Das Problem ist nicht sportliche Aktivitäten zu haben, sondern dieses 24/7 einwirken, kreiseln, regulieren und kontrollieren. Und aus Mücken Elefanten zu machen. Und anstatt sich selbst zu hinterfragen braucht es einen Schuldigen. In dem Fall dann gerne Training und Auslastung.
Mein ich doch. Nur mit dem Unterschied, dass das Training was ich bei meinen Kunden beobachte die einzige Art der Interaktion mit dem Hund ist. Und entschuldige bitte, das sehe ich extrem kritisch.
Was trainieren denn einige in Gottes Namen alles im Alltag das der so anspruchsvoll ist für die Hunde ?
Aktiver Lebensstil ist schön und gut, heißt aber nicht das es dem Hund dasselbe gibt wie regelmäßig konzentriert arbeiten.
Rückruf beim Spaziergang alle 5 bis 10 Minuten, weil das ja "im Ernstfall sitzen muss". Leinenführigkeit 24/7, weil es ja auch stört, wenn der Hund an der Schleppleine zieht. Dauerbelohnungen, wegen allem möglichen. Hundebegegnungen sind oft Thema. Das stresst den Menschen so massiv, dass der Hund drunter leidet. Es ist schon bemerkenswert, was man an Stress und "Auslastung" bei moderner Hundehaltung findet.
Diese Anhaftung an der "Arbeit für den Hund" ist total ausgeartet. JEDER will heute JEDEN Hund "arbeiten" und das merkt man an den Hunden. Gerade die jetzt frischgebackenen Ersthundehalter kriegen es nicht auf die Kette den Hund einen Hund sein zu lassen. Die arbeiten STÄNDIG am Hund. Die Hunde sind durch. So wie die Leute selbst. Ich beobachte das schon einen roten Faden.
NATÜRLICH sind nicht alle so. Aber es sind viele und es werden mehr.