Border Collie
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Hallo,
möchte mich gerne über Border Collie´s informieren. Hab hier irgendwie keine Such-Funktion im Forum gefunden (nehm gerne Hilfe an *grins*) um mich selbst durch zu suchen...
Bin in einer Hunde-Familie groß geworden (aktuell: 2 Labrador/Pudelpointer Mischlinge). Meine Eltern wohnen ca. 2 km entfernt, so haben wir regelmäßig Kontakt zu den Hunden.
Wenn man Tiere/Hunde kennengelernt und lieben hat, möchte man dies seinen Kindern gerne weitergeben.
Wir haben 2 kleine Kinder und überlegen uns einen Hund als neues Familienmitglied aufzunehmen.
Border Collie´s gefallen mir super.. tolle Charakter Eigenschaften ect.
Würde mich gerne austauschen... wie sind Eure Erfahrungen als Familienhund...
Wir haben ein großes Grundstück und sind mit den Kindern immer viel im angrenzenen Naturschutzgebiet unterwegs...
"muß" man mit den Border Collie´s Freizeit- o. Hundesport machen damit sie ausgegliechen und ausgelastet sind???
Freu mich auf Eure Antworten - vielen Dank.
Marina
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Hallo Marina!
Die Suche ist oben rechts.
Ein Border Collie eignet sich NICHT als Familienhund. Es mag da Ausnahmen geben, aber die sind selten.
Ich selbst hab mir damals ganz blauäugig meine Pebbles gekauft - und nachdem der Hund mit 12 Wochen seine Kleinwagen-Sammlung startete (Autos Hüten), wurde mir so langsam klar, was ich da für ein explosives Tier an der Leine habe.
Hättest du mir damals erzählt, daß ich mal Schafe toll finde, in Wind und Regen und Wetter auf einer Weide rumstapfe usw. - ich hätte dich für verrückt gehalten. Pebbles hat mich eines besseren belehrt.
Unser Leben hat sich durch Pebbles um 100 % gedreht. Wenn du dazu nicht bereit bist - Finger weg.
Oder im Höchstfall mal bei Border Collie in Not nach einem älteren Tier suchen.
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Hallo Marina,
erst einmal ein herzliches Willkommen hier im Forum.
Und als nächsten finde ich es klasse, dass Du Dich vor der Anschaffung eines Hundes umfangreich informierst.
Aber ....
Zitat"muß" man mit den Border Collie´s Freizeit- o. Hundesport machen damit sie ausgegliechen und ausgelastet sind???
Da hat Pebbles aus intensiver eigener Erfahrung richtig gut dargestellt, wie das Leben mit einem Border sich wohl eher noch weit darüber hinaus darstellt.
Wie wäre es mit einem Collie ohne Border?!
Denn den habe ich hier neben mir liegen und kann daher sagen, super Familienhund, dessen Hütehundeigenschaften sehr gut auch ohne Schafe und Hundesport in Bahnen zu lenken sind, und auch wenn man ihn geistig und körperlich durchaus auslasten muss, hält sich das alles für einen erfahrenen Hundehalter in einem "normalen" Rahmen.
Und wenn man dann noch einen Hund aus den amerikanischen Linien (d.h. kürzeres Arbeitsfell wie der Border und nicht so püschelig, wie die englischen Linien, die man eigentlich meistens sieht) findet, dann könnte man einen Hund mit all den positiven Eigenschaften eines Borders haben ohne die arbeistintensiven Aspekte eines Borders zugüglich des Lassie-Faktors haben.
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Da muss ich Pebbles absolut Recht geben: wenn Ihr Euch nicht 100% umstellen moechtet auf ein Landleben mit Schaf, Wetter und Hund, ist das nicht Eure ideale Rasse.
Wir haben "nur" einen Border-Mix, der auch einmal als Familienhund angeschafft wurde und der Familie dann gehoerig auf den Geist ging, weil er aus Langeweile halt nur gebellt hat und eine Nervensaege war. Er ist jetzt gut 12 Jahre alt und der mit Abstand aktivste, fordernste Hund von unsern dreien.
Bei unserer Gassirunde sehe ich auch immer die armen "Familienborder", die voellig frustriert sind. Und ich bezweifle, dass Hundesport die Huetearbeit ersetzen koennte.
Da gibt's bestimmt andere Hunde, die Euch gefallen und die dann auch zu Euch passen.
Viel Spass und Erfolg beim Finden!
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Schau doch mal den Link an http://www.countrydog.de/rescue.htm, wenn dann noch Fragen offen sind, kannst du Gesa auch anrufen
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Hallo!
So, wie ich das lese, gefällt dir/euch das Äußere des Borders, weil so recht hast du dich/habt ihr euch mit seinen Veranlagungen und Bedürfnissen offenbar noch nicht auseinandergesetzt - was jetzt kein Vorwurf sein soll.
Aber jeder Hundehalter wird dir/euch mal dazu raten, dass du dich/ihr euch hinsetzt und ganz objektiv festhaltet
- was ihr einem Hund bieten könnt (also was ihr bereit seit für ihn zu tun und das nicht nur am Anfang, weil alles noch so neu und spaßig ist, sondern rund die nächsten 10 Jahre lang, evtl. tagein und tagaus; was der Platz hergibt; ob der Hund womöglich viele Treppen steigen muss...)
- und was ihr für charakterliche Anforderungen an den Hund stellt.
Die Optik sollte erst nachdem du/ihr rausgefunden habt, was zu dir/euch passen könnte, eine Rolle spielen. Am besten wäre es sogar, wenn du dich/ihr euch im Voraus anstrebt möglichst viele der in Frage kommenden Rassen einmal live zu beobachten. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ihr könntet euch mit Züchtern in eurer Nähe in Verbindung setzen, auf Ausstellungen gehen oder speziellen rassespezifischen Working Tests besuchen.
Ich liebe Borders auch. Noch mehr allerdings Aussies. Nachdem ich mich mit der Rasse aber sehr stark auseinandergesetzt hatte, war mir zu 100% klar, dass ich solch einem Hund niemals gerecht werden könnte! (Aussies gibt es für mich erst, wenn ich mit meinem Traummann, einem gebürtigen Australier, nach Australien auswandern und dort auf dem Land wohnen kann :D)
Leider schätzen sich die Leute schnell falsch ein, weil sie unbedingt diesen einen Hund haben wollen. Dazu mal ein trauriges Beispiel aus der Nachbarschaft:
Eine mittelalte Dame ohne Kinder, allein lebend, zum Stadtrand hin in unserer Nachbarschaft lebend, hatte den Wunsch sich einen Aussie zu holen. Sie hat viele Züchter in der Nähe abgegrast und ist bei einer hängen geblieben, die leider viel zu schnell bereit war einen Hund abzugeben. Die Dame in der Nachbarschaft hatte sich wirklich gut mit dem Thema Hundebeschäftigung auseinandergesetzt und sich eine gute Hundeschule ausgesucht. Sie wollte ihr Aussie-Mädchen Joy mittels Clickern, Welpenkurs und später bis Junghundekurs auslasten.....
Das erzählte sie mir, als ich sie traf, als die Hündin gerade 5 Monate alt war. Sie schien der festen Überzeugung, dass sie es schaffen würde - auch auf meine sehr skeptisch ausgesprochene Frage hin, ob sie denn glaubt, dass der Hund sich nicht weiternetwickelt und irgendwann mehr fordern wird.
Dann traf ich sie erst wieder, als die Hündin bereits 10 Monate alt war. Es war morgens um 7:30 Uhr an einem Sonntag, es regnete leicht. Als ich sie fragte, ob sie immer schon so früh auf ist, da antwortete sie mir doch wirklich, dass sie bereits seit 3 (!!!!!!!!) Stunden mit der Hündin läuft. Allerdings hing Joy wie ein Flummy in der Leine, sprang und bellte und machte einen unglaublichen Kasper (so wie meine Hündin, wenn sie eine Woche lang nicht rennen durfte!).Die Dame klagte mir ihr Leid, dass Joy selbst nach diesen drei Stunden des strammen Laufens und Spielens ohne Leine zu Hause vor Langeweile nur auf dumme Ideen käme. Außerdem wüsste sie schon nicht mehr, was sie ihr noch beibringen soll...
Inzwischen sind schon wieder 4 Monate vergangen und ich habe Joy seither nicht mehr gesehen.
Was ich damit sagen will und versuche klar zu machen: Borders und Aussies sind keine Golden oder Labrador Retriever und auch keine Deutschen Schäferhunde. Sie sind wunderhübsch, oh ja, aber sie sind auch absolut ungeeignet für die reine Familienhundhaltung und vor allem für das, was wir Deutschen uns unter Hundehaltung häufig noch vorstellen!
Ich wünsche dir/euch auf der Suche nach eurem Hund viel Spaß und Glück. Es gibt so viele tolle Rassen zu entdecken - lasst euch Zeit und sucht euch den Hund heraus, der zu euch passt. Dann habt ihr zusammen mit Sicherheit eine tolle Zeit vor euch!
PS: Würde dieser vielleicht zu euch passen? http://de.wikipedia.org/wiki/Kooikerhondje
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Hallo Marina,
ich möchte zunächst auch ersteinmal sagen, dass ich es toll finde, dass Du Dich vorher informierst. :2thumbs:
Ich fasse Deine Vorstellungen Eures neuen Familienmitglieds mal zusammen:
Sollte natürlich familientauglich sein, vermutlich wollt Ihr einen Hund, den man möglichst überall mit hinnehmen kann und ihr wollte ausgiebige Spaziergänge mit ihm machen. Aus Deiner letzten Frage lese ich, dass Du auch bereit wärst sportlich etwas mit dem Hund zu machen.
Diese Voraussetzungen sind toll für einen Hund. Aber leider nicht für einen Border Collie. Diese Hunde sind spezialisten, die nur "für das Eine" leben.
Eure Bedinungen sind eigentlich ideal für einen weniger spezialisierten Hund.
Du hast geschrieben, dass Dir die Charaktereigenschaften des Border Collies gut gefallen. Welche genau meinst Du? Beschreib doch mal - damit wir genauer verstehen, was für einen Typ Hund Du suchst :^^:
Viele Grüße
Corinna -
Ich bin auch der Meinung, dass ein Border nicht der richtige Hund für Euch ist. Warum haben die anderen schon dargestellt.
Außerdem habe ich noch hinzuzufügen, dass die Border die ich kenne nicht gerne körperlich bedrängt werden ( ein Labbi oder Goldie hat meistens nicht so dass Problem, wenn er mal kräftig durchgeknuddelt wird). Dezentes Schmusen und sanftes Streicheln genießen sie sehr, aber gerade Kinder sind ja doch eher etwas rupiger...
Ich kenne leider auch einige Border, die aufgrund mangelnder Ausslastung nicht nur durchdrehten, sondern auch depressiv und/oder Überängstlich wurden. Die Hündin meiner Bekannten fing an, sich nach der Kastration ( in den zwei Wochen, wo die Hunde ruhig gehalten werden müssen) sich selbst die Vorderbeine zu rupfen, weil sie nicht arbeiten durfte.
Ich habe einen Leihhund, auch ein Border, er ist zum Glück ein eher ruhiger Vertreter, dennoch bekommen wir ihn mit Hundesport (Agility,Dogdancing) nur gerade eben ausgelastet. Sein Frauchen ist gerade dabei herauszufinden, wo man mit ihm Hüten gehen könnte.
Ich finde seine Arbeitsbereitschaft, die er inzwischen zum Glück hat( früher hing er in seinen Depressionen und Angstattaken fest) super. Es bringt echt viel Spaß, mit ihm unterwegs zu sein, dennoch würde ich mir selber nie einen eigenen Border anschaffen, da ich damit überfordert wäre. -
Ich schließe mich da an - der Border ist vermutlich nicht der richtige Hund für euch.
Wir haben zwei Aussies und einen Collie. Der Collie ist völlig problem- und anspruchslos, aktiv, wenn man ihn auffordert, aber sonst sehr unauffällig und wirklich ein Familienhund.
Beide Aussies sind extrem aktiv, gehen mehrere Stunden am Tag stramm spazieren, dazu kommen Mantrailing, Agility und Training für die BH, Spielchen für den Kopf und so weiter.Beide kommen aus einer reinen Showlinie und sind sehr ruhige Vertreter ihrer Rasse.
Schon für Aussies muß man sein Leben ziemlich umkrempeln - ein Border Collie stülpt vermutlich das innerste nach außen.
Was erwartet ihr denn von eurem zukünftigen Hund? Vielleicht gibt es ja noch andere Rassen, die dem entsprechen und besser in eure Lebenssituation passen. Ich schließe mich da Souma an - meine Alternative wäre auch der Collie...
Auf jeden Fall würde ich mich weiter informieren, Züchter besuchen, mich in HuSchus erkundigen und andere HH befragen. Ihr findet schon noch was.
LG Langnase
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