Das mit der Schilddrüse ist sehr interessant, danke dafür! Das wusste ich tatsächlich nicht. Jetzt fühl ich mich noch schlechter, dass wir uns auf die 5 Meter Leine am Halsband eingelassen haben Die Idee hinter der Methode hat
@Langstrumpf übrigens super beschrieben.
Der Trainerin den Hund in die Hand drücken würde ich niemals tun, du weißt nicht, ob sie nicht überzogen straft, wenn plötzlich IHR Rücken betroffen ist.
Das war auch nicht ernst gemeint. Ich würde nie einfach wem anders die Leine in die Hand drücken, und das würde unsere Trainerin auch ablehnen.
Generell muss ich wohl mal kurz eine Lanze für die Trainerin brechen, nicht dass hier ein falscher Eindruck entstanden ist: Wir sind an und für sich sehr zufrieden mit ihr bzw. der Hundeschule und können die meisten Dinge dort mit tragen. Bin mir auch sehr sicher, dass sie niemals überzogen strafen würde. Ihre Hunde sind super gut erzogen, und da einer davon (eine Bracke) auch gerade erst 8 Monate alt ist und die Hunde meist mit am Platz sind, kann man vor Ort wenn man mal etwas früher da ist öfter einen Eindruck davon bekommen, wie sie selbst erzieht bzw. trainiert. Von (überzogenen) Strafen ist da absolut nichts zu sehen. Im Gegenteil.
Man kann durchaus mit immer weniger Abstand üben - von Übungstag zu Übungstag! Innerhalb der Übung sollte aber gelten: Sobald Spannung in den Hund kommt, Distanz wieder vergrößern.
Und was Leinenführigkeit üben mit langer Leine angeht: Das macht Sinn (AM GESCHIRR), wenn man die aufmerksamkeit an der Leine üben will, mit Richtungswechsel. Die machen nämlich nur sinn, wenn man die Richtung immer wechselt, BEVOR der Hund das Leinenende erreicht. So bekommt der Hund die Info: Ah, wenn ich auf Frauchen achte, passiert der unangenehme Zug an der Leine gar nicht. Da das mit einer 2 M Leine extrem schwierig für den Junghund und v.a. für den Menschen ist (und die Übung relativ wertlos ist, wenn man erst Zug entstehen lässt und DANN dreht) übt man besser mit einer längeren Leine.Das aber unbedingt zuerst ohne Ablenkung.
Mir scheint, bei dieser Hundeschule sind viele gute Ansätze da, die aber alle nur halb verstanden und durchdacht sind.
Es ist gestern einfach richtig blöd gelaufen. Inhalt oder Ziel der Übung war nämlich gar nicht, dass Ablenkung durch die anderen Hunde ins Spiel kommt. Jeder sollte für sich trainieren, mit genug Abstand zu den anderen, und die Trainerin ist reihum gegangen und hat Tipps gegeben oder war für Fragen da.
Eine Frau ist mit ihrem Hund dann einfach von sich aus näher zu uns gekommen. Vermutlich unbeabsichtigt. Brodie hat halt nur sofort umgeschaltet von "brav hinter Frauchen herzockeln" auf "Party!" und ist los. Und ja, das ist an einer 5 Meter Leine richtig scheiße.
Du hast übrigens perfekt beschrieben, warum wir mit der langen Leine üben sollen (ich hab vorhin extra noch mal meinen Mann gefragt, der hatte das Konzept nämlich verstanden
Damit der Hund einen Radius hat, in dem er sich an uns orientieren kann, ohne sofort Zug zu spüren. Anfangs sind nämlich alle Hunde bei der Übung sofort immer 2, 3 Meter am Halter vorbei nach vorne geschossen, der sich daraufhin dann umgedreht hat. Der Hund hatte dann genug Zeit, wieder zu folgen, ohne direkt die Leine auf Spannung zu haben. Im Grunde sollte Leinenführigkeit + Aufmerksamkeit / Orientierung am Halter damit besser geübt werden können.
Die anderen 5 Hunde aus der Gruppe rennen halt auch alle nicht mit Vollspeed in die Leine, da kann man die 5 Meter vielleicht nehmen. Für uns hat sich das Thema erledigt, wir üben das nur noch mit kurzer Leine, denn das Konzept hat Brodie voll verstanden.