Beiträge von Udieckman

    ....... die dann angewärmt durch die Wamme direkt in die Nase gehen. Die Gesichtsfalten beim Chien de Saint Hubert sollen über die Augen fallen, damit der Hund nicht über Sicht, sondern ausschließlich über Nase arbeitet.

    Hätte ich auch drauf verzichten können :hot:

    Ich auch ... aber dann können alle Anderen jetzt mal aufhören hier rumzujammern ... bei denen ist es ja vergleichsweise frostig :cold_face:

    Wir sind wohl die einzigen hier, die das Wetter mal richtig genießen ....... Morgens die erste Runde mit dem Hund, dann mit dem die Strandallee zur "Arbeit" (Ehrenamt) fahren und sich um die an- und abreisenden Gäste kümmern :upside_down_face: . Nachmittags kurz ins Meer hüpfen und jetzt nochmal mit den Hunden raus! Heute ist es hier angenehm - dafür müssen wir im Herbst wegen der Kühle eher rein und im Frühling kommen wir später raus.

    Die Strategie ist anscheinend, die Hunde so fett zu füttern, dass sie dem Wild nicht mehr hinterherkommen

    Das kann doch wohl nicht wahr sein?

    Was ist das denn?

    Boot Camp für fette Hunde?

    Is ja wohl nur peinlich!

    Das kenne ich leider nur zu gut aus der Beagle-Szene :smiling_face: Ich sehe diese Vorgehensweise allerdings so überhaupt nicht bei wirklich jagenden Hunden. Da werde ich wohl beim Trailen bleiben.

    Gibt es in Deutschland Wälder, in denen es grundsätzlich ok ist, mit angeleintem Hund abseits der Wege rumzulaufen? :???: (Ernstgemeinte Frage.)

    :???:

    Hier in S-H nicht:

    .....

    (2) Nicht gestattet sind

    1. das Betreten von Waldflächen und -wegen, in deren Bereich Holz eingeschlagen, aufbereitet, gerückt oder gelagert wird oder Wegebaumaßnahmen durchgeführt werden,

    2. das Betreten von Forstkulturen, Pflanzgärten, Wildäckern sowie sonstigen forstwirtschaftlichen, fischereiwirtschaftlichen oder jagdlichen Einrichtungen und Anlagen,

    3. sonstige Benutzungsarten des Waldes wie das Fahren, ausgenommen nach Absatz 1, das Abstellen von Fahrzeugen und Wohnwagen, das Zelten sowie die Mitnahme von gezähmten Wildtieren und Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen sowie ......


    Aus der HomePage von Waldpfoten Hamburg (von Frau R. "zertifizierte" Trainerin:

    Unsere oberste Maxime lautet Wildtiere nicht zu stören! Unter keinen Umständen jagen wir Tiere und dennoch jagen wir richtig. Jagen ist schließlich nicht nur hetzen und Beute machen. Die Jagdverhaltenskette besteht aus so viel mehr und muss nicht bis zum Ende ausgeführt werden, um einen glücklichen Hund zu haben. Wir konzentrieren uns auf Teile der Verhaltenskette, z.B. aufs Suchen, Spuren verfolgen und Pirschen.


    Das dazugehörige Bild zeigt ein Hundeteam mitten im Wald..... vermutlich Sachsenwald. Der ist in Schleswig-Holstein - siehe oben.


    In einem Artikel findet Frau R. es auch in Ordnung, wenn der Hund Mäuse ausbuddelt. Nur Töten ginge zu weit. Ähm, nein. Mal ganz abgesehen von geschützten Arten gibt es auch ein Bundesnaturschutzgesetz. Und die Erfahrungen mit Hunden der Gruppe FCI 6 halten sich wohl auch in Grenzen.

    ... Endlich hat sich dann mein Traum von einem eigenen Hund erfüllt und es ist alles anders, als ich es erwartet hätte....

    Wie soll ich es formulieren? Träume sind eine schöne Sache und dann kommt der Fall auf den harten Boden der Realität. Also bitte von den Träumen verabschieden, die Realität akzeptieren und die "Träume" als kleinschrittige Ziele formulieren.


    ...

    Ich denke sie war von Anfang an ein eher schwieriger Fall, deswegen habe ich auch ab der 3. Woche, wo sie bei uns war, eine Hundetrainerin hinzugezogen. Die Trainerin steht mir auch tatkräftig zur Seite, aber ich würde dennoch gerne eure Meinung/Tipps einholen.

    Bitte einen Welpen/Junghund nicht gleich als "schwierigen" Fall kategorisieren. Nach Deinen Schilderungen sehe ich einen aufgeschlossenen und lebendigen jungen Hund voller Bewegungs- und Entdeckungsdrang.


    ...


    Es war von Anfang an so, dass sie viel geschnappt hat und Zähne gefletscht und geknurrt hat. Deswegen habe ich auch so früh einen Hundetrainer dazu geholt.. das sah für mich einfach nicht mehr nach einem normalen Spielverhalten von einem Welpen aus. Laut Trainerin ist es ihre Art Frust auszudrücken. Ich muss sagen, dass sie uns noch nie ernsthaft gebissen hat.. also sie beißt nicht fest zu. Es ist eben einfach dieses irrsinnig viele schnappen, in Hosenbeine, Füße, Hände, etc. beißen und das Zähne fletschen (wir nennen es "das hässliche Gesicht machen" :P).

    Zähne fletschen, knurren und "das hässliche Gesicht"..... Ich kann die Situation nicht genau beurteilen. Sehe hier aber eher das "ausprobieren" und Verhaltensweisen, die für einen jungen Hund zum Verhaltensrepertoire gehören. Und das ist nicht immer nur nett.

    ...

    Ich würde meinen Mann und mich eigentlich schon als konsequent sehen,

    Eigentlich? Das hört sich für mich nach einem Nein an.

    ... In die Stadt oder Restaurant ca 1-2 Mal die Woche.

    Geht es dort um ein spezielles Training für den Hund oder kommt sie einfach bei Euren Aktivitäten mit

    ...


    Es ist einfach so frustrierend.. man macht und tut so so viel für den Hund aber nichts scheint zu fruchten :( Ich will einfach nicht immer von meinem Hund attackiert werden. Was will sie mir denn damit sagen?

    Das Du bitte eine Balance zwischen ihren und Euren Bedürfnissen findet.


    Beim Lesen der posts habe ich die Einstellung gewonnen, dass das von Dir generierte "Traumbild" so nichts mit dem Hund zu tun hast, der jetzt Euer Leben teilt. Wenn dieses Bild realisiert werden soll, dann ist es jetzt an der Zeit, die Einstellung zum Hund zu ändern. Das von Dir als "hässlich" titulierte Gesicht zeigt eben einfach nur eine Facette des Verhaltens. Euer Hund ist völlig normal und nicht besonders schwierig. Er will Euch auch nicht bewusst ärgern. Ein Hund und gerade ein junger Hund braucht Leitplanken zur Orientierung und eine klare Kommunikation sowohl verbal als auch nonverbal. Setzt du z.B viel Deine Hände ein? Dann gibt es ungewollt und unbewusst Bewegungsreize, die ein junger Hund gerne annimmt. Zergeln ist hier willkommen. Unerwünschtes Verhalten wird bei uns konsequent und deutlich unterbrochen, erwünschtes Verhalten bestätigt. Das muss kein Leckerli sein. Ein Traum von einem Hund bedeutet meistens viel Zeit und Arbeit. Es wird auch immer wieder Rückschritte geben. Deshalb finde ich es so wichtig, sich auch immer wieder die tollen und guten und lustigen Momente deutlich zu machen.

    Ich wünsche Euch für die Zukunft alles gute!

    ...

    Hundehilfe Mariechen hat viele Segugios - könnte ich mir bei dir auch vorstellen wenn der Hund nicht zu unsicher ist. Die brauchen aber oft einen gesicherten Auslauf (Garten) weil unter Umständen nicht freilauftauglich. Aber unfassbar menschenbezogen und bisschen feiner als der Vizsla. Halt kein Vorsteher und deshalb draussen selbstständiger. Bei denen gibts auch oft kleinere Exemplare. Einfach die Umweltsicherheit ist nicht immer so easy wenn die irgendwo ausgesetzt wurden in der Pampa. Bretone wäre auch ne Idee, finde ich auch.


    Wie sähe es mit einem Beagle aus? Selbstständiger, aber dafür oft robuster mental. Und ebenfalls meist verträglich als Meutehund.

    Die Beagles und Segugi, die ich kenne, sind absolut menschen- und hundefreundlich und durch die Bank kaum zu beeindrucken. ABER: Ich kenne nur ganz, ganz wenige Beagle, die wirklich frei laufen können. Von den Segugi nicht einen.... Es sind eben eigenständig jagende Hunde ohne Führerbezug. Territorialverhalten ist ihnen fremd. Das bedeutet eben auch, dass es für sie kaum Grenzen gibt. Sie haben zwei Ohren, denn eines ist für rein und das andere für raus. Als Meutehunde kennen sie es auch, dass mitgemacht wird, wenn ein anderer Hund laut wird. Segugi werden als Jagdgebrauchshunde gezüchtet und entsprechend ist das Verhalten.

    Einmal auf der Spur sind beide nicht zu halten.

    Wenn würde ich eher einen Beagle hier sehen. Wie sich allerdings bei der Fresssucht eines Beagles die Figur entwickelt bei vielen Personen,.......

    Eine unserer Hündinnen war auch eine Rüdin. Alles angepinkelt und Hinterbein hoch. Ich habe mir ehrlich gesagt nie wirklich Gedanken darüber gemacht. Das war eben unsere Püppi. Sie war, genau wie Pommes (rot-weißer Beagle) ein ehemaliger Laborbeagle und so absolut atypisch Beagle. Pommes fand es richtig gut, wenn er bei Seminaren für Tierärzte untersucht wurde. So wollte nach diversen Einheiten Ultraschalluntersuchungen am Bauch nicht aufstehen, sondern sich lieber weiter kraulen lassen. Püppi und er haben beim Trailen den passiven Widerstand gnadenlos durchgezogen. Dafür waren sie, genau wie Deine Hündin, absolut pflegeleicht im täglichen Umgang. Nett, umgänglich, freundlich zu allem und jedem.

    Es kann aber auch sein, dass Deine Hündin erst nach einiger Zeit (aus Erfahrung mit den Laborhunden um die sechs Monate) ihr gesamtes Verhaltensspektrum auspackt. Also bis dahin: etwas üben und ganz viel genießen!

    Zum Thema Absitzen (und ggfs. Fixieren) vs Weitergehen mit grooooßem Bogen:


    Für die entgegenkommenden Hunde ist natürlich die zweite Variante weitaus entspannter und führt insgesamt zu weniger Stress. Gerade bei Hunden, die selber nicht so sicher ignorant an anderen Hunden vorbeilaufen können, ist dann das Bogenlaufen auch für diese ein eindeutiges Signal.


    Sitzen und den anderen passieren lassen, ist für den ungewollten 'Trainingspartner' sehr doof.

    Ludmilla : Vielen Dank für Deine Antwort!

    Das mit dem angeblich so entspannten Absitzen ist häufig für beide Hunde mit Stress verbunden und die Situation kann leichter eskalieren als in Bewegung.


    Für mich ist noch sehr wichtig, dass ein Kommando auch wieder durch mich freigegeben wird. Und ich würde auch an meiner Körpersprache arbeiten und mir angewöhnen, auch meinen Raum einzunehmen.

    Beauregard (der vom Foto) war gerade eine Woche bei uns, als ein schwerer Kieferbruch diagnostiziert wurde. Der Kiefer war an zwei Stellen komplett durchgebrochen. Also war absolute Ruhigstellung für mehrere Wochen angesagt. Selbst kleine Suchspiele usw. hatten sich nach einiger Zeit abgenutzt. Spazieren gehen ging natürlich auch nur eingeschränkt. An Interaktionen oder gar Toben mit anderen Hunden (auch den eigenen) war nicht zudenken. Wir merken in Teilen immer noch, dass wir wichtige Entwicklungsschritte nur eingeschränkt machen konnten.

    Für einen unseren Hunde und mich ist die von Dir beschriebene Situation "Höchststrafe". Seitdem mein Kaspar durch einen auf ihn zustürmenden Hund gebissen worden ist, löst genau diese Situation wieder sein Erleben aus. Er bellt dann nicht, sondern schreit! Je nachdem wie schnell und gut ich reagiere, kriege ich ihn wieder "eingefangen". Er verfällt für einige Tage leicht in unsicheres Verhalten und dann nehme ich ihn natürlich aus Sucheinsätzen raus. Was für Dich wie unerzogenes Verhalten wirkt, dass durch "Unterwürfigkeit" gutgemacht wird, ist für mich bedrohlich, unangemessen und nicht akzeptabel. Und nein, ich akzeptiere hier keine Entschuldigung, da Du die Problematik kennst. Zum Training wurden ja schon viele Punkte genannt.

    Gibt es etwas, was Ihr neben den Spaziergängen auch gemeinsam macht? Dummy- oder Fährtentraining würde sich hier anbieten. Da braucht es dann kein "auspowern", sondern es wird etwas gemeinsam erarbeitet. Das stärkt die Beziehung ungemein nach meiner Erfahrung. Lässt einen in die Welt des Hundes eintauchen und das Verständnis wachsen.