Allergiker zieht in Mehrparteienhaus ein, in dem bereits Hunde & Katzen leben
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Hallo Zusammen,
bräuchte mal Schwarmwissen, bzw. Rat.
Ich habe viel gelesen über Tierhalteverbot wenn man ein Haustier haben möchte und dies untersagt wird, weil bereits Allergiker im Mehrparteienhaus wohnen, aber noch nie, was Sache ist, wenn ein Allergiker in einem Haus einzieht, in dem bereits Katzen & Hunde leben.
Sachverhalt:
Wir wohnen seit einem Jahr zur Miete in einem Mehrfamilienhaus am Land mit 13 Parteien.
Tierhaltung für unsere 2 Katzen und unserer Hündin sind schriftlich erlaubt.
In einem weiteren Haushalt leben auch noch Katzen
Keiner hatte ein Problem.... bis jetzt.
Nun ( Februar ) ist eine neue Mieterin eingezogen.
Diese hat sich nun über Hundehaare im Aufzug beschwert und dass ginge gar nicht, da Sie eine Tierhaarallergie hätte.
Warum zieht man dann in ein Haus mit Katz & Hund ?! und macht dann Rabatz?
Ich traue der Ganzen Sache eh nicht. Als Tierhaarallergiker weiß man, dass es eine Inhalationsallergie ist, sprich es geht um die Allergene. Diese schweben in der Luft, sind also auch im Treppenhaus und Sie könnte dem Ganzen nicht entkommen. Die schweben nicht nur im Aufzug. Eventuell mag Sie generell keine Hunde und versucht es über diesen Weg. Sie hat auch keinen Nachweis vorgelegt. Kenne selber Tierhaarallergiker, die über dieses Verhalten nur den Kopf geschüttelt haben, über die Sache "nur der Aufzug", bzw. überhaupt das Einziehen. Sie würden immer erst nachfragen ob Haustiere vorhanden. Bei schwerer Symphtomatik würden Sie dann nicht einziehen, bzw wenn Sie es tun würden ( sinnbefreit ), dann müssten Sie selbst damit klar kommen.
Irgendwo meine ich gehört zu haben, dass wenn Tiere bereits schon da waren bevor Allergiker eingezogen sind, die Tiere einen sogenannten Bestandsschutz haben. Hat von Euch jemand schon davon gehört?
Wie auch immer:
Unser Vermieter kennt sich da gar nicht aus wie es sich mit Allergenen verhält, hat auch selber gesehen, dass man schon ganz genau hinschauen muss, um Haare auf der Schmutzmatte zu erkennen und hat trotzdem gesagt, wir sollen den Aufzug 2x die Woche saugen.
Wie sollen wir uns verhalten?
sollen wir das als nicht sinnbefreit ablehnen, da die Allergene überall sind und in der Luft schweben?
Das Problem wird dadurch nicht gelöst. Ich glaube von Ihr kommt dann nach und nach, noch mehr in die Richtung.
Ich bin zutiffst betroffen. Ich liebe diese Wohnung und wir kommen super mit allen anderen aus. Ich fange an, mich bereits wegen Ihr Unwohl zu fühlen.
Wie sollen wir verfahren?
Liebe Grüße
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Hi
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Schwieriges Thema.
Also ich persönlich würde der Bitte des Vermieters erstmal nachkommen und den Aufzug dann eben saugen. Klar ärgerlich, aber damit signalisiert man ja erstmal, dass man da den Frieden wahren will.
Gleichzeitig würde ich mich zur erstberatung an einen Anwalt wenden, der da auch seinen Schwerpunkt im Thema hat.
Ich meine mal gehört zu haben, dass der emotionale Schaden, den die Abgabe eines Tieres bedeuten würde, durchaus von Gerichten anerkannt wird und es deshalb schwerer ist eine Genehmigung zur Haltung zu entziehen. Aber da kann ein Fachmann einfach mehr sagen und dir vielleicht auch deine Ängste nehmen.
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Mit der Aussage, dass die Allergene überall und auch in der Luft sind, machst du die Sache nur noch viel schwieriger, denn im Moment geht es nur um die Haare im Aufzug.
Ich würde kleine Brötchen backen und den Aufzug saugen.
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Ich würde auch lieber den Aufzug saugen.
Aber kann der Vermieter echt die Erlaubnis für Tierhaltung entziehen? Das wäre schon interessant und sollte man einen Anwalt fragen.
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Ich würde auch lieber den Aufzug saugen.
Aber kann der Vermieter echt die Erlaubnis für Tierhaltung entziehen? Das wäre schon interessant und sollte man einen Anwalt fragen.
Ich meine (das ist jetzt aber nicht 100% rechtssicher) das es schwer ist, die Erlaubnis für ein bereits vorhandenes Tier zu entziehen. Dafür braucht es triftige Gründe. Wie diese aussehen weiß ich nicht. Die Erlaubnis kann aber für künftige Tiere entzogen werden und die aktuellen Tiere haben halt Bestandsschutz.
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Da ich selbst gerade Probleme mit Nachbarn habe:
1. Beweis guten Willen und führe Protokoll. Und zwar mehr, als verlangt.
Soll heißen: Saugt eure Fußmatte und den Aufzug, am besten täglich. Schreibt es auf. Fotografiert täglich das Ergebnis.
Schreib dem Vermieter zusätzlich, das der Bitte trotz Mehraufwand entsprochen und die Reinigung protokolliert wird. (Guter Wille, gleichzeitig Hinweis darauf, dass ihr nicht verpflichtet seid.)
2. Rechtschutzversicherung abschließen und Mieterschutzbund beitreten, falls noch nicht vorhanden. Hier gilt, besser man hat, als man hätte. Ansonsten wird es im Zweifelsfall teuer.
3. Vereinbart um Gottes Willen noch keine Erstberatung beim Anwalt, bevor der Versicherungsschutz noch nicht in Kraft getreten ist! Ist das einmal im weitesten Sinne aktenkundig, übernimmt das die Versicherung nicht nachträglich und ihr zahlt aus eigener Tasche für den Rechtsbeistand.
4. Sollte die gute Frau anfangen, weitere Beschwerden zu machen: Ihr nutzt den Hausflur und den Aufzug sachgemäß und habt guten Willen bewiesen. Sie wohnt nicht im Hausflur, sondern in ihrer Wohnung. In ihrer Wohnung entsprechende Schutzmaßnahmen gegen Allergene zu treffen ist ihre Verantwortung, nicht eure. Sie hat demnach keinen Anspruch auf Mietminderung oder Entscheidungsgewalt über euer Leben und eure Tierhaltung.
Bringt euch dieser Hinweis nicht weiter, geht es an den Anwalt und der macht genau das nochmal klar. Angst haben müsst ihr damit aber nicht. Nur absichern solltet ihr euch, damit ihr den potenziellen Ärger und Aufwand reduziert.
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Ich würde die Haare entfernen und den Hund öfter Bürsten.
Wenn ich keine Tiere hätte, würde ich auch keine Haare im Aufzug haben wollen, unabhängig von einer Allergie.
Meine Hunde verteilen zB gar keine . Bzw gar keine sichtbaren Haare im Hausflur.
Wenn Sie doch mal Dreck mit rein bringen, entferne ich den und warte nicht darauf, dass der Hausmeister das macht.
Trägt zum allgemeinen Nachbarschaftsfrieden bei.
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Behauptet wird ja meist sehr viel und am Ende kommt alles anders. Weiß ich aus eigener Erfahrung!
Jeder Richter würde die Dame fragen, weshalb sie in ein Hund-/Katzenhaus eingezogen ist. Am Ende ist sie ja selbst eingezogen; man hat sie ja nicht gezwungen. Von daher ist wohl eher diese Mieterin zum Auszug zu bewegen, als dass vorhandene Tierbesitzer ausziehen müssen.
Bestandsschutz gibt es nicht, aber eher wohl das Recht, dass man vor dieser Mieterin bereits dort im Haus gewohnt hat.
Um weiter guten Willen zu zeigen, würde ich den Hundebesitzern vorsorglich empfehlen den Hunden einen leichten Bademantel anzuziehen wenn sie durch den gemeinschaftlichen Raum gehen oder einfach ein Badetuch über den Rücken legen (Beugt die Haarverteilung durch Schütteln des Hundes vor). Das jeweils mit Foto, Uhrzeit und möglichst Zeugen dokumentieren lassen.
Ansonste, abwarten und alles auf sich zukommen lassen.
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Der Vermieter scheint ja mehr auf Eurer Seite zu stehen, da würd ich guten Willen zeigen (IHM zuliebe) und mich nicht unnötig über die Frau aufregen sondern versuchen das an mir abprallen zu lassen. Nach deiner Schilderung brauchst du dir keine Sorgen machen, sie ist aus mehreren Gründen wie ich finde in der deutlich schlechteren Position egal wie viel sie noch findet zum montieren.
Den Vermieter würd ich aber weiterhin unbedingt versuchen wollen auf meiner Seite zu halten, auch des Seelenfriedens Willen.
Mein Mann hat übrigens eine schwere Katzenhaarallergie und kann innerhalb kürzester Zeit bei unserem Mieter in der Wohnung nicht mehr vernünftig atmen geschweige denn sehen vor lauter Augentränen.
Im Hausflur bzw normalem Alltag hier im Haus jedoch ist davon absolut nichts zu spüren, ganz so "einfach" find ich das also nicht mit "ja die Allergene sind ja eh überall sobald ein Tier mal drin wohnt".
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*monieren... (autocorrect)
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