Beiträge von Fenjali

    Also laut meiner Erinnerung ging es nicht um Durchfall sondern ob Wurmkuren schädlich auf die Darmflora wirken können. Und das kann eigentlich nicht sein, weil sie nicht auf Bakterien wirken.

    Das halte ich für ein Strohmannargument vom Rückert.

    Den wenigsten Leuten, die vorsichtig mit Wurmmitteln umgehen, wird es speziell um die Darmflora oder darum gehen, dass sie Chemie grundsäzlich ablehnen.

    Dass er auf diese Weise versucht, mögliche Nebenwirkungen der Wurmmittel unter den Teppich zu kehren, finde ich unseriös.

    Czarek

    Das Risiko, dass ich mich ausgerechnet am Fuchsbandwurm infiziere (ob durch meinen Hund oder durch den Verzehr von Obst, Kontakt mit Gartenerde, Sitzen auf einer Bank im Wald, Baden in einem Waldsee, etc.) und daran dann auch noch sterbe, halte ich für zu gering, um in Panik zu geraten und meinen Hund vorsorglich mit Nervengift zu traktieren. Zumal es nicht vorbeugend wirkt. Vorbeugend wirkt nur normale Sauberkeit und ein starkes Immunsystem.


    "Eine Übertragung von einem Haustier auf den Menschen sei weltweit bisher noch in keinem Fall nachgewiesen worden,"

    https://www.aerztezeitung.de/m…fuchsbandwurm-furcht.html

    Naja, der Rückert ist halt auch nur ein Tierarzt. Sicher ein sehr guter, aber alles muss ich ihm trotzdem nicht glauben.


    Ich lasse mehr oder weniger regelmäßig Kotproben untersuchen. Würmer waren zuletzt vor ca. 6 Jahren gefunden worden. Wenn jetzt in den nachfolgenden Proben Würmer unentdeckt geblieben wären, dann hätten die sich ja spätestens ein Jahr später beim nächsten Gesundheitscheck in den Kotproben zeigen müssen. Gesunder Menschenverstand.

    Im Laufe der Jahre haben wir uns so aufeinander eingespielt, dass Kommandos kaum noch nötig sind. Manchmal reichen schon Gesten und Blicke oder mein Tonfall oder Anlässe von außen. Beigebracht habe ich ihr alles, was hund können muss, um sich im Freilauf nicht sellbst zu gefährden: "jetzt", "lauf", "und stop", "weiter", "links", "rechts", "warte", "bleib", "nein", "schluss" und natürlich "komm her". Was will ich mehr? ;)

    Zitat

    Und die Tatsache, dass ich auf viele andere Arten auch zu Schaden kommen könnte, hat NULL mit der Frage zu tun, ob die Haltung als gefährlich eingestufter Hunde erlaubt sein sollte. Das ist Whataboutism in Reinkultur und einfach nur ein Ablenkunsmanöver.

    Es geht nicht um Whataboutism, sondern um Verhältnismäßigkeit.

    Gemessen an all den anderen Gefahren im Leben ist die Gefahr durch Hunde nunmal verschwindend gering. Auflagen sind nur gerechtfertigt, wenn ein konkreter Hund tatsächlich gefährlich ist und nicht pauschal für alle.

    Das Problem wird aufgebauscht, medial hochgepusht, alle Hundehalter in Sippenhaft genommen und unter Generalverdacht gestellt, mit hysterisch anmutenden Maßnahmen überzogen, ohne dass das sachlich gerechtfertigt wäre, weil Hundebisse gegen Menschen im Verhältnis zu anderen Schäden äußerst selten sind. In Berlin ist das jährlich eine Zahl im unteren dreistelligen Bereich.


    Es ist ein Bruchteil davon, was wir an einem einzigen Silvester an Delikten haben. Das ist kein Feiern mehr, was hier abgeht, das sind z.T. kriegsähnliche Zustände mit unzähligen Verletzten, Toten und Sachschäden. Dagegen wird aber bisher nichts getan und das Problem heruntergespielt: Es sind ja nur ein paar, die es übertreiben, die allermeisten Feiernden haben sich ja im Griff, man will die ja nicht mit einem Böllerverbot bestrafen, nur weil andere sich nicht benehmen können ...


    Wenn man alleine nur das in die Waagschale wirft, muss doch jedem auffallen, dass wir da eine Schieflage zulasten von Hundehaltern haben.


    Und die haben wir wegen der "betrifft mich nicht"- Mentalität und dem Untertanenmantra "die da oben werden es schon besser wissen als wir" und "ich habe ja nichts zu verbergen." "Gerne darf man kontrollieren, ob ich auch abends brav das Licht ausmache."