Allergie - vermutlich Hausstaubmilben
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Hallo,
schon seit sie ein kleiner Welpe war hat Leni sich mehr gekratzt als man es eigentlich kennt. Allerdings hat noch nie die Haut darunter gelitten, die ist TipTop.
Mit Welpe bin ich da erste Mal zum TA wegen des Kratzens. Der hat ihr gleich erstmal Antibiotikum gespritzt, weil die Haut auch angeblich gerötet war (ich habs nicht gesehen). Naja, so als Neuhundhalter hab ich noch schnell zu allem ja und armen gesagt. Heute fass ich mir auch an den Kopf, dass ich klein Leni erstmal schön das AB spritzen lassen hab.
So ganz besser wurde es nie. Es gibt bessere und schlechtere Kratzzeiten. Als ich nach KS gezogen bin, hab ich hier meiner TA das Problem wieder geschildert. Wieder die Haut angschaut - sieht super aus, nichts zu erkennen. Vorsorglich gegen Milben mit Advantix behandelt - keine Änderung. Dann hab ich es wieder schleifen lassen. Wir sind zu Hause schon von einer Verhaltensstörung bzw. schlechten Angewohneheit ausgegangen (bei einem Aufmerksamkeitsgeilen Hund, der durch Kratzen Aufmerksamkeit bekommt auch garnicht soooo unwahrscheinlich
). In der selben Praxis arbeitet noch eine andere TA, beim nächsten mal ihr das auch wieder erzählt. Haut sieht super aus, man sieht nicht. Entweder liegts an der Läufigkeit oder Verhaltensstörung - wir sollten doch mal versuchen das Kratzen zu unterbinden.
Das soweit zur Vorgeschichte.
Letzten Freitag hat es mich wieder gepackt. Ich Leni geschnappt und ab mit ihr zur Tierklinik. Der Arzt hat sie untersucht - Haut wie immer perfekt, keine Tierchen, nichts zu sehen. Er hat mir vorgeschlagen einen Test zu machen. Er hat Leni Cortison gespritzt, welche (fast) jeden Juckreiz lindern müsste. Kratzt sie sich weiter, ist es wirklich eine unschöne Angewohnheit von ihr.Tja, Freitagabend hat das Kratzen aufgehört. Ein, zwei halbherzige Versuche, ansonsten nichts. Besonders aufgefallen ist es mir immer morgens nach dem aufstehen. Man, wie man sich daran gewöhnt - echt seltsam, wenn man den Hund weckt und sie sich nicht kratzt
. Heute beginnt es schon wieder langsam.
So, mit dem Ergebnis bin ich heute zum TA.
Dieser sagt, dass dies alles deutlich für eine Allergie spricht. Jetzt gibt es tausende Möglichkeiten, die es sein könnten. Unser Verdacht sind Hausstaubmilben, da es am schlimmsten nach dem Schlafen ist (also wenn sie lange an einer Stelle lag) und draußen so gut wie garnicht auftritt. Er möchte jetzt noch warten, wie schlimm es wieder wird, wenn das Cortison nachlässt. Wir könnten Leni Blutabnehmen lassen um das Allergen heraus zu finden.
Könnte ja evtl. auch noch mit dem Futter zusammen hängen. Allerdings hab ich da schon einiges probiert. Grundsätzlich bekommt Leni nur Futter ohne Mais und das für ernährungssensible Hunde. Es gab mal eine Zeit nur Dosenfutter (Futtermilben?), auch hatte ich ihr eine Zeitlang nur Josera Ente + Kartoffel, also allergenarmes Futter, gegeben.
Wenn es am Futter liegen würde, wäre mir das ja fast noch am liebsten. Da wüsste ich, wie ich das Allergen meiden kann.Aber was mach ich gegen Hausstaubmilben? Ich hab jetzt schon überlegt, ihr eine Kudde bzw. ein (Kunst-)Lederkörbchen zu kaufen. Das könnte man täglich abwischen und so die Milbenanzahl evtl. am Schlafplatz verringern. Dann vllt. ein neuer Staubsauger, damit ich auch unter dem Bett und dem Sofa saugen kann . Aber sonst?
Natürlich hat der TA auch angesprochen, dass man Desensibilieren kann. Kosten-Nutzen-Erfolgswahrscheinlichkeit stehen aber in keinem Zusammenhang. Kortisongabe bei einem so jungen Hund auf Lebenszeit ist auch
. Der TA ist davon auch nicht überzeugt.
Die Sache ist ja auch - ihre Haut ist super. Es schränkt sie ansonsten in keinster Weise ein. Das Fell ist an ihren "Lieblingskratzstellen" kürzer - schade, aber ist halt so.
Tja, wie soll ich jetzt weitermachen? Wie kann ich ihr helfen?
Habt ihr Erfahrungen, Tipps? -
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Bei einer Allergie muss man sich immer fragen, warum reagiert das Immunsystem so heftig auf harmlose Sachen, wie Pollen, Hausstaubmilben oder Nahrungsmittel.
Mediziner, die ganzheitlich arbeiten, entgiften erstmal den Körper, damit sich das Immunsytem beruhigen kann.
ZitatMit Welpe bin ich da erste Mal zum TA wegen des Kratzens.
Gerade Welpen bekommen ja mehrfach Entwurmungen und Impfungen in den Körper.
Das kann das Immunsystem überfordern.
Der Körper versucht, diese Stoffe loszuwerden. Das kann über die Haut, den Darm, die Ohren usw. geschehen. Wird dieser Entgiftungsversuch mit Antibiotika unterdrückt, kommt es oft zu ernsthaften Störungen.Ich würde mal eine gute Tierheilpraktikerin aufsuchen.
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Meine hat auch eine Hausstaubmilbenallergie, bei ihr hatte nur Cortison geholfen.
Allerdings haben wir es mit einer Desensibilisierung probiert und siehe da, das kratzen ist viel weniger geworden!
Die ersten drei Male wurde das beim Tierarzt gespritzt (wegen allergischen Schock) seitdem spritz ich ihr das selber. Laut meinem Kleintier- und Pferdetierarzt ist das auch das einzige Mittel was langfristig Besserung verschafft. Ich würde es versuchen. -
Hier gibt es noch ein paar Infos, was man bei sich daheim für einen hausstaub/milbenallergischen Hund unternehmen kann:
http://www.vetderm.evetsite.com/files/4450771.pdfBei unserem Allergiker haben schon wenige Veränderungen in der Wohnung deutliche Besserung gebracht.
Eine begleitende Therapie durch einen THP kann ebenfalls sehr hilfreich sein.LG, Chris
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Bei einer Allergie ist zwar die Stabilisierung des Immunsystems sicher eine feine Sache, aber prinzipiell gilt immer erst einmal Allergenvermeidung. Und das ist der Punkt, der mich bei euch noch stutzig macht: dein Hund kann gegen alles mögliche (Fleisch, Getreide, Futtermittelzusätze, Futtermilben etc. und eben auch die Hausstaubmilbe) allergisch sein. Cortison hilft, den Juckreiz zu unterdrücken, lässt aber noch keinen Rückschluss auf das (oder die!) Allergen(e) zu.
Da ich selber einen Allergiker (Rindfleisch und Weizen) habe, würde ich folgendes machen: Ausschlussdiät für ca. 8 Wochen (mit frischem Fleisch+Gemüse, dazu gibt es viele Infos im Internet) um herauszufinden, ob es an Futterbestandteilen liegt. Im Anschluss kannst du es mit Trockenfutter versuchen um zu sehen, ob es Futtermilben sind.
Sollten es doch die Hausstaubmilben sein, so gilt auch hier Allergenvermeidung. Ich weiß jetzt leider nicht, ob das hier schon unter Werbung fällt, aber ich schwöre auf die Hundebetten von Hundesport Klin aus Kunstleder (kann man über das Internet bestellen). Die sind super bequem für den Hund und lassen sich feucht abwischen, weshalb sie wirklich gut gepflegt werden können. Hausstaubmilben haben da keine Chance...
Und aus eigener Erfahrung (bin allergisch auf Hausstaubmilbe) schwöre ich auf glatte Böden und vieeeel wischen...
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