Kann der Hund einschläfern überleben? Schlimmes Kopfkino und Schuldgefühle nach Einschläfern
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Hallo liebe Fellfreunde,
ich suche Trost, da meine geliebte Hündin Layka am Freitag eingeschläfert wurde.
Sie war fast 16 und hatte immer mehr Schmerzen, sodass die vielen Medikamente und Fürsorge nicht mehr gereicht haben.
Sie wurde mit einer Überdosis eines Narkotikums eingeschläfert. Die Tierärztin hat den Puls, den Herzschlag und die Atmung überprüft und nach 2 Minuten erneut kein Lebenszeichen mehr festgestellt. Dann haben wir sie in ihren Sarg gelegt und nach 40 Minuten bestattet. Ich habe nochmals nach einem Herzschlag gefühlt und keinen bemerkt, nur ihre Wärme…
Das ganze war wirklich traumatisch. Ich habe mir dann Gedanken gemacht, ob es seltene Fälle gibt, bei denen der Hund wieder aufsteht, wie bei einer Narkose eben. Im Internet habe ich dann tatsächlich zwei Zeitungsartikel gefunden, aber auch Studien über verschiedenen Euthanasiemitteln gelesen. Da wurde am Rande erwähnt, dass selten bei manchen Tieren der „Lazarus-Effekt“ eintreten könnte.
Ich konnte kaum schlafen und hatte so extreme Schuldgefühle, dass ich am liebsten zum Grab gefahren wäre um sie auszubuddeln.
Was ist wenn sie aufgewacht ist und sich dachte „wieso tun meine Menschen mir das an?“.
Ich habe dann recherchiert, dass sie dann vermutlich schon erstickt wäre, aber das ist ja noch schlimmer.
Ich habe so starke Schuldgefühle seit dem und sogar Angst, dass sie vielleicht noch immer lebt??
Es ist so schrecklich, ich denke, dass ich es mir zu einfach gemacht habe, sie direkt zu beerdigen.
Ich finde, man muss mit seinem Hund den letzten Weg genau so gehen wie die ersten, leichten Jahre. Und ich habe Angst, dass ich sie im Sich gelassen habe. Das kann ich mir nicht verzeihen.
Ich hoffe, jemand kann mich verstehen und hat vielleicht einen Rat odrt Hinweis.
Lieben Gruß
JoBubbu
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Hi
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Ich kann Dich verstehen. Ich hatte dieselben Gedanken und habe deshalb solange mit dem Begraben gewartet, bis der Körper kalt war.
Tatsächlich müssen wir hier aber unserem TA vertrauen. Meine TÄ hat sehr lange abgehorcht, und mir dann gesagt: Sie ist gegangen.
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Herzliches Beileid zu Deinem Verlust.
Deine Hündin hat sicher nicht mehr gelebt. Die Körperwärme kühlt innerhalb von 40 Minuten nicht so sehr ab, darum hast Du sie noch gespürt. Deine Hündin hat davon nichts mehr mitbekommen.
Du kannst Dich da voll auf die Tierärztin verlassen, man hört durch ein Stethoskop wirklich feinste Geräusche. Ohne Herzschlag und ohne Atmung gibt es kein Leben.
Ich wünsche Dir Kraft und Zeit für die Phase der Trauer. Irgendwann werden in Deiner Erinnerung die vielen schönen Momente in all den Jahren mit Layka wieder überwiegen.
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Tierärzte sind dazu ausgebildet, auch eine Euthanasie durchführen zu können. Und müssen das leider auch regelmäßig tun. Also nein, die verwechseln nicht mal eben Narkose mit tatsächlichem Herz-Kreislaufstillstand. Es wurde offenbar ja auch nochmal nachkontrolliert, eben weil 0,000000irgendwas Chancen bestehen, dass ganz eventuell vielleicht die Überdosierung nicht ausgereicht hat. Das ist grundsätzlich schon nicht wahrscheinlich, Dosierungen werden ja nicht frei erfunden, sondern sind wissenschaftlich abgesichert und bei einem so alten, schwerst kranken Hund ist es nochmal unwahralscheinlicher
Man lebt mit einem Herzstillstand auch nicht einfach weiter. Und das Herz fängt auch nicht einfach von allein wieder zu schlagen an, wenn es aufgehört hat
Es tut mir sehr leid, dass Du das so traumatisch empfandest. Aber wenn Dich das Kopfkino - und etwas anderes kann es nicht sein. Dein Hund kann nach so langer Zeit nicht mehr leben - dann ist es unter Umständen sinnvoll, Dir Hilfe zu holen.
Ich sag es mal aus der Ferne, ohne Dich zu kennen und so unromantisch wie ich bin: dass es einem schlecht geht, wenn der geliebte Hund stirbt, ist normal. Dass man sich in Gedanken verliert, die ins Irreale abgleiten ist aber eher ungesund.
Es ist schmerzhaft und reißt ein großes emotionales Loch, aber nein, Dein Hund lebt nicht mehr und hat auch nicht mehr gelebt nach der Einschläferung
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Es hat einen Grund wieso nicht nur 1x abgehoert wird, sondern nach einem gewissen Zeitraum nochmal.
Und (das klingt jetzt boese, tut mir leid), selbst wenn es 'nur' ein Atmenstillstand war, ueberlebt man das nicht. Auch kein Hund. Dein Hund ist tot.
Es gibt verschiedene Wege der Euthanasie, ich hab beide (bzw. 2) in letzter Zeit erlebt. Beide waren 'sauber'. Ein Weg ging schneller, einer war fuer mich.. einfacher. Aber beide waren mAn schmerzlos fuer meinen jeweiligen Hund und haben ihn erloest.
Ich sass bei beiden Hunden sehr sehr lang noch da, als sie bereits tot waren und bei beiden hat es wirklich gedauert, bis sie kaelter wurden. Der Ruede schneller, der Raum war aber auch unfassbar kalt und er lag auf einer eher duennen Decke (und ist schon etwas ausgekuehlt als er noch gelebt hat und wegen der Sedation (fuers roentgen) auf dem Boden lag (bis ich ihn mit auf die Beine gezogen hab).
Das sie kalt werden geht nicht innerhalb von Sekunden.
Das einzige Mittel, was mWn Probleme gemacht, war T61, aber das wird mWn seit Jahren nicht mehr eingesetzt.
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Doch T61 ist teilweise noch im Gebrauch. Alle meine wurden damit euthanasiert. Allerdings komplett ohne Probleme. Nur den Stich setzen, das kann nicht jeder sehen.
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Ob T61 verwendet wird ist auch immer meine wichtigste Frage, schließe ich bei jedem meiner Tiere aus.
Ansonsten: mein Rüde starb letztes Jahr im März und wir saßen noch etwa 8-9 Stunden mit ihm im Wohnzimmer, haben ihn gestreichelt, umsorgt und uns verabschiedet.
Wenn sowas möglich ist empfehle ich es sehr, es hilft enorm im Prozess des Abschied nehmen und „Begreifens“ (wortwörtlich).
Als am Abend die Dame vom Tierkrematorium kam, hatte die Totenstarre natürlich voll eingesetzt - aber er war davor noch lange Zeit sehr warm und fast wie schlafend.
Da der Tod für viele von uns, mich eingeschlossen, sehr irreal und überwältigend ist, braucht es mental einfach seine Zeit um es Stück für Stück ins Bewusstsein sickern zu lassen.
Da sind dann auch 9 Stunden erstmal nur ein, wichtiger, Anfang.
Aber auch wenn ihr 40 Minuten gewartet habt, war der Hund sicher tot.
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