Leinenaggression - wie habt ihr das Problem gelöst?

  • Zitat


    Während der eine taff in die Konfrontation geht, dich der Aggression stellt, mit dem Hund die Fronten klärt und ein für alle mal Ruhe hat..


    Wie kann man sich das "mit dem Hund die Fronten klären" vorstellen, während er rasend an der Leine hängt?

  • Zitat

    Wie kann man sich das "mit dem Hund die Fronten klären" vorstellen, während er rasend an der Leine hängt?


    Das kläre ich schon vorher, nicht erst in der Situation !
    Siehe Seite 1 - 37 ;-)

  • Sehr interessant dieser Thread und ich hoffe, ich darf kurz meinen Senf dazugeben


    Grundsätzlich stimme ich der Aussage von Fantasmita zu:


    Zitat

    Es wäre so einfach .. so schön, wenn es die ultimative Lösung für jeden Hund geben würde ... aber so ist es leider nicht, deshalb empfinde ich diesen Austausch auch als sehr wertvoll.


    Ich hab mit meinem Erwin auch das Problem, dass er an der Leine stänkert. Hab mir auch das Buch "alter Angeber" besorgt und dort über das "schau" gelesen. Hab mich dann aber entschieden, dass dies nicht der richtige Weg für uns ist. Klar bin ich schön und es sollte für Joshi eine Freude sein, in mein Antlitz zu blicken, doch eigentlich will ich ihm doch klar machen, dass er nicht zu muffen hat.


    Also braucht er von mir eine klare Ansage und dies ist bei uns ein "NEIN" und diese Ansage kommt bereits bei den ersten Anzeichen eines fixierens. Dafür ist es aber notwendig, dass mich der Hund und mein "Nein" auch ernst nimmt. Und wie schon viele geschrieben haben, fängt dies bei der "Hausordnung" an.


    Auch versuche ich mgl. Stress nicht mehr aus dem Weg zu gehen, sondern mutig meinen Weg mit ihm zu meistern.Wie Megafrauchen fOrmuliert hat...."einen fixen Punkt suchen und diesen selbstbewusst ansteuern"! Brust raus....Hintern rein und los geht´s.... :roll:


  • Danke :smile: . Werde ich probieren!


    Zitat

    Lucy_Lou: Ich sehe das eher als Meideverhalten, was Du beschreibst. Sie weicht noch mehr aus, als nötig wäre, kriegt Stress, wenn sie einen Hund sieht und ist alles andere als entspannt, was sie ja eigentlich werden soll.
    ...
    Mit Druck, den ich erzeuge, sei es ein Touchieren, ein lautes Wort, ein Fußaufstampfen, ein ignorieren des anderen Hundes und vorbei zerren, hat einfach null komma nichts gebracht.
    Dazu muss ich klar sagen, daß ich kein Wattebäuschenwerfer bin. Dusty kriegt auch ein klares, Hey oder Dusty und damit sind die Fronten klar, aber bei Bibo hat es nicht geholfen.


    Das Lucy wegen mir meidet, denke ich nicht. Ich bin wirklich absoluter Wattebauschwerfer und tu mich schon mit einem lauteren/Strengeren Wort schwer :roll: . Vielleicht meinst du es so auch nicht?! Es ist wohl, wie megaraFrauchen schreibt: die Aggressionen darf sie nicht mehr zeigen/tut es nicht mehr (im Moment, klopf auf Holz :p ), jetzt kommt das darunter liegende zum Vorschein.


    Natürlich, es ist für Lucy immer noch der gleiche Stress, nur dass es sich nun anders äußert. Ich tu mich daher schwer damit, das als Fortschritt zu werten.



    Zitat

    Mein persönliches Endziel ist nicht, daß mein Hund alle anderen Hunde liebt und mit denen Freundschaft schließen will. Sie muss sich auch nicht von jedem beschnüffeln lassen usw. Mein Ziel ist es, daß mein Hund akzeptiert, daß da ein anderer Hund ist. Das dieser Hund dort auch langgehen darf, ohne das sie total ausklinkt.
    Mein Ziel ist, daß mein Hund, sollte sich der andere Hund doch nähern, nicht beißt, sondern, wenn sie unsicher ist, zu mir kommt. Nicht hinter mich oder irgendwo, wo ich sie hindirigiere, sondern in meinen Dunstkreis, wo sie dann vielleicht sicherer ist.


    Klingt nach einem guten Endziel :smile:


    Zitat

    Und wir haben am Anfang Hundebegegnungen vermieden. Ich provoziere Begegnungen nicht, sondern, trainiere langsam und stetig, denn ich will kein Hauruck Erfolg, sondern einen langwährenden Erfolg.


    Aber damit muss man ja entscheiden, wo geh ich lang, zu welchen Zeiten, wann weiche ich aus? Zumindest im eigenen Kopf wird der fremde Hund dadurch wieder furchtbar wichtig.
    Ich bin ja knapp 3 Monate ausgewichen und das ist nicht schwer hier. Wenn man gewisse Orte zu gewissen Zeiten meidet, ist die Wahrscheinlichkeit, einen Hund zu treffen, bei ungefähr 0 Prozent...
    Und jetzt tu ich das nicht mehr. Aber selbst wenn ich es drauf anlege, komme ich selten auf mehr als 2 Begegnungen pro Spaziergang. Es sei denn, es ist Sonntags bei tollem Wetter an der Talsperre...


    Letztlich war es wohl so bei uns:


    Zitat

    Die eigenen Schmerzen (die sie hatte), das Fernhalten von Hunden in der letzen Zeit, deine Unsicherheit als sie verletzt war und jetzt das wieder laufen dürfen, aber erstmal gar nicht hin ... und, du achtest genaustens auf sie


    es ist so, ich habe sie extrem im Blick. Und das ist vermutlich im Moment auch genau mein Fehler. Ich versuche, nicht zu reagieren, aber ich tu es letztlich doch. Nur anders. Da sehe ich staffys Tipps sehr positiv, dem Hund zeigen, hey, da ist doch nichts. Nicht direkt, indem man auf den anderen Hund reagiert, aber demonstrieren, es interessiert uns nicht, es spielt keine Rolle für uns.


    Da könnte vielleicht ein Unterschied zu deinem Entspannungssignal sein. Aber ich weiß es nicht. Für mich klingt es nicht wirklich anders, ob ich dem Hund in fröhlichem Tonfall erzähle, es ist doch nur ein winziger Malteser und ihm darüber vermittel, hey, entspann dich, oder ob ich das mit einem Shh mache, das der Hund genau so als " hey, entspann dich, alles gut" interpretiert.
    Auch habe ich in beiden Fällen die Gefahr, dass der Hund sich trotzdem aufregt. Bianca wirkt ja auch nur ein, wenn der Hund reagiert. Sie macht die Situation nicht wichtig, der Hund empfindet sie schon vorher als wichtig.

  • Was ich interessant finde, ist das mein Bock ruhig wird, sobald ich kein Stück auf sie achte..


    Pepper ist zu einem anderen Hund hingerannt (schon länger her) und Lee an der Leine auf 180. Lee war mir egal, weil sie abgesichert war, es ging nur um Pepper die sehr deutlich erfahren hat, wie ätzend ich sowas finde.. Und siehe da...Lee schaut seltsam zu mir und ist still..


    Das gleiche hatten wir in Karlsruhe bei Arti auch nochmal. Grover hat Angst vor/bei einer gewissen Art von Straße. Als ich mit ihm und Lee laufen war, kam ein kleiner Hund um's Eck und hat gekläfft. Lee (die in der Woche auf der Straße eh nur Streß hatte) springt in die Leine und Grover bekommt noch mehr Schiß. Ich hab Lee dann komplett ignoriert und nur geschaut, das mir Grover nicht aus dem Geschirr krabbelt und abhaut. Und wiedr...Lee schaut dumm und ist still..


    Ich sollte den Hund öfter mal links liegen lassen :D

  • Zitat

    Was ich interessant finde, ist das mein Bock ruhig wird, sobald ich kein Stück auf sie achte..


    Hunde stellen sich auch gerne selbst in den Mittelpunkt !
    Es gibt Köterchen, die zeigen Imponiertragen von irgendwelchen Gegenständen, andere haben "höllische Schmerzen in der Pfote" ... wenn man guckt .... und der nächste plustert sich auf und macht Terror. Solange einer das beachtet machts scheinbar Spaß !


    Bei so Kandidaten kann es sogar helfen, wenn man stehen bleibt (natürlich Sicherheitsabstand zum angeleinten fremden Hund) und sich einfach in die andere Richtung dreht, völlig ruhig und gelangweilt. Kannste ja mal testen, einfach nix sagen, nix machen, nur wegdrehen.


    Gruß, staffy

  • Lucy_Lou: Das ich am Anfang Hundebegegnungen vermieden habe, hieß, daß ich am Tag mal einen Hund getroffen habe, den aber meistens auf eine große Entfernung oder einen höchstens zwei Grundstückshunde.
    Wie gesagt, ich denke, es ist ein großer Unterschied, würde der Hund auch beißen, wenn er in Bedrängnis kommt oder würde er nur rumpöbeln.
    Bibo beißt auch zu, bzw. hätte sie. Ich mußte teilweise die anderen Hunde schützen, wenn solche Idioten die Hunde haben auf uns zu rennen lassen. Klassische Situation, Hund rennt über die Straße, sehr befahrene Straße :zensur: und auf Bibo zu. Da konnte ich den Hund nicht wegjagen, denn dann wäre er überfahren worden. Also mußte ich den Hund vor Bibo schützen, anders nicht machbar.
    In der Situation hätte damals auch kein Entspannungssignal gereicht.
    Und Bibo geht auch ohne Leine auf andere Hunde los, damals jedenfalls, da war wie gesagt, schon der Hund in weiter Ferne ein Feind.
    Und jepp, ich nutze das Signal nur, wenn ich es brauche.
    Heute sind wir vom Spaziergang zurück gekommen. Bibo war schon sehr groggy, sie hat Probleme mit der Bandscheibe und nach dem Spaziergang ist sie immer sehr fertig. Sprich, andere Hunde wären früher ein absoluter Hassgegenstand gewesen.
    Als wir eine Straße hochgingen, kam Superkläffer JRT aus einem Haus. Bibo hat geschaut, hat ne Bürste bekommen, aber war ruhig, kein Knurren, kein Kläffen.
    Ich habe sie gucken lassen und wir sind langsam hinter dem JRT her gegangen. Alles okay und sie ließ sich auch sofort holen, als ich sie angesprochen habe, was früher nicht machbar war.
    Und das mit dem Meideverhalten meinte ich wirklich so.
    Aber wie Verena schon schrieb, scheint es so zu sein, daß ihr das so besser findet, auch wenn ich einen anderen Aufbau bzw. Abbau der Aggression bevorzuge.


    Gruß
    Bianca

  • Tja, mein TA meinte letztens auch zu mir...grundsätzlich sollte man den Leinenterror ignorieren...trotzdem trau ich mich nicht den Hund einfach locker an der Leine (bei engen Begegnungen) neben mir gehen zu lassen...das ging bis jetzt nie gut...mittlerweile nehm ich meinen Hund an der entgegengesetzten Seite (des anderen Hundis) und führe die Leine hinter meinen Oberschenkeln und halte das andere Ende halt in der anderen Hand...zusätzlich halte ich sie kurz, so das sie nicht nach hinten ausbüchsen kann...und schaue noch in eine andere Richtung und finde diese Sträucher und Bäume (oder was da noch so rumsteht) megainteressant :roll:


    Das funktioniert aber auch erst seitdem sie aus der Scheinschwangerschaft raus ist...vorher hätte ich null Chance gehabt...mittlerweile kann ich sogar ohne Halti spazieren gehen ...hoffentlich bleibt es so :gott:

  • Kurz mal OT


    @asterix99...hab mal das versprochene Bild von meiner Hündin eingestellt...in meinem alten Thread : "Wesensveränderung nach der ersten Läufigkeit...normal?"


    Wie gesagt den Bardino sieht man jetzt nicht unbedingt...weitere Bilder folgen.


    lg
    Susanne

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