitglied im DRC sein zu müssen (zumindest bei den meisten Prüfungen). Aber Fakt ist ja, dass die Prüfungen alle über den DRC organisiert werden. D. h. dahinter stecken engagierte Vereinsmitglieder, die da auch ihre Freizeit opfern.



    Private Gruppen sind ja nochmal was andere als Privattraining. Ich persönliche mag mich ja einbringen, aber Training dort bringt mir halt nichts und das sieht die BZG genauso wie ich. Also alles schick, da ist mir keiner bös drum. Im Gegenteil, die Ambitionierten HF trainieren dort alle Privat für sich alleine. Also es gibt auch keine Prüfungsgruppe oder sowas. Sondern schlicht kein Interesse.

    Ich finde das wie gesagt auch nicht schlimm. Ich denke sowieso nicht, dass das Training über die BZGs Zukunft haben wird. Aber es gibt doch trotzdem viele Wege sich im Verein einzubringen.

  • Ja okay, ich kann ja aber auch bei DRC Prüfungen starten ohne tatsächlich Mitglied im DRC sein zu müssen (zumindest bei den meisten Prüfungen). Aber Fakt ist ja, dass die Prüfungen alle über den DRC organisiert werden. D. h. dahinter stecken engagierte Vereinsmitglieder, die da auch ihre Freizeit opfern.

    Das stimmt. Ich zum Beispiel. ;-)

  • Wie funktioniert das denn im Agi oder auch in anderen Hundesportarten mit den Prüfungen?


    Im Agi werden Turniere auch von Vereinen ausgerichtet. Aber da gibt es auch einige Hallen, in denen das auch über einen Verein läuft, aber doch eher „professionell“.


    Mein Verein selbst richtet schon lange keine Agi-Turniere mehr aus. Weil der Platz dafür nicht geeignet ist, weil die Geräte veraltet sind und weil es den Leuten einfach auch zu viel Aufwand war.. schon lange bevor ich aufgehört habe Training zu geben.


    Ja, ich könnte jetzt natürlich auch sagen „weil mein Verein keine Turniere ausrichtet, starte ich auch nirgends“.


    Finde ich aber Schwachsinn. Turniere sind im Agi oft auch häufig kleine Events, wo man Freunde trifft, quatscht, auch außerhalb der Läufe zusammen sitzt. Abends wird oft essen bestellt oder gemeinsam gegrillt.


    Und: auch als Starter unterstütze ich mit Startgeld und Verzehr ja auch den anderen Verein.

    Im Agi ist es auch üblich, Starter als Parcourshelfer einzuteilen beim Turnier.

  • Wie funktioniert das denn im Agi oder auch in anderen Hundesportarten mit den Prüfungen?

    Im Dummy ist es ja so, dass im Prinzip alle Prüfungen über den Verein laufen. Das macht es für mich dann schon ärgerlich, wenn Leute privat trainieren und keinerlei Mitarbeit in der BZG zeigen, aber wie selbstverständlich auf Prüfungen starten möchten oder dann sogar noch meckern, wenn zu wenig Prüfungen stattfinden.

    Ich persönlich finde es auch gar nicht schlimm, wenn man in privaten Gruppen trainiert. Aber man kann sich doch trotzdem in irgendeiner Form im Verein engagieren und mit einbringen.

    Ich finde im Dummy sollte die BZG eigentlich die Funktion übernehmen uns alle zusammenzubringen. Egal ob ehrgeizige Prüfungssportler oder just for fun.


    Im Agility gibt es noch Vereine.

    Und Prüfungen werden/müssen auch weiterhin über Vereine gelaufen werden. Ich habe eine "inaktive" Mitgliedschaft in einem Verein. Bedeutet, ich habe eine LU von denen, zahle aber einen niedrigen Beitrag und bin nicht ins normale "Vereinsleben" involviert.

    Über die LU kann ich normal starten.


    Ausrichter der Turniere sind auch weiterhin Vereine - aber mittlerweile hat sich im Agility das Turniergeschehen schon deutlich in größere Hundesporthallen verschoben, die privat betrieben werden. Dort richten die Betreiber dann selber Turniere aus, oder stellen die Halle externen Vereinen zur Verfügung.


    Mein persönliches Problem mit Vereinen ist wirklich auch einfach das Thema Zeit. Fulltimejob, der einen an die Grenzen bringt ... da habe ich einfach keinen Bock mehr, meine freien Wochenenden noch mit Putz- und Platzdiensten zu verbringen (sondern bin froh, wenn ich die eigene Bude mal geputzt bekomme xD), Kuchen zu backen und dann stundenlang bei Wind und Wetter bei ungünstigen Trainingsbedingungen Zeit totzuschlagen. Klingt egoistisch, ist es auch. Stehe ich auch zu.

    Dafür gebe ich dann einfach gerne mehr Geld aus, um von dieser "Verantwortung" frei zu sein, ohne schlechtes Gewissen.

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