Unerfahrener Mensch will Hund kaufen

  • Ich bin ja nun wirklich nicht vom Fach, und mein Third Hand-Rumänen-Mix wird mein einziger Hund bleiben, aber zu Denken gibt einem ja schon, dass es eben auch hier heißt „Augen auf, Hirn an, auch im VDH gibt‘s genug schwarze Schafe“ - ich hab das nie hinterfragt, aber die Frage wäre ja schon ‚wie denn?‘ wenn alles so lückenlos kontrolliert und dokumentiert wird.


    Was kann man sich denn eigentlich darunter vorstellen?


    Also, ich hätte meinen Leonberger auch bei VDH gekauft, und ich hab tatsächlich auch zugelassene Zuchttiere angeschaut, nach den kleineren, leichteren, weniger hängegesichtigeren geguckt… ich glaub, Dissidenz gibts da gar nicht wirklich… aber wie gesagt, für uns ist das Thema eh vom Tisch.

  • Joa...alle VDH-Zuechter sperren die Mutter weg wenn die Welpen 6 Wochen sind. Sicher doch.

    Ich kenne eine Huendin, die ihre Tochter auch mit einem Jahr noch geduldet hat. Heisst die Huendin hatte 1 Jahr lang Milch! Aber hey....ist sicher voellig easy und normal. Bloss nicht eingreifen..



    Und irgendwie echt suess. Da war jemand, der den Vermehrer nicht erkannt hat und anscheinend keinerlei Ahnung von Krankheiten hatte. Das war ja der Grund fuer diesen Thread. Und dann kommt 'schau in der Dissidenz und beim Ups-Wurf genau hin' :lol:

    Aber wenn der naechste nach einem passenden Produzenten fragt, kann der ein oder andere sicher wen gutes ausserhalb des VDH empfehlen...


    Welpenzimmer mit Gittern wegen dem Putzaufwand? :lachtot: Ja sicher, ganz bestimmt liegt es daran. Und deswegen fliegen die Zwerge irgendwann auch raus in den Auslauf. Nuuuur wegen dem putzen. Wtf!?

  • Ich würde behaupten dass der TSV von dem meine Pflegis herkommen durchaus seriös ist,

    Die Hunde werden vor der Ausreise geimpft, gechippt, kastriert (außer wenn noch zu jung) und vom Tierarzt so ziemlich auf den Kopf gestellt.

    Mit Traces angemeldet etc.

    Aber hier in D noch nicht eingetragen.

    Damit wäre er wohl bei den meisten hier raus weil nicht seriös.

  • Bei Auslandsvereinen finde ich es tatsächlich auch sehr schwierig. Wie soll man da als Anfänger urteilen können?

    Positive Bewertungen im Netz sind billig, was im Ausland wie gemacht wird, kann ich nicht überprüfen, es sei denn, ich halte mich längere Zeit im betreffenden Ort (ob das jetzt ein Shelter ist oder die Tiere direkt von der Straße kommen) auf, ich habe oft keine Ansprechpartner in der Nähe, sondern nur Mail-Adresse oder Handynummern, wenn was ist, weiß ich nicht, ob der Hund zurück genommen wird und wie schnell... ob die Beschreibungen stimmen, ob der TA, der die Gesundheitsuntersuchung gemacht hat, die nicht im 10er-Pack ausstellt (denn auch Adress-Stempel kosten im Netz wenig), ob die Übersetzung des Gesundheitsberichts stimmt und so weiter...


    Alles Risiken, die ich im deutschen Tierheim nicht hätte, daher würd ich zum Auslandsverein Anfängern auch nicht raten, sondern eher zum deutschen TS, gerne eben auch in Zusammenarbeit mit Leuten im Ausland, aber eben so, dass ich hier die Personen/die Institution kenne, wo der Hund herkommt, ob jetzt Junghund oder Erwachsener.

  • Bei mir wäre es raus weil kastriert.



    MoniHa halten wir also fest, das kannst Du nicht.


    Wie schön mehrfach erwähnt wurde ist nicht alles im VDH Gold, was glänzt. Warum auch?

    Die ganze Geschichte wird von Menschen geführt und die machen auch mal Fehler.


    Aber was unter dem Dachverband VDH züchtet muss ein gewisses Grundwissen aufweisen, die Zuchtstätte muss einem gewissen Mindestmaß entsprechen, es gibt Grundanforderungen an die Gesundheit der Elterntieren, es ist geregelt ab welche Alter und bis zu welchem Alter die Elterntieren wann wie und unter welchen Voraussetzungen zur Zucht herangezogen werden.


    Desweiteren gibt es ein Grundgerüst zur Aufzucht der Welpen etc.pp.


    Und darum geht es mir. Mir geht es nicht einzig und allein um das Produkt Welpe.

    Ich will das auch die Elterntieren unter vernünftigen Bedingungen und mit gewissen Voraussetzungen gehalten werden und ein Mindestmaß an Vorsorge und Fürsorge vorhanden ist.

  • Und jetzt überlegen wir nochmal woher viele Hunde in der Zucht in der Dissidenz kommen.

    Vielfach aus VDH bzw FCI Zucht im Ausland, oh Graus .

    Ich weiß dann doch von ein paar mehr"Züchtern" die zur Diss gewechselt sind weil der eine Hund z.B die gesundheitlichen Vorgaben unter VDH RZV in D nicht erfüllt hat/zzl entzogen aber man muss ja "züchten " .

    Und da rede ich nicht von Lappalien wie nicht so guten Hüften , da ging es um ganz andere Geschichten.

    Aber gut.

    Manche waren zumindest so schlau dann komplett alles zu fälschen inklusive Namen des Hundes damit es nicht auffällt , vielfach war es schlichtweg egal .


    Dieses ewige schimpfen auf 'den VDH " zeigt ohnehin nur wie wenig Wissen existiert.

    Ich hab außerhalb der FCI ( der ist der VDH untergeordnet ) bei vielen Rassen einfach nicht solche Netzwerke, Zugriffe auf diverse Gesundheitsuntersuchungen , Verwandtschaft und co.

    Und das ist nur ein kleiner Teil ..

  • ich hab das nie hinterfragt, aber die Frage wäre ja schon ‚wie denn?‘ wenn alles so lückenlos kontrolliert und dokumentiert wird.

    Papier ist geduldig, wie MoniHa quasi mit anderen Worten gesagt hat.


    Finde ihre Argumentation durchaus aufschlussreich und als „Teil des VDH“ hat sie auch mehr Einblicke als andere.

  • Ich bin ja nun wirklich nicht vom Fach, und mein Third Hand-Rumänen-Mix wird mein einziger Hund bleiben, aber zu Denken gibt einem ja schon, dass es eben auch hier heißt „Augen auf, Hirn an, auch im VDH gibt‘s genug schwarze Schafe“ - ich hab das nie hinterfragt, aber die Frage wäre ja schon ‚wie denn?‘ wenn alles so lückenlos kontrolliert und dokumentiert wird.

    Wo Menschen sind, passieren immer auch Menschendinge. Egal wo. Und nicht alle Menschendinge sind altruistisch, selbstlos oder nur nett.


    Immerin wird man im Normalfall aber ausm Verband geworfen, wenn zb irgendwer auf die Idee käme, fremde Welpen zukaufen und als die eigenen auszugeben o.ä (Kenn ich ein Beispiel aus dem Huskybereich).


    Anderswo juckt das niemanden und kann auch nicht nachvollzogen werden.


    In der Zucht die irgendeinem FCI angehörigen Verein untersteht, hast Du zunehmend DNA Fingerprints zur Abstammungskontrolle, Vorgaben nicht nur zum Mindest- und Höchstzuchtalter, vorgeschriebene Wurfpausen für die Hündinnen, Verbot von Inzestverpaarungen, für viele Rassen auch nachvollziehbare Datenbanken und Gesundheitsauswertungen - und hat es das eigene Land leider noch nicht, hat es zumindest irgendwer anderer.


    Als Verbandszüchter ist man zumindest vielen anderen bekannt und hat allein schon dadurch eine gewisse "soziale Kontrolle", Daten irgendwo aufliegen, Zuchtwartbesuche, Zuchtstättenbegehungen, Vorgaben wie "Keine Zwingerhaltung" oder "Zucht nur möglich, wenn die Welpen Zugang zu einem Garten haben" usw, Du musst Belege fürs Finanzamt aufheben, meist ein Zwingerbuch über Bestand und Würfe führen usw.

    Die Elterntiere müssen wenigstens irgendwas vorweisen können. Sei es Fornwert, Wesenstest, Prüfungsergebnisse. Einge Hunde dürfen nur unter Vorbehalt in die Zucht, zb für einen Wurf, bis man sieht, was rauskommt.


    Mag sein, dass es im reinen Begleithundesektor deutlich weniger gibt, interessiert dort vermutlich auch weniger und die Käufer sowieso nicht

    Bei sehr vielen Rassen sind die Anforderungen in der Verbandszucht aber doch deutlich höher, als anderswo.


    Und sowas haben halt auch die jeweiligen untergeordneten Rassevereine in der Hand - und sorry, auch wenn Rassehundezucht auch nicht der heilige Gral ist und manche Kritik sicher berechtigt, es gibt auch etliche Rassevereine unterm VDH/ÖKV/Was auch immer, die Himmel und Hölle in Bewegung setzen für sinnvolle Zuchtstrategien und sich wirklich was überlegen, Geld in Studien investieren, in Datenbanken, in Testreihen.

    Österreichische Pinscher, Leonberger, Kromfohrländer um ein paar zu nennen - die bringen wesentlich mehr weiter, als unorgansierte "Ich hab mal nen Wurf" Züchter oder "Ich erfinde das Rad jetzt neu und gründ nen Dissidenzverein".


    Es ist jetzt wirklich nicht so, dass es die grundsätzlichen Probleme, an den auch die Verbandszucht krankt und Der kann mit dem nicht oder der findet das sinnvoll und der andere findet es bescheuert in der Dissidenz nicht existieren.

    Und dass Rassehundezucht generell und in der aktuellen Form ein Modell ist, das kritisch zu hinterfragen ist oder ein paar andere Ansätze vertragen könnt - das ist nun auch kein VDH Ding allein. Das betrifft in selbem Maße alle anderen auch.


    Mir ist nicht ganz klar, was MoniHa züchtet. Ne Rasse, die irgendwas können soll, eher nicht.

    Dass es irgendwo immer Züchter gibt, die Hunde in Boxen stapeln, ja, die gibt es. Überall.

    Aber allein schon zu implizieren, so viele VDH Hunde würden quasi nur in Welpenauslauf eingesperrt und sich auf Pinkelunterlagen lösen. WTF? Das ist ein bissl sehr dreist.


    Wie ich gesagt, ich weiß es nicht sicher, welche Hunde MoniHa züchtet. Aber da krieg ich den Eindruck, da sollte jemand mal ein bisschen aus seiner - ich vermute - Kleinhundeblase raus, bevor er so große Töne spuckt und einer Menge Menschen ans Bein pinkelt, weil der eigene Horizont nur so funktioniert.

    Oder einfach nicht bekannt ist, was unterschiedliche Vereine diskutieren und versuchen.


    Nein, natürlich ist nicht alle nur super. Wo ist überhaupt alles nur super?


    Mich regt wahrlich genug auf an Hundezucht. Allerdings auch Leut die so tun, als würd gar nichts gemacht.

    Ja, vieles scheitert - an der Abstimmunskultur in Vereinen, an irgendwer macht nicht mit, an diesem und jenem, an Menschendingen vorallem.

    Aber bitte, man zeige mir die vielen Dissidenzen, die, Hausnummer, Daten zur Erblichkeit von Unterkieferanomalien bei Rasse Sowieso sammelt, die genomische Daten aller betreuten Rassen auswertet und versucht, daraus sinnvolle Zuchtstrategien zu entwickeln, die mit Universitäten in Kontakt steht um Tests zu entwickeln, wo Leut hunderte Stunden Datenbanken befüllen, sich international ausstauschen, dies und jenes tun.

    Dass nicht immer was raus kommt. Nun, das liegt mitunter nicht mal immer an den Vereinen. Die Züchter müssen halt auch mitmachen. Oder man in diese oder jene Position gewählt werden. Oder.


    Mit den paar Rassevereinen, mit denen ich am Rande zu tun habe, da sitzen teils wirkliche Koryphäen drin, oder zumindest sehr engagierte Leut. Und kämpfen halt mit oder gegen ein System, in dem alle ähnliche Ziele verfolgen müssten oder sollten, ungeachtet dessen, wer mit wem nicht kann.

    Aber da gibt es keine anderen Vereine, die irgendwas besser machen. Da gibt es tatsächlich nur schlechter. Man produziert halt Haustiere und verkauft die. Mehr isses nicht. Heißt nicht, dass die Hunde schlecht sind. Nur züchterisch isses oft genug völlig sinnlos.


    Und es gibt auch wirklich genug Dissidenzvereine, wo sich dann ne Dissidenz der Dissidenz abspaltet, weil sich alle zerfleischen, obwohl man es besser und richtiger machen wollte und dann auch nicht weiter kommt (Ich hab da eine im Kopf, die ich sogar theoretisch gut find. Nicht die "Wir betreuen alle Rassen und jeder darf für ne Gebühr bei uns mitmachen" Vereine).


    Viel scheitert an Menschen ansich.

  • Beim Irish Terrier ist gerade eine Zuchtstätte mit einem Zuchtverbot belegt worden weil notwendige medizinische Untersuchungen nicht gemacht wurden.


    Ging ganz schnell nachdem man das nachweisen konnte.

  • Ich hab schon so viele Jahre Hunde, bin im Hundesport aktiv und hab durch meine über 20 Aufenthalte im Hundesporthotel schon sooo viele Hundeleute kennengelernt. Aber diese Horrostorys über Verbandszüchter sind mir im RL so gut wie nie untergekommen. Da waren fragwürdige "Hobbyzüchter" und Tierschutzvereine aber deutlich in der Überzahl....

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