Hilfe mein Hund ist Blind

  • Hallo zusammen,


    Vor genau einer Woche hat unser Yorkie einen Schlaganfall gehabt und
    ist seitdem blind. Anfangs hat er den ganzen Tag vor lauter Angst gejammert
    und war orientierungslos. Jetzt nach 1 Woche zittert er immer
    noch am ganzen Körper sobald er von seinem Ruheplatz weg ist.
    Ausserdem will er nicht fressen. Die ganze Woche habe ich ihn mit der
    Hand gefüttert und das ganz wenig.
    Im Garten muss ich in auf den Rasen setzen dann macht er sein Geschäft
    läuft ein paar Schritte und fängt wieder an zu zittern. Ich glaube unser
    Hund kommt mit seine Blindheit nicht zurecht und hat totale Angst.
    Unser TA hatte am Montag gemeint, wenn es nicht besser wir sollten
    wir ihn einschläfern lassen, wenn er mit der Blindheit nicht zurecht kommt
    und dadurch den ganzen Tag nervlichen Streß hat.
    Ich weiss einfach nicht weiter!!!!
    Soll ich ihn wirklich einschläfern lassen? Ist das noch ein Hundeleben?
    Vielleicht doch?
    Wie würder Ihr entscheiden, wenn es euer Hund wäre?
    Unser Yorkie ist jetzt 13 Jahre und 6 Monate alt.


    Viele Grüße
    Schatzi

  • Ganz ehrlich glaube ich das dein TA recht hat.Dein Hund hat ja schon ein beachtliches alter erreicht.Und genau deswegen bezweifle ich das er sich noch daran gewöhnen wird blind zu sein.


    Tut mir echt leid für dich und auch für deinen Hund. Ich weiss wie schwer solch eine Entscheidung ist.

  • Hallo Schatzi,


    schön, dass dein Hund ein solches Alter erreicht hat. Herzlichen Glückwunsch!


    Der Schlaganfall liegt erst 1 Woche zurück.
    Es dauert eine ganze Weile bis sich der Hund vom Schlaganfall erholt.
    Dazu kommt die neue Situation der Blindheit.
    Kein Hund kann sich von heute auf morgen darauf einstellen.


    Wenn dein Hund anfängt wieder mehr zu fressen und vor allem regelmäßig trinkt, hat es wohl keine Eile mit dem Sterben.
    Bleibt er matt und antriebslos, verkriecht sich, will keinen Körperkontakt mehr und stellt Fressen und Trinken, dann könnt ihr über das Einschläfern nachdenken.


    Es tut mir sehr leid für dich und deinen Hund.
    Denke immer auch an die viel schöne Zeit, die ihr schon miteinander verbracht habt.
    Versuche die verbleibende Zeit noch zu genießen und würdig zu gestalten.


    Liebe Grüße,
    Friederike

  • Hallo,


    denke auch das es einfach seine Zeit braucht. Meine Kleine ist auf Grund ihrer Krankheit relativ schnell blind geworden und das in ner Zeit wo wir noch umgezogen sind. Am Anfang war es schlimm, weil sie überall dagegen gelaufen ist aber es wurde mit jedem Tag besser.
    Heute merkt man ihr kaum noch an das sie blind ist.....


    Wünsche Euch alles Gute

  • ich habe schon mal zu so einem ähnlichen Thema geantwortet, also verzeiht die Wiederholungen ;o)

    Meine Jagdterriermischlingshündin Susi ist mit etwa 10 Jahren blind geworden und ist recht schnell damit zurecht gekommen. Sie ist auch von einem Tag auf den anderen erblindet und niemand wusste so recht, wieso. Anfangs ist sie noch etwas orientierungslos rumgestolpert, aber da wir in der Wohnung nichts mehr umgestellt haben, die Türen aufgelassen haben und sehr viel körperlichen und stimmlichen Kontakt mit ihr hatten, hat sie sich schnell beruhigt. Das Augen aufreißen, was dein Hund wahrscheinlich auch zeigen wird, ist übrigens normal. Das sieht zwar sehr nach Angst und Stress aus, folgt aber nur aus dem Versuch, doch noch etwas Licht zu erhaschen.
    Ein wenig Sorge habe ich, weil ich Yorkies als insgesamt etwas nervöser einschätze... Beobachte das ganze und gib deinem Hund viel Liebe und Streicheleinheiten. Gleichzeitig musst du aber auch versuchen, normal mit der Situation umzugehen. Dein seelisches Leid überträgt sich leider.


    Blindheit ist kein Todesurteil, obwohl das auch in meiner Umgebung viele so gesehen haben.


    Ich wünsche dir viel Ruhe, Geduld und vor allem Optimismus.
    Gretchen.

  • Hallo Schatzi,
    erst mal möchte ich dir sagen, dass es mir sehr leid tut - lass dich mal :streichel:, aber dein Hund ist erst seid einer Woche blind!
    Er dauert seine Zeit, aber er wird sich dran gewöhnen - ganz sicher - DU musst jetzt sein Augenlicht sein, du musst für ihn Halt sein!!!!


    Patricks Hund war viele Jahre blind, er wird sich gewiss hier noch zu Wort melden!
    Hab Mut, dein Hund wird es bald als normals betrachten und wird wahrscheinlich viel besser damit umgehen können als du.


    Ich würde erst mal gar nicht an einschläfern denken, sei für ihn da und sei der Freund, den man in so einer Situation braucht!




    Gib mal oben in die Suche Blind und Schlaganfall ein - hier sind einige User die Blinde Hunde haben, die trotzdem ein lebenswertes leben führen!!!


    Ich wünsche euch alles erdenklich gute! :streichel:

  • Hallo SChatzi,


    ich an deiner Stelle würde über das einschläfern noch nicht mal im Ansatz nachdenken. Dein Hund hatte vor 1 Woche den Schlaganfall, und dann erblindet. Er brauch Zeit. Gib ihm die Sicherheit die er brauch, dann wird das.


    Wenn du mit ihm raus gehst, dann schau, dass er immer Körperkontakt zu dir hat, also dass er dein Arm spürt, dass du da bist, rede immer mit ihm, das er sieht und merkt er ist nicht alleine, er brauch keine Angst haben. All die Situationen wo er Angst hat, da musst du da sein. Ihm die Angst nehmen. Er wird sich gewöhnen und dann auch keine Angst haben. Das habe ich damals bei dem Hund meines Großvaters so gemacht, als dieser erblindet ist.


    Versuch es. Es klappt.


    Viel Glück

  • Genau richtig, Silke! Ich finde es schön, wenn aus Worten so viel Liebe und Freundschaft zum Hund spricht.


    Dein Hund war dir viele Jahre ein treuer und guter Freund und jetzt hast du noch einmal eine ganz besonders intensive Zeit, in der du viel zurückgeben kannst.
    Blindheit oder auch seeeeeeehr schlechte Sicht kann zum Alter nunmal dazu gehören.
    Und dein Hund gehört zu dir eben bis er in den Hundehimmel geht.


    Ich hab auf der TH-Seite von München gelesen, dass dort mal ein altersschwacher Cocker abgegeben wurde (fast blind, fast taub, sehr langsam,aber sonst noch gut "intakt"), eben mit der Begründung er sei zu alt und dann wurde sich gleich nach einem neuen Welpen erkundigt. Die Besitzer waren übrigens selbst um die 70!
    Angesichts solcher Gewissenlosigkeit bin ich wirklich froh, dass du dir Gedanken machst und nicht gleich sagst, na klar, der packts nich, weg mit ihm.


    P.S. auch meine Tequila ist zum Ende ihres Lebens fast gänzlich blind geworden. Der hat man es aber kaum bis gar nicht angemerkt. Der Arzt hat es uns erst eröffnet und man hat es nur an Fotos gesehen. (kein Roter-Augen-Effekt mehr)

  • Unser alter Hund war ca. 16 als er blind geworden ist. Klar hat es gedauert, aber er hat sich dran gewöhnt! Er wusste genau, wo was steht und hat es echt klasse gemacht! Ok, Freilauf war irgendwann nicht mehr möglich (er ist ach noch taub geworden), aber er lief eben an der Flexi. Man hat es ihm in keinster Weise angemerkt das er blind (und taub) ist!!

  • Hallo


    Tiere kommen mit ihrer Behinderung öfter besser zurecht als wir Menschen glauben. Dein Hund muss sich sein Futter weder bejagen, noch braucht er sich ein trockenes Plätzchen in der feindlichen Natur zu suchen. Dein Kamerad wird sich umstellen, was sind in so einem langen Hundeleben ein paar Tage. Gib ihm die Zeit, versuche ihm positive Gedanken zu schicken, sei nicht traurig, denn das irritiert ihn.


    Glaub mir, auch ein blinder Hund kann ganz normal leben, er muss nur die Gelegenheit bekommen, sich auf seine Behinderung einzustellen. Schenk ihm einen behüteten Lebensabend, dafür braucht er kein Augenlicht.


    Alles Liebe

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