Hündin zeigt aggressives Verhalten - nicht immer absehbar

  • Dank solchen "Tut nix" Freilauf Hunden hab ich mir meine junge Hündin versaut. Sie ist als Junghund gebissen worden und sie war angeleint.... Das ging blitzschnell, aus dem nix raus.

    Jetzt hab ich ne prima Leinen Agression...

    Unverantwortlich so was

  • Alternativ zur Schleppleine gibt es auch die Flexi. Hat für mich den Vorteil, dass ich den Hund immer in der Hand habe - man muss natürlich die Stopp-Funktion der Leine kennen und nutzen (geht nicht gegen die TE, nur ganz allgemein).

    Und bei einem Hund, der dazu neigen könnte, plötzlich loszubrettern und mir die Leine aus der Hand zu reissen, weil ich in der Sekunde nicht ganz dabei war, ist die Flexi mit Gurt bei mir am Körper gesichert. Ja, kann dazu führen, dass ich mich langlege (mit 25kg Hund ausprobiert :hust: ), aber der Hund ist dann immer noch an mir gesichert.

  • Alternativ zur Schleppleine gibt es auch die Flexi. Hat für mich den Vorteil, dass ich den Hund immer in der Hand habe - man muss natürlich die Stopp-Funktion der Leine kennen und nutzen (geht nicht gegen die TE, nur ganz allgemein).

    Und bei einem Hund, der dazu neigen könnte, plötzlich loszubrettern und mir die Leine aus der Hand zu reissen, weil ich in der Sekunde nicht ganz dabei war, ist die Flexi mit Gurt bei mir am Körper gesichert. Ja, kann dazu führen, dass ich mich langlege (mit 25kg Hund ausprobiert :hust: ), aber der Hund ist dann immer noch an mir gesichert.

    Bei 40kg kann das zum hinterherschleifen führen :rolling_on_the_floor_laughing: Für euch getestet. Da bringt "an mir" gesichert auch nicht mehr viel :rolling_on_the_floor_laughing:

  • Ich warte drauf, dass es der erste sagt, aber dann tu ich's : Du hast ein Schweineglück gehabt, dass die andere HH a.) auf dem Rad saß und damit handlungsunfähig war und b) offenbar sehr verzeihend war.


    Wärst du uns begegnet und hätte die Hündin versucht, meinen kleinen Terrier derart anzugehen, hätte sie erstmal alles abgekriegt, was ich von Brüllen über Fußtritt bis Lederleine zu bieten habe, um sie aus der Bahn zu werfen und die Attacke abzubrechen, und hätte das nichts genützt, hättest du dich auf ein Date mit den OA freuen dürfen.


    Nein, ich war nicht immer so rigoros, aber nach über zwanzig Jahren mit kleinen Hunden (vorher hatte ich große) und einigem an Erfahrungen damit, dass solche Hütehundtypen Kleinhunde ernsthaft hetzen und entweder als Beute oder als Rivalen, schlimmstenfalls als beides zusammen betrachten und die Besitzer einfach zusehen und gar nicht merken, was da abgeht, ist mir jeder Humor vergangen. Sowas kann den Kleinen ganz fix das Leben kosten und zumindest ängstlichere Typen für immer versauen.


    Die Hündin, die du da führst, ist ein Klassiker für sowas: Hütehundetyp und gerade erwachsen. Das bedeutet: Sie wird also a) jagen oder bestenfalls hüten, b) bestimmte andere Hündinnen nicht mehr leiden können und das c) besonders intensiv tun, weil sie im zweiten Hund auch noch Rückendeckung hat.


    Die Chance, dass der da einsteigt, ist übrigens sehr hoch, und dann gnade Gott den Opfern. Das zusätzliche Risiko scheint dir ja überhaupt noch nicht bewußt zu sein, aber glaub mir: Gruppendynamik funktioniert in solchen Situationen schneller, als du eingreifen kannst. Dann stehst du da mit "Das haben sie ja noch nie gemacht!" Und schlimmstenfalls einem schwerverletzten Opfer.


    Also bitte, nachdem es diesmal gerade nochmal gut gegangen ist: SICHERE die Hunde. Beide. Immer und überall. Auch wenn es deren Spaßfaktor beeinträchtigt - andere Hunde haben auch ein Recht auf Spaß und körperliche und seelische Unversehrtheit. Sogar dann, wenn sie klein, also eine richtig verlockende Beute sind.


    ...und nachdem ich euch aus persönlicher Betroffenheit mit einem so langen Sermon genervt habe, noch eine eher komische Erfahrung zum Lachen: Terrier im Park, angeleint bei mir. Quer über die Wiese kommt aus weiter Entfernung zielbewußt ein Aussiemix angeschossen, um richtig Pöbelspaß zu haben. Kriegt knapp vor uns eins mit der Lederleine ab, und der kleine Terrier reagiert auch nicht mit Panik, sondern mit Gegenhalten.

    Dumm gelaufen. Aussie, total aus dem Konzept gebracht, stoppt, retiriert und fängt dann an, uns aus sicherem Abstand rasend anzubellen. Herrchen, der die ganze Attacke völlig ungerührt beobachtet hat, setzt sich auf der anderen Wiesenseite endlich in Bewegung. So weit, so normal, aber jetzt kommt der Clou:


    Als er endlich nah genug rangekeucht ist, brüllt er uns an: "EY, WAS SONNLN DER SCHEISS?! DER WILL DOCH NUR BELLEN!"


    Jau.

  • Bei 40kg kann das zum hinterherschleifen führen :rolling_on_the_floor_laughing: Für euch getestet. Da bringt "an mir" gesichert auch nicht mehr viel :rolling_on_the_floor_laughing:

    Da hilft ein Paniksnap, auch getestet 😁

    Na dann ist der Hund aber nicht mehr gesichert. Darum geht es ja in dem Fall.

    Hund gescheit sichern!!!


    Übrigens liebe TE nimm dir den Text von terriers4me bitte sehr zu Herzen.

    Bei mir hätte der Hund auch nicht so viel Milde erfahren. Warum? Ganz einfach, weil ich a) keine Bock habe mir damit meinen Hund zu versauen zu lassen und b) dein Hund besser weg kommt, wenn ich das kläre, als wenn mein Hund das tut. Und ich hätte überhaupt keine Lust auf das Geheule von HH oder dir, wenn mein Hund sich wehren würde. Entsprechend deutlich wäre also mein Vorgehen, um dies unter allen Umständen zu verhindern. Und ich habe keinen kleinen Hund...

  • Und um da auch nochmal etwas ganz klar zu sagen: Bei mir hätte es das gleiche Gegenprogramm gegeben, allerdings nicht nur zum Schutz meiner Hunde, sondern auch ganz klar zum Schutz Deines Hundes.

    Meine Jungs fahren da ein ähnliches Programm - Hütehundanteil läßt grüßen. Da sie aber ein wirklich eingespieltes Team sind, hätte ich vermutlich in dem Augenblick 2 tobende 25kg-Hunde an der Leine gehabt (mit denen ich seit Jahren Begegnungen mit anderen Hunden übe) und wenn ich Deinen Hund nicht fernhalten kann, hätte ich wahrscheinlich 3 verknäuelte Hunde bei mir gehabt und hinterher hätten wir erstmal aussortieren können, welcher der Hunde die schwersten Verletzungen gehabt hätte.

    Das muss ich nicht haben, meine Hunde garnicht erst lernen und Dein Hund muss das mit Sicherheit auch nicht haben bzw. dann die Besitzerin, die sich sicherlich dafür bedanken würde, wenn ihr Hund in Deiner Obhut schwer verletzt wird.

  • Ich kenne dieses Verhalten von unserer Hündin, wir haben sie damals mit 3 Jahren von einer Pflegestelle übernommen und kannten das Problem nicht. Vorher hatten wir einen tiefenentspannten Labbi, den andere Hunde überhaupt nicht interessiert haben.

    Daher sind wir anfangs sehr naiv in die ganze Sache gestürzt, was ich rückblickend sehr bedaure!


    Ich kann dir nur raten: nimm es ernst und lass es nicht mehr zu, dass sie zu anderen Hunden hinläuft!
    Auch Kontakt an der Leine sollte tabu sein - im besten Fall lässt du das ohnehin nicht zu - aber aus eigener Erfahrung führe ich es hier trotzdem nochmal mit auf.


    Bei uns wurde aus:


    - "Hund hat eine mittelschwere Leinenaggression, aber mal kurz Schnuppern (an der Leine) ist bestimmt ok (war es nie) und im Freilauf geht sowieso alles gut"

    ein

    - "Hund rennt im Freilauf auf kurze Entfernung zu anderen Hunden hin, schnuppert kurz und geht weiter"

    ein

    - "Hund rennt auf kurze Entfernung hin, macht kurz Theater (bellt und schnappt ab)"

    ein

    - "Hund fixiert schon auf weite Entfernung, rennt hin und macht Theater"

    ein

    - "Hund fixiert und macht schon auf weite Entfernung Theater" -> Hinrennen ging zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, weil Frauchen dann endlich - viel zu spät!!! - gecheckt hat, dass Freilauf für den Hund keine gute Idee (mehr) ist...

    ein

    - "Hund hat eine ausgeprägte Leinenaggression, fixiert und macht Theater bereits auf Entfernung"

    ein

    - "Hund trägt Maulkorb und hat nur noch wenige ausgewählte Kontakte (ohne Leine in übersichtlichen Gebieten)"


    Und ein Frauchen, dass 1. froh ist, dass nichts Schlimmeres passiert ist und
    dass sich 2. unfassbar ärgert, dass es so viel versäumt, übersehen und falsch gemacht hat!
    Letzten Endes muss der Hund die Konsequenzen dafür tragen und ich habe ihm ein großes Stück Freiheit genommen durch meine Naivität! Ganz zu schweigen von der vielen Arbeit, die man anschließend reinstecken muss, um wieder einigermaßen entspannte Spaziergänge machen zu können :muede:

  • Ich hatte überlegt ob ich sowas in die Richtung auch schreibe, wollt aber irgendwie nicht noch weiter drauf eingehen wie sehr man die Schnauze voll von sowas haben kann.


    Durch die ganzen Erfahrungen diesbezüglich hats die Rasse auf gut deutsch mittlerweile bei mir verschissen, obwohl die Hunde ja nix für können dass die Halter ihre Hunde so oft gelassen haben.


    Bei der Situation als 3 ausm Gebüsch raus sofort auf unseren damaligen Westie drauf sind sei der Vollständigkeit halber übrigens gesagt dass das eigentlich 4 geworden wären. Es waren zwei Frauen, die haben noch versucht die Hunde irgendwie festzuhalten als die los gesprintet sind und haben es grade so geschafft einen davon in die Finger zu bekommen, der Rest is so schnell ab durch die Hecke dass die keine Chance hatten. Und im Wahn hören die dann logisch auch nicht wenn die Besitzer mal doch hysterisch das rufen anfangen.

    War zwar immer so dass die Hunde nach ner bestimmten Entfernung aufgehört haben und umgedreht sind, aber es is echt jedes Mal so gewesen dass es Hunde im Border Collie Typ waren, und es war jedes Mal so dass die Halter ganz offensichtlich den Gehorsam der Hunde überschätzt hatten, oder es ihnen schlicht egal war.


    Im Übrigen hatte ich sowas nicht nur mit der damaligen Hündin.

    Ich bin bspw mal mit ner damaligen Bekannten zusammen Gassi gewesen ( sie hatte nen Collie-Mix an der Leine, ich ihre Tiger-Hündin ) und zwei Border von nem Hof aus mit Attacke auf beide drauf. Blöd war nur - eine der beiden Hunde hat sich das nicht bieten lassen und sofort in einen der beiden Border rein gebissen. Daraufhin haben die abgebrochen und sind wieder zurück zum Hof ( also ja, auch sowas kann passieren- dass der Hund mal an einen Hund gerät der dann was tut ).

    Mit meiner Schnauzerhündin hatte ich zwei doofe Situationen.

    Einmal war da ein äußerst dümmlicher älterer Mann der, obwohl sein Border von weitem schon massiv in die Leine ging, mich samt meiner Hündin gezielt hinter einer Ecke abgepasst hat um den Hund zum "lieb werden" an meinen Hund zu lassen ( die war da noch ein Welpe btw... Und dann gehst nix ahnend um die Ecke und dein Welpe wird einfach wegen so nen Arschloch in die Nase gebissen ).

    Das Andere mal war ne Nachbarshündin, da waren gerade zwei junge Gören draußen, saßen auf der Eingangstreppe und haben es nicht für nötig gehalten ihren Allerwertesten hoch zu bekommen als der Hund immer und immer wieder ansetzte um meine Hündin zu attackieren. Der Hund is knurrbellend um uns rum gesprungen, immer wieder versucht dran zu kommen, weil ich den angebrüllt hab is der nicht dran gekommen. Wäre der näher gekommen hätt ich den getreten. Apropo - Tritte bekam ich dann von den beiden Weibern angedroht, sollte ich es wagen in dieses unfassbar entzückende Schatzipupsi tatsächlich rein zu treten. Wtf ?


    Ich kann halt aus den ganzen Storys nur eins sagen : Ich lass mir von dem Typ Hund nicht nochmal nen Hund versauen, und ich reagiere im Schnitt deutlich geladener wenn so ein Hund Anstalten macht zu meinen zu gehen, als wenn es manch andere Rasse ist. Eben genau deswegen weil mir dieser Typ Hund schon einmal nen Hund verbaut hat, und ich mich mit keiner anderen Rasse ansatzweise so oft rum geärgert habe.

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