barf unnötig zu kompliziert??
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nur aus interesse, ich selbst bin noch nicht so weit zu barfen:
ich traf neulich auf einem spaziergang einen hh, der mir stolz von seiner rohfütterung erzählte. und nicht so einen quatsch macht mit ölen, pülverchen, rechnen..... er redete sich richtig in rage gegen die wahren "barf-spinner". als eifriger df-leserin standen mir natürlich die haare zu berge!! aber als er meinte, er gibt seinen tieren futter im ganzen (kaninchen, hühner, rinder, schweine (portioniert dann) etc.), genauso wie sie es in der natur auch futtern würden und daher isses gut, klang mir das doch logisch.
was meinen die eifrigen "barf-spinner" dazu??
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Ich kann mir vorstellen, wenn man wirklich ganze Tiere gibt, das es dann ohne Zusätze geht. Aber wer macht das schon? Das Rindfleisch, das Lee bekommt, deckt nicht alles ab. Also muß was dazu rein (Innereien, Knochen, Gemüse/Obst, etc.).
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Es gab hier schon etliche Diskussionen zu dem Thema.
man muss sich halt immer vor Augen halten, wie alt die erwähnten Hunde in der Natur werden und wie gesund bezw. ungesund sie dabei sind.
Wir wollen dass unsere Hunde 14 Jahre fit und munter sind. Dafür müssen wir halt auch was tun, und wenn man schon weiss, dass z.B. Phosphor und Kalzium im Gleichgewicht sein müssen weil man sonst dem Hund schadet, finde ich das dem Tier gegenüber schlicht und einfach ignorant.
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Zitat
dass z.B. Phosphor und Kalzium im Gleichgewicht sein müssen
und das ist bei den viechern nicht? wundert mich nur, weil meist ja alles, wie es in der natur vorkommt, "perfekt" eingerichtet ist.
dass sie in der wildbahn nicht so alt werden würden, liegt ja nicht nur am futter.ZitatEs gab hier schon etliche Diskussionen zu dem Thema.
in ordnung, ich such mal
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purzelchen, das meinte ich nicht als Vorwurf, gell. Sonder mehr dass es irgendwo noch einen Thread mit interessanten Antworten hat
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Ein Bekannter hat seit 40 Jahren Hunde und hat schon gebarft, als die Rohfütterung noch nicht diesen Namen hat. Er hat die selbe Einstellung und außer Gemüse und Milchprodukte gibt er auch nix großartiges zu ... er hält sich auch nicht ansatzweise an die 2-4%-Regel ... da kann ein Hund schonmal ein Kilo Fleisch am Tag kriegen.
Vielleicht hat er Glück, ich weiß es nicht, aber alle seine Hunde sind alt geworden, sind gesund und alles scheint gut.
Ich weiß es nicht, es ist sein Ding, es sind seine Erfahrungen. Ich mache es so wie ich es für richtig halte und lasse es zur Sicherheit durch ein großes Blutbild hin und wieder checken.
Ich vertrete ja immer die Einstellung, dass es die "absolute" Wahrheit nicht gibt und das das was für den einen gut ist, für den anderen nicht zählen muss und deshalb nicht zwingend schlechter ist.
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nein, nein, hab es gar nicht als vorwurf verstanden!!
werd mich jetzt erstmal mit dem tier rausbegeben und dann mal nach den interessanten antworten suchen
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So lange der Hund gesund ist, finde ich alles "ok".
Das Füttern von ganzen (Beute)tieren, also inklusive Innereien, Darm, Fell, usw usf..., halte ich auch absolut für die natürlichste Variante.
Mit dem Standardgewebeverhältnis tut man nichts anderes, als das natürliche Beutetier zu imitieren.
An dem Punkt, wo man Wölfe aber mit Hunden und das Nahrungsangebot und Fressverhalten beider Tiere gleichsetzt, hörts für mich auf.
Das Fleisch, das wir verfüttern, hat in der Regel nicht annäherungsweise den Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, der bei wilden Beutetieren vorhanden wäre.
Zudem gibt es bei Haustieren die Möglichkeit einer Krankheit, eines "abweichenden" Stoffwechsels (wird ein Wildtier krank, stirbt es. Kann ein Wildtier eine Futterkomponente nicht optimal verwerten, stirbt es...).Freilebend bedeutet: Man nimmt, was man kriegen kann und entweder, man überlebt, oder man stirbt.
Bei meinem Haustier möchte ich aber nicht, dass es irgendwie so das bekommt, was grad so anfällt, sondern dass es das bekommt, was es täglich braucht.
Warum also Über- oder Unterversorgungen simulieren, wenn man es vermeiden kann?
Und Pülverchen gibt es hier kurweise zb als Immunstärkung.
Freilebende Tiere haben ein entsprechend starkes Immunsystem, oder sie sterben.
Punkt. Keine Diskussion. Meine Missy würde aber in freier Wildbahn vielleicht nicht überleben, weil sie, wie die meisten anderen Haushunde, ein körperlich "verweichlichtes" Haustier ist.
SOll ich sie also krank werden lassen?
Nö.
Oder Gelenkprobleme. Viele füttern zur Unterstützung von Knorpelaufbau entsprechende Pülverchen.
Oder zur Verbesserung der Gelenkschmiere.
Warum nicht Linderung schaffen?
Weils "unnatürlich" ist?! Mein Haushund IST unnatürlich! -
Für mich sind das zwei Ebenen:
A Die Fütterung selbst (Fakten über Ernährungsansprüche usw)
B die Haltung, die man zur Fütterung einnimmt.
Das ist nicht zu trennen und Leute, die sich nur auf Ebene A beziehen sind in meinen Augen nicht wirklich ernst zu nehmen.Es gibt so unendlich viele Fakten, irgendwo muss man einen Pflock einschlagen, auf welche man sich beziehen möchte und: eine persönliche Beurteilung vornehmen.
Und dann muss das auch noch in mein Leben passen, also die gebildete Meinung zu meinen restlichen Einstellungen sowie der zeitlichen und ggf der finanzielle Aufwand.
Ach so: Der Hund sollte auch noch drin vorkommen, finde ich. Also seine Vorlieben und (Un)verträglichkeitenLetztlich glaube ich ist das mit der Fütterung wie mit dem Rauchen: Man kann Förderliches oder Schädigendes für die Gesundheit tun. Aber es bleibt ein Geheimnis, warum manche erkranken, andere gesund alt werden. So wie nicht jeder Raucher ein Raucherbein kriegt und jeder geraucht hat, der an Lungenkrebs stirbt.
Insofern: I do my best, mehr geht nicht.
Man muss aus diesen 1:1-Zuschreibungen raus - das Leben ist komplexer. -
Ich glaube, nicht das Barfen ist kompliziert, sondern man handhabt es kompliziert - ist eine Typfrage! Man kann aus allem ein Riesengedöns machen, wenn man entsprechend drauf ist. Oder eben alles etwas lässiger angehen.
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