Hund zerrt an der Leine
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Hallo,
ich bin seit neuestem Gassigängerin im nahegelegenen Tierheim. Da ich selbst nicht hundeerfahren bin, habe ich dazu mal eine Frage:
Die meisten Hunde dort, haben wenig Erziehung genossen, sind also nicht leinenführig, d.h. die Hunde gehen mit einem spazieren, nicht der Gassigänger mit dem Hund.....Bisher hat man mir nur die "einfachen" Hunde an die Hand gegeben. Gibt es irgendwas, was ich tun kann, um auch den Zerrern langfristig ein entspanntes Spaziergehen beizubringen oder habe ich als sporadischer Gassigänger da überhaupt keine Chanche?
LG
Whitey
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- Vor einem Moment
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Wenn du nicht einen festen Patenhund hast, mit dem du jeden Tag gehst, dann wird das (fast) unmöglich sein.
Das Problem ist, daß die meisten TH so überglücklich sind, wenn sie mal vor die Türe kommen, daß sie - zumindest die ersten 5 Min - nur weg, raus, laufen wollen. Je nach Hund haste ne Chance, wenn der allererste Druck weg ist ...
Gibts in dem TH keine angeschlossene Hundeschule, wo du ein bisschen mitmachen könntest ? Hast du denn jedesmal einen anderen Hund ?
In welchem TH biste denn ? Wir suchen auch immer händeringend Freiwillige ... schön, daß du deine Zeit den Tieren widmest.
Gruß, staffy
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Hey Staffy,
komme vom Niederrhein, Kreis Wesel; zu weit weg von Euch.....
Nein, es gibt keine angeschlossene Hundeschule. Zur Zeit habe ich jedesmal einen anderen Hund (im Moment sind ja Ferien und tolles Wetter und die Gassigänger stapeln sich und prügeln sich förmlich um "ihren" Hund. Da ich ja neu bin, nehme ich immer denjenigen, der nicht so begehrt ist und bis zuletzt übrig bleibt. Langfristig ist aber tatsächlich ein fester Hund mit einer evtl. Patenschaft geplant. Muss das nur noch terminlich abchecken, den Gassi gehen ist offiziell nur von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr erlaubt, eine Zeit, in der ich schlecht kann. Dafür habe ich fast jeden Vormittag Zeit......
Also mal grundsätzlich: Wie bringe ich einem Hund bei, bei Fuß zu gehen und nicht zu zerren. Die Methode der "Hundeflüstererin" (Jan Fennell) zielt leider nur auf eigene Hunde, die abgeleint werden können.
LG
Whitey
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Vielleicht hilft dir dies hier schon ein bisschen weiter ...
https://www.dogforum.de/ftopic61549.html
Gruß, staffy
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Danke! Das ist schon mal ein Ansatz!
Habe grad auch noch was über häufigen Richtungswechsel gelesen. Werde das mal alles ausprobieren....
LG
Whitey
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häufiger Richtungswechsel funktioniert bei uns im Grunde ganz gut...nur irgendwann ist es einem einfach zu blöd wenn man alle drei meter umdrehen muss...mit Leckerlis funktionierte es irgendwie gar nicht...ging nur solang bei fuss wie er welche bekam...u kann ja den kleinen hund nicht den ganzen Spaziergang lang füttern
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Hallo,
wollte nur von gestern berichten. War wieder "Gassi gehen". Hatte mir einen lieben Jagdhundmix, etwa Kniehöhe, ausgeguckt, mit dem ich gehen wollte. Ist ein Gassihund und hatte auch schon sein Gechirr an. Lapidare Antwort: "Den kriegen Sie als Anfänger nicht, der zieht an der Leine!"
Bekam dann wieder so einen Sozialfall, der während des Spaziergangs schlapp machte und nicht mehr weiter wollte, einen 11jährigen Langzeitinsassen, Schnauzermix. Beim 2. Mal hatte ich zusammen mit meinem Sohn eine 9jährige schwerhörige Pudeldame, die wenigstens noch einigermaaßen zu Fuss war; beim erstenmal hatte ich eine liebe Schäferhündin, erst 4-5 Jahre alt, aber leider mit HD. Auch die brauchte viele Pausen und legte sich mehrmals während des Spazierganges hin. War drauf hingewiesen und bin auch langsam und nicht so weit und schnell gegangen.
Aber eine ernste Herausforderung, den Umgang mit Hunden zu lernen, ist das nun wirklich nicht.
Was ist daran so schlimm, wenn ich einen "zerrenden" Hund ausführe, solange er mich nicht von Größe und Gewicht her durch den Ort schleift........
?
Auf meine Frage, ob ich denn vielleicht ausnahmsweise vormittags kommen dürfte, wenn ich mir einen Patenhund ausgucken würde, weil ich nachmittgas maximal 1-2 Mal die Woche könnte, während ich vormittags fast täglich Zeit hätte, sagte mir die "Chefin": "Das geht nicht. Wir sind nur zu zweit und können vormittags nicht auch noch Leute zum Gassigehen abfertigen. Und eine Ausnahme würde mehrere nach sich ziehen. Zudem habe man genug Gassigänger und einmal pro Woche würde durchaus reichen, wobei es auch nicht schlimm sei, wenn ein Hund einmal nicht vor die Türe käme...."
Fand ich schon etwas merkwürdig, aber o.k., ist ja auch viel Arbeit!
Was mich noch beschäftigt: Ich gönne selbstverständlich auch meinen "Sozialfällen" ihren Ausgang. Aber tue ich ihnen eigentlich mit meinem Gassigehen einen Gefallen? Wenn ich an die Hündin mit HD denke, die sicher Schmerzen hat und deshalb Pausen einlegt oder an die alte Hündin, die nach einer weile keine Lust mehr hatte, weil sie womöglich nicht mehr konnte und sich recht müde auf dem Heimweg machte? Will ja nicht nur meine "Gelüste" nach Hund befriedigen, sondern in erster Linie den Tieren einen Gefallen tun. Hatte gestern so ein bisschen den Eindruck "Sie wollen einen Hund zum Gassigehen? Da haben Sie dann halt einen, damit Sie zufrieden sind und gut ist....."
Habe die Dame auch danach gefragt, inwieweit ich damit den Tieren einen Gefallen tue und sie nuschelte irgednwas von "müssen ja auch sonst mit ihrer Behinderung leben und sich bewegen..."
Was meint Ihr dazu? Insbsondere die HD-Dame lieber in Ruhe lassen?
Es handelt sich übrigens um ein Tierheim ohne Gitter, also keine
Zwinger-, sondern Rudelhaltung, wo sie sich in Gruppen den ganzen Tag in einem großzügigen Auslauf bewegen und von daher schon Bewegung haben, wenn sie wollen.Bin auf Euere Antworten gespannt
LG
Whitey
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