Biewer Yorkshire Terrier Junghund Verzweiflung
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Guten Abend zusammen,
Ich habe nun seit einigen Wochen einen knapp 7 Monatigen Biewer Yorkshire Terrier.
Zu Beginn als er noch Welpe war, super gehört, Leinenführigkeit alles top, kennt man ja. Sobald eben er dann ein Junghund ist vergisst er alles wieder.
Vor allem Fokus, sobald er draußen ist hat er kaum Blickkontakt und es interessiert ihn nicht das man da ist. Auch andere Menschen sind dann interessanter.
Beim Gassi gehen ist das ziehen nicht wirklich ein Problem. Er läuft zwar vor mir und das mit Lockerer Leine, zieht aber nur wenn er auf etwas fokussiert ist wie z.b. eine Stelle die er markieren will.
Jedoch sind meine Großen Probleme das er einfach nur dann hört wenn er auch will. Selbst zu Hause ist seine Laune eher gemischt. Aber sobald er einen Hund sieht ist er weg, wenn dieser ihm nur Ansatzweise Aufmerksamkeit gibt. Und wenn es ein kastrierter Hund oder eine Läufige Hündin ist dann läuft er auch mit dem Halter bis nach Hause überspitzr gesagt, da er dann auch wenn der Hund am Ende der Hundewiese noch zu riechen ist, läuft er auch die 2km rüber.
Weshalb man ihn auch nicht im Garten ohne Leine laufen lassen kann, da er auch da sobald er einen Hund oder Menschen hinterm Zaun sieht, weg ist.
Zusätzlich hat er auch angefangen zu Hause zu markieren was auch nie Thema vorher war. Stubenrein ist er seit ca. 2 Monaten.
Ausgelastet ist er definitiv, über tägliche Spieleinheiten und mindestens 1-2 Std. Auf der Hundewiese und zusätzlichen Spaziergängen von 20min.
Ich würde sogar sagen daß er zu Sozial und Unerschrocken ist, er läuft ohne Sinn und Verstand in einen Korso voller 30kg+ Hunde und spielt mit denen. Da haben wir zum Glück Glück das die Hunde auf der Wiese alle wohlerzogen ist.
Vielleicht habt ihr zu den jeweiligen Problemen gute Tipps oder Erziehungs Möglichkeiten. Vor allem wie bekomme ich Aufmerksamkeit von ihm.
Gruß,
Vali
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Tönt eigentlich nach normalem pubertierenden Jungrüden. Schleppleine ist angesagt bei pubertärem Gehörverlust. Sei konsequent in der Erziehung, das braucht jetzt viel mehr Wiederholungen. Wie trainierst du denn Rückruf und Orientierung an dir?
Zudem würde ich aufhören, den Racker sich täglich auf der Hundewiese dumm und doof ballern zu lassen, das ist viel zu viel - kein Wunder, dass er völlig drüber ist. Grad in der Pubertät kann es sich lohnen, zumeist ruhige Orte aufzusuchen zum Spaziergang, und erst recht zum Training. Sonntagmorgen früh im Industriequartier oder auf dem Supermarktparkplatz sind die Chancen, die Aufmerksamkeit des Hundes zu bekommen wesentlich höher als mitten im Getümmel von anderen Hunden. Erst muss es ohne Ablenkung sitzen, dann Ablenkung langsam (!) steigern.
Das Markieren drinnen ist möglicherweise auch stressbedingt. Du musst unbedingt von dem aktuellen Stressprogramm weg - wird allerdings etwas dauern, bis der Hund wieder auf normalem Level ist.
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Beim Rückruf trainiere ich es meistens das ich Ihnen entweder mit "Bleib" sitzen lasse und dann kommen lasse oder wenn ich sehe er entfernt sich auf längere Distanz mit Komm. Wenn er auf weiter Distanz mich anschaut reicht auch oftmals das Heben des Arms dann kommt er auch sofort.
Evtl. War wegen der Distanz auch eine Hundepfeifen eine Überlegung, zumindest schenckt er dieser Aufmerksamkeit.
Aber in Summe sucht er kaum bis keinen Blickkontakt auch beim Wald Spaziergang, somit wäre nun die Frage. Wenn ich im Wald mit ihm spazieren gehe statt auf die Wiese wie bekomme ich da einen Blickkontakt aufgebaut? Da halt für ihn alles interesanter ist als ich 🤔
Schnalzen oder seinen Namen rufen bringt oftmals einen Kontakt, um noch auf deine Frage zu antworten, aber so ein richtiges "Orientierung Training" habe ich nicht.
Schleppleine ist auch in Nutzung nur zerren soll man bekanntlich nicht, da er damit nichts anfangen kann. Natürlich kommt er dann ohne Probleme aber das bringt gefühlt nichts.
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Ich sag mal so - täglich Hundewiese und nur mit anderen tun und machen lassen ist halt ein ausgezeichneter Weg, seinem Hund zu lernen, dass alles andere interessanter ist.
(Und mitunter trainiert man sich den Kleinstund auch schön hochgepusht, wenn er immer mit den 10x so schweren Hunden "spielen" - ich sage - muss. Selber wird sich n Jungspund häufig nicht dagegen entscheiden, auch wenn es sehr ungesund sein kann oder ein idealer Weg, Kleinhunden auf lange Sicht zu lernen, dass große Trampel sind, die einem weh tun. Das muss so nicht zwingend sein, aber unkontrolliert in Großhundgruppen werfen und sich wundern, dass ein Youngster da mitmischt, lässt halt vermuten, dass Du auch nicht siehst, wenn es ihm zuviel wird oder er irgendwann zum "Hihi, der Kleine zeigt des Großen schon" mutiert, was nun gar nicht immer so lustig ist, sonder mitunter Überforderung und Abwehr)
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Ich sag mal so - täglich Hundewiese und nur mit anderen tun und machen lassen ist halt ein ausgezeichneter Weg, seinem Hund zu lernen, dass alles andere interessanter ist.
Schon bewusst nur iwo muss der Hund auch Soziale Kontakte knüpfen und Grenzen kennenlernen oder nicht?
Hab ja nicht gesagt das es dann nun anders probieren werde.
Zu meiner Frage aber hat dein Beitrag am Ende nichts gebracht/beantwortet 😁
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Zu meiner Frage aber hat dein Beitrag am Ende nichts gebracht/beantwortet 😁
Na klar, den Hund nicht mehr täglich stundenlang auf ner Hundewiese sich das Hirn rausballern lassen wäre ein erster Ansatz. Für soziale Kontakte muss er nicht täglich zwischen wahllose Hunde geworfen werden. Grenzen aufzeigen ist zuallererst dein Job.
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Zu meiner Frage aber hat dein Beitrag am Ende nichts gebracht/beantwortet 😁
Na klar, den Hund nicht mehr täglich stundenlang auf ner Hundewiese sich das Hirn rausballern lassen wäre ein erster Ansatz. Für soziale Kontakte muss er nicht täglich zwischen wahllose Hunde geworfen werden. Grenzen aufzeigen ist zuallererst dein Job.
Die Frage war wie man ein vernünftige Orientierung trainiert und einen Fokus herstellt :)
Es sind immer die selben Hunde und es sind auch nicht stundenlang sondern ne Stunde maximal auch mal mehr als ne Stunde aber inkl. Hin und Rückweg zu Fuß, nicht soviel rein interpretieren.
Hab hier keine Frage/um Hilfe gestellt/gefragt wenn ich mich hier nur rechtfertigen soll statt sinnvoller Hilfe zu erhalten 😂
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Mein Buchtipp: Der zugewandte Hund. Von Sami El Ayachi.
Üben muss man natürlich selber.
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Und die Aufmerksamkeit kommt vermutlich über weniger Action und weniger auf andere Hunde konzentriert sein (müssen), mehr gemeinsame Aktivität, Zeit, Humor, Dran bleiben.
Du hast den erst so kurz, die Pubertät kickt ein und wenn ich es richtig verstehe, ist Hundewiese Euer Hauptprogramm um ihn "müde und ausgelastet" zu kriegen.
Ich meine da sehr viel Erwartung zu lesen, die Hund aktuell gar nicht erfüllen kann.
Gegen Abhauen hilft Leine. Gegen Pubertät hilft abwarten, dran bleiben, Geduld und manchmal einfach drüber lachen.
Aber Hundewiese also Hauptprogrammpunkt würd ich streichen. Klar wird der auf Hunde reagieren, nicht nur, weil er ein Junghund ist, sondern weil Hunde bisher ja auch Action! bedeuten. Da is man sehr schnell in einer Erwartungshaltung des Hundes drin.
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Und genau das war die (vermutete) Antwort darauf. Vielleicht hilfts etwas, wenn Du die Situation auf der Hundewiese etwas genauer schilderst.
Aber wenn es so sein sollte, dass Dein Hund, der gerade im besten Spiel- und Spaßalter ist, kontinuierlich lernt, dass die Action außerhalb ist und er eigenständig entscheidet, wann/wo er sie auf der Hundewiese sucht, dann hat das natürlich Einfluss auf Fokus und Orientierung
Letzteres trainierst Du am Besten darüber, dass Du wichtig für den Hund bist.
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