Hundehaltung möglich - eine Zeitfrage!?

  • Hallöchen,


    ich bin neu hier und möchte so gerne einem Hund ein zu Hause schenken. Die Situation ist momentan so, dass ich aus verschiedenen Gründen meinen Job aufgeben werde.
    Ich würde mir dann einige Monate Auszeit nehmen und in dieser Zeit ein oder zwei größere Hunde (Labi und/oder Pitbull) zu mir holen und diese Erziehen und eine Bindung aufbauen.
    Aus finanziellen Gründen müsste ich mir aber nach einem 1/2 oder 3/4 Jahr einen neuen Job suchen (Vollzeit). In dieser Zeit in der ich arbeite, könnte ich die Hunde zu meinem Vater (auch Tierlieb) bringen. Der möchte allerdings die großen Hunde nicht unbeaufsichtigt in der Wohnung halten und sie müssten für ca. 5 Stunden am Tag in einen Auslauf/Hütte solange er auch Arbeitet. Am Wochenende während dem Urlaub und nach Feierabend (16-17 Uhr) wäre er immer bei mir und auch in unserem Haus.
    Ich sage bewusst nicht Zwinger weil sich dass so nach Abschieben und Hofhund anhört. Jetzt wäre das eine Übergangslösung für höchstens 2 Jahre weil ich dann irgendwann eh in Mutterpause gehe.
    Ist es egoistisch sich einen Hund zu holen wenn er nicht immer in der Wohnung sein kann. Aber der Hund soll ja auch kein Streicheltier sein sondern einfach Artgerecht gehalten werden. Deswegen würde ich auch Notfalls 2 Hunde holen dass sie im Rudel und nicht alleine auf mich warten müssen. Wer hat heute schon noch 15 Jahre lang die Möglichkeit einem Hund die ganze Zeit Gesellschaft zu leisten? Ich möchte aber kein Tier leiden sehen und würde gerne von euch wissen ob man so was mit seinem Gewissen vereinbaren kann.


    LG Michelle

  • Hi


    Hört sich absolut machbar an.
    Fünf Stunden in einem Auslauf sollten kein Problem sein,
    wenn der Hund ansonsten ein erfülltes Leben hat.
    Bei zwei Hunden die konstant zusammen sind,
    besteht die Gefahr, dass sie anfangen zu "kleben"
    und Du nicht die Rolle für die Hunde spielst die Du Dir vorstellst.
    Das solltest Du bedenken und von vorherein Vorkehrungen treffen,
    um Dich spannend zu machen.


    Viele Grüße

  • da schließe ich mich meinem Vorredner an.


    Willst du die 2 Hunde auf einmal neu zu dir holen? wenn ja, sehe ich hier auch ein Problem. Denn zwei auf einmal zu gleichen neu im haus und in einer neuen umgebung. weiß nicht ob man dem Ganzen zurecht kommt.


    wenn man die hunde jedoch nach einander zu sich holt, sieht es anders aus. Man muss den Hund auch erstmal kennen lernen, seine eigenarten und vorallem muss er erstmal auf einen hören und die Bindung aufbauen. Und das bei zweien gleichzeitig?? :???:

  • Huhu,
    ich denke, sie meint nur, dass es für die Hunde besser ist, wenn sie schon so lange alleine sein müssen, dass sie dann zu zweit sein können.


    Ich wäre da allerdings nicht so sicher, es kann sich auch einer vom anderen zu Blödsinn anstiften lassen, die zwei können sich zB bei Passanten am Zaun gegenseitig hochschaukeln etc. Und 5h pro Tag in einem schönen Auslauf finde ich auch für einen Hund nicht zuviel (isolierte Hütte, vielleicht sogar teilweise überdacht). Ganz abgesehen davon, dass die Hunde sowieso auf ihren Menschen warten und nicht denken "ach jetzt hab ich ja meinen Kumpel, dann ist ja alles ok". Andernfalls wäre es wie auch schon erwähnt bestimmt keine Bindung, wie man sie sich so vorstellt (ich zumindest).


    Aber ansonsten ist dagegen eigentlich nix einzuwenden, vor allem, wenn es nur für 2-3 Jahre sein soll.


    Viele Grüße
    Silvia

  • Hi,


    also eigentlich hab ich nur 2 geschrieben, weil ich gedacht habe der Hund sollte nicht allein sein. Einer wäre mir natürlich auch lieber und um einen kann man sich immer intensiver kümmern und mit ihm arbeiten. Will dann auch den Hund fördern und 2 gleichzeitig wäre schon schwer. Wenn mir später mal einer ans Herz wächst der dringend ein Herrchen sucht dann können es aber trotzdem 2 werden :roll: .
    Es ist nur so dass es ja auch mal sein kann das mein Vater mittags einen Termin hat und der Hund dann länger warten müsste bis jemand kommt.
    Das ist doch aber bestimmt bei jedem Hundebesitzer so das der Hund in bestimmten Situationen mal länger warten muss. Notfalls wohnt auch meine Tante noch da und kann auch mal kurz schauen nach Futter, Wasser, Zustand oder so. Nur rauslassen wird sie ihn nicht weil sie ganz arg schlecht zu Fuß ist und deswegen Angst hat von nem großen Hund umgeworfen zu werden.
    Denke aber wenn ich einen großen Zwinger baue oder kaufe dann ist es doch bestimmt besser als in ner Wohnung und dann kann er da auch im Ausnahmefall länger bleiben. Da hat er dann Wiese, normalen Untergrund und natürlich ein Wind- und Wettergeschützen Rückzugsplatz. Über Nacht wenn es mal richtig kalt wird ist er ja bei mir und solang er klein ist bleib ich eh den ganzen Tag bei ihm und gewöhne ihn langsam an den Auslauf. Der Zwinger dient also wirklich nur dazu das der Hund einen ihm gerechten Auslauf und Platz hat solange ich nicht da bin. Und das auch nur für ca. 2 Jahre. Den Rest der Zeit soll er ein ganz normales Familienmitglied sein!
    Michelle

  • Hallo,
    erstmal finde ich Deine Überlegungen klasse!!
    Allerdings habe ich bei Deinen Rassevorstellungen ein bißchen Probleme. Die beiden Rassen, die Du geschrieben hast, sind total unterschiedlich, schon alleine vom Charakter und auch die Art, wie sie ausgelastet werden möchten!!
    Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob der Pitti nicht zu wenig Unterwolle für einen Auslauf hat. Bibo hat garkeine Unterwolle und die würde sich garantiert im Herbst und Winter den Arsch abfrieren!!
    Vielleicht weiß da ja jemand ein bißchen mehr wie ich!!
    Ansonsten würde ich zu bedenken geben, daß wenn Du zwei doch ziemlich große Hunde hast und bereits an Kinder denkst, dann ist es schon ziemlich viel, mit einem Kleinkind und zwei Hunden!!
    Vielleicht kann mich da auch jemand berichtigen, aber ich muss sagen, ich habe bisher nur ein Mädel kennengelernt, die das hingekriegt hat, ansonsten hatten meisten die Hunde das Nachsehen :???:
    Würdest Du Dir Welpen oder schon erwachsene Hunde holen wollen??
    Hattest Du denn schon mal einen Hund??


    Gruss
    Bibi, Dusty und Bibo

  • Hallo,


    die Rassen habe ich deswegen gewählt weil mein Mann einen Pitbull bevorzugen würde ich aber eher vom Wesen einen Labi möchte. So hätte jeder seinen Hund gehabt der zu ihm auch gepasst hätte.
    Gut wenn ihr eh auch meint das 2 zuviel sind und das es dem Hund wenn er allein ist nicht schlechter geht, dann wird es eh ein Labrador. Ich hätte ja nur im Notfall 2 genommen. Der Labi ist ein echter Familienhund der auch mal draußen bleiben kann und mit Kindern im normalfall total unkompliziert ist. Außerdem ist es ein gelehriger Hund der nicht zu schwer erziehbar ist. Und soviel ich weiß kann er auch aufgedreht und fit sein. Was ich nicht möchte ist ein Hund der lieber auf der Couch sich kraulen lässt als zu toben. Klar auch ein Hund wird mal älter. Und bestimmt kommt es auch drauf an welchen Charakter der Hund hat unabhängig von der Rasse. Und auch mein Mann ist mit dem Labi einverstanden.
    Ich hatte bis ich 15 war immer einen Hund und arbeite momentan auch mit Tierheimhunden wann immer ich kann.
    Aber ein eigener Hund - das wäre einfach die Erfüllung eines Lebenstraums.


    Michelle

  • Hallo Michelle,
    das mit dem Alleinesein ist von Hund zu Hund unterschiedlich.
    Eine Bekannte hatte als erstes einen Cairnterrier Rüden und hat dann, weil sie dachte, sie tut ihrem Rüden einen Gefallen eine Hündin dazu geholt. Das war überhaupt nichts für ihn, er war eher ein Alleinehund.
    Meine andere Freundin hat eine Schäfermixhündin, die draußen alle Hunde liebt, aber zu Hause lieber für sich ist und ihre Familie alleine hat. Dusty war auch ein Jahr alleine und da nicht unglücklich, wir haben Bibo dazu geholt, weil sie dann halt auch zu Hause rumtoben kann und die Beiden sind ein Herz und eine Seele.
    Ich denke, wenn Du dem Labbi genug Hundekontakt bietest und ihn eventuell mit Appotier-Fährten oder Rettungshundearbeit auslastet, dann hast Du einen super tollen Familienhund.
    Vielleicht könntet ihr ja, wenn die Kinder ein bißchen größer sind und euer erster Hund abklärt ist, einen zweiten Hund dazu holen, eventuell auch einen im gleichen Alter, der auf eine zweite Chance wartet.


    Liebe Grüße
    Bibi, Dusty und Bibo

  • Hallo,


    ich würde mit dem Hund auf jeden Fall erst mal in die Welpenschule gehen und auch später noch Agility oder ähnliches mit ihm machen um ihn auszulasten und ihm eine Aufgabe zu geben.
    Da ich mir ja einen Welpen kaufen möchte, denke ich ist es vielleicht einfacher ihn gleich damit bekannt zu machen und nicht einen Hund der das noch nie erlebt hat draußen einzusperren.
    Wie lange könnte der Hund denn im schlimmsten Fall dort warten wenn das Gehege MINDESTENS den vorgeschriebenen Maßen entspricht (lieber größer) und er sonst viel Beschäftigung und Menschenkontakt bekommt?


    Erst wollte ich noch 3 Jahren warten bis ich meinen Mutterurlaub beginne aber ob ich dem Welpen mit einem Kleinkind besser gerecht werden kann bezweifle ich. Für die wichtige Zeit am Anfang würde ich ganztags zu Hause sein.
    Gibt mir ein guter Züchter überhaupt einen Hund wenn er weiß das ich ihn an 5 Tagen die Woche für je 5 Stunden wegsperren muss? Wenn die meisten Hundeliebhaber das Wort "Zwinger" hören denken sie ja gleich an Quälerei und zu wenig Sozialverhalten.
    Dabei bin ich mir sicher das ich dem Hund ansonsten (bis auf die Zwinger-Geschichte) ein Artgerechtes und glückliches Leben bieten will und kann.


    Michelle

  • Hallo Michelle,
    ganz ehrlich, da bin ich wirklich überfragt!!
    Ich weiß nur, daß man von vielen Orgas auch keinen Hund bekommt, wenn man berufstätig ist und in vielen Tierheimen ist das auch.
    Ich weiß nicht, wie das da mit vorübergehender "Zwinger"-haltung ausschaut!!
    Aber vielleicht weiß das jemand anders :D

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