Ronja generalisiert nicht, lernt personenbezogen
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Hallo,
klingt ja tatsächlich "einfach"...Hund aufzeigen, wann er darf und wann nicht. Aber das WIE ist für mich die Frage...
Wie sag ich ihr (ohne ihre Angst und Unsicherheit zu bestätigen oder zu verstärken), daß sie JETZT nicht bellen soll? Ich muß doch an der Wurzel arbeiten, nicht am Symptom...!?
Heute wieder so ne Situation, in der ich Ronja voll verstanden habe, trotzdem aber nicht wollte, daß sie bellt. Wir gehen ne ganze Weile hinter einem Pärchen her. Ronja guckte schon wieder so komisch...ich also bestätigt, daß sie ruhig blieb. Jeden Blick zu den Leuten habe ich mit "Feiiin" bestätigt und ihre Aufmerksamkeit auf mich gelenkt, hab sie gefüttert, sie hin und wieder nen Leckerchen fangen lassen, alles gut woweit.
Als sich der Weg gabelt und unsere Wege sich trennten, blickt der Mann über die Schulter als er uns bemerkte und schnalzt Ronja an. Sie macht nur ein gedämpftes "Wuff"...fand ich noch in Ordnung, wollte eh grade abbiegen und lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf mich. In dem Moment das typische von dem Mann "Ja, ja, schimpf Du ruhig...". Und Ronja bellt einmal laut...er wieder "Ja..!" Ronja 2x laut gebellt...er wieder "Ja, ja..!" Sie haben sich quasi gegenseitig angebellt. Ich konnte Ronja voll verstehen, ich kenne ja ihr Problem grade mit Männern.
Trotzdem hab ich ein bestimmtes "Nein...!" losgelassen und sie konsequent "mitgenommen". Sie drehte sich aber immer wieder zu dem Mann um. Hat ne Weile gedauert, bis ich ihre komplette Aufmerksamkeit wieder hatte.
Was sollte ichin der Situation konkret machen? Wie mach ich ihr klar, JETZT in diesem Moment soll sie NICHT bellen...?
Und das war noch ne relativ harmlose Situation. Hier zu Hause ist es ja noch ne Spur extremer.
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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- Vor einem Moment
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Zitat
Lieber Massa,
und wie zeigt sie ihm das? Hast du einen Tipp?
Lieben Gruß, Sennsitive
In einem Beitrag suchte jemand eine Lösung für das nicht bellen des Hundes in einem Laden-Geschäft, weil die Kunden dann verärgert werden.....
Vielleicht kann der User und auch andere hier mit Bell-Problemen sich damit helfen wollen?
BELLEN des Hundes kontrollieren können…. So geht es auch…!
Ich beschränke mich darauf meine erfolgreiche Vorgehensweise zu beschreiben, und es gibt sicherlich noch 1000 andere Möglichkeiten!NUR,....EINE (meine) EMPFEHLUNG:
Und nun musst man bereit sein einfach nicht zu kompliziert denken zu wollen.
Ich bitte Dich "meine ANLEITUNG" mehrmals aufmerksam durchzulesen und in Gedanken die Vorgehensschritte durchzuproben, weil Du Deinen Hund jetzt „informieren“ sollst WANN er darf/soll , und Ihn nicht verwirren!Mach es konzentriert und doch in völliger Ruhe ohne Hektik oder Stress. Mache es Alleine ohne Zuschauer!
Du nimmst Deinen Hund zunächst noch an eine längere Leine um zu erreichen das er sich sofort auf Dich konzentriert wenn Du es im Augenblick möchtest.
Du ermunterst Deinen Hund zu bellen und wenn er es tut feuerst Du Ihn an heftigst zu bellen und lobst Ihn mit "Hundename + FEIN!" SOFORT für das gezeigte bellen/und herumrandalieren.
Mach einen kleinen Indianertanz, klatsche in die Hände und zeige Deine Begeisterung über sein jetzt noch richtiges Verhalten!
Dein Hund muss erkennen das er mit dem "jetzigen Bellen" Dir eine große Freude macht.
Sekundengenau muss jegliche Belobigung gesprochen werden!!!!
Du musst Ihn ausgiebig loben für sein Bellen!!!!BITTE VERWENDE KEINE LECKERCHEN, weil die Kommunikation über Deine Stimme aufgebaut wird!
Wenn Du Ihn richtig hochgepuscht hast, und er gerade bellt hälst Du ganz plötzlich (schnell ohne Stress zu machen) Deine offene Handfläche über seinen Kopf/vor sein Gesichtsfeld und sagst mit normaler Stimmlage aber bestimmter körpersprachlicher Gestik "Hundename + Lass Das!" (jetzt soll er das gezeigte Bellen unterbrechen) und SOFORT wenn Dein Hund nicht bellt, sein im Augenblick NICHT BELLEN, SOFORT in der Sekunde mit "Hundename + Fein!" aber sehr ruhig/leise belobigen.
Sekundengenau muss jegliche Belobigung gesprochen werden!!!!Du musst Ihn SOFORT (Bell-Pause)kurz loben für sein gezeigtes NICHT-BELLEN !!!!
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KURZ-FORM-Beschreibung:Du lobst Deinen Hund zuerst für das heftige Bellen!
Sagst/zeigst das er nicht bellen soll, und lobst Ihn für das Nichtbellen.
Du lobst Ihn für BEIDES !!!
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Somit lernt Dein Hund SOFORT wann er Dir eine Freude machen soll:
Erst freut sich Frauchen "wenn ich belle",
dann freut sich Frauchen "wenn ich nicht belle"!
Für das jeweilige richtige Verhalten wird er gelobt!!!
Zur Festigung und zuverlässigen Verknüpfung im Hundehirn reagierst Du sofort wenn Dein Hund anfängt zu bellen.Du sollst Deinem Hund das Bellen grundsätzlich nicht verbieten wollen, sondern nur effektiv kontrollieren können.
Es ist artgerecht wenn Dein Hund mehrmals am Tag bellt, aber dann kontrolliert wenn Du es mit Deiner Nachbarschaft und Umwelt vereinbaren kannst!!!!
Bitte richte es so ein, das Du (beim Spaziergang) mehrere Übungs-Situationen herbeiführen kannst.
Suche die Situationen gezielt auf an denen Dein Hund bisher gebellt hat, und lasse Ihn jetzt kontrolliert bellen.
Fordere Deinen Hund zum bellen/randalieren auf um es dann wieder unter Deine Kontrolle zu bringen!
Meißt reicht schon 1 ausgiebiger Spaziergang um die Kontrolle über das Bellen zu erhalten.Bereite Dich in Ruhe darauf vor und setze Dich nicht selbst unter Druck, und Du wirst sehen wie Du es hinbekommst.
Wenn Du etwas hier "nicht zweifelsfrei verstanden hast" wie ich es gemeint habe, frage bitte nach, bevor zu beginnst !!!Nun wünsche Ich "Viel Erfolg" beim Umsetzen/Anwenden!
WUFF
__________________
MASSA und sein SAMMY____________________________________________
Vielleicht ist es aber auch ganz anders? WIE,WO,WAS weiß MASSA, nicht immer - aber immer öfter! -
Liebe(r) Massa!
Nichts gegen deinen Ratschlag, mag möglicherweise wirksam sein, um unerwünschtes Bellen abzustellen.
Ich sehe die Sache trotztdem ein wenig anders. Hinter dem Bellen das Ronja zeigt steht eine Emotion, die in dem Fall wahrscheinlich Angst ist.
Glaubst du, dass du ihr im Bezug auf diese Angst mit deiner Methode helfen oder etwas verändern kannst, bzw. an diesem negativen Gefühl fremden Menschen gegenüber?
Daran glaube ich nämlich nicht, und ich denke, das wäre ja das Ziel von Ronjas Frauchen, ihr zu helfen, dass sie besser und angstfrei mit dem Besuch umgehen kann, als sie eifach abzustellen?! -
Zitat
Liebe(r) Massa!
Nichts gegen deinen Ratschlag, mag möglicherweise wirksam sein, um unerwünschtes Bellen abzustellen.
Wir stellen das bellen nicht ab, sondern zeigen dem Hund wann wir es zulassen, WANN wir es wünschen....!
Kleiner aber ganz wesentlicher Unterschied!!!
Zitat
JA, ja, mit dem richtigen Einschätzen der gezeigten Verhalten ist das immer ein großes Rätzelraten.Nach miner Erfahrung und nach dem was ich auch zwischen den Zeilen gelesen habe ist der Hund nicht ängstlich strukturuert.
Für mich will der Hund die "Kontrolle in den Situation" ausüben, und das kann auch daran liegen das das Frauchen vom Hund mit niemandem geteilt werden WILL .
Unabhängig davon ist es möglich auch einem Hund der aus großer Angst-Motivation heraus gestresst bellt, durch Zeigen wann er bellen soll und wann nicht, eine Sicherheit und stärkere Bindung ermöglich.
Keinesfalls wird der Hund abgestellt, weil er gezielt angehalten wird zu bellen wenn die Situation es zulässt.
Habe es ja klar geschrieben, dass er nicht darum geht dem Hund das bellen zu verbieten, jedoch soll er wenn es für seine Umwelt auch verträglich ankommt!Das geht in der Regel sehr schnell das der Hund es verknüpft, und es kommt dabei nur auf den HH an wie geschickt oder weniger dieser sich anstellt.
Wer DARIN geübt ist macht es in Minuten dem Hund klar. Klingt utopisch, aber ist nun mal soo....!
WUFF
MASSAvonSAMMY
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Hmm,...jap, Rätselraten kommt gut hin, es ist natürlich ziemlich schwierig bis unmöglich anhand eines Posts herauszufinden aus welcher Motivation ein Hund gezeigtes Verhalten eben zeigt.
Auch wenn es jetzt tatsächlich etwas gewagt ist, zu behaupten, der Hund reagiert aus Angst so, wie blackbetty es beschreibt...anhand des Einangspost und anhand einiger anderer Threads die Blackbetty geschrieben hat (lies mal nach), traue ich mir zu behaupten, dass das sehr wenig mit Frauchen nicht teilen wollen etc. zu tun hat, sondern dass der Hund tatsächlich sehr ängstlich und misstrauisch auf fremde Personen reagiert.ZitatUnabhängig davon ist es möglich auch einem Hund der aus großer Angst-Motivation heraus gestresst bellt, durch Zeigen wann er bellen soll und wann nicht, eine Sicherheit und stärkere Bindung ermöglich.
Erklär mir doch mal genauer, wie du dem Hund deutlich machen willst, dass von dir Sicherheit ausgeht, und dass der Besuch doch gar nicht so schlimm ist, indem du ihm zu verstehen gibst, dass er nicht bellen soll.
Das mag ich nicht so recht verstehen. Wenn man bedenkt, dass das Bellen doch schlicht und einfach nur Ausdruck seiner Emotion ist. -
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Wieso sagst Du dem Hund nicht klipp und klar, daß Du diese Kläfferei nicht duldest? Laß z. B. eine Hausleine dran und korrigiere ihn über die Leine. Oder über Stimme...
Jedenfalls finde ich, daß Dein Ärger über das Fehlverhalten bei Deinem Hund nicht authentisch rüberkommt, wenn Du Deinen Ärger nicht so äußerst, daß er eine klare Einstellung spürt.LG, DD
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@ massa
deine tips hören sich plausibel an.
nur
was mache ich wenn mein hund nur die katzen im spiel oder als spielaufforderung anbellt,mir dieses aber zuviel des guten ist?
sam ist jetzt ca 3,5 mon. alt.er bellt keinen besuch an,nicht wenns klingelt und auch nicht auf der strasse oder beim spazierengehen.
nur wenn die post oder der paketbote kommen kommt vom sofaende aus mit blick aus dem fenster ein kurzes wuff,das wars dann auch schon.
hört er die hunde vom benachbarten hundeplatz des schäferhunde ev bellen,ist er zwar aufmerksam,bellt aber nicht.
das dies so bleibt würden wir uns auch für die zukunft wünschen denn dort wird 4x die woche trainiert und würde sam jedesmal mitbellen könnten wir unseren garten kaum noch nutzen.lg kirsten
ist er noch zu jung? kommt die bellerei noch?
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Zitat
Wieso sagst Du dem Hund nicht klipp und klar, daß Du diese Kläfferei nicht duldest? Laß z. B. eine Hausleine dran und korrigiere ihn über die Leine. Oder über Stimme...
Jedenfalls finde ich, daß Dein Ärger über das Fehlverhalten bei Deinem Hund nicht authentisch rüberkommt, wenn Du Deinen Ärger nicht so äußerst, daß er eine klare Einstellung spürt.LG, DD
Hallo,
wie sag ich es ihr denn "klipp und klar"...? Wie schon bereits erwähnt, macht es ja keinen Sinn, an dem Symptom zu arbeiten. Ich muß ihre Motivation zu bellen bearbeiten. Hat sie keinen Grund mehr, Besuch anzubellen, wird sie es ja vermutlich auch nicht mehr tun.
Problem bei Ronja ist, daß sie die Rute einklemmt und sich unter'm Bett versteckt, wenn ich mal etwas bestimmter ihr gegenüber auftrete. Mache ich einen heftigeren Körperblock, dränge sie z.B. körperlich zurück ins Schlafzimmer mit einem scharfen "Nein..!", bricht sie quasi zusammen und flüchtet unter's Bett. So erreiche ich nur, daß sie zusätzlich noch Angst vor mir bekommt. UND DAS WILL ICH AUF GAR KEINEN FALL...!!!
Bellen auf Kommando zu trainieren halte ich hier auch nicht für unbedingt DIE Lösung. Ist ja prima, wenn sie es auf Kommando könnte (und auf Abbruch sein läßt), in ihrer angstmotivierten Bellerei würde das aber nichts bringen. Sie zeigt defensives Drohen Fremden gegenüber, um die Distanz zu erweitern. Was bringt es mir, in der Situation das Bellen auf Kommando "abstellen" zu können...? Schnappt sie dann beim nächsten Mal?
Sorry, wenn ich hier nicht "authentisch" rüber komme. Außerdem "ärgere" ich mich nicht direkt über Ronja, wenn sie bellt. Sie tut mir leid, weil sie Streß hat und den will ich ihr nehmen. Soetwas wie Ärger empfinde ich dabei nicht. Sollte ich das vielleicht? Damit ich "härter", bzw. klarer, reagieren kann...?
Liebe Grüße
BETTY und Ronja
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Zitat
@ massa
deine tips hören sich plausibel an.
nur
was mache ich wenn mein hund nur die katzen im spiel oder als spielaufforderung anbellt,mir dieses aber zuviel des guten ist?sam ist jetzt ca 3,5 mon. alt.er bellt keinen besuch an,nicht wenns klingelt und auch nicht auf der strasse oder beim spazierengehen.
nur wenn die post oder der paketbote kommen kommt vom sofaende aus mit blick aus dem fenster ein kurzes wuff,das wars dann auch schon.
hört er die hunde vom benachbarten hundeplatz des schäferhunde ev bellen,ist er zwar aufmerksam,bellt aber nicht.
das dies so bleibt würden wir uns auch für die zukunft wünschen denn dort wird 4x die woche trainiert und würde sam jedesmal mitbellen könnten wir unseren garten kaum noch nutzen.lg kirsten
ist er noch zu jung? kommt die bellerei noch?
So wie Du es schilderst ist das eine spielerisch motivierte Freuden-Reagtion mit der Katze.
Bei jungen Hunden sieht man das öffter als Aufforderung herumzutollen.Wenn es stört dann das" Spiel" kurz unterbrechen und das nicht bellen belobigen!
Wenn möglich solltest Du die "Lernphase der Kommunikation" zwischen Hund und Katze zulassen???
WUFF
MASSAvonSAMMY
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Hi zusammen,
also, dass Hunde nach der Prägephase nicht mehr generalisieren können ist ja wohl der absolut grösste Quatsch, den ich je gelesen habe. Martin Rütter hin oder her.
Generalisation bedeutet alles, auch dass Hund lernt, dass Sitz Sitz ist, egal ob im freien Feld oder auf nem Bahnhof mit viel Personenverkehr. Dass Ronja bsp. immer noch lernfähig ist, zeigt ja, dass sie nach ein paar Besuchen die Leute akzeptiert.
Klar dauert es bei ängstlichen Hunden länger, bis sie bsp. verinnerlicht haben, dass fremde Besucher per se nicht gleich gefährlich sind. V.a. wenn das ein Angst auslösender Faktor ist. Dauert halt ne Zeit und man braucht Geduld.
Zunächst mal würde ich das gewünschte Verhalten mit bekannten Personen eintrainieren, bis Ronja da ganz sicher weiss, was sie tun soll. Dann würde ich zwischen die bekannten Personen immer mal wieder weniger gut bekannte Personen "einstreuen". Evtl. dass die weniger bekannten Personen erst mal mit bekannten Personen zusammen kommen. Dann später allein. Wenn das klappt, dann würde ich völlig fremde Personen "einstreuen".
Klar, dass die einzelnen Personen im Laufe der Zeit wieder bekannt werden. Entweder hast Du dann deinen kompletten Bekanntenkreis durch und das Problem hat sich damit sowieso erledigt *gggg*. Oder sie lernt im Laufe der Zeit, euch soweit zu vertrauen, dass ihr schon wisst, was Sache ist und sie kein Angst zu haben braucht.
Die Frage ist halt auch, wie reagiert IHR. Und wie reagieren eure Trainingspersonen. Wenn ich das richtig gelesen habe, schreibst Du immer nur, wie Hund reagiert. Habe jetzt aber nicht mehr alles in Erinnerung. Werde mir heute abend deinen Thread nochmal in Ruhe durchlesen.
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