Milztumor; wer hat damit Erfahrungen gemacht?

  • Liebe Ute,


    erst mal vorweg - ich wünsche Dir und Deinem Hund, das Ihr die richtige Entscheidung findet und Du ihn noch solange bei Dir behalten kannst, wie nur geht... :umarmen:


    Als ich Deinen post gelesen habe, kamen mir die Errinnerungen hoch.
    Genauso erging es mir.
    Ein Grund, wie ich zum Dog-Forum kam. :smile:
    Ich habe mich im Netz nach Infos wund und verrückt gescht... :ops:


    Meine Hündin hatte schon im April Metastasen in der Lunge und mehrere, entzündete Geschwüre an der Säugeleiste, vergrößertes Herz...
    Da glaubte ich schon, das sie gehen muss.
    Sie erholte sich wundersamerweise, eine OP mit 14 Jahren kam für mich nicht mehr in Frage.
    Im Sommer kam dann die grauenvolle Diagnose, Milztumor und Blut im Bauchraum.
    Wieder Zittern und Bangen - meine TÄ, der ich vertraue, gab ihr höchstens 2 Wochen. :( :


    Jetzt haben wir fast Ende Oktober - und meiner Maus geht es den Umständen entsprechend prächtig.
    Sie lebt noch einmal richtig auf, es ist ein Geschenk.
    Ich habe auch gehadert, ob ich sie nicht doch noch operieren lasse.
    Hin und her.
    Und habe mich doch entschieden, die Zeit, die noch bleibt, mit ihr zu genießen.
    Und die Zeit mit ihr, jetzt, ist die intensivste und schönste, die wir je hatten.


    Was ich Dir sagen möchte, egal, wie Du Dich entscheidest - tue es mit Deinem Herzen und Deinem Bauchgefühl.
    Schau Dir Deinen Hund an und versuch zu fühlen und zu spüren, was er Dir sagt.
    Und er wird Dir eine klare Antwort geben - ich bin sicher...


    Niemand kann Dir sagen, was jetzt besser oder richtig ist.
    Aber jenseits dessen - wenn Du aus Zuneigung und Liebe zu Deinem Tier handelst, kannst Du gar nichts falsch machen.
    Ich wünsche Euch beiden von Herzen alles Glück und Liebe, :abschied:


    Lilly und Andrea

  • Danke für die lieben Antworten.
    Ich habe auch schon sehr viel im Internet nachgelesen, aber die Berichte waren nicht alle gut.
    Wie gesagt, ich habe mich selber verrückt gemacht.
    Ich werde bis Montag abwarten was beim röntgen raus kommt.
    Wie gesagt, zu 99,9 % werde ich meine Maus operieren lassen.
    Dank Eure positiven Berichte habe ich etwas mehr Mut.
    Ich muß auch sagen, dass mir dieses Forum schon öfter geholfen hat.
    LG Ute

  • Hallo Ute,


    meine Rottweilerhündin ist auch am 30. August dieses Jahres wegen Milztumors operiert worden. Zu dem Zeitpunkt war sie 10 Jahre und 10 Monate. Der Tumor wog 2.5kg und sie wurde an dem Tag gleich operiert, als unsere TÄ den Tumor entdeckt hat. Nachhinein habe ich erfahren, dass man normalerweise mit Röntgen und Ultraschall schaut, ob es sich irgendwo schon Metastase gebildet hat oder nicht. Aber bei uns war nichts und sofort OP.


    Erst nach der OP hat die TÄ gesagt, dass sie keine Metastase in naheligenden Organen gefunden hat. Aber der Tumor sei bösartig und meine Hündin habe nur noch 3 Monate Zeit zu leben. (Dabei wurde keine histologische Untersuchung gemacht, weil der Tumor zu 99%bösartig "ausgesehen" hat. Ich weiß nicht, ob das normale Vorgensweise ist aber das haben wir einige Tage später nach der OP erfahren.)


    Nach der OP wurde sie sofort entlassen aber dann hat sie bei uns zu Hause wegen großen Blutverlustes Kreislaufkollaps bekommen und Bewusstsein verloren. Meine Hündin hat dann in einer Klinik Bluttransfusion bekommen und wurde dort 3 Tage lang stationär behandelt. Ich dachte, sie würde nicht überleben. Aber sie hat sich in 10 Tagen soweit erholt, so dass wir gemeinsam nach Südtirol reisen konnten. Danach bleibt sie auch stabil und bisher sehe ich noch kein Anzeichen von Metastasen.


    Nachdem meine Hündin entlassen wurde, habe ich das Futter sofort auf Barf umgestellt und gebe zweimal täglich pürierte Himbeeren zum Futter, was gegen Krebszellen sehr effektiv sein soll. Seit der OP ist schon 1 1/2 Monat vergangen aber es geht meiner Hündin sehr gut. Sie frisst gut und ist immer noch sehr verspielt und lustig.


    Normalerweise lese ich nur Einträge von verschiedenen Hundeforen und schreibe nie. Aber da wir ähnliches Schicksal erlebt haben und auch erleben, habe ich meine Erfahrungen hier geschrieben. Ich kenne deine Bange und Ängste sehr gut und hoffe, dass deine Hündin die OP gut überstehen wird wie meine. Jedenfalls wollte ich dir mitteilen, dass ältere Rottweilerdamen wohl doch nicht so schwach oder gebrechlich sind, wie man oft glaubt.


    Alles Gute und Liebe


    Hanna

  • Hallo Ute,


    ich kann die nur Gutes berichten!!! Bei unserem 10 jährigen Airedaleterrier wurde im März durch einen riesen Zufall ein faustgroßer Milztumor entdeckt, der schon begonnen hatte zu bluten. Wir haben uns für die OP entschieden und es war die beste Entscheidung. Der Tumor war gutartig und Balou hat sich innerhalb von wenigen Wochen total erholt. Er kann bestens ohne seine Milz leben und ist jetzt eigentlich besser drauf als vor der OP. Wie gesagt, wenn keine Metastasen da sind und der Hund ist soweit in guter Verfassung, auf jeden Fall OP.


    Viele Grüße und ganz fest gedrückte Daumen für euch


    Christiane

  • Hi!
    Wenn auf dem Rö/Us keine Sichtbaren Metastasen zu finden sind,würde ich schnellstmöglich operieren lassen.
    Wenn Du Glück hast,kann Dein Hund nach so einer Op noch einige schöne Jahre haben! Die Hunde überstehen eine solche Op in der Regel ganz gut.
    Vg Franzi

  • Danke für den ausführlichen Bericht von Hanna.
    Franzi: Beim Ultraschall wurden keine Metastasen festgestellt, darum auch noch mal das röntgen.
    Natürlich werde ich dann wenn alles gut ist so schnell wie möglich einen Termin zur OP machen.
    Ich habe auch echt Angst, dass der Tumor platzt.
    Ehrlich gesagt, bin ich auch etwas übervorsichtig. Meine Maus schläft jetzt sehr viel, trinkt sehr viel also mehr wie sonst; schon denke ich das schlimmste.
    Gestern wollte sie nicht mit ins Bett, schon dachte ich wieder oh Gott, sie hat Schmerzen. Wir haben dann beide im Wohnzimmer geschlafen.
    Es hätte ja auch was in der Nacht sein können.
    Es sind noch ganze 4 Tage bis Montag und ich hoffe das alles gut geht.
    LG Ute

  • Hallo ich bin 21 Jahre alt und muss los werden was an diesen Freitag( 22.10.10) passiert ist!.. denn ich verkrafte es nicht...


    Meine Fiffi ist 13 Jahre alt ein Mischling aus Tschechien. Sie war Fit wie kein anderer die Ärztin sagte noch das sie in Ihrer Karriere noch nie ein Solchen Hund in dem Alter gesehen hat allein Ihre Zähne waren wie die eines Jungen Hundes. Sie ist noch gerannt wie ein Rennhund unglaublich. Sie war wie ein Mensch und hier übertreibe ich nicht sie hat einfach alles Verstanden was ein Mensch auch Versteht!


    Seit drei Wochen hat sie ganz leich gejault aber nicht gejault als hätte sie schmerzen. wir waren uns ziemlich sicher das sie jault weil sie heiss ist, da sie sich unten rum auch immer geleckt hat (wie wenn sie heiss war). An diesem freitag komm ich nachhause und sie begrüsst mich nicht was noch nie geschah. dann ging sie zum napf wo ich stande und kniete sich in die pipi phose und ihr beine rutschten auseinander und sie urinierte ( urin war orange).


    dann gings sie ins bad was sie nieeeeeemals tun würde weil sie es mit hass verbunden hatte weil sie das baden nicht leiden konnte... dort legte sich sich hin und urinierte ein kleinen fleck. da war mir bewusst mit ihr stimmt was nicht! ich sagte ihr fiffi gassi gassi und sie reagierte nicht sie legte sich auf ihr kissen.. sie fing an zu hecheln immer schneller ich musste ca. eine std. warten bis mein freund mit dem auto kommen konnte hab sie in den korb gelegt und so wie ich sie rein hob blieb sie auch... im auto fing sie an zu wackeln hat paar mal versucht auf zu stehen doch war sie sehr wackelig ich hielte die ganze zeit ihr kompf in meiner hand ( wein ).


    in der klinik angekommen war sie so schwach das sie auf die ärztin nicht mehr regierte (am morgen war sie noch normal) die ärztin sagte sie sieht sehr schlecht aus ihre mundschleimhäute waren ganz weiss und ihre augen so komisch... sie sagte wir sollen heim gehen und abwarten ob sie es überhaupt schafft.. wir zuhause angekommen der anruf!


    ihr hund hat ein grossen milztumor der geplatzt ist sie hatte kaum noch blut um ihr blut abzunehmen sie sagte es lohne sich nicht zu operieren weil das ganze blut in dem tumor drin ist sie wird uns auf dem tisch verbluten.. ich sie dann gefragt lohnt es sich wirklich nicht?! sie sagte mit voller überzeugung nein sie würde verbluten..


    sie fragte mich noch ob ich sie vorher sehen will ich antowrtete im schock nein ich kann nicht dabei sien! nun wurde sie eingeschläfert und ich war nicht dabei! ich kann damit nicht leben ich war einfach nicht da meine geliebte fiffi musste fremden menschen das letzte mal in die augen schauen! ich sagte vor lauter schock das ich sie nach der einschläferung eben falls nicht sehen kann...


    ich bin zusammen gebrochen ich habe mich übergeben ich gebe mir die schuld! die ärztin wollte mich trösten das es üblich bei tumoren sei das man es erst merkt wenn es zuspät ist.. ich war noch vor einem halben jahr beim arzt nichts war da... es ging alles zu schnell.. jetzt liegt sie in einer kühltrue meine fiffi... am nächsten tag wollte ich sie doch noch mal sehen doch sie sagten den anblick möchten wir ihnen ersparen aber wenn sie drauf bestehen dann ja hätten wir gewusst das sie sie noch mal sehen wollen hätten wir sie nicht kühl gelagert ( hört sich an als wäre sie ein fleisch stück!) aber vor schock sagte ich ich will sie nicht sehen...


    was soll ich tun ich war nicht dabei in ihren letzten minuten.. ich kann nicht mehr ich habe keine kraft mehr!.. ich bin mit ihr aufgewachsen sie war immer da ich konnte nicht mal ohne sie im bett schlafen!


    was ist wenn ich sie doch hätte operieren lassen würde sie noch leben? war das die richtige entscheidung denn ich habe jetzt viele einträge gelesen das sich das kämpfen vllt gelohnt hätte auch wenn er geplatz ist der tumor.. ich hasse mich und mein leben dafür ich versuch mir ein zureden das es doch richtig war weil sie nicht mal mehr blut im körper hatte als ihr fell gezogen wurde blieb es so stehen... aber wer sagt mir ob es richtig war? könnt ihr mir bitte irgendwie hier raus helfen?...


    bald ist sie wieder zuhause ich lasse sie morgen einäschern alleine! die urne kommt zu mir heim ich kann sie nicht mit fremden tieren einäschern und verstreuen lassen das kann ich wirklich nicht...


    ich vermisse sie! sie hat uns keine anzeichen gegeben als wollte sie uns nicht beunruhigen...

  • Fühl dich erstmal gedrückt!


    Ich weiß, wie du dich fühlst. Immer wenn man ein Tier einschläfert quälen einen diese Gedanken... :( :


    Soweit ich weiß, hätte eine OP wirklich keinen Sinn mehr gemacht.
    Ist der Tumor geplatzt, ist alles zu spät...


    Mach dich nicht so verrückt, du hättest gar nicht anders reagieren können!


    Und dass du sie nicht mehr gesehen hast, würde sie dir ganz sicher verzeihen!
    Behalte sie so in deinen Erinnerungen, wie du sie gekannt hast.


    Sie tobt jetzt wieder wild über die Regenbogenwiese und wird eines Tages freudig auf dich warten!!!

  • fiffinka,
    das tut mir leid, laß Dich mal :streichel: .
    Ich weiß genau wie Du Dich nun fühlst denn meine Bessy ist auch nicht mehr da.
    Die Milztumor OP hat sie gut überstanden, aber etwas später hatte sie akutes Leberversagen.
    Täglich waren wir beim TA, es wunde nicht besser im Gegenteil.
    Sie hat sich nur noch gequält und hatte Schmerzen.
    Schweren Schrittes habe ich den TA gebeten sie zu erlösen.
    Er tat es nicht, immer wieder andere Medis.
    Ich konnte mir das nicht mehr mit ansehen und habe einen anderen TA angerufen und ihm die Sache geschildert.
    Er wollte an nächsten Tag kommen und sie erlösen.
    Abends ging es ihr noch schlechter, und ich sagte zu meinem Mann das ich bei meiner Süßen bleibe.
    Nachts war es so, dass sie nicht mehr reagierte.
    Ich habe sie in meine Arme gehalten die ganze Zeit bis sie den letzten Atemzug machte.
    Aber ich muß Dir sagen, sie hatte keinen leichten Tod.
    Warum hat der TA sie nicht erlöst? Im nachhinein denke ich er war nur auf das Geld aus.
    Ich hätte meine Maus lieber nicht so leiden sehen.
    Auch ich mache mir Vorwürfe, mußte sie so sterben? Hätte ich doch schon eher eine zweite Meinung eingeholt.
    LG Ute

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