Beiträge von Panini

    Schwierig zu sagen. Grundsätzlich würde ich die Unsicherheit im KHC am ehesten auf die fehlende Arbeits- und Wesensüberprüfung im Rahmen der ZZL

    Wurde ein Wesenstest gestrichen oder gab es den nie?

    Und generell: Warum wird der nicht (mehr?) für notwendig erachtet?

    Also FRÜHER mussten Collies zumindest in der DDR eine Schutzdienstprüfung ablegen.

    In Skandinavien gibt es auch immer noch richtig gute Wesenstests.

    Wann und warum sich das bei uns wie geändert hat.. :ka:

    (Ich würde ja ganz keck behaupten, dass ein guter Teil der Zuchthunde solche Prüfungen nicht mehr bestehen würde, und dass außerdem auch viele der Halter/Züchter gar kein Interesse daran haben, ihre Hunde auf solche Prüfungen vorzubereiten - ergo wären noch viel weniger Hunde in der Zucht).


    Mein KHC ist gekört. Bei unserer Körung beim CfBrH sah der sog. Wesenstest so aus, dass wir im Slalom um die anderen Mensch-Hund-Teams die zur Körung angemeldet waren, herumgehen mussten. Anschließend am Ende der Reihe warten bis die anderen 5 (?) auch alle um uns herumgegangen waren.

    Das war’s.

    Eine LHC-Halterin berichtete mir von ihrer Körung beim DCC, dass es da genauso ablief. Der Richter wollte dann eigentlich immerhin noch den zweiten Part, der auch in dem hier geposteten Dokument beschrieben ist, durchführen lassen, also dass die anderen auf je einen in der Mitte zugehen, aber da beschwerte sich eine LHC-Züchterin, das seien doch keine Schäferhunde und sowas daher unnötig. Und der Richter akzeptierte das =)

    Also sie macht schon alles mit und hat da auch Lust drauf, aber eher - sagen wir gemütlich :lol:


    Auch beim Spazierengehen. Sie ist eher so ein schnüffeldietöff gemütlicher Schlenderer.

    Hatten wir ja schon mal drüber geschrieben - einfach das komplette Gegenteil zu Brodie xD

    Diese Unterschiede sind immer interessant. Die Bandbreite innerhalb dieser Rasse(n) ist so groß dass es nicht leicht ist, direkt den „passenden“ Hund zu bekommen. Offiziell gibt es kaum Unterschiede, keine „Arbeitslinie“ und die „Wesensprüfung“ im Rahmen der Zuchtzulassung verdient den Namen nicht mal.

    Ich saß nur da und hab genickt und innerlich zu allem was den Hüti betrifft "ja! Nehm ich! Will ich! Genau so!" gesagt.

    Hütehund ist nur nicht gleich Hütehund. Es gibt einige Collies, die einen ziemlich großen Radius haben und sie arbeiten zwar gern mit dir zusammen, leben allerdings nicht dafür, dir jeden Wunsch sofort zu erfüllen.

    Um Verhalten besser einzuordnen muss man sich vielleicht die Ursprünge der verschiedenen Rassen ansehen. Collies waren keine Koppelgebrauchshunde wie zB Border Collies oder wie Altdeutsche Hütehunde mit Wanderschäfern unterwegs, sondern haben auf riesige oft nicht eingezäunte Weideflächen aufgepasst und auch selbständig entschieden, Schaf X, was gerade weg laufen wollte, umgehend wieder einzusammeln und haben zusätzlich die Höfe bewacht.


    da bin ich froh hier immer wieder bestätigt zu werden auch von den Leuten im Forum die Collies mit "Special Effects" haben -> "aber sozial und tolerant isser"

    Joa. Meiner ist nicht allzu tolerant.. wenn dem ein fremder Rüde auf die Pelle rückt, wird der eingenordet. Er beißt nicht, geht aber nach vorn und setzt, wie überall, seinen Körper dabei ein.

    Hatten wir letzte Woche erst mit einem Pudeljungspund.

    Und seine Pöbel“phase“ dauerte gute 2 Jahre und ist erst seit wenigen Monaten und nach viel Training vorbei.

    Pöbelige Rüden sind bei den (Kurzhaar-)Collies nicht so selten wie gern behauptet wird.


    catsanddog hat auch einen Collie der bei anderen Rüden nicht sehr tolerant ist.


    Wo ich den Post von Massai lese: Die Tage hat mich bei Insta jemand angeschrieben, der neben einem 3 Jahre alten KHC einen 10 Jahre alten RR hat und davor einen Aussie hatte. Zitat „ich hatte noch nie einen Hund der mich so viel Impulskontrolle kostet.“

    Wenn man sich die Wurfzahlen und Meldezahlen bei Ausstellungen ansieht ist offensichtlich, dass RR viel beliebter sind. Sowas hat ja auch meist einen Grund..


    Ich will dir den Collie gar nicht ausreden, ich würde selbst wieder einen (KH-)Collie nehmen - mit dem Wissen von heute nur definitiv eine andere Linie und eine Hündin |) aber du hattest ja nach nicht nur positiven Erfahrungen gefragt.

    Bspw wurde mir suggeriert, dass man mit Briten nix machen kann. Dass bissel Sport nur mit den Linien geht.

    Bei mir war die Rassewahl ja auch u.a dadurch bedingt, dass ich immer schon gern Agi machen wollte. Dachte, dann passt so ein KHC doch super.

    Tatsächlich sind die kleinen Mixe bei uns in der Gruppe aber deutlich leichter lenkbar und arbeiten fehlerfreier als mein KHC.

    Weil die viel ruhiger sind, nicht so hyperaufgeregt, nicht so reizoffen und dadurch deutlich konzentrierter, auch wenn die Besitzer mal nicht so genau sind.

    Mein Trainer meint zwar, wenn mein Hund erst mal fertig ausgebildet ist, hätte ich an dem viel mehr Spaß, weil er eben so schnell ist - aber der Weg dorthin macht mir als totalem Anfänger öfter mal nicht so viel Spaß :pfeif:

    Also für einfach nur ein bisschen Sport tut es echt fast jeder Hund, ist mir mittlerweile klar.


    Wir trainieren jetzt im Winter 1x die Woche in einer Agi-Halle die ich dafür angemietet habe, plus alle 2 Wochen 1x Hallentraining mit dem Verein (im Sommer dann wöchentlich auf dem Platz).

    Zusätzlich mache ich zu Hause Übungen fürs Medical Training oder einfach irgendwelche Tricks und 2 am Tag gehen wir spazieren, morgens 20 Minuten, nachmittags 1-1,5 Stunden, vorzugsweise keine Runden, sondern hin und zurück. Das ist für seinen Aufregungspegel besser.

    So wirkt er eigentlich sehr zufrieden und der regelmäßige Sport tut ihm schon ganz gut, hab ich den Eindruck.


    Als er jünger war, war es schwierig. Da war er teilweise schon nach 5 Minuten draußen fertig und hat vor Stress alles inhaliert was er finden konnte (mit Vorliebe Zigaretten oder Hundekot), hatte gleichzeitig aber diesen riesen Bewegungsdrang. Da bin ich oft mit ihm zu einer riesigen Wiese gefahren wo kaum was los ist, damit er einfach rennen konnte.

    Schnelle Bewegung war und ist bei ihm das Ventil zum Stressabbau.

    ich bin DANKBAR für solche Aussagen!

    Ich auch. Ich wünschte, ich hätte sowas vor 3 Jahren gelesen, dann wäre ich vielleicht nicht so überrumpelt gewesen, als der 12 Wochen alte (zugegeben: Kurzhaar-)Collie in der Hundeschule sehr vehement und immer wieder grollend auf die anderen Welpen los wollte, als die dynamisch waren während er angeleint blieb.

    Oder im Gegensatz zu allen anderen Welpen (Lagotto, span. Wasserhund, Frenchie, Ridgeback) die brav auf ihren Decken lagen keine Minute ruhig bleiben konnte.

    Oder als er, als die Trainerin ihn einmal mit dem RR spielen lassen wollte (die anderen kamen für sie eh nicht als Spielpartner für ihn in Frage), diesen umgehend über den Haufen rannte, bedrängte, über ihn drüber sprang, mobbte usw.

    Vom Fiepen ihn allen Lebenslagen, null Frusttoleranz und noch weniger Impulskontrolle fange ich gar nicht erst an.


    Ich könnte ewig so weitermachen. Ich war trotz recht guter Vorbereitung (u.a. Züchter und Besitzer vorab getroffen) nicht vorbereitet auf diesen angeblich so unkomplizierten „Begleithund“.


    Und auch wenn LHCs im Schnitt (!) schon deutlich ruhiger sind - um das zu sehen geht man am besten auf eine Ausstellung, da hat man den direkten Vergleich, allein Gangbild und Lauftempo unterscheiden sich idR überdeutlich - ein „Restrisiko“ bleibt bei Rassen, die nur noch nach Optik selektiert werden und kaum auf Wesen.


    Schwierig ist natürlich auch, dass in Foren wie diesen Rassen von Leuten empfohlen werden die gar keine eigenen Erfahrungen damit haben.

    Hundewahl ist nicht schwierig wenn man sich sachlich mit der Genetik auseinander gesetzt hat.

    Sollte man grade bei bestimmten Wünschen auch tun.

    Und ja, hier konnte man bei allen Welpen mit denen ich engen Kontakt habe/ selbst ausgewählt habe rein von der Genetik sagen wo da die Reise hingehen wird in frühen Alter.

    Hat sich alles bestätigt.

    Bei Rassen, wo fast nur noch nach Optik selektiert wird, die zwar mal Arbeitshunde waren, mittlerweile aber meist als Begleithunde angepriesen werden, ist das gerade als Rasseneuling wirklich nicht so einfach.

    Ich erlebe (Kurzhaar-)Collies als ziemliche Wundertüten was das Wesen angeht. Mag u.a daran liegen, dass es bei der Zuchtzulassung überhaupt keine Wesensprüfung mehr gibt, sieht man von „und jetzt einmal im Slalom an den anderen paar Hunden, die hier heute gekört werden, vorbei“ ab.

    Das ist sicher nicht ueberall so, im Gegenteil. Das ist laut VDH Ordnung verboten bzw. faellt unter (stoerendes) double handling und das zieht Konsequenzen nach sich.

    Umso überraschter war ich, dass das bei der Bundessieger-Ausstellung in Dortmund letzten Monat geduldet wurde! Wir sind extra ein paar Minuten bei den Rottweilern stehengeblieben (die Rasse interessiert uns eigentlich null) weil es einfach total skurril war.

    Seit wann hebt man Hunde an Hals und Rute hoch?

    Scheint so‘n seltsamer Spleen der Terrierszene zu sein.

    Der Züchter unseres Lakelands damals (Ende der 90er) hat uns das auch so gezeigt. Damals wurde auch in Deutschland die Rute noch kupiert. Ich erinnere mich, dass es hieß, die Hunde hätten da eh kaum Gefühl drin :rollsmile:

    Er hat in unserer Stadt mit Abstand die besten Bewertungen

    Ich war mit einem meiner Hunde bei einer ziemlich wenig guten Hundeschule, um es mal nett zu formulieren .

    Deren Google-Bewertungen waren und sind top. Mittlerweile weiß ich auch warum: Schlechte Bewertungen lässt die Trainerin sofort löschen. Das ist kein Problem, Google prüft das nicht wirklich.

    Zuchttauglichkeit erlangen Hunde von ICR-Züchtern übrigens so:


    Dafür ist/sind ein oder mehrere Befunde (in Kopie oder Original) Ihres Tierarztes vorzulegen welche bescheinigen, dass das Tier gesund ist.


    Bei den vielen verschiedenen Hunderassen gibt es natürlich unterschiedliche Untersuchungen. Ihr Tierarzt entscheidet in Ihrem Auftrag über die rassetypischen sinnvollen Untersuchungen.“


    :ugly: