Vermehrer
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Ich würde mal sagen das Motiv war eigentlich immer das gleiche, aber heute haben wir einfach mehr Wissen und müssen daher anders an die Zucht herangehen.
Ich kann es mal ganz grob am Beispiel des Großen Schweizer Sennenhundes darstellen (Profi bin ich allerdings nicht, also wer es genauer weiß möchte mich bitte ergänzen)
Der GSS wurde erst 1909 als eigenständige Rasse eingetragen. Damals gab es nur eine Hand voll Hunde, mit denen gezüchtet werden konnte. Fast jeden GSS der in der Schweiz, in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien,Dänemark, Holladen, Belgien, England, USA usw. herumläuft, hat daher am Ende des Stammbaumes (ca. 100 Jahre entspechen ca. 20 Generationen) die gleichen Vorfahren. Das hat sich erst mal einige Generationen lang so weiterentwickelt, das Hunde, die miteinander verpaart wurden mehr oder weniger entfernt miteinander verwandt waren. Das war letztendlich bei jeder Hunderasse irgendwann mal so, kann nur nicht mehr so einfach nachvollzogen werden weil es bei den meisten Rassen schon erheblich länger her ist.
Nicht jeder aus dieser Zucht hervorgegangene Hund stand wieder zur Zucht zur Verfügung, einige "Linien" sind irgendwann "ausgestorben", weil die Nachkommen nur noch als Familienhunde gehalten wurden. So sind auch heute viele GSS noch miteinander verwandt.
Die ganzen genetisch bedingten Erbkrankheiten wurden durch diese Zucht natürlich begünstigt. Uns erst seit verhälltnismäßig wenigen Generationen ist die Medizin soweit, dieses Problem zu erkennen und dem gegen zu wirken. Es reicht halt nicht immer einfach einen Hund mit einer Erbkrankheit aus der Zucht herauszunehmen, weil auch seine Geschwister diese Krankheit in sich tragen und auch wenn sie gesund sind können sie diese an ihre Welpen weitergeben.
Auch heute noch werden graue, rote oder langhaarige GSS geboren. Diese Gene konnten 100 Jahre lang überleben, obwohl solche Hunde von Anfang an aus der Zucht genommen wurden. Wie lange wird es da wohl dauern die HD "heraus zu züchten"?
Bei der Verpaarungsplanung der GSS ist es häufig so, das eine Hündin aus Bayern bis nach Hamburg fährt, um einen Rüden zu besuchen, mit dem eine Paarung gesundheitlich unbedenklich ist. Dabei spielt nicht nur die Inzucht sondern auch noch viele andere Punkte eine Rolle aber es zeigt deutlich, das hier nicht einfach nach gutdünken miteinander verpaart wird, sondern eine gewissenhafte Planung vorausgeht.
Es gibt auch einige GSS, die z.B. wegen Epilepsie aus der Zucht genommen werden, weil bei einer Schwester oder einem Bruder die Krankheit ausgebrochen ist. Oder angekörte Hunde, für die es einfach keinen passenden Partner gibt, so das letztendlich doch keine Zucht möglich ist.
Würde man jetzt aber grundsätzlich alle Nachkommen aus einem Wurf aus der Zucht ausschließen wenn einer der Welpen irgendeine der vielen Erbkrankheiten hat - ich glaube dann würde sogar die wirklich reichhaltige Deutsche Schäferhund -Zucht wieder in das Inzuchtproblem kommen also muss man einen Mittelweg finden.
Aber was ist mit den immer ach so gesunden Mischlingen?
Ich glaube eigentlich nicht das die wirklich immer gesünder sind, aber wenn der Mischling HD hat ist das tragisch, wenn der Hund mit Papieren jedoch HD hat ist die böse Rassehundezucht Schuld...
HD ist (teilweise) erblich bedingt es ist egal ob Mutter / Vater Papiere hat oder nicht, wenn sie die HD vererben tun sie das ohne nach Papieren zu fragen. Nur bei Hunden mit Papieren hat man die Möglichkeit, die Krankengeschicht der Eltern, Großeltern etc. nachzuvollziehen und solche Krankheiten zu erforschen. Wenn wir nur Mischlinge hätten gäbe es auch HD aber vielleicht wüsste noch niemand das sie vererbt wird??? -
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Zitat
Aber was ist mit den immer ach so gesunden Mischlingen?Ich glaube eigentlich nicht das die wirklich immer gesünder sind, aber wenn der Mischling HD hat ist das tragisch, wenn der Hund mit Papieren jedoch HD hat ist die böse Rassehundezucht Schuld...
HD ist (teilweise) erblich bedingt es ist egal ob Mutter / Vater Papiere hat oder nicht, wenn sie die HD vererben tun sie das ohne nach Papieren zu fragen. Nur bei Hunden mit Papieren hat man die Möglichkeit, die Krankengeschicht der Eltern, Großeltern etc. nachzuvollziehen und solche Krankheiten zu erforschen. Wenn wir nur Mischlinge hätten gäbe es auch HD aber vielleicht wüsste noch niemand das sie vererbt wird???Mich wundert, dass man immer als Beispiel HD nimmt. Heute vermutet man, dass HD nach der Geburt durch falsche Ernährung und falsche Belastung erworben werden kann. Viele Leute behaupten, dass es HD erst gibt, seitdem man TRoFu füttert.
Lest dazu hier:
http://www.gesundes-tierfutter…ten_jahrtausenirrtumt.htm -
Wenn das so ist, dürfte es HD bei einem von Anfang an (schon beim Züchter angefangen) gebaften Hund keine HD geben?
Soweit sich Züchter und Besitzer vernünftig mit dem Barfen auseinander gesetzt haben und eine ausgewogene Ernährung zusammenstellen?
Wäre interessant mal zu ergründen...
Zugegeben hat vor 11 Jahren, als wir unseren ersten GSS bekommen haben noch keiner von der 5-Min-Regel beim spazieren gehen gesprochen - solange der Hund gelaufen ist ist man gegangen, da wurden Bällchen geworfen, mit 6 Monaten Fahrrad gefahren u.s.w.
Klar hat man auch damit die HD gefördert, aber das 80 % der Hunde HD haben sollen finde ich doch etwas übertrieben dargestellt. Also persönlich kenne ich nur einen, der bereits mit 8 Monaten deswegen operiert wurde.
Und wenn HD wirklich durch Trockenfutter soooo stark begünstigt werden würde, müssten es tatsächsich 80 % der Hunde haben. -
Da der Thread "Vermehrer" offensichtlich in eine Diskussion über HD übergeht, habe ich mal einen neuen Thread aufgemacht.
Wen es interessiert: HD erblich oder nicht?
Gruß Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs
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