Wie, was, wann? Hundeadoption für Anfänger

  • Aggression gegen Menschen hat ja viele Formen. Wenn er angstaggressiv wäre und lieber die Flucht ergreift könnte ich damit eher umgehen als wenn er einfach territorial oder ressourcenaggressiv ist und immer den Angriff wählt.

    Du kannst den Hund aber nicht immer und überall die Flucht ergreifen lassen? Und dann?

  • Könntest du auch damit leben, dass der Hund für Monate unter der Esszimmerbank lebt? Das er für Monate nur raus kommt wenn kein Mensch in der Nähe ist? Wenn er beisst? Wenn ihr über Monate nicht nach draußen könnt weil er bei jedem Geräusch flüchten will? Wenn er über Monate ins Haus macht?

  • Ich glaube auch da musst du es anders sehen.

    Wir alle waren mal Anfänger. Und ja selbst meine Vorstellungen waren manchmal naiv. Ich dachte auch ich wäre vorbereitet. Nun ja heute weiß ich es besser :rolling_on_the_floor_laughing:

    Hier will dir niemand was Böses. Sondern einfach versuchen dich vor einem Fehler zu schützen!!! Das ist ein Unterschied!!!


    Übrigens eine Dame aus meiner Hundeschule fällt gerade aus. Weil die lediglich 20kg Junghund sie umgerissen haben. Also auch 20kg Hund können sich unvorbereitet erwischen :rolling_on_the_floor_laughing: der Hund hat den Vogel einfach vor ihr gesehen :rolling_on_the_floor_laughing:


    Ach ja und mein damals 7 Monate alter Junghund hat mich gelehrt, dass selbst 2m Zaun keine Hürde ist :pfeif:


    Ich finde es aber wirklich super, dass du dir die Dinge annimmst. Das spricht absolut für dich!!!

    Schau ob du hier dein Herz an einen Vierbeiner verlierst. Sammel Erfahrungen. Und vielleicht kannst du später was anderes bewirken.

  • Danke für eure Antworten, auch wenn manche mich wie ein Dummchen dastehen lassen, was ich nicht ok finde

    Ich hab mir alle Beiträge durchgelesen und finde gar nicht, dass dich irgend eine Antwort wie ein Dummchen dastehen lässt. Verstehe ich nicht. Sind ja alles gute Ratschläge, Einwände, Tipps und Inputs.

  • Hier möchte dich keiner als Dumm bezeichnen sondern dir nur die Augen öffnen wie naiv das herangehen ist. Naiv hat nichts mit Dummheit zu tun. Keiner ist perfekt und jeder macht Fehler. Aber man kannn gerade als Anfänger gewisse Fehler einfach vermeiden wenn man um die Gefahren weiß :)


    Schön das du doch einem Hund auf einer Pflegestelle eine Chance geben möchtest.

  • JuliJu, ich habe bereits meinen dritten Hund aus dem Tierschutz. Grundsätzlich bin ich voll deiner Meinung, warum sollte man nicht einen der Tausenden von Hunden aufnehmen, die chancenlos im Ausland im Shelter sitzen und auf ihre Tötung warten.


    Trotzdem würde ich dir von einem Direktimport eher abraten. Mein zweiter Hund kam direkt aus einem ungarischen Shelter, war hochgradig verhaltensauffällig und hatte einige schwerwiegende Erkrankungen. Natürlich haben wir ihn nicht aufgegeben und unser Leben weitestgehend auf ihn eingestellt, aber ich würde keinen Hund mehr aufnehmen, den ich nicht im Vorfeld kennenlernen kann.

    Lili war bereits in einer Pflegestelle in der näheren Umgebung. Wir konnten uns ausgiebig „beschnuppern“, es hat gepasst, und Lili durfte einziehen.

    Sehr positiv warauch der direkte Draht zum vermittelnden Verein, wir haben immer noch einen guten Kontakt und tauschen uns aus.

  • Ich habe ein großes Herz für Tiere im generellen, besonders für Hunde und ich dachte, dass ich am besten helfe, wenn ich einen Hund direkt aus der Tötung hole.


    Aber es macht Sinn einen Hund der aus der Tötung stammt, aber auf einer Pflegestelle ist eine Chance zu geben.


    Ich werde mich auch in die Richtung umsehen.

    Na das ist doch toll. Dann viel Erfolg bei der Suche nach deinem Hund.

  • Da du auch noch mit deinen Eltern zusammenlebst, bedenke, dass Hunde aus Tötungsstationen oft auch einiges schon durch haben. Es gibt gar nicht so selten, dass sie Angst vor Männern haben, was besonders in Kombi mit Aggression nicht nur Auswirkungen auf dich, sondern auch auf deine Familie hat.


    Spätestens wenn deine Angehörigen sich in ihrem eigenen Haus oder Garten nicht mehr frei bewegen können, ist Schluss mit lustig.



    Besonders als Anfänger würde ich immer einen einfacher zu führenden Hund wählen "zum üben". Mit wachsender Erfahrung kann man später immer noch ein schwierigeres Exemplar ins Haus holen.

  • Die Frage ist halt, warum du dir / deiner Fam und dem Hund die Chance des Scheiterns so groß machen willst? Du kannst auch einem "lokalem" Hund gut tun.


    Als ich meine Hündin aus dem TH holte, war sie fix und fertig von dem Stress dort. Dort zu sein ist, trotz Mühe der Mitarbeiter, ganz bestimmt kein Paradies.


    Es ist auch egal mit welchen Eigenschaften du denkst umgehen zu können. Jeder wird etwas mitbringen, dass dir richtig etwas abverlangt. Und Tierarztkosten werden nicht wenig werden. Ich zahle mehr als 100€ im Monat. Gerade durch Stress, die Zwinger, andere Hunde, Verletzungen, der Transport, usw kommen da schnell chronische Erkrankungen und Ernährungsspecial Effects zusammen.


    Für den ersten Hund würde ich es mir leichter machen. Danach kannst du mit souveränem Ersthund ja weitere Hunde aufnehmen.

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