Beiträge von Traventure Dog

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    Das klappt noch nicht so ganz, hoffentlich habe ich morgen etwas Zeit dazu, auch, um auf eure Beiträge und Fragen zu antworten.

    Leider ist neben Wasser auch Strom und somit ein gefüllter Akku Mangelware.


    Grüsse aktuell aus dem Zelt direkt im Feld neben dem Donauradweg

    Tag 2 oder "Nach Regen kommt Sonne - oder ein weiterer Regentag"


    Dass es so manch unschöne und schlafarme Nacht geben würde, darauf war ich vorbereitet, dass aber bereits die erste Nacht zur Herausforderung werden würde, das hatte ich nicht vermutet!

    Die Fussballer, welche nur schnell etwas in ihr Vereinsheim bringen wollten waren zwar über mich, den Hund, die improvisierte Wäscheleine, den Kocher und das vorbereitete Bett etwas irritiert, ließen sich aber schnell davon überzeugen, dass ich nicht nur harmlos aussehen würde, sondern auch nicht vorhatte, hier alles in Schutt und Asche zu legen.


    Je später der Abend desto kälter wurde es und lesend im Schlafsack liegend wurde mir immer kälter und immer klarer, dass lediglich die Schlafhose ("Sifferhose" aus leichtem, sehr buntem und geschmacklosem Stoff, wird auch getragen wenn ich mal keine Radhose anhabe) und das Oberteil (langärmliges Merinoshirt) nicht ausreichend würden, um nicht bereits in der ersten Nacht das zeitliche zu segnen.

    Also raus aus dem Schlafsack und ein paar mehr Schichten draufgepackt. Konkret: Untenrum unter die Schlafhose die lange Radhose und oben über das Schlafshirt ein langärmliges Radshirt und eine Jacke.

    Der Hund wird der Einfachheit halber in eine Rettungsdecke eingepackt, welche er in der Nacht jedoch irgendwann abwirft.


    Das erste Mal wache ich um acht Uhr auf, regnet immer noch, also schlafen wir weiter bis Mittag. Als ich den Kocher für ein Mittagessen in Gang setze bekommen wir besuch von einer ortsansässigen Yogalehrerin welche ihren Raum vorbereiten möchte. Zack, wir haben unseren ersten Fan und müssen possieren ☺️

    Gegen 14.00 Uhr brechen wir auf, sind ziemlich zügig auf dem Vilstaler Radweg, welchen wir in den kommenden zwei Tagen auch nur selten verlassen werden. Zügig regnet es auch wieder so stark, dass wir in Taufkirchen eine Zwangspause einlegen müssen, gediegen in dem Vorraum einer Bank da warm, trocken und mit Steckdose.


    Als es nicht mehr regnet geht es weiter, Kenai läuft eine Weile nebenher, dann wieder in den Hänger und wir schaffen es doch noch bis Loitzendorf wo ich auf blöd links auf einen Feldweg abbiege und in einem zuckersüssen Beispielgarten lande und dort mein Zelt aufstelle.


    Ungefähr 46km

    "Aller Anfang ist schwer"


    Wir starten unsere Tour am Sonntag den 08.09 um 08.09 Uhr. Die Uhrzeit mag witzig erscheinen, hat aber den Hintergrund, dass für diese Uhrzeit kein Regen prognostiziert war und ich so etwas mehr Druck hatte das kuschelte Bett zu verlassen und mich ins Abenteuer zu stürzen.


    Direkt ab Haustüre geht es los, schnell sind wir im Englischen Garten und im Nordteil darf Kenia eine Runde laufen. Vielleicht eine halbe Stunde sind wir gemütlich (andere Menschen würden es als arschlangsam beschreiben) unterwegs, er sucht sich jeweils aus, ob er im Gras oder auf Beton laufen möchte und wenn man geschnuppert wird, dann bleibe auch ich stehen und schau mir die Wahnsinnigen an, also all die Menschen, die an einem Sonntag um diese Uhrzeit bereits freiwillig unteres sind.


    Nach dem Englischen Garten in Richtung Garching, oftmals parallel zu Bundesstraßen, seltenst direkt auf der Straße (ich trage zur Sichtbarkeit immer eine neongelbe Weste, überfahren zu werden steht definitiv nicht auf der To Do Liste), danach irgendwelche Käfer die mir nichts sagen und die auch nicht erwähnenswert sind.


    Gegen 12 Uhr, gegenüber der Therme Erding, mache ich etwas, was letztes Jahr in den 5 Wochen zum Schwarzen Meer kein einziges mal notwendig war: Ich ziehe Regenjacke, Regenbogen und Regenüberschuhe an und auch die Packtaschen bekommen einen Regenüberwurf ( hätte ich mir auch sparen können, aber dazu später mehr).


    Ich quäle mich durch den Regen, der Hund bleibt natürlich in der Box, denn auch wenn ich ein grosses Handtuch nur für ihn dabei habe, nasser 45kg Hund riechen einfach nicht lecker und ob ich heute noch das Zelt aufstellen muss ich bis dato ungewiss.


    Gut, schneller als vermutet ist klar, dass ich heute eine Alternative zum Zelt brauche und der erste Tag auch sehr früh enden wird. Ich halte also ab sofort die Augen offen nach etwas, wo wir die Nacht verbringen können. Gewünscht wird: Trocken, gross genug dass ich alles unterstellen kann, gerne abseits vom Schuss, Träumen wären Wasser und Strom.

    Nach nunmehr zwei Stunden im Regen (konkret immer stärker werdender Nieselregen ) stelle ich fest, dass meine Regenkleidung nicht im Ansatz hält was sie verspricht, Schuhe nass, Radhose nass, Shirt bissig feucht. Ungeklärt wenn ich mir überlege, dass dies nicht der einzige Regen sein wird, dem wir ausgesetzt sein werden.


    Mal auf mal ab, immer Auschau haltend nach einem geeigneten Schlafplatz sehe ich vor einer Ortschaft einen Fußballplatz mit Vereinsheim und wenn ich letztes Jahr auf der Tour etwas gelernt habe, dann, dass Fussballplätze ein absoluter Geheimtipp sind. Also rechts auf das Gelände, umgeschaut und meine Güte, es ist alles da was mein Herz begehrt (inklusive fließend Wasser und eine Stromdose!).

    Entscheidung getroffen, hier bleiben wir.


    Natürlich wird erst der Hund abgerocknet und mit Wasser versorgt bevor ich mich aus meiner nassen Kleidung schälen und mich um mein Wohl kümmere, klar auch, dass das Hundsvieh jetzt auf meiner Unterlage liegt und nicht auf seiner.


    Tag 1: München bis Hörgersdorf, ca. 50km

    Morgen geht es wieder los...


    Wir starten in unser drittes gemeinsames Abenteuer, diese mal geht es mit dem Rad von München aus nach Saint Nazaire am Atlantik.

    Wir, das bin ich (nicht sooooo wichtig) und Kenai (12,5 Jahre alter DSH).

    Vor drei Jahren haben wir gemeinsam die Alpen von München aus zum Gardasee innerhalb von 5 Wochen überquert, letztes Jahr war es die Strecke München - Schwarzes Meer, welche wir ebenfalls innerhalb von 5 Wochen hinter uns gebracht haben.


    Ich habe ja keine Ahnung, ob es hier noch weitere Menschen gibt, die so etwas mit ihrem Hund machen und an meinen Berichten Interesse haben, aber anbieten kann ich es ja mal :-)


    Zur Strecke:

    Die Strecke ist Teil der Euroveloroute 6 (EV6), welche vom Atlantik aus entlang der Loire, Rhein und Donau bis zum Schwarzen Meer führt. Im letzten Jahr haben wir den schwierigeren Teil der Strecke absolviert, schwieriger, weil der grösste Teil durch Rumänien führte mit wenig Infrastruktur, schlechten Strassen und unzähligen Strassenhunden. Deses Jahr kommt nun der "gemütlichere" Teil, welcher uns von München aus quasi nach links durch Deutschland, Schweiz und Frankreich bis nach Saint Nazaire führen wird. Insgesamt sind es in etwa 2000km und ich habe dafür wieder 5 Wochen eingeplant.


    Der Hund:

    Kenai ist ein 12,5 Jahre alter DSH, ist seitdem er 2,5 Jahre alt ist bei mir und ein Traum von einem Hund (ok, ausser im Umgang mit anderen Hunden, da wird aus Traum unfassbar schnell ein Albtraum, aber wir haben uns arrangiert und zur Sicherheit trägt er draussen einfach einen Maulkorb). Natürlich kann kein Hund über 5 Wochen jeden Tag zwischen 50 und 100km am Rad laufen, also ziehe ich hinter mir einen Anhänger her, in welchem der Hund sich entspannen und das Abenteuer aus der Komfortzone betrachten kann.


    So, mal gucken ob das hier jemanden interessiert, ab morgen sind wir unterwegs, dieses Jahr dekadent sogar mit einem Tablet, es gibt also die Möglichkeit, meine Texte und Bilder auch hier reinzustellen.

    Da ja vielleicht jemand Interesse hat, hier ein kurzer Bericht von den SoftClaws:


    Super einfach in der Handhabung, habe erst um es auszuprobieren lediglich eine Kralle damit verstärkt, mittlerweile jedoch 5 Krallen an den hinteren Pfoten.

    Der Hund ist null davon irritiert (im Gegensatz zu den Pfötchenschuhen die er einmal tragen musste), bis jetzt machen die auch den Eindruck, als ob sie länger als nur wenige Tage halten würden und nicht so schnell abgewetzt sind.

    Unklar ist mir jedoch, was das langfristig mit den Krallen macht, respektive, ob die dann vielleicht in ihrem normalen Wachstum behindert werden. Naja, wird sich auf Dauer zeigen, jetzt bekomm ich die eh nicht mehr runter.


    Die Krallen gibt es neben der durchsichtigen Variante auch noch mit Farbe, was ich ja total unnütz und ein wenig seltsam finde.

    Ich habe mich mit den unterschiedlichen Vorschlägen auseinander gesetzt und bestelle mir heute noch die SoftClaws und das Keralit.


    @Blessvoss : Von der Symptomatik her spricht für mich einiges gegen CES, auch lag mein Hund erst vor kurzem in Vollnarkose und wenn ich das richtig sehe wäre ein MRT die sicherste Form der Abklärung. Ich schau mir das jetzt mal genauer an (heute läuft er trotz Bullenhitze wunderbar) und wenn wir zurück sind schauen wir nochmal in der Tierklinik vorbei.


    corrier : Wirklich schade, dass du anscheinend schon so viele negative Erfahrungen machen musstest und nun so voreingenommen bist und "anonyme Forumsmitglieder" vorschnell verurteilst. Ich bin da anders gestrickt und habe darum auch überhaupt keine Notwendigkeit gesehen, im ersten Post gleich unter Beweis stellen zu müssen, dass ich kein verantwortungsloser und egoistischer Tierquäler bin.

    Es ist tatsächlich sehr unterschiedlich, auch je nach Wetter uns Belastung der letzten Tage.


    Wir mussten vor 3 Jahren während einer Alpenüberquerung auf Pfotenschuhe zurückgreifen, ich hätte auch welche hier, aber genau der Punkt mit der Propriorezeption hält mich davon ab!

    Vielen Dank wegen dem Keralit, das schau ich mir auch genauer an. Hier in München kann ich mir nicht einfach Wiese vor die Türe legen, aber die nächsten 5 Wochen kann ich das vermutlich sehr gut kontrollieren so dass die Wunde wieder zusammenwächst und man danach die Kralle damit behandeln kann.

    Habe ich irgendwo geschrieben, dass der Hund 5 Wochen lang am Rad laufen muss? Vielleicht erst lesen, dann denken, dann nachfragen und dann die Antwort abwarten bevor man mich steinigt und den Hund retten möchte :-)


    Wir werden mit Anhänger unterwegs sein und die Belastung passe ich an, der Hund ist tierärztlich abgecheckt und bei ihm lässt nun einmal leider altersbegingt der Bewegungsapparat mehr und mehr nach. Trotzdem brauche ich auf Dauer eine Lösung wegen der Krallen (vielen Dank für die Vorschläge, die schau ich mir nachher gleich in Ruhe an, diese SoftClaws könnten eine Lösung sein).

    Hallo zusammen,


    mein 12,5 Jahre alter DSH lässt mittlerweile altersbedingt immer mehr die hinteren Pfoten schleifen. Nachdem wir in der Stadt wohnen und darum viel auf

    Beton unterwegs sind hat er sich über die letzte Zeit die Krallen der hinteren Pfoten immer mehr und mehr runter geschmirgelt, auf der rechten Seite mehr als links.

    Vorgestern hat es zum ersten Mal geblutet und da wir demnächst für 5 Wochen mit dem Rad unterwegs sein werden suche ich gerade fieberhaft nach einer langfristigen Lösung.


    - Pflaster draufkleben oder tapen?

    - Künstliche Nägel drüber (gut, die Idee kam als ich auf das Nagelstudio gegenüber geblickt habe :-) )?

    - dauerhaft mit Pfotenschühchen laufen lassen?


    Hatte das jemand von euch schon einmal oder kennt die Lösung?