Reizangeltraining

  • Dein Abbruch- oder Stoppsignal muss ohne Angel sehr sehr gut sitzen unter starker Ablenkung, dann geht es. Da du die Bewegung der Beute kontrollierst, kannst du sie beim Abpfiff hinter dich verschwinden lassen und notfalls einen Ausfallschritt machen um den Hund zu blocken. Wenn du aber den Hund nicht so extrem hochfährst, sollte es auch so gehen. Ich finde es aber ganz gut, wenn der Hund erst mal verknüpft, dass nach dem Abpfiff die Beute verschwindet und sowieso unerreichbar wird. Das macht es ihm später leichter, angesichts der fliehenden Beute zu stoppen.


    Anfänglich würde ich es ohne Kommando machen, da der Hund noch nicht in der vollen Hetze sein sollte. Das kann man recht gut über die Bewegung der Angel steuern - langsamere Bewegungen geben einen langsameren Hund. Ich gebe meist erst das Toc, da Rhian in der freien Impulskontrolle ohne Kommando nur noch ausnahmsweise hetzt, sondern sehr schnell stehen bleibt. Nur mit selber wegrennen kann ich sie noch zur Hetze provozieren.

    • Neu

    Hi


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    • Schon mal vielen Dank!


      Also, nur damit ich das Prinzip richtig verstanden habe:


      Ich zeige Lotte die Reizangel. Ich sage "Toc!", sie rast los. Ich sage "Halt!" und lasse die Beute verschwinden. Wenn Lotte tatsächlich stoppt, bringe ich die Beute wieder ins Spiel und erlaube Lotte als Belohnung zu hetzten?!


      (Übrigens kann ich nicht behaupten, dass Lotte durch eine langsame Beute langsamer wird. :???: )

    • Auch ich hab noch ne Frage zum Training:
      Wir stehen ja noch ganz am Anfang. Ich hab nen Futterdummy an der Angel, dort ist Lucys Lieblingswurst drin. :D Dachte mir zum Anfang ist es vielleicht ganz clever, wenn der Reiz recht groß ist. :???:
      Meine süße Beamten-Nudel hat gar keinen Bock zu hetzen (wir sind schließlich nicht auf dem Feld und der Dummy ist kein Reh :( : ). Ich lass sie absitzen, lege den Dummy vor ihr aus, fange an ihn zu bewegen und geb dann das Kommando zur "Jagd". Lucy denkt sich, nur keine allzu schnellen Bewegungen, irgendwann kommt das Ding ja wieder bei mir vorbei und dann kann ich ja mein Glück wieder versuchen. Ich bekomme sie also nicht richtig "gereizt". Versteht ihr was ich meine? Das kann ja nicht der Sinn der Übung sein, oder? :???:

    • Zitat

      Schon mal vielen Dank!


      Also, nur damit ich das Prinzip richtig verstanden habe:


      Ich zeige Lotte die Reizangel. Ich sage "Toc!", sie rast los. Ich sage "Halt!" und lasse die Beute verschwinden. Wenn Lotte tatsächlich stoppt, bringe ich die Beute wieder ins Spiel und erlaube Lotte als Belohnung zu hetzten?!


      Yep, so ähnlich. Nur dass ich vorher kein Kommando sagen würde - weder Bleib noch Toc. Oder stoppt sie schon automatisch, wenn du die Angel schwenkst und sie vorher nicht im Sitz/Platz hattest?


      Zitat

      (Übrigens kann ich nicht behaupten, dass Lotte durch eine langsame Beute langsamer wird. :???: )


      Das habe ich etwas unglücklich ausgedrückt. Aber meist finden die Hunde das Verharren einfacher, wenn die Beute sich nicht oder nur langsam bewegt. Bei einer schnellen Bewegung ist der Impuls zu hetzen grösser. Was der Hund an der Angel lernen sollte, ist dass er die Bewegung der Beute beeinflussen kann. Er rast - Beute rast weg. Er verlangsamt - Beute verlangsamt auch. Er stoppt - Beute stoppt auch. Dazu braucht es keinerlei Kommandos, der Hund lernt lediglich über die Konsequenzen seiner Handlung.



      Majaga: Du musst den Hund in dem Fall erst anreizen, ohne Kommandos. Renn mitsamt der Angel weg, dann kommt das Ding nicht wieder.... Und lass sie die Beute einige Male erwischen, zergel dann mit ihr, falls sie das gerne macht.

    • @ Nijara: Danke, ich glaub, jetzt hab ich's.


      Das mit dem schneller/langsamer hatten wir ja schon beim verharren. (Anfangs konnte Lotte überhaupt nur liegenbleiben, wenn die Beute sich nicht bewegt hat. sobald die geringste bewegung reinkam, war Lotte weg. Inzwischen kann ich die Beute schon von ihr weg bewegen.)


      Ob sie beim Anblick der Reizangel schon verharrt, weiß ich gar nciht. Müßte ich mal testen.


      @ Majaga: Ich nehme als Beute statt des Futterbeutels einen Quietschie oder eine Spielmaus für Katzen. Darauf fährt Lotte viel mehr ab als auf den Futterbeutel. Trotz langen und intensiven Trainings damit findet sie Futter einfach unwichtig.

    • Ich hab jetzt die letzten Seiten nicht gelesen, aber mir würd es nie einfallen, nach dem TOCK vom ihr zu verlangen, zu stoppen.


      Ein Tock ist die HetzERLAUBNIS nach erfolgreichem Vorstehen.


      Ich finds sehr schwierig, diese Erlaubnis wieder zurückzufordern.


      Aber ich bau das alles ja generell anders auf... eher prophylaktisch.


      Ein Hetzabbruchsignal sollte meiner Meinung nach komplett handlungsunabhängig sein, um im "Notfall" überhaupt als wahrscheinlich funktionierend eingestuft werden zu können.


      Tock ist bei uns eine Belohnung, die Erlaubnis, uneingeschränkt zu hetzen.

    • Zitat


      Ein Hetzabbruchsignal sollte meiner Meinung nach komplett handlungsunabhängig sein, um im "Notfall" überhaupt als wahrscheinlich funktionierend eingestuft werden zu können.


      Was verstehst du unter "handlungsunabhängig", und was ist handlungsabhängig am Stoppsignal an der Reizangel? Das ist ja nicht ein extra Signal, welches man nur an der Angel braucht..... :???:

    • Aber warum fordert man ein Stop nach der Erteilung der Erlaubnis zu Hetzen und Beute zu machen? Der Sinn erschließt sich mir persönlich nicht.


      Unter dem Aspekt habe ich Missys Jagdverhalten überhaupt modifizieren können.


      Handlungsunabhängig bedeutet, dass ich prinzipiell ein Signal einführe, was eine Ausnahmesituation einläutet und unabhängig von einer bestimmten vom Hund ausgeübten Handlung konditioniert wird.


      Das heißt, mein Hund lernt nicht "Abbruch", sondern mein Hund lernt "bei einem bestimmten, selten vorkommenden Ton bekomme ich etwas, was es sonst nie gibt".
      Was bei sorgfältiger Konditionierung dazu führt, dass der Hund "automatisch gehorcht".


      Wenn ich ein Hetzabbruchsignal so festige, dass es immer nur das Hetzen abbricht, dann lernt der Hund das auch so. Und ich hab die Erfahrung gemacht, dass im Falle eines Hasen im Gebüsch mein Hund plötzlich keine Lust mehr hatte, das Hetzen abzubrechen.


      EBei einem Stopsignal nach dem Tock liegt doch ganz klar eine Handlungsabhängigkeit vor. Nur unter Hetzbedingung wird ein Abbruch gefordert. Wie frustrierend.

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