ANTI-JAGD-TRAINING oder Dr. Jekyll und Mr. Hyde
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Merkt man wie stolz ich heute auf meinen Hund bin?
JA!!!
Und das kannst du bei dem Erfolgserlebnis auch sein
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...wir sind momentan dabei, Luna auch auf der Kanickelwiese abgeleint zu lassen...
:signW: :signO: :signW: :sign2_!:
Das ist ja richtig klasse! Ich bin stolz auf Euch! -
Hiér gibt es ja nur noch Erfolgsmeldungen, da werde ich ja ganz gelb vor Neid. Gebe den Kampf aber nicht auf.
Fröhliches schwitzen noch. -
Bei unserer heutigen kurzen Mittagsrunde waren wir in einem Gebiet, wo ich zu 99,99% sicher bin, dass da kein Wild ist und ich habe die Gelegenheit genutzt und zum ersten Mal seit Wochen mal wieder die Schleppleine weggelassen. Ich muss schon sagen, ich hatte mich wohl echt schon sehr dran gewöhnt, den Notfallplan in Form einer Schlaufe immer in der Hand zu haben. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich wirklich permanent den Hund mit Blicken verfolgt habe, ob er auch ja noch da ist, ob er da etwa eine Spur hat usw. Dabei war alles easy, Hund orientierte sich gut an mir, blieb auf Zuruf stehen (sollte nicht so weit vor) etc. aber ich war trotzdem total angespannt. Ich muss wirklich wieder öfter mal ohne Absicherung gehen... Kaum zu glauben.
Wie plant Ihr die SL auszuschleichen, bzw. wie habt Ihr es gemacht? Abschneiden? Nach und nach in den niedrigen Gefahrenzonen abmachen?
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Schleppleine ausschleichen kommt bei uns leider nicht in Frage da bei uns im Wald Leinenpflicht herrscht :)
Mal ein Beispiel eines effizienten Jagdabbruchs (auf die harte Tour):
Ich war heute mit Hund im Stall, wo ein sehr betagtes Zwergkaninchen lebt. Der olle Kerl hoppelt oft bei der Reithalle herum (im Heulager) und lebt in einer der Freilaufboxen.
Heute hatte er sich im Schatten unter einem Ladewagen verkrochen, wo ihn Caron aufgestöbert hat - der Geruch hat ihn wohl hingeführt.
Und dann kam der Karnickel-Opi wie ne Rakete herausgeschossen, Caron hinterher - judihuiii da hoppelt was, auf ihn
Da ich genau wusste das Caron JETZT nicht mehr ansprechbar ist, hab ich ihm aus Reflex meine Reitgerte volle Kanne an den Kopf gepfeffert und sehr zielgenau getroffen. (wusste gar nicht dass das so gute Wurfgeschosse sind...).
Ergebnis: Hund ziemlich verdattert. Das war der Moment als ich ihn (freundlich) zu mir gerufen habe. Er schaute dann nochmals Richtung Kaninchen, dann reichte aber ein "hähä" und er kam brav mit mir mit.
Es hatte sogar nachhaltige Wirkung: auf dem Rückweg zum Stall hatte ich das Pferd links und den Hund rechts (im Kommando) und er lief sehr artig neben mir.
Manchmal brauchts etwas Nachdruck...
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Manchmal brauchts etwas Nachdruck...
Ja, das brauchts manchmal. Und wenn es sogar eine längere Wirkung hatte war das Timing wohl perfekt.
Eleanor: Ich schleiche die Schleppleine in diesem Sinne nicht aus, ich nutze sie nur seltener.
Im Moment trainieren wir viel Impulskontrolle, heißt aktuell ich werfe unerwartet den Futterdummy und Hund muss beim Sichtreiz sofort auf Sitz reagieren. Beim ersten Mal hat sie erst sehnsüchtig im Stehen ihrem Dummy hinterhergeschaut, dann habe ich mir eben das Ding selber geholt.
Da hat sie etwa so ausgesehen:
Frauchen, meins!!!!
Tja, und beim nächsten Versuch saß sie wie eine Eins - und durfte natürlich losflitzen.Hasen werden im Moment an der Leine ignoriert, da ich dem Frieden aber nicht traue bleibt die Leine noch dran.
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wildsurf: da hattest aber Glück, bzw. vermutlich mehr Pfeffer hinter deiner Gerte. Ich habe Lena als sie einen Kamikaze Feldhasen jagte (*) meine Leine entgegengeschmissen. Allerdings verliert die durch die Luft ja ziemlich an Geschwindigkeit, und ich habe sie zwar getroffen, aber es hat sie relativ kalt gelassen.
(*) Hunde schnuffeln rechts vom Weg am Feldrand, von links kommt der Hase raus, vor den Hunden ins Feld rein, beide gucken verdaddert, und anstatt sich zu verdünnisieren (noch war keiner der beiden im Jagtmodus), kommt das blöde Vieh 1m neben Lena wieder raus, auf den Weg, und an mir und meiner Mutter vorbei immer schön den Weg lang. Sprich, Lena kam mir entgegegen, daher konnte ich sie auch nur treffen mit der Leine. Allerdings hat Madam nachdem ich mich gesammelt hatte, gehört und nach ca. 10sek Hetzen umgedreht. Von daher kein Rückschlag für mich. Aber auf das dumme Vieh war ich sauer. So blöd kann man doch als Hase eigentlich nicht sein. Vor allem hat ihn der lahme Hund meiner Eltern fast gehabt, weil der nur den Kopf gedreht und geschnappt hat, so nah ist der an ihm vorbei.
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hach, mag noch mal Erfolg verbuchen
gestern morgen sind wir wie immer an der Weide vorbei unangeleint, Hunde durften zum Lösen vor laufen, als ich nen wichtigen Anruf bekam
aus dem Augenwinkel sah ich nen vorstehenden Hund, der auf der Stelle hüpfte, mich zwischenzeitlich ansah und kurz vorm Durchtsraten war, sie muss irgendwas gesehen haben
nein, ich durfte nicht schreien, der Anruf war eine einmalige Chance, also was sollte ich tun?
im Kopf drehte sich alles
ok, einzige Chance... umdrehen und hoffenund was war? sie kam hinterher
man was war ich frohund heute morgen hab ich sie auch wieder im Kanickelfeld abgeleint
einzige Kommandos waren:
- warte
- weiter
- langsamund es klappte wirklich
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Hallo zusammen,
habe mir hier ehrlich gesagt nicht alles durchgelesen, ist ja schon ziemlich viel zusammen gekommen.
Ich habe meine Hündin seit genau 8 Tagen. Sie kommt ursprünglich aus Serbien und ist erst seit drei Wochen in Deutschland (war im Tierheim, bevor ich sie zu mir genommen habe).
Da ich sie erstmal in Ruhe "ankommen" lassen möchte, fordere ich momentan noch keine Leinenführigkeit von ihr ein, sondern lasse sie an der Flexi laufen, wie sie will. Das funktioniert auch sehr gut, denn solange keine Ablenkung da ist, geht sie auch ohne Kommando fast perfekt bei Fuß und wenn ich die Ablenkung rechtzeitig bemerke, kann ich sie durch ruhige Ansprache bei mir behalten und wir umschiffen so fremde Hunde und Menschen und kommen auch mit Wildbegegnungen zurecht.Und da wären wir dann bei meinem Problem. Quasi täglich zeigt sie mehr Jagdtrieb. Über ihre Rassezusammensetzung bin ich mir nicht ganz sicher, aber sie scheint ein Dackel-Terrier-Mix zu sein (vermutlich mit Jack Russel, weil sie vom Körperbau sehr ähnlich ist, im "schlimmsten Fall" könnte aber auch ein Jagdterrier mitgemischt haben). Sie ist nur knapp 30 cm hoch, aber trotzdem eine richtige Jägerin. Die meiste Zeit ist sie sowieso an der Leine, weil wir noch am Rückruf arbeiten (der klappt in der Wohnung super, draußen aber nur wenn absolut keine Ablenkung vorhanden ist).
Zur psychischen Situation meines Hundes: sie kommt zwar aus dem Tierschutz, hat aber entweder nichts richtig Furchtbares erlebt oder alles bereits weggesteckt. Sie ist freundlich zu Menschen, lässt sich überall anfassen, war beim TA ein Lämmchen und hat (seit ich sie habe) noch nie geknurrt/geschnappt oder sonstwas. Sie läuft wie gesagt auch ohne Training ganz passabel an der Flexi und ist bei Hundebegegnungen meistens selbstbewusst, aber (Straßenhunde-typisch) recht gut sozialisiert, d.h. sie weiß, wann sie ausweichen muss und wann gespielt werden kann.Bei unseren ersten Spaziergängen "klebte" sie an mir, orientierte sich an jedem Wort und jedem Pfiff und kam sofort mit, wenn ich nur geringfügig beschleunigt habe. Nun, das ist seit zwei Tagen vorbei. Eigentlich findet sie mich kaum noch spannend, geht Fährten hinterher (mit der Nase direkt auf dem Boden, und das wirklich meterweit!) und würde allem nachstellen, was in ihr Blickfeld gerät (daran hintert sie nur die Leine). Wenn ich sie im Park mit zuverlässigen Hunden mal ableine, damit sie wetzen und spielen kann, macht sie das für einige Zeit und geht dann Kaninchen hinterher, wenn ich sie zum Zeitpunkt des Spiel-Endes nicht sofort wieder einsammle. Sie hat bereits jagdliches Interesse an folgenden Tieren gezeigt: Mäuse, Ratten, Igel, alle Vögel inkl. zwei Schwäne mit Jungen, Kaninchen, Katzen (wenn sie weglaufen). Ich bin echt am Boden zerstört, weil ich nicht weiß, wie ich damit umgehen soll. Sie reagiert draußen nicht auf Leckerli und Spielzeug findet sie sowieso uninteressant. Meine beste Freundin hat einen Bracken-Mix, die seit einem Jahr zur Schlepp-Leine verdonnert ist, weil sie am Wild absolut nicht abrufbar ist und ich wollte durch diese Erfahrung auf keinen Fall einen jagdtriebigen Hund haben! Im Tierheim sagte man mir, dass man bei meiner keinen großen Jagdtrieb erwarten könne - alles Humbug. Ich fand ihre Größe am Anfang praktisch, jetzt plötzlich analysiert jeder HH, den ich treffe, den Dackel- und den Jagdterrier-Einfluss in ihr.
Soll ich mir sofort einen AJ-Trainer holen? Ich dachte, ich warte ein bisschen, bis sie sich hier richtig eingelebt hat. Sie ist doch erst seit drei Wochen in Deutschland!
Ich hatte vorher eine Epagneul-Breton-Hündin als Gassi-Hund habe schon einiges zum Thema Antijagdtraining gelesen. Ich weiß aber nicht, ob ich weiterhin versuchen soll, meine "auszubremsen" oder sie mich dadurch nur noch langweiliger finden wird. Soll ich nach einer Woche anfangen, meine Hündin jagdlich auszulasten (Fährten udn Schleppen legen?) - sie frisst noch nicht mal richtig!
Sorry, dass das jetzt so lang geworden ist, aber ich bräuchte da wirklich einen fachlichen Ratschlag. Danke.
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Puh leider kann ich Dir nicht wirklich weiterhelfen, da mein Hund beinahe ausschließlich Sichtjäger ist, wir erreichen viel über Impulskontrolle. Hast Du Dir schon mal das Buch 'Antijagdtraining' von Pia Gröning angesehen? Ansonsten würde ich mir auf jeden Fall überlegen, die Hündin durch z.B. Mantrailing oder Fährtenarbeit auszulasten. Aber bestimmt meldet sich noch jemand mit einem Nasenhund. Vielleicht kannst Du auch mal mit Hummel in Verbindung treten, sie trainiert mit einem Bretonen, vielleicht hat sie einen Trainer-Tip:
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