Wie weiter, schwierige Entscheidung....?
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Zitat
Meine Hundetrainerin hat gesagt man könnte ev. versuchen ihr eine Art Meideverhalten beizubringen. Wir haben aber damit noch nicht angefangen.Hm ... wie genau soll dieses Training aussehen?
Meideverhalten gefällt mir nicht so ganz ... da würde ich gern erstmal mehr drüber wissen, wie das gemeint ist.Mein Herdenschutzhund fällt auch ganz gern in den Schutztrieb, wenn mir andere Menschen zu nahe kommen.
Händeschütteln und dann in 1-Meter-Abstand zusammenstehen geht garnicht.
Gut - er beißt nicht, er drängelt sich dazwischen und springt am Fremden hoch und versucht ihn niederzuknutschen. (bisjetzt jedenfalls)
Seit ich das weiss (erkannt hab) kann ich solche Situationen viel besser managen. Auch Besuch zuhause geht inzwischen gut .... mir darf halt keiner auf die Pelle rückenZitatIch bin momentan so in einem richtigen Dilemma: Ich habe meine Hündin extrem gerne, aber ich leide momentan auch extrem. Ich habe in der letzen Zeit extrem viel geweint weil ich einfach nicht mehr weiter wusste. Was mache ich denn mit ihr wenn ich die zwei bis drei Tage arbeiten muss. Oder mal in die Ferien gehe? Ich habe auch ein Leben das mir viel Wert ist. Ein Satz der mir in den Ohren liegen geblieben ist: eine Frau die unter ihrem Alkoholsüchtigen Mann leidet muss auch einmal entscheiden was sie will. Mein Leben ist im Moment wirklich eine Katastrophe und im Moment ist zugleich mein Abschlussjahr an der Uni, meine Kräfte schwinden langsam aber sicher.
Dieses Gefühl kenne ich ... das ändert sich aber gottseidank auch schnell wieder, sobald man sieht das es doch irgendwie weitergeht und sich - wenn auch in Minischritten - positiv entwickelt.
Du hast Dich doch schon entschieden, als Du Dir diese Hündin geholt hast - auch wenn Du damals nicht alles wußtest. Du wußtest das sie schon auf 3 Stellen war ... also ganz sicher kein 08-15-einfacher Hund.
Ich finde den Vergleich auch nicht ganz stimmig - denn beim Ehepaar muss ja der alkoholkranke Mann erstmal entscheiden sich ändern zu wollen, sonst kann die Frau garnix ausrichten.
Bei Euch jedoch reicht es, vermünftig mit Maulkorb zu managen, und mit einem gescheiten Trainer die richtigen Maßnahmen anzugehen.
Das ist auch nicht so wahnsinnig Zeit- und Kräfteraubend, weil es eben auch viel Kraft wieder zurück gibt.Gib nicht auf .... Deine Hündin hängt doch offensichtlich sehr an Dir.
Red mit Deinen Eltern - vielleicht kann auch Dein Freund Dich noch mehr unterstützen. -
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Hi
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ich wünsche euch auch, dass ihr das schrittweise wieder in den griff bekommt, verstehe aber auch, wenn du momentan das gefühl hast, nicht mehr zu können...sind viele baustellen und gerade wegen der betreuung wenn du arbeitest, ists ja auch schwierig. aber bitte gib nicht auf und suche mit deiner trainerin nach einem guten lösungsweg. was ich auch nicht gut finde, ist mit meideverhalten zu arbeiten, das kann ganz arg nach hinten losgehen.
könntest du ganz kurz erklären, wie du solche situationen jetzt handelst, hab hier auch nen herdi mix und bin immer über möglichkeiten und tipps dankbar was den schutztrieb betrifft. und ich denke mal, das das auch für die threadstarterin interessant ist, welchen ansatz du umsetzen kannst. danke!
alles gute dir und deiner hündin!
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Vielen Dank für euer Verständnis und eure Tipps. So wie ihr erzählt hattet ihr teilweise ähnliche Sorgen unds in den Griff bekommen, das macht natürlich Mut
Also ich hab nochmals mit meinen Eltern gesprochen und da sie meine Hündin ja auch gerne haben, werden sie mal weiterhin auf sie aufpassen.
Ich habe in unserem neuen Garten jetzt einen Bereich eingezaunt (ca. 60 Quadratmeter) da kann sie sich frei bewegen und ich kann mit ihr dort ungestört üben oder mal im Liegestuhl bei ihr liegenauch wenn die anderen Hausbewohner (2 Familienhaus) sich im Garten aufhalten und ich muss mir keine Sorgen machen dass etwas passieren könnte. Sie bleibt allerdings im Moment noch nicht unbeaufsichtigt im Garten allein.
Das Maulkorbtraining nehme ich in Angriff sobald ich einen geeigneten Maulkorb gefunden habe. In meiner Region gibts nur Qualipet (kennt ihr den in Deutschland auch?) und der hat nicht so eine grosse Auswahl.
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Hallo.
Ich kenne dieses Verhalten auch von meinem Hund. Er will damit nicht beißen, sondern dein Gegenüber korrigieren in Form eines Nackenstoßes und damit sagen: komm uns nicht zu Nahe.Derartige Begrüßungen wie wir Menschen sie machen, sind für Hunde nicht normal. Dein Hund muss lernen, diese Begrüßungssituationen auszuhalten. Also langsam üben und die Nähe immer weiter steigern. Dabei sollte dein Hund es schaffen, hinter dir liegen zu bleiben.
Bei uns ist es mittlerweile so, dass mein Hund auf seiner Decke liegenbleiben kann, wenn Besuch kommt. Für mich ein Riesenfortschritt und eine enorme Belastung, die uns weggenommen wurde. Draußen arbeiten wir dran. Kommt mir da jemand zu Nahe, neigt er auch zum Anspringen. Ich muss also bei jeder Begegnung aufpassen. Es ist zu schaffen. Aber: dein Hund darf nicht in die Situation kommen, Besuch zu maßregeln. So hätte er immer wieder einen Erfolg. Und er soll ja lernen, dass er beruhigt hinter dir liegen bleiben kann, dafür belohnt wird und gar nichts schlimmes passiert.
LG.
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Es freut mich für dich, dass du zu Hause nun wieder entspannt Besuch erhalten kannst. Wie hast du ihm das beigebracht.
Ich habe auch versucht, dass sie auf ihrem Platz liegen bleibt. Das Risiko ist mir aber zu hoch ohne anzuleinen. Das Anleinen führt aber vielleicht wieder zu einem Triebstau und Frust in Bezug auf den Besuch, oder?
Wenn sie auf ihrem Platz lag und bellte wenn Besuch kam, habe ich ihr immer scharf abgerufen bis sie ruhig war ( war das falsch? hätte ich sie bellen lassen sollen und einfach ignorieren, nur wenn ich sie ignioriere sagt ihr niemand, dass das falsch ist... wenn sie ruhig war bin ich zu ihr hin und habe sie mit Zuwendung gelobt.) Bin sehr froh um Tipps in Bezug auf Besuch zu Hause! -
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ne, das ist genau richtig, dass du eingreift. Gehorcht sie dann auch?
Wenn du sie damit zur Ruhe bringen kannst, ist das völlig in Ordnung.
Gibt halt auch so Kanditaten, die dann lernen: "oh, Frauchen bellt auch mit, dann mach ich das wohl richtig"Versuch's mal andersrum:
Lad dir gezielt Besuch ein, so dass du vorbereitet bist. Dann gibst du ihr Leckerli fürs ruhig sein, belohnst sie also für das von dir erwünschte Verhalten.
Am besten du übst mit ihr das in kurzen Einheiten, zwei, dreimal am Tag.
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Hallo.
Zunächst habe ich ihm ohne Besuch beigebracht, dass er beim Klingeln auf seine Decke geht. Klingel = Decke. Immer wieder. Anfangs habe ich noch Decke gesagt, später habe ich zugewartet und ihn belohnt, wenn er auf die Decke gegangen ist. Damit ist schon einmal der erste Stress weg. Sobald er aufstehen will, habe ich mich ihm in den Weg gestellt und ihn zurückgeschickt. Wenn man alleine ist, ist es schwierig, ich bin immer froh, wenn mein Mann auch da ist, der kann sich dann um den Besuch kümmern. Wichtig ist, dass er immer belohnt wird, wenn er auf die Decke geht. Erst schon fürs "mit 4 Pfoten auf der Decke sein" dann nur noch für ein Platz usw.
Mein Hund darf jetzt erst kommen, wenn ich ihn rufe. Und selbst dann darf er nicht zum Besuch sondern soll sich in der Nähe hinlegen.Du musst bedenken, dass dein Besuch sich (aus Sicht des Hundes) sehr raumgreifend bewegt. Das ist frech und muss korrigiert werden.
Du hast noch geschrieben, dass dein Hund dir auf Schritt und Tritt folgt. Ich würde das auch unterbinden. Er traut dir offenbar nicht zu, die Lage im Griff zu haben. Die Aussie-Kenner wissen es besser: aber ist es vielleicht ein Hüteverhalten?
LG.
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He, das ist mal ne nette Idee, den Hund gleich auf die Klingel zu konditionieren
:2thumbs:
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So ich habe nun die Resultate des Bluttests bekommen. Gemäss diesem Test hat meine Hündin Borreliose und starke Schmerzen im Genick, dadurch könnte es sein, dass sie ein aggressives Verhalten zeigt.
Das tönt schon irgendwie logisch aber an ihrem ersten Platz hat sie ja angeblich auch schon eine Person versucht zu beissen, dann müsste sie ja auch schon da Borreliose gehabt haben????
Sie ging im Juli plötzlich einmal lahm und konnte kaum mehr aufstehen, verbunden mit erbrechen. Das lahmen war aber innert 2 Tagen wieder weg. Der Tierarzt untersuchte ihr Blut da auch auf Borreliose und dort kam aber nichts dabei heraus. Das lahmen erklärte sich der Tierarzt da so, dass sie so starke Bauchkrämpfe hatte, dass sie lahm ging!?!
Die Behandlung wäre ziemlich sicher auf homeopatischer Ebene.
Was meint ihr zu der ganzen Geschichte? Ist es möglich dass Borreliose mal anzeigt und mal nicht?
Ich muss nochmals nachfragen wie der Bluttest beim zweiten mal gemacht wurde....
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ich kann es mir auf jeden Fall vorstellen! Beim Menschen verläuft Borreliose ja auch schübeweise! Die Krankheit kann schon lange bestehen und sich immer nur phasenweise zeigen. Abwegig ist das nicht und würdse sicherlich auch viel vom Verhalten erklären.
Auf jeden Fall ist es gut, dass du schon mal Klarheit hast. Jetzt lässt sich doch viel besser an den Problemen arbeiten!! Wichtig ist, sich nicht nur auf die medikamentöse Behandlung zu konzentrieren, sondern auch weiter am Verhalten zu arbeiten, denn sie hat evtl. schon die Schmerzen falsch verknüpft und handelt deshalb manchmal unberechenbar.
Ganz viel Glück und Kraft wünscht dir
Jenny -
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