9 Monate alter Cocker beisst beim „Essen verteidigen”

  • OT: Da gebe ich Dir völlig recht ;) aber der Themenstarter hat ein ernstzunehmendes Problem und da sollte man eigentlich nicht soweit abweichen, oder???


    Ich meine ja nur, ich hätte da auch Bedenken, gerade, wenn Kinder im Haus sind!!

  • Dieses Abweichen entsteht eben immer dann,wenn der Themenstarter sich nicht meldet. Und wenn man nicht mehr mitlesen will oder keine Ratschläge mehr will,kann man es ja kurz mitteilen denke ich. Sehe sons´t nicht viel Sinn überhaupt gefragt zu haben

  • Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, so einen alten Thread wieder hoch zu holen, aber ich würde gerne dazu was loswerden.


    Ich habe auch einen Cocker namens Carlos.
    Carlos ist ein Ressourcenverteidiger. Wir trainieren mit ihm seit 1,5 Jahren und haben schon grosse Fortschritte gemacht.
    Ich habe das grosse Glück, dass Carlos hundlich sehr fein abgestuft kommuniziert und eine Beisshemmung hat.


    Ich habe ihm nie das Knurren verboten und er wurde auch nie dafür gestraft, aus einem ganz einfachen Grund.
    Hätte ich das Knurren bestraft, hätte er zwar aufgehört zu knurren, er hätte aber nicht aufgehört seine Ressource zu verteidigen, er hätte die nächste Möglichkeit der hundlichen Kommunikation genommen, das Schnappen. Danach würde nur noch das Beissen folgen.


    Die Aggression oder die Verteidigung fängt ja nicht mit dem Knurren an. Sie fängt an, durch schnelleres Fressen, sich über die Ressource beugen und zu erstarren. Das alles ist schon hundliche agressive Kommunikation.
    Für mich bedeutete das, ich konnte immer schon reagieren, bevor Carlos knurrte.


    Haute kann ich ihn bedenklos streicheln oder etwas aus dem Körbchen nehmen, wenn er z.B. ein Markknochen frisst, früher undenkbar.
    Dieses haben wir mit Clicker, tauschen und viel Geduld geschafft.


    Lg Heike

  • Ich würde es auch nicht so hinnehmen ....


    Bei unseren kann ich jeder Zeit das Futter weg nehmen , sie brauchen keine Resourcen verteidigen ... Ich kann bei unseren während sie fressen auch über sie drüber steigen. Es ist eben Vertrauen da .


    Ich würde ihn aus der Hand füttern , damit er (wieder) Vertrauen fasst bzw. Arbeitsspielchen machen,damit das Futter erarbeitet wird .

  • Zitat:
    Das mit dem Fressen haben wir aber anders beigebracht bekommen. Es sollte jederzeit für jeden in unserer Familie möglich sein an das Fressen zu gehen und so haben wir es auch trainiert. Das muss der Hund so lernen - Futterneid sollte es nicht geben!
    [/quote]


    snief


    ich zitiere mich hier einmAL SELBER


    Und genau so entsteht so etwas. Dein Hund wird es nicht verstehen, das Du ihm was Du ihm gegeben hast, wieder wegnimmst.
    Und, er muss immer damit rechnen, wenn jemand in die Nähe kommt, das das Futter weggenommen wird.
    Erstens, Leute die unbedarft in die Nähe kommen werden angeknurrt, und die Hunde fangen das schlingen an.
    Wie ich meine Nähe am Napf aufgebaut habe, habe ich ja beschrieben. Ich habe noch ein paar Brocken dazugetan.
    Also Frauchen am Napf- positiv
    und nicht Frauchen am Napf- Vorsicht


    Ich weiss nicht warum immer noch dieses Gespenst rumgeistert, man muss immer alles mit dem Hund machen können, auch Futter wegzerren.


    Ein Hund soll in Ruhe fressen können. Was ich ihm gebe, gehört ihm.
    Anders verhält sich das bei Dingen die er sich nimmt, die muss ich jederzeit wegnehmen können. Und das kann man trainieren


    Stell Dir mal vor , Du bekommst , mit knurrendem Magen ein schönes Essen hingestellt.
    Und zack nimmt man es Dir wieder weg.


    Ärgert Dich das ? Was hast Du dadurch gelernt ? Hast Du Sorge, das derjenige das wieder macht, oder kannst Du in Ruhe geniessen ?


    Aber derjenige der sich diesen Spass erlaubt steht da und freut sich, nur weil er Die etwas wegnehmen konnte, ohne das Du protestierst.
    Siehst Du da einen Sinn ?


    _________________
    Es grüssen,Sylvi, Prinz Chandro und Eminenz Charly

  • Zitat

    Haute kann ich ihn bedenklos streicheln oder etwas aus dem Körbchen nehmen, wenn er z.B. ein Markknochen frisst, früher undenkbar.


    Habe mich falsch ausgedrückt, ich meint nicht den Markknochen wegnehmen, sondern wenn etwas neben dem Körbchen fällt oder noch der Kong drin liegt.
    Anfangs hat er schon geknurrt, wenn wir zu nah am Körbchen waren und er etwas für ihn wertvolles gefressen hat.

  • sollte man nicht beim wegnehmen von futter nen unterschied machen zw. sachen die ich dem hund gegeben habe und die der hund irgendwo gefunden hat.
    sprich wenn ich dem hund sein fressen gebe und das wieder wegenehme...das verwirrt denn doch nur? mal erlaube ich ihm zu fressen und dann wieder nicht :???:
    und auch wenn mein hund dann sachen aus dem napf verliert, es sind schliesslich das fressen was ich ihm gegeben hab und wenns was daneben landet und er es nicht frisst, dann wirds nachher weggeräumt.


    anders ist wenn der hund sachen nimmt die er gefunden hat, denn das kann ja z.b was giftige etc. sein, da müsste aber der hund doch lernen sowas zu unterscheiden?!


    oder kann man das einem hund nicht beibringen...kennt er den unterschied nicht?


    würd mich mal interessieren ob das geht.

  • :gut: Richtig.


    Doch, den Unterschied wird er kennen. Alles was Du ihm gibst, wird nicht weggenommen. Was er klaut ;) oder so aufnimmt, muss er hergenben.


    Ich habe bei Chandro zum Glück von Anfang an -spuck aus- beibringen können.


    Er hat diesen Sommer sogar ein altes Hühnerschnitzel am Strand wieder ausgespuckt, dafür gab es dann aber auch eine Riesenbelohnung.


    Und das ich in die Nähe der Futternäpfe kann, hatte ich auch beschrieben.
    Manchmal fülle ich den Wassernapf nach , ganz selten.
    Und zu Anfang habe ich immer ein paar Brocken Futter dazugetan.
    Die Hunde wissen, Frauchen am Napf, passiert nur Gutes.
    Keiner ist futterneidisch oder knurrt, wenn jemand vorbeigeht. Und keiner schlingt.


    Allerdings sorge ich dafür, das sie in Ruhe fressen können :smile:

  • Mich hat auch noch nie einer meiner Hunde wegen des Futters oder Kauknochen angeknurrt.


    Sie durften aber auch von Anfang an in Ruhe fressen und kauen.
    Wenn man das durchzieht, kann man später ohne weiteres ins Futter- oder mal an den Kauknochen packen, denn dann haben sie soviel Vertrauen, daß sie wissen, es wird ihnen nichts weggenommen.


    Das draussen aufnehmen ist was ganz anderes, daß muß man mit aus oder nein draußen trainieren und nicht mit dem Futter.

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