Suprelorin, chemische Kastration Erfahrungsbericht
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So eine kleine Anmerkung hätte ich noch zu "man muss halt nur n bissel erziehen":
Rusty steht tatsächlich so weit so gut im Gehorsam, dass er sich durchaus händeln lässt. Er hat keine totalen Ausraster, ist auf vehemente Art noch ansprechbar, rennt nicht kopflos davon, wenn er eine läufige Hündin in der Nase hat (außer ich würde vielleicht gar nicht reagieren ...) und ist nicht aggressiv gegen andere Rüden.
Also: Alles so weit so gut.
Und deswegen habe ich das Thema auch jahrelang vor mir hergeschoben.
Dann hat er Blut getröpfelt, dann gabs die Spritze und ich hab das erste Mal meinen Hund mit einem wirklich klaren Kopf erlebt. Er hat das erste Mal in acht Jahren fast 1 1/2 Wochen am Stück täglich ganz normal gefressen. Ich musste draußen nicht permanent den Daumen drauf haben - was bei Rusty, das muss man dazu sagen, sehr human ist, so dass es mir nie so recht bewusst war.
Und wenn der Chip jetzt so eine Wirkung wie die Spritze auslöst, dann muss ich sagen: Ich habe zwar immer einen gehorsamen Hund gehabt, aber den ganzen Stress hätte ich ihm (und mir) schon viel, viel früher ersparen können.
Das soll jetzt auch kein Aufruf zum Kastrieren sein, ich finde nach wie vor, dass man sich das gut überlegen muss.
Bei Rhydian sehe ich zB gar keinen Grund auch nur darüber nachzudenken.
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Hi
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Zieht euch den Schuh nicht an, wenn er nicht passt! Der Hund und dessen Stress, Gesundheit und Wohlbefinden sollte immer im Vordergrund stehen
Hier jetzt wiedermal die Pauschal-Rundum-Totschlag-Keule auszupacken "Erziehung schafft alles immer, und bei wem das nicht so ist, ist halt faul oder zu doof" ist ja nix Neues... Stimmt halt so nicht, ist schlicht Nachtreten bei Usern hier, die sich viele Gedanken machen und eben NICHT einfach Mal so kastrieren lassen.
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Danke
Ich war jetzt schon ne ganze Weile am überlegen ob ich mich tatsächlich auch noch äußern sollte. Aber du hast sehr gut auf den Punkt gebracht!
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Ich finde es sehr sehr schade, regelrecht eine Schande, dass Leute, die sich Monate- oder jahrelang den Kopf zerbrechen, ob sie den Pakt mit dem Teufel eingehen sollen (Achtung Ironie = Kastrieren), in der Hoffnung, dass es dem gestressten Hund mehr Lebensqualität bietet, einfach ein : "erzieh doch besser" hinzuknallen.
Und zwar fremden Menschen, die man noch nie gesehen hat. Erweitert doch bitte mal euer Denken. Es gibt nicht nur schwarz und weiss.
Sorry aber das triggert mich etwas.
Ich habe hier keinen gelesen der leichtfertig einfach zum Spaß oder aus Faulheit kastriert.
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Zieht euch den Schuh nicht an, wenn er nicht passt! Der Hund und dessen Stress, Gesundheit und Wohlbefinden sollte immer im Vordergrund stehen
Bei mir zumindest hat es nix mit Schuh anziehen zu tun, sondern tatsächlich damit dass dieses "ich muss mir nur mehr Mühe geben beim Erziehen" uU zu mehr Druck beim Halter führt, als es sein müsste und damit eben auch länger andauernden Stress für den Hund. Und das in einem Thread, wo man durch die Bank weg liest, wie viele Gedanken sich die User machen.... Und das finde ich einfach unfair.
Ich habe hier keinen gelesen der leichtfertig einfach zum Spaß oder aus Faulheit kastriert
Den Thread gibt's ja, weil sich die Leute Gedanken machen, weil sie erst mal schauen wollen, ob es eine Erleichterung bringen würde, weil sie sich informieren.
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Denke es geht einfach überhaupt nicht über die HH die sich Gedanken machen. Es gibt genug HH die sich mega Gedanken machen. Auf der andern Seite trifft man auf der Straße genug HH die in sehr sehr jungen Jahren kastrieren. Mit den Worten , mich stört das dauernde geschnüffelt wird. Kein Wort wie es dem Hund geht.
BTW, ich wollte mit meinem Kleinen in eine Gruppe von einem HT geführt. Mix aus Ausbildung und später laufen in einer Gruppe. Muss man sich rechtzeitig anmelden, weil sehr beliebt. Sein Tipp, lass ihn mit 8 Monaten kastrieren , machen die Amis auch so, dann bleiben die Rüden immer nett und gut händelbar.
Meiner ist intakt, leicht zu korrigieren, er schnüffelt und leckt Gras bis er Kringel in den Augen hat, lässt man das zu. Er hört ist gut ansprechbar, trotzdem würde ich ihn gerne weniger manipulieren müssen z.B. im Freilauf, weil das muss ich wenn das Gras ruft. Thema Stress
Wie gesagt das klappt auch, aber ich bilde mir ein, er hat deutlich weniger Freiheiten wird deutlich mehr ins grob neben mir laufen verhaftet, weil eben die ganze Strecke duftet und er nur noch am stresshecheln wäre, schneller wird usw.
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Meiner ist intakt, leicht zu korrigieren, er schnüffelt und leckt Gras bis er Kringel in den Augen hat, lässt man das zu. Er hört ist gut ansprechbar, trotzdem würde ich ihn gerne weniger manipulieren müssen z.B. im Freilauf, weil das muss ich wenn das Gras ruft. Thema Stress
Wie gesagt das klappt auch, aber ich bilde mir ein, er hat deutlich weniger Freiheiten wird deutlich mehr ins grob neben mir laufen verhaftet, weil eben die ganze Strecke duftet und er nur noch am stresshecheln wäre, schneller wird usw.
Wie alt ist er denn?
Ich finde das, vor allem in der ersten großen Pubertätswelle/Läufigkeitswelle noch "normal".
Die ist bei Rüden tatsächlich manchmal echt anstrengend. Zumindest find ich es normal, WENN er danach (daheim) größtenteils normal zur Ruhe kommt (bisschen brauchen zum rjnter kommen ist Ok) und recht normal frisst. Mal hier und da ein paar Tage schlechter ist okay, aber zB nicht wochenlang.
Kritischer find ich, wenn es anfängt sich auf alle Lebensbereiche auszuweiten.
Die Pubertät ist oft recht stressig - für Hund und Halter. Insbesondere wenn die Jungs erstmal ihre Hormone entdecken.
Wichtig ist in meinen Augen halt, dass es dann irgendwann auch wieder aufhört und sich der Hund wieder einkriegt und natürlich, dass es nicht in ernsthaft gesundheitlich gefährdende Ebenen aufsteigt.
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Also weder habe ich geschrieben mit ein bisschen Erziehung wird das schon noch habe ich hier jemanden angesprochen. Ich habe es einfach allgemein geschrieben.
Allein die Haltung er leidet, mmh ich weiß nicht das ist halt zum Beispiel ein Punkt. Warum steckt man so menschliche Emotionen da rein? Warum lässt man das überhaupt zu?
Wenn mein Hund sich in irgendetwas rein steigert egal jetzt mal in was dann unterbreche ich das im Kern.
Klar gibt es Ausnahmen, klar ist manchmal Kastration eine Lösung. Aber ganz oft ist es einfach völlig normales pubertäres Verhalten mit dem der Hundehalter nicht umgehen kann, weil der Hund halt erwachsen wird.
Wie oft ich hier höre sie kastrieren die Hunde damit sie kuscheliger, verspielter etc bleiben. Also ich finde es schön, wenn sie erwachsen werden. Klar verhalten sie sich anders aber das tun wir doch auch.
Ich glaube schon das die meisten Wesen auf der Erde lernen können mit ihren Hormonen umzugehen, wenn man ihnen mit Geduld zur Seite steht und ihnen Zeit und Anleitung gibt.
Und nein ich habe hier niemanden angesprochen, mir fällt es einfach nur auf und ich finde es komisch das es eben Halter gibt die immer wieder unkastrierte Tiere völlig problemlos halten und andere bei denen es immer wieder ganz zufällig ein Hund wird der dann zufällig hypersexuell ist mich regt das zum nachdenken an. Aber man kann halt nicht diskutieren, wenn man sich gleich angegriffen fühlt. Schade eigentlich.
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Die meisten Wesen der Erde müssen gar nicht lernen, mit ihren Hormonen umzugehen, weil sie das ausleben können. Die Situation eines Rüden ist komplett unnatürlich, selbst Menschen müssen das nicht lernen, da sie zum Beispiel masturbieren können.
Ich finde keinen Ansatz zur Diskussion, wenn du so pauschal rundumschlägst. Auch bei "Ja, er leidet, erzieh ihn halt" kann man nicht alles im Kern unterbinden. Wie soll das gehen, wenn der Hund null zur Ruhe kommt? Wenn du ihn in sein Bettchen schickst, er aber trotzdem gestresst ist? Wenn draußen kein normaler Spaziergang möglich ist, es sei denn, an kurzer Leine ohne jegliches Schnüffeln? Und das nicht ein paar Tage, sondern wochenlang?
Das einzige, wo ich dir Recht gebe, ist, dass man das Erwachsen werden abwarten sollte - bei normalem pubertären Verhalten. Sobald es wirklich gesundheitliche Auswirkungen hat, würde ich aber auch nicht weiter warten.
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Allein die Haltung er leidet, mmh ich weiß nicht das ist halt zum Beispiel ein Punkt. Warum steckt man so menschliche Emotionen da rein? Warum lässt man das überhaupt zu
Ok, Untergewicht, Monatelang nicht fressen- bei nem Schlingfresser = menschliche Emotionen reinstecken?
ich finde es komisch das es eben Halter gibt die immer wieder unkastrierte Tiere völlig problemlos halten und andere bei denen es immer wieder ganz zufällig ein Hund wird der dann zufällig hypersexuell ist mich regt das zum nachdenken an.
Tja, kann man mal schauen - ich kenne Hunde, die bei ihren Haltern Krank werden und ich kenne Hunde, die gesund steinalt werden. Hunde, die bei Haltern völlig problemlos sind und Hunde, die bei Haltern auffällig werden.
Ich gehe jetzt einfach mal in meiner grundsätzlichen Naivität davon aus, dass sich kein Mensch einen egal wie besonderen Hund wünscht - weder gesundheitlich noch verhaltenstechnisch.
Ist halt einfach auf Dauer teuer und unbequem.
Ich kann ja nur für mich reden.
Erfahrungen mit unkastrierten Rüden vorhanden, auch wie die sind, wenn die mit drei Hündinnen während deren parallel ablaufenden Stehtagen Zusammenleben (also quasi die Hardcoreprüfung).
Und ich für meinen Teil war felsenfest davon überzeugt, dass mich mit meiner Erfahrung so nen höchstseltener Hypersexueller Rüde nicht trifft. Joa. Ich wurde eines Besseren belehrt.
Interessanterweise sind die gar nicht mehr so selten, da Hypersexualität vererbt wird.
Und Hypersexualität ist mitnichten nur der Dauerrammelnde Rüde, den viele unter im Kopf haben.
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