Welpe der von Anfang an beißt und bellt

  • Von der Vorstellung, dass du mit dem Hund bikejöring machen kannst, Solltest du dich tatsächlich auch (zumindest vorläufig) verabschieden.


    Es hat nen Grund, warum man im Zughundesport deutlich mehr Jagdhunderassen und mixe aus Jagdhunderassen sieht, als Hütehunde.

    Ja es gibt Hütehunde, die das wirklich toll machen, aber die Regel sieht da, gerade in den Anfängen, völlig anders aus.

    Da kann man froh sein, wenn die hütis ihre Menschen nur am weiterkommen hindern. Oft drehen die sich um und tackern (wobei das auch rasseabhängig ist).


    Wenn ihr jetzt schon, mit nem kleinen Baby, solche Probleme habt, kann ich mir aktuell nicht vorstellen, dass ihr mit nem Hund zurecht kommt, der ernsthaft seine Meinung durchsetzt.


    Natürlich kann das alles funktionieren , aber dafür musst du noch sehr sehr sehr sehr sehr viel lernen.

  • Hast du dich irgendwann mal mit den Rassen auseinander gesetzt?

    Also wie die so drauf sind, wo die Profis drin sind, wie sie Arbeiten?

    Was da so in den Genen schlummert halt.

    Von dem, was er über den Vermehrer und die Zustände dort schreibt, glaube ich nicht so richtig dran, dass die da überhaupt reinrassige Elterntiere hatten und das mit dem Rassemix so stimmt.

  • Aus deiner Schilderung eures Tagesablaufs kann ich nicht so recht erfassen, wie oft und wie lange du oder ihr mit dem Hund rausgeht und was ihr da so macht.

    Morgens 15 Minuten Gassi, ja, aber den Rest des Tages? Kannst du das etwas genauer beschreiben?

    Wann, wie oft und wie lange? An der Leine oder freilaufend? In welcher Umgebung? Was passiert dabei?

  • Zusätzlich hat eine Woche die kleinste Tochter von den Besitzern auf ihn aufgepasst...

    Und auf dem Bauernhof war er laut unserer Tierärztin fast nur eingesperrt. Er hatte Löcher im Fell an den Hinterläufen und getrocknete Kotreste in den Haaren.

    (auf dem Bauernhof haben ihm die schlauen Bauern Trockenfutter für erwachsene gegeben und dadurch hat er kaum Nahrung aufgenommen)

    Das alles klingt einfach nicht gerade nach einem guten Start ins Leben … Welpe war die meiste Zeit eingesperrt und sich selbst überlassen, hat nix kennengelernt/keine ordentliche Sozialisierung und wurde zudem auch noch fehlernährt (gibt ja nicht grundlos Welpenfutter, er braucht im Wachstum einfach noch mehr Nährstoffe). Natürlich schade um den Hund und so, aber dennoch sollte man deren Treiben nicht auch noch unterstützen, indem man ihnen (viel) Geld für einen Welpen gibt. Wenn die Zustände wirklich so schlimm sind, hätte vlt. auch eine Anzeige beim VetAmt geholfen.


    seine Eltern sind ein Schafpudel und kroatischer schäferhund Mix. Der kleine selber stammt von einem ruhigen Bauernhof ab.

    Klingt wie Elterntier 1 irgendwas Pudeliges und Elterntier 2 ein bunter Mix, der optisch nach Schäferhund aussieht. Und schon hat man nen Doodle, der sich gut verkaufen lässt.

  • irgendwas Pudeliges

    wurde ja schon geschrieben - von einem Doodle ist dieser Mix seeeehr weit entfernt.


    Klar, der Verkäufer kann viel erzählen, aber Altdeutscher x Kroatischer Schäferhund (plus noch irgendwas...) ist marketingtechnisch so ungünstig, dass es vermutlich stimmt.


    Wie man bei so einer Aufzucht, mit Löchern und Kot im Fell und schlecht gefüttert, noch Geld lassen kann, ich werds nie verstehen.


    Aber ich finds gut, dass Trainerunterstützung geholt wird, und hoffe dass das alles noch die Kurve kriegt.

  • Hast du dich irgendwann mal mit den Rassen auseinander gesetzt?

    Also wie die so drauf sind, wo die Profis drin sind, wie sie Arbeiten?

    Was da so in den Genen schlummert halt.

    Von dem, was er über den Vermehrer und die Zustände dort schreibt, glaube ich nicht so richtig dran, dass die da überhaupt reinrassige Elterntiere hatten und das mit dem Rassemix so stimmt.

    Ja natürlich. Auch wenn ich nicht denke, dass man so einen Rassemix erfindet, dafür sind die Rassen zu unbekannt (= bringen wenig Profit).


    Trotzdem kann es ja sein, dass der...Die? TE sich vorher informiert hat, was da auf die zu kommt. wie beim Auto, oder einem neuen Handy.


    Halt grundsätzlich ernsthaft gedanken gemacht, was man sich da für die nächsten 10 Jahre ins Haus holt.

  • das er immer der "Alpha" sein will

    Kein fünf Monate alter Hund auf dieser Welt, will Alpha sein. Das ist einfach überholter Unsinn.

    Ihr habt einen überforderten kleinen Hund, der auf Grund seiner Genetik (auch wenn ihr das mit den Rassen ja nicht hören wollt) Probleme damit hat, sich in dem Umfeld in das er geworfen wurde, zurecht zu finden und der jemanden bräuchte, der ihm die Welt erklärt, dafür sorgt, dass er zur Ruhe kommen kann und ihn zuverlässig führt.


    Und das ist euer Job.

    Sucht euch einen Trainer, der Ahnung von Hüte- und Treibhunden hat. Der euch erklären kann, was im Kopf eures Hundes abgeht und was dieser Typ Hund an Führung und Stabilität braucht, damit er eine Chance hat, in einem solchen Umfeld zu bestehen und keinen Alpha und Dominanz Quatsch brabbelt.

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