Kiras Erziehung beginnt JETZT

  • Heute mittag hatte ich mir ein Lesezeichen für diesen Thread gesetzt,
    da ich mit dieser Art Problemen bei meinen Kunden auch sehr oft konfrontiert werde.


    Entgegen dem Extrem-Positivismus, der hier in Spanien momentan
    ein wenig verbreitet wird, schlage ich auch oft solche doch wenig
    'positivistischen' Methoden vor, und sie funktionieren.


    Manchmal ist weniger reden und überzeugen wollen eben genau das,
    was den Hund zur Ruhe bringt.


    Ich verfolge den Thread gespannt mit und freue mich über couchpotatoes
    kleine tägliche Erfolge und die Entspanntheit ihrer Hunde,


    denn....


    das ist wichtig und darauf kommt es an.
    Die Trainerin hat vor Ort gesehen und entschieden.


    Hier aus dem Forum war keiner vor Ort und kann daher auch nicht entscheiden,
    ob diese Handlungsweise in diesem Fall nun angebracht ist oder nicht.


    LG
    Chrissi

  • Zum Thema selber.
    Bis jetzt wurde ja eigentlich nur oft nachgefragt zu dieser Art des Umgangs mit dem Hund, weil einige es gerne verstehen möchten. Deshalb halte ich es nicht für eine Verunsicherung der TS, wenn da andere Ansichten preisgegeben werden.
    Ich selber halte von dieser Art, totales ignorieren, auch überhaupt nichts. Klar sind die Hunde anders, sie sind total verunsichert.
    Hunde lieben Rituale, und plötzlich fällt alles flach ?
    Anbinden ?
    Auch ich kann das alles nicht nachvollziehen und sehe keinen Sinn darin.
    Eine Freundin hatte den schönen Satz, ich ignoriere die Handlungen meiner Hunde, aber niemals die Hunde selbst.


    Heisst, und das finde ich auch okay wie z.B in meinem Fall. Wird Charly mal wieder taub auf den Ohren, und meint sich alles erlauben zu können, dann habe ich im Vorfeld etwas falsch gemacht, war irgendwo inkonsequent oder habe ihn zu sehr verwöhnt, beachtet.


    Dann ist einen Gang runterzuschalten. Ich ignoriere sein Bedrängen, sein Gebelle, gehe öfter mal an ihm vorbei, ohne ihn anzusprechen.


    Nach einer Zeit rufe ich ihn zu mir, und dann wird ihm meine Aufmerksamkeit zuteil.


    Chandro, auch so ein Beispiel. Wie oft sitze ich irgendwo und unterhalte mich, Chandro stellt sich neben den Sessel und zack, streichelt man ihn, ganz unbewusst.
    Wie viele schmeissen den Ball, wenn er einem vor die Füsse gelegt wird ?


    All das, sollte runtergefahren werden, aber nie der Hund komplett übersehen , Der weiss doch gar nicht wie ihm geschieht


    Positives wird trotzdem gelobt, eine Aufgabe des Hundehalters, besser darauf zu achten, sich nicht andauernd manipulieren zu lassen, so würde es für mich Sinn machen.



    Als wir Charly bekamen, hatten wir einen Trainer der meinte, mit der Blattschaufel zuzuhauen, oder aber leicht unter die Rippen zu treten, wenn er an der Leine abspackt. :???:
    Wir hatten keine Ahnung, dieser Trainer empfahl uns den Herrn G.


    Zum Glück traue ich nicht blind was man mir sagt, ich besitze noch Bauchgefühl und wusste, das kann es nicht sein.
    Wozu einen Hund, wenn ich ihn ausserdem wie damals empfohlen ignorieren soll.


    Ich weiss nicht ob Charly jemals ein so toller Hund geworden wäre, wenn ich mich nicht für eine andere Richtung entschieden hätte.


    Und anbinden ? Ich glaube Niani schrieb sio etwas. Welcxher Sinn, wenn der Hund nicht kann, weil er festgebunden ist.
    Von alleine muss er dort liegenbleiben.


    Rennt meiner zu oft hinterher wird er auf die Decke verwiesen, und dort bleibt er, bis er aufstehen darf.
    Das mit einem Platz auf die Decke.


    Aber auch ,it fressen wie Knochen geht es ab auf die Decke.


    Darf er aufstehen ohne Erlaubnis, heisst es bei uns nur, leg dich hin.


    Das ist zu dem Thema meine Ansicht

  • Auch wenn ich mich eigentlich raushalten wollte, eine Sache möchte ich noch loswerden, da Sylvie das auch so klasse geschrieben hat. =)


    Ich war mal auf einem Seminar von Herrn G. und muss ehrlich sagen, daß ich mit Sicherheit nicht in allen Dingen mit ihm konform gehe, aber doch in vielen Dingen. Das ist für mich aber auch der Hintergrund der Hundeerziehung, es geht nicht mit Schema F für jeden Hund. Ich habe diverse Seminare bei sehr unterschiedlichen Trainern besucht und weiß dadurch, daß ich von allen etwas lernen konnte, aber eben nicht alles von einem Trainer.
    Und gerade deshalb finde ich es nicht so klasse, daß beide Hunde gleich trainiert werden, denn ich kann mir kaum vorstellen, daß beide Hunde gleich ticken.
    Das Diana es so handhabt, wie sie geschrieben hat, daß Programm runtergefahren hat, finde ich gut, die Dosierung ist in meinen Augen auch sehr wichtig.
    Ich kann mir persönlich nicht vorstellen, meine Hunde aus welchen Gründen auch immer für 1 Woche komplett zu ignorieren. Und ich gehöre mit Sicherheit nicht zu der Duzzi-Duzzi-Fraktion. Wenn Hund rumnervt, wird er in den Korb geschickt, kommt er wieder, dann wird er energischer dorthin verwiesen und mehr als einmal mußte ich meine Hunde nicht wegschicken. Warum also anbinden??
    Die Konsequenz spiegelt sich mit Sicherheit in vielen Dingen wieder. Wenn ich im Kopf nicht dahinter stehe, dann werden die auch das Kommando nicht befolgen und ich kann mir vorstellen, ich weiß es natürlich nicht, daß Diana früher das Kommando vielleicht eher halbherzig gegeben hat und nicht mit Nachdruck drauf bestanden hat.
    Bei mir ist es halt so, wenn Schluss, dann Schluss. Aber das muss man erstmal wollen.
    Ich sehe ein, daß dieser Trainingsansatz für Diana vielleicht gut war, damit sie dazulernt, aber ich persönlich möchte lieber, daß meine Hunde mich freudig und mit Gesang an der Tür begrüßen, daß machen sie auch immer und nach der Begrüßung dann wieder in ihre Körbchen wandern, um weiterzuschlafen.
    Ich kann mir das kaum vorstellen, daß man so "hart" mit seinen Hunden umgeht, nachdem man vorher über Jahre (bei Kira) anders verfahren ist. Da ich Kira ja auch kennengelernt habe, muss ich sagen, draußen habe ich keine Probleme erkennen können, jedenfalls nicht in der Gruppe mit der wir unterwegs waren.


    Ich hoffe, daß Diana ihren Weg findet und mit den Hunden wieder ein glückliches Trio bildet :D

  • Zitat


    Wenn Hund rumnervt, wird er in den Korb geschickt, kommt er wieder, dann wird er energischer dorthin verwiesen und mehr als einmal mußte ich meine Hunde nicht wegschicken. Warum also anbinden??


    Weil sie jedes Kommando auflösen, wenn nicht gleich, aber irgendwann und dann haben sie das, was sie wollen - Beachtung!
    Klar könnte man jetzt anfangen, Kommandos zu festigen, aber das geht eben nicht von heute auf morgen und bei uns war es ja schon Spitz vor Knopf, Kira hat Männe schon abgeschnappt, Nikan hat Michelle bereits gezwickt! Da ist keine Zeit mehr, nur und ausschließlich mit Kommandos zu arbeiten!
    Da dran arbeite ich aber trotzdem!


    Zitat

    aber ich persönlich möchte lieber, daß meine Hunde mich freudig und mit Gesang an der Tür begrüßen, daß machen sie auch immer und nach der Begrüßung dann wieder in ihre Körbchen wandern, um weiterzuschlafen.


    Jaaaa, nur leider schaukelt das so dermassen hoch, die beiden beginnen bereits mit Winseln (Kira) und Kläffen (Nikan), wenn sie nur mein Auto in der Straße hören!
    Dann ticken die beiden total aus, springen an mir hoch, schnappen sich gegenseitig ab, damit der andere weg bleibt, da ist die Stimmung auch gewaltig am umkippen!
    Wenn ich sie, wie früher schon ausprobiert, ignoriere und später begrüße, beginnt das Tänzchen eben dann!
    Jetzt ist es sehr viel entspannter, beide Hunde kommen an die Türe, schwänzeln um mich rum und gehen dann wieder!


    Zitat

    Ich hoffe, daß Diana ihren Weg findet und mit den Hunden wieder ein glückliches Trio bildet


    Ich empfinde weder meine Hunde noch mich als unglücklich im Moment, auch andere HH, die nicht wissen, dass wir "anders miteinander umgehen" fällt nix auf.
    Da kann es den beiden armen Kötern ja net soooo schlecht gehen!

  • Ich wollte damit auch nicht sagen, daß es den Hunden schlecht geht, daß ist vielleicht falsch rübergekommen.


    Wie gesagt, jeder muss seinen Weg finden, aber mir ist dieses Schema F einfach zuwider, womit jetzt beide Hunde ja eigentlich trainiert werden und deshalb habe ich es in Frage gestellt.


    Wenn Du damit gut umgehen kannst, dann ist es doch völlig in Ordnung, denn Du bist diejenige, die was ändern will und musst auch dahinter stehen.


    Werde mich jetzt wieder raushalten und verfolgen wie es weitergeht :D

  • Heute nacht war wieder schlimmer, Kira hat die ganze Nacht gewinselt! :/ Heute früh hab ich dann gesehen, warum!
    Irgendeiner hat alle Türen offen gelassen, so dass die Beiden (obwohl ich ja nur Nikan in Veracht habe ;) ) Klopapierrollen und Klopapierbahnen, Fuseln aus dem Wäschetrockner, getragene aber auch frische Socken (deshalb auch Nikan als Hauptverdächtiger, die Indizien sprechen gegen ihn, er liebt Socken!!!) und so allerhand Kleinkram wie Bonbonpapierle, Schokoriegelverpackungen, Chipstüten, Tetrapacks (der gelbe Sack) im Wohnzimmer verteilen konnten!


    Naja, Schaden gab es keinen, Fotos aber auch nicht :p
    Nur ne absolut unausgeschlafene Diana ;)

  • Ich weiss, das ist jetzt total offtopic, aber es tut echt gut zu hören dass diese Klopapier-Parties nicht nur bei uns stattfinden :roll: . In erinnere mich noch an mein "erstes mal": ich komm heim und absolut die GANZE WOHNUNG ist voller in kleine Fetzen zerrissenes Klopapier. *spektakulär*


    Ich wünsche euch noch viel Geduld und Konsequenz für den weiteren Verlauf des Trainings!

  • :winken: couchi, ich lese im Stillen mit, da ich dir keine Tipps geben kann.


    Wünsche dir aber weiterhin gutes Durchhaltevermögen und starke Neven! :gut: Du schaffst das schon!!!! :gut: Und nimm deine Familie richtig ran!!! :smile:

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