Ist der Bearded Collie „out“?

  • Und noch 1-2 Stunden in nem durchgesifften, pitschnassen Mantel rumlaufen, find ich nicht so prickelnd. |)

    Ich glaube, Hunde, die tatsächlich einen Mantel brauchen, sind auch nicht so die Pfützenhunde. Oder man wählt eben Mäntel, die entsprechend wetterresistent sind.


    Beim heutigen Matsch-Wetter war für 1 h-Gassi der Kevin Jumper (Stoff/Fleece-Pullover) in Ordnung. Für längeres Gassi hätten sie Softshell-Mäntel anbekommen, denen dann auch das Wasser nichts hätte anhaben können.


    Meine Mädels waren heut am Ende vom Gassi auch ordentlich matschig - Beine und Bauch/Brust komplett voll mit Matschwasser, also ähnlich wie beim Bearded, nur eben ohne das viele zugematschte Fell. Da trockne ich die Mädels fix mit'm Handtuch ab und fertig.


    Für den Garten zieh ich meine Mädels übrigens bei egal welchem Wetter nicht an. Außer wir trainieren dort.

  • Ich glaube, es ist hier einfach eine "vergessene" Rasse. Die Fellpflege alleine wird es denke ich nicht sein, hier tauchen gerade mehr und mehr Pudel in allen Größen auf. Und bezgl. der Ängstlichkeit - ich würde denken, viele recherchieren sowas gar nicht so genau; denke ich aber auch, weil es hier so wahnsinnig viele Frenchies und Möpse gibt

    Der Spruch, der ja auch hier im DF immer wieder fällt - dass man den Hund nicht nur nach Optik aussuchen sollte, der kommt nicht von ungefähr.

    :muede:


    Ich erlebe es leider viel zu oft, dass die Optik eben den Auschlag gibt, obwohl es charakterlich und wesenstechnisch einfach ned wirklich passt. Und ja, da wäre in so manchen Fällen ein Hund - der Schlappohren und Fell hat, die bessere Wahl als die spitzohrige Granate oder der pflegeleichte Terrier, geschweige denn ne Qualzucht.

  • Hier bei uns in der Ecke sind die ganzen Beardies versteckt :winking_face_with_tongue:

    Nein, ist natürlich Quatsch aber bei uns im Ort gibt's einen und auf RO Turnieren sehe ich öfter eine Züchterin mit, ich glaube, 5 Bearded Collies sowie 2 weitere Halter mit je 2.


    Ich schließe mich den anderen an, die denken das dass Fell abschreckt.

    Beim Pudel ist den meisten Züchtern wenn sie Welpen verkaufen nur wichtig das sie ordentlich gepflegt werden, ob das rundum kurz ist oder mit aufwendiger Frisur.

    Ich kann mir vorstellen, dass Bearded Collie Züchter (oder auch andere Langhaarrasse) da nicht so offen sind, was scheren oder kürzen betrifft?

  • Hier:


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    Bei dem Spaziergang waren es 19 Beardies unterschiedlichen Alters und Geschlechts, zusätzlich 2 weiterer Hunde.

    Meine Kinder sind mit ihnen gerannt, haben sie gestreichelt, die Hunde waren untereinander absolut friedlich und harmonisch.

    Das ist war diese Hunde wundervoll macht - sie sind unglaublich verträglich, dabei aktiv und quirlig, es sind aber ganz klar Hütehunde mit deutlich eigenem Kopf … sie haben WtP, aber nach 3 Wiederholungen ist dann auch mal genug.

    Sie lieben es draußen unterwegs zu sein und kennen kein schlechtes Wetter, können aber auch mal kurzzeitig mit weniger Beschäftigung klar kommen.


    Ich denke auch, dass er sehr häufig toll als aktiver Familien- Begleithund passen würde - aber vielen gefällt er immer leider nicht.


    Ja, sie sind eher geräuschempfindlich und auch eher reizoffen, aber nicht mehr als andere Hütehunde und bei guter Aufzucht und gutem Training werden sie meist zu tollen und souveränen Hunden.


    Fell: das ist in meinen Augen wirklich ein Problem!

    Wir haben uns auf die Aussage (Literatur, Züchter, andere Halter) verlassen, dass alle zwei Wochen gut bürsten reiche - leider wurde uns verschwiegen, dass die ersten zwei Jahre mit weichem Plüsch zu rechnen ist - deshalb ist unser Beardie momentan leider teilweise mit Filz, da hier wirklich nicht genug Zeit für soviel aufwändige Fellpflege ist.

    Wir geben uns sehr Mühe, aber es ist mehr Aufwand als erwartet.

    Ich hoffe, dass dies mit zunehmendem Alter besser/ einfacher wird.


    Denn ansonsten ist er wirklich ein wundervoller, perfekter Begleiter!

  • Ich hab die in meinem Leben bisher auch recht selten gesehen. Als ich noch n Kind war gab's die irgendwie häufiger, kann aber auch Ortsbezogen sein.

    Ich glaube Beardies hab ich circa so viele gesehen wie Bobtails, kann man an einer Hand abzählen.


    Briards bspw hab ich wesentlich mehr zu Gesicht bekommen.

  • Eine Kundin hatte einen Shapendoes-Bearded-Collie-Mix bei dem sie das Fell kurz gehalten hat. Nicht wie ein kurzhaar, sondern so zwischen 3 und 5 cm. Das war von der Pflege halbwegs machbar. Und in meinen Augen auch für den Hund angenehmer. Wenn die mit ihren langen Flokatis mal durchs Gelände gehen, bleiben sie sofort hängen oder bringen den halben Wald mit. (Ich habe/hatte Shapendoes und Bearded Collies mit Originalfelllänge im Dummytraining - die konnten die Aufgaben wegen ihres Fells nur teilweise ausführen. Sehr nervig für Hund und Mensch. Wenn die Augen nicht sauber freigeschnitten oder die Haare mit Spangen hochgesteckt waren, sahen sie auch die Markierungen nicht wirklich fallen.)

  • Ich finde die Fellpflege wirklich abartig aufwendig und in meinem Bekanntenkreis findet sich da auch kaum ein Hundefriseur der sich das antut.


    Die Halter selbst finden es gar nicht so schlimm, aber ich denke das ist das gleiche Phänomen wie wenn ich sage, meine Gebrauchshunde sind gar nicht sooo super aktiv. Ich bin das halt gewohnt und mag das auch, aber andere Menschen empfinden es extrem und würden es ganz anders beschreiben.


    Denke bei den aktiven Familienhunden haben die Doodle, Pudel und Retriever einfach mittlerweile das Zepter in der Größenkategorie. Wesentlich unkomplizierter, wesensfester, nicht weniger aktiv und gelehrig, oder sie haben das Plus, dass sie sowohl nicht Haaren als auch wenig sanden und es findet sich auch leichter jemand wohin man die Pflege auslagern kann.


    Der Briard ist ja nochmal was für sich. In der Größenkategorie gibt es ja nun auch nicht so viel Konkurrenz an Rassen und wenn sind diese meist doch deutlich komplizierter oder haaren wie Sau.

  • Fell: das ist in meinen Augen wirklich ein Problem!

    Wir haben uns auf die Aussage (Literatur, Züchter, andere Halter) verlassen, dass alle zwei Wochen gut bürsten reiche - leider wurde uns verschwiegen, dass die ersten zwei Jahre mit weichem Plüsch zu rechnen ist - deshalb ist unser Beardie momentan leider teilweise mit Filz, da hier wirklich nicht genug Zeit für soviel aufwändige Fellpflege ist.

    Wir geben uns sehr Mühe, aber es ist mehr Aufwand als erwartet.

    Ich hoffe, dass dies mit zunehmendem Alter besser/ einfacher wird.

    Ich weiß ja nicht, ob sich dies in all den Jahren beim Beardie Zucht was geändert hat, so daß es "schlechter" geworden ist und für den Halter deutlich mehr Aufwand bedeutet, als früher?

    Schließlich brauchte ja die Rasse bei der ursprünglichen Arbeit ja auch das passende Fell für alles, was das Wetter so hergibt.



    Als ich vor Jahren noch auf Hunderassesuche für mich gewesen war, ist mir mal ein Video, ich glaube sogar vom VDH, in die Hände gefallen. Darin wurden sämtliche britische Hütehunde vorgestellt, und halt auch gezeigt, wie das bei der jeweiligen Rasse mit der Fellpflege so aussehen sollte.

    Das dick markierte in Deinem Text, das stimmt beim Sheltie. Könnte mir vorstellen, daß dies auch auf Border und den Collie zutreffen mag. Ausnahmen gibt es wohl immer mal, aber überwiegend sollte es damals so gepaßt haben.

    Aber was da beim Beardie gezeigt wurde, ui, mein lieber Schwan, da war schon deutlich mehr an Arbeit und Aufwand zu sehen gewesen.



    Ich hatte mal eine Tibet Züchterin kennengelernt. Die hatte mir mal erzählt, wie lange das mit der Fellpflege bei ihrer Rasse aussah. Da kam mir wieder dieses Video in den Sinn. Klang nach einem ähnlichen Aufwand für den Halter.

  • Ich finde die Fellpflege wirklich abartig aufwendig und in meinem Bekanntenkreis findet sich da auch kaum ein Hundefriseur der sich das antut.


    Die Halter selbst finden es gar nicht so schlimm, aber ich denke das ist das gleiche Phänomen wie wenn ich sage, meine Gebrauchshunde sind gar nicht sooo super aktiv. Ich bin das halt gewohnt und mag das auch, aber andere Menschen empfinden es extrem und würden es ganz anders beschreiben.

    Wie ich ja schon weiter vorne im Thread geschrieben habe, ist Nellie bürsten sozusagen mein Hobby. 😜

    Nellie ist jetzt 16 Monate alt und hat noch Babyplüsch. Das Fell ist auf dem Rücken schon sehr viel rauer. Nellies Mutter hatte harsches Fell. Ich habe also die Hoffnung, dass das bei ihr auch noch so wird… 🍀


    Obwohl ich den Hund täglich bürste, gehe ich alle 4 Wochen mit ihr zum Friseur zum Durchkämmen und Entfilzen. Außerdem lasse ich das Fell unter den Pfoten kürzen. Damit fahren wir recht gut.


    Dennoch gibt es immer wieder Stellen, die verfilzen, z. B. am Geschirr. Das versuche ich inzwischen häufiger zu vermeiden.


    Ich pflege den Hund sehr gerne, würde aber nicht sagen, dass es nicht viel Aufwand ist.

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