Milztumor; wer hat damit Erfahrungen gemacht?

  • Arpad war 13 Jahre alt, als ihm die Milz wegen eines Tumors entfernt wurde.


    Bei meinem ersten Puli war diese OP zu spät, da die Leber schon voller Metastasen war. Wir hatten ihn nur kurz aus dem TH :( :


    Arpad kam uns nach der OP zwei Stunden später mit dem Trichter um den Hals aus dem Aufwachraum entgegen gewackelt.


    Ich habe für spezielle Fälle einen Doc, dem ich dann voll vertraue, seine Diagnosen sind äußerst treffsicher und so würde ich es wieder machen lassen.

  • Hallo Ute,


    ich kann dir von positiven Erfahrungen berichten:
    Meine Süße war 15 1/2 als sie wegen einer Gebärmutterentzündung operiert wurde.
    Da ihr körperlicher Gesamtzustand - an ihrem Alter gemessen - sehr gut war, gab es für mich keinen Zweifel daran, die OP (von der ich ja allerdings dachte es ginge "nur" um die Entfernung ihrer Gebärmutter) durchführen zu lassen. Bei der OP hat meine TÄ den MIlztumor entdeckt und gleich die Milz mitentfernt. Das war natürlich ein Riesenschock!
    Die Kleine hat deutlich länger gebraucht, um sich von dieser OP zu erholen als von den beiden davor (KEIN WUNDER!!), aber es ging eigentlich stetig aufwärts.
    Heute (11 Monate später), geht es ihr ausgesprochen gut (ich bilde mir ein, besser als vor der OP) und ich bin unglaublich dankbar, dass es so gelaufen ist.
    Ich hab mich damals auch quer durch's Internet gelesen und hab gehofft, gehadert und gezweifelt.
    Letztlich kannst nur du das, mit Blick auf deinen Hund, entscheiden. Wenn Hundi aber noch recht fit ist und du deinem TA vertraust, alles andere abgeklärt ist (Metastasen usw) möchte ich dir Mut machen.
    Ich wünsche dir, dass du die bestmögliche Entscheidung für euch triffst.
    Alles Gute für dich und deine Fellnase!


    (P.S.: Ich persönlich hatte immer - nachdem ich mich lange und ausführlich informiert hatte und mit vielen Leuten und TÄ gesprochen) immer so einen Moment der "absoluten Klarheit"; wo ich einfach meinen Hund angesehen habe und WUSSTE: so machen wir das jetzt und es ist richtig. Ich wünsch dir, dass du dir auch über DEINEN Weg sicher sein kannst!

  • Danke für die vielen Antworten.
    Und ich sehe, dass so eine OP auch gut ausgehen kann so wie bei Und Schroeder.
    Am Mittwoch muß ich wieder zum TA wegen Verbandswechsel. Da werde ich gleich mal fragen wegen röntgen. Wie gesagt, wenn die anderen Organe noch OK sind, werde ich die OP machen lassen. Wir können nur hoffen, dass alles gut geht.
    LG Ute

  • Fritzchen war 17,5 Jahre alt, als wir sie morgens völlig verkrampft gefunden haben. In der Klinik wurde ein faustgroßer Milztumor erkannt. Wir hatten keine andere Möglichkeit, als sie einschlafen zu lassen. Der Tumor hat alles abgedrückt, Lunge, Herz... Es war furchtbar mitanzusehen.


    Aber am Tag vorher hatte ich noch einen schönen Spaziergang mit Fritzchen. Es ging ihr gut und wir wussten nicht von einem Tumor. Zwei Wochen vorher beim Abtasten durch den Tierarzt war noch nichts zu spüren. Es ging also alles sehr schnell.


    Ich glaube, wäre Fritzchen jünger gewesen, hätten wir eine Operation in Betracht gezogen. Aber die Tierärztin damals hat uns sehr klar gesagt, dass die Überlebenschancen selbst bei einem jungen Hund eher schlecht sind. Der Blutverlust ebi einer solchen OP ist wohl ganz enorm.


    Für uns war immer klar, dass wir Fritzchen niemals leiden lassen wollten. Und sie sollte auch nicht auf dem OP-Tisch sterben, sondern bei uns zu Hause einschlafen.


    So war es dann auch. Und so hart es auch war, es war gut so.


    Du bist in einer anderen Situation. Könntest du noch eine unbeschwerte Zeit haben, in dem Wissen, dass es morgen schon vorbei sein kann? Wenn ja, dann erspar deinem Hund die Operation. Wenn nicht und du wirklich alles versuchen musst um das Leben deines Hundes zu verlängern, dann tu das. Die Entscheidung kann dir niemand leichter machen. Es ist eine schwere Entscheidung und ich musste sie zum Glück nicht treffen, mir blieb ja damals keine Wahl. Was f+r euch richtig ist, kannst nur du wissen. Mach einen schönen Spaziergang mit deinem Hund, kuschel auf der Couch und schau dir deinen Hund genau an. Dann wirst du auch wissen, was zu tun ist.

  • Danke Kerstin, ich weiß, dass ich meine Maus operieren lassen werde, wenn alles andere OK ist.
    Die Zeit drängt und viel Zeit bleibt mir nicht zum überlegen.
    Bis jetzt ist der Tumor nicht geplatzt und ich hoffe er wird es auch nicht.
    Deshalb werde ich auch am Mittwoch mit meinem TA reden.
    Ich weiß nur nicht so recht, ob zwei OPs so kurz hintereinander gut sind.
    Aber wie gesagt, dass muß ich mit meinem TA bereden.
    LG Ute

  • Das ist eine gute Entscheidung. Kläre per Röntgen ab, ob die Lunge ok ist.
    Und jemand hatte ja schon vorgeschlagen einen Herzultraschall vor der OP machen zu lassen. Dazu würde ich auch auf jeden Fall raten.


    Der Blutverlust ist relativ groß bei dieser Art Tumor-OP, aber sehr viele Hunde, auch alte, überleben es, bekommen evtl noch 1 oder 2 tage Infusionen und haben noch ein schönes restliches Leben. Das wünsche ich dir und deiner Maus auch von ganzem Herzen!

  • mein rotti wurde damals mit 9 jahren an einem milztumor operiert.
    er war so gross wie ein kinderkopf - und man konnte nix von aussen erkennen was darauf hindeutete.


    als er auplatzte wurde bosco total schwach und konnte sich kaum auf den beinen halten. als wir zum tierarzt sind, meinte diese es wäre ein herzfehler, weil er veränderte herzgeräusche hatte.
    hatte er aber nich, durch den blutverlust in den bauchraum veränderten sich die herzgeräusche, nicht durch einen herzfehler!!!!!!!!
    also gaben wir ihm zwei tage lang herzmedis, bis wir uns eine zweite meinung einholten.


    ultraschall ergab diesen riesiegen milztumor.
    bosco wurde notoperiert und hatte eine knapp 30 cm lange narbe am bauch. die op hatte er sehr gut überstanden - er brauchte ca 2 wochen zum erholen dann war er wieder voll der alte :)


    er wurde 12,5 jahre alt - ohne milz!


    wir mussten ihn einschläfern lassen, aufgrund seiner starken arthrose da er kaum laufen konnte. aber er hätte auch sonst noch ein paar jahre länger gemacht.


    mach es von deiner hündin abhängig .....

  • Bei Quintus wurde im Januar zufällig ein Milztumor entdeckt.
    Er hat die OP super überstanden, der Tumor war zum Glück gutartig.


    Wenn die Lunge frei ist, der Hund sonst noch recht fit und du einen guten TA bzw. guten Chirugen (wenn bei der OP beim Abbinden zuviel an der Bauchspeicheldrüse rumgezuppelt wird kotzen die sich ne Woche die Seele aus dem Leib :( : ) hast, kann ich dir nur zur OP raten.
    Wegen der Blutungsgefahr würde ich auch nicht zu lange warten.

  • Hallo zusammen,
    wollte nur kurz berichten was es neues gibt. Ich komme gerade mit meiner Maus vom TA. Sie ist mal wieder voll fertig und will pennen.
    Ihre Pfote sieht sehr gut aus und am Montag werden die Fäden gezogen.
    Am Montag haben wir dann auch den Termin zum röntgen. Ich bin jetzt schon ganz fertig.
    Hoffentlich geht alles gut und der TA findet keine Metastasen.
    LG Ute

  • Zunächst, die Diagnose, die Du bekommen hast, tut mir sehr leid. Aber ich möchte Dir auch von meiner Erfahrung mit Milztumoren berichten, die positiv war.


    Meine verstorbene Hündin musste mit knapp 11 Jahren an der Wirbelsäule operiert werden. Noch während ihrer Zeit in der Klinik stellten die Ärzte dort einen Milztumor fest, der bereits die doppelt Größe des bei euch diagnostizierten Tumors hatte. Auf dringendes Anraten der TÄ ließ ich sie nur eine Woche nach der schweren Bandscheiben-OP nochmals operieren und den Tumor entfernen. Dabei entfernten sie gleich auch noch zwei kleine Metastasen, die sie im Bauchraum sehen konnte. Beide OPs hatte meine Kleine bestens überstanden und war sehr zur Verwunderung der Ärzte bereits zwei Tage später fit. Es brach zwar ein halbes Jahr später Leberkrebs aus (eine Metastase, die bei der OP nicht gesehen wurde bzw. noch sehr klein war), aber auch damit lebte sie noch sehr gut die nächsten zwei Jahre. Sie wurde 13 1/2 als ich sie wegen eines geplatzen Tumors im Bauchraum, der die Hauptartiere zu den hinteren Extremitäten verschloss, habe gehen lassen müssen.


    Du siehst, sie war auch schon älteren Semesters, hatte zuvor eine schwere OP hinter sich und alles lief gut. Natürlich gibt es auch die Fälle, wo es nicht so gut läuft, aber daran sollte man gar nicht denken und optimistisch an die Sache rangehen.


    Ich wünsche Dir und Deiner Maus alles erdenklich Gute!!!

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