Beiträge von Billieshep

    Ich mochte damals die Atmo im Schäferhundverein nicht. Als 19 Jährige unter all den... Alteingesessenen. Hab nur einen älteren Herren, mit dem ich mich da gerne unterhalten habe. Der hatte aber auch was auf'm Kasten. Das sonstige drumherum war eher nervig, für das Vereinsleben muss man erstmal sein. Mal kocht man dort, mal hilft man bei der Leitung von Veranstaltungen, das Training dort bestand aus 20% Training und 80% Gequatsche. Das war am nervigsten, da man dort teilweise 5 Stunden gesessen und gefroren hat.

    Aufgrund des Umzuges habe ich mich dann aber nicht mehr mit anderen Vereinen beschäftigt. Mein Ex-Freund war Schäferhundcrack und bestätigte mit seinen Erzählungen von den Vereinen hier im Umkreis nur meine Abneigung, die ich in meiner Heimat schon entwickelt habe. Man muss Menschen echt mögen und nicht nur aushalten dafür, denke ich...

    Von anderen Hundesportarten kann ich nicht viel erzählen. War mal beim Training für diese Hütewettbewerbe dabei. Trainerhund top, aber das was die Kunden da mitbrachten war nur die Hoffnung dass der KHC in irgendeiner Form Interesse entwickelt, je länger man ihm die Schafe vor die Nase hält. Dann noch Agility. Mag ich gar nicht.

    Take it with a grain of salt, weil ich alles mit fremden Menschen etwas negativer bewerte als einsame Aktivitäten :lol:

    Loyal/Treu : latscht dir den ganzen Tag hinterher, Kontrolletti

    Wachsam: bellt viel Zuhause, Kontrolletti

    Beschützerinstinkt: neigt dazu nach vorne zu gehen um Probleme zu lösen

    Ruhig: ruhig

    Mutig: denkt zu wenig, macht zu viel, neigt zu Verletzungen

    Gelehrig/intelligent: lernt schnell, neigt dazu nicht zur Ruhe zu kommen

    Anhänglich: läuft die den ganzen Tag hinterher, Kontrolletti, neigt zu Problemen mit dem alleine sein

    Lebhaft: hat viel Energie, kommt gerne überall mit hin

    Verspielt: verspielt, kommuniziert viel und deutlich

    Unabhängig: läuft dir nicht ständig hinterher, setzt eigene Ideen um ohne den Menschen um Erlaubnis zu bitten

    Dickköpfig: kann vermutlich besser diskutieren als der Besitzer

    Energiegeladen: braucht verdammt viel Bewegung, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schlittenhund

    Territorial: bellt zuhause Fremde an, verteidigt gegen Besucher

    Selbstbewusst: in der Regel eher ruhig, neigt in jungen Jahren zu Prolligkeit (Rüde), diskutiert präzise und wenig

    Nicht unterordnungsbereit: japanischer Hund

    Stark: würde dazu gezüchtet andere Menschen zu beeindrucken, sehr durchsetzungsfähig, laut

    Temperamentvoll: laut, neigt dazu wütend zu werden

    arbeitsfreudig: kommt nicht von sich aus zur Ruhe, zerstörerisch, rennt einem dauernd hinterher, empfindsam/sensibel

    Leicht erziehbar: scheint Sonne aus dem Arsch

    Fühlt euch frei mehr hinzuzufügen

    Bei meinem Ares ist's nun drei Monate her. Ich dachte die Trauer hört nie auf. In gewisser Weise tut sie das auch nicht, es schmerzt nur nicht mehr so sehr.

    Ich habe die Eigenart solche Gefühle und Gedanken zu verdrängen, so, dass sie irgendwann wieder zurück schlagen. Was ich aus der Trauer gelernt habe, ist zu weinen, wenn einem danach ist. Auch bei strahlendem Sonnenschein.

    Mich hat die erste Zeit alles an Ares erinnert. Insbesondere Nudeln. Da konnte ich kaum Essen, weil er sie so geliebt hat.

    Ich würde dir raten deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Das bedeutet auch zu verdrängen, wenn du an dem Punkt kommst, dass du einfach keine Lust mehr hast und eine Pause brauchst. Jeder trauert anders. Es ist wirklich anstrengend. Ich war die ersten zwei Wochen müde, habe mich ausgelaugt gefühlt und wollte nichts mit mir anfangen. Ich habe mir die Zeit gegeben. Mich hat Ares' Tod traumatisiert, deshalb habe ich da vielleicht etwas andere Erfahrungen als du und kann dir leider keine anderen Tipps geben...

    Weinen und reden - das ist das wichtigste!

    Bei Ares ham die Leute auch die Straßenseite gewechselt. Der war aber auch groß. Problem war immer nur den anderen zu erklären, dass er nicht gestreichelt werden möchte , obwohl er so niedlich "eisbärig" aussah.

    Um mal eine WSS Rezension zu schreiben:

    Ich bin als junges Mädel (zwischen 18 und 21) sehr häufig nachts mit meinem Weißen unterwegs gewesen. Es gibt keine Sekunde in der ich mich nicht sicher gefühlt habe, wenn er dabei war. Auch, wenn ich wusste, dass er mindestens genauso schissig war wie ich.

    Mit dieser Rasse muss man gut diskutieren können. Die brauchen die soziale Kommunikation, nur über Hundetraining zu "erziehen" ist nicht empfehlenswert. Sie NEIGEN dazu "Overthinker" zu sein, wenn du ihnen den Raum dazu gibst, vor allem, wenn du selber einer bist. Die machen alles mit. Fremden gegenüber sind sie reserviert bis misstrauisch.

    Gesundheit weiß ich nicht. Ares hatte nie Probleme mit Gelenken oder so, der ist aber mit 7 Jahren verstorben. Der Organe wegen. Insgesamt glaube ich, dass man von einem WSS oder DSH kein Methusalem-Dasein erwarten kann. Mein Partner kannte einen DSH, der 20 geworden ist, aber das ist eher die Ausnahme. Der Hund wurde auch lange am Leben gehalten. Unser DSH wurde mit 11 eingeschläfert. Der meines Ex wurde 10.

    Der WSS ist sanft und braucht oft sanft. Man darf sich darauf aber nicht versteifen, die können auch anders, insbesondere die Rüden. Ares war zwar ein Riesenbaby, aber dieses Riesenbaby braucht hin und wieder Ansagen. Mitleid, zu viel gekuschelt und Helikoptern tut denen net gut. Zu viel Aufmerksamkeit auch nicht. Für ambitionierte Hundesportler ist das aber nichts, meiner Meinung nach. Die sind nicht so hinterher. Das Wesen eher ruhig und ausgeglichen, wenn man gut sozialisiert.

    Und mutmaßlich auch gegen Kutsche fahren und zB Holzrücken?

    Was passiert denn dann mit den ganzen Pferden, die nicht mehr geritten werden sollen? Mit den Aufzuchtpferden, die niemand mehr kaufen wird? Mit den Zuchtstuten und Hengsten, die nicht mehr gebraucht werden weil ja nicht mehr gezüchtet werden müsste?

    Essen wir die auf oder lassen wir die frei? Denn artgerecht ist bestimmt nur die Freiheit !!1elf!!! oder so

    Kutsche fahren muss auch nicht sein. Holzrücken... Kommt drauf an. Ich glaube ein gewisses Maß an echter Arbeit kann man mit Tieren machen. Ich bin dafür, dass man das stets mit einem ausgeprägten Bewusstsein für das (individuelle) Tier machen sollte. Alles hat sein für uns wider. Auf Pferderücken zu sitzen und die Kutsche ziehen zu lassen erscheint mir grotesk.

    Beruhige dich mal.

    Finde ich auch befremdlich. Ich war ja mit Pepper aus Spaß im vorigen Jahr bei zwei Hunderennen. Beim ersten (Schäferhundverein) waren einige Schäferhunde, die am Ende der Rennstrecke mit "in den Arm beißen" (Schutzanzug) belohnt wurden. Im zweiten Verein war das ausdrücklich nicht erwünscht.

    Ich kritisiere nicht, dass die Motivationen der Hunde im Beutefangverhalten oder der "Aggression" liegen. Mir fiel nur eben auf, dass (zumindest) in Vergangenenheit viele Hundesportler in dem Bereich betont haben, dass die Grundmotivation "Spaß" ist. Da fehlte jedoch bisher die Erklärung warum ein Hund denn Spaß empfindet. Meines Erachtens nach würde es den Hundeführern im IGP und Mondioring wesentlich schwerer fallen ihren Sport in irgendeiner Form positiv für die Allgemeinheit (die leider schnell zum Pöbeln und Hexenjagden neigt) darzustellen, wenn sie offen über die psychologischen Vorgänge des Hundes dabei sprechen würden.

    Das gilt aber nicht nur für IGP und Mondio....