Beiträge von Udieckman

    Hat jemand von euch einen Wanderführer von " Fred & Otto unterwegs"?

    Die richtige Antwort ist "hatte". Eine unserer Kundinnen meinte es gut mit uns und es als Geschenk gekauft. Ich fand es für den Bereich Ostsee total gruselig. Wanderungen von Usedom bis Flensburg. Standardwanderungen und falsche Angaben - im Bereich Lübecker Bucht kenne ich mich nun einmal gut aus. Die Tipps waren wohl eher Sponsoren als wirklich gute Ideen.


    Wenn Du Wandern möchtest, dann google lieber die Region oder einfach mal bei Komoot reinschauen. Besser und günstiger.

    In der Tiersuche herrscht rauhes Klima. Es ist normal dass man in sozialen Medien beschimpft wird und dass schlecht über einen geschrieben wird. Konkurrenz, Neid und Missgunst sind noch größer als bei der Menschensuche.

    Das ist aber schade. Jede erfolgreiche Suche ist doch megatoll.

    Im Pettrailing geht es auch um Geld. Die wenigsten Pettrailer sind unentgeltlich unterwegs. Und die ehrenamtliche Tätigkeit wird häufig durch eine Aufwandspauschale kompensiert. Ich erlebe im Bereich Pettrailen etliche Teams, die im Bereich Mantrailing die Einsatzreife nicht erreicht haben und nicht durch offizielle Stellen alarmiert werden. Da wird da eben kompensiert. Und bitte auch nicht vergessen, dass niemals über fehlgeschlagene Suchen berichtet wird.


    Die Gefahr, dass ein Hund auf Straßen oder Schienen läuft und dort verunglückt oder weitere Unfälle verursacht, kann niemals ausgeschlossen werden. Es können sowohl Pettrailer als auch vielleicht sogar unbeteiligte Personen einen Hund weitertreiben. Wenn ich die Gefahr derart hoch bewerte, sollte ich von Pettrailing Abstand nehmen. Im genannten Fall wurde der Hund von einem Autofahrer, der in einem Stau stand, auf einer Autobahnbrücke an der Mittelleitplanke geschichtet. In diesem Zeitungsartikel wird die Situation geschildert. Ich sehe hier absolut keinen Hinweis darauf, dass der Hund "gehetzt" wurde. Also bitte immer prüfen, was weitergegeben wird.


    Das ist aber schade. Jede erfolgreiche Suche ist doch megatoll.

    Frag mal die Polizeihundeführer die uns heute beim Einsatz am liebsten nicht dabei gehabt hätten |) und ja - wir wurden von der Polizei alarmiert und sind nicht eigenständig los. Verkehrte Welt..

    Ich kann die DHF schon verstehen. Es gibt leider zu viele Teams, die kilometerlang in die verkehrte Richtung laufen und später noch ausreden finden. Während eines Trainings sagte eine meiner Trainees, dass sie sich keine Sorge um die Prüfung macht. Die Organisation bräuchte dringend Trailer......... Da wundert mich dann leider nichts mehr. Nein, den Namen der Organisation sage ich nicht. Und dann gibt es ja auch die Trailer, die ihre "Prüfung" in der Hundeschule ablegen, die auch noch eine Einsatzstaffel hat und jemanden kennt, der......

    Dann kommt noch dazu, dass sich etliche Personen am Einsatzort nicht adäquat benehmen können.

    „Bei aller Aufregung, sollten wir aber nicht vergessen,dass Al Bundy 1966 4 Touchdowns in einem Spiel gemacht hat und den Polk High School Panthers damit zur Stadtmeisterschaft verholfen hat!“

    "Bei Aldi sind gerade Gurken im Angebot"

    "Sie wissen schon? Meckern macht häßlich"

    "Blubb, Blubb"

    "Boah, ist das langweilig"

    "Wie stehen Sie zum Trainerwechsel bei der Nationalelf"


    Also irgendetwas völlig abwegiges und am Besten als Frage. Das Denken kommt so ziemlich automatisch.

    ....
    Es gibt auch eine geruchsdifferenzierende Flächensuche (FLIG), die wird in Nepal und Schottland ausgebildet. Ich finde diese Suchart sehr genial und hätte gerne einen solchen Hund in Einsätzen. So ein Hund kann z.B. Einsatzkräfte bei der Durchsuchung eines Gebäudes helfen wie Altenheim oder Krankenhaus.
    Das kann weder ein Trailer noch ein normaler Flächensuchhund.

    Ein Flächensuchhunde kann sehr gut mal mit mal ohne Geruchsträger suchen.

    Der schottische Ausbilder hat sehr häufig auch hier Seminare zur geruchsspezifischen Geruchsdifferenzierung gegeben. Dort wurde das Thema mit den Individualgeruch suchenden Flächenhunden ausgiebig und kontrovers diskutiert. Hier hat es sich nicht durchsetzen können. Die Ausbildung an sich ist keine Raketenwissenschaft und kann relativ schnell ausgebildet werden. Ich selber habe diese Art Hund noch nicht vermisst. Sprich doch einfach mal Rüdiger an. Der war auch auf den Seminaren von Tom und sollte die Vorgehensweise noch kennen.

    Ich wollte eine kurze Rückmeldung geben :upside_down_face: Genau so hab ichs jetzt gemacht. Flächenausbilder gefragt, der war begeistert von der Idee, das mit ihm zu machen und hat ihm eine Unterscheidung zugetraut, und dann einfach mal ausprobiert. Was soll ich sagen, nach 3 mal trailen und 2 mal Flächentraining "parallel" bin ich begeistert, wie gut es bisher läuft (noch?). Er hat sofort verstanden, dass es nun um etwas anderes geht, und ist beim 3. Mal nun einen Trail mit verschiedenen Untergründen (Asphalt, Feldweg, Trampelpfad), mehreren Abzweigungen, Wildwechsel und Passanten gelaufen, ohne sich irritieren zu lassen oder Hilfestellung zu benötigen. Von Mal zu Mal wird er selbstbewusster, er macht keinen Privatkrams und ist unheimlich motiviert (was anderes hätte mich allerdings auch überrascht bei dem..). Dazu muss man sagen, dass der letzte Trail bewusst deutlich fordernder war, als man es wohl eigentlich zu dem Zeitpunkt machen würde/hätte machen sollen, um zu sehen, wo er steht und wo man ihn abholen muss, gerade weil er das Konzept ernster Sucharbeit ja bereits kennt. In den Flächentrainings war er wie gehabt auch zuverlässig, Tendenzen auf Spur zu gehen hatte er bisher nicht. Ich bin gespannt, wie das Ganze sich weiterentwickelt und was für eine Trainingsintensität für ihn optimal ist (war ja schon einiges an Programm, aber es scheint ihm gut zu tun, mehr zu tun zu haben, als 1 mal Flächensuche und 1 mal Anzeigentraining pro Woche, die zugehörige Unterordnung rechne ich da mal nicht ein, das passiert ja eher in kleinen Sequenzen im Alltag). Und wenn es dann doch in die Grütze geht, sind wir schlauer und wir fahren wieder eingleisig. Da er in der Fläche ja lange kein Neuling mehr ist denke ich nicht, dass man da dann wieder von vorne anfangen müsste...


    Viele Grüße!


    PS: Er ist aber auch ein reiner Nasenhund. Der setzt die Augen in der Suche nur dazu ein zu gucken, dass er nicht irgendwo gegen läuft ..

    Die von Dir skizzierte Vorgehensweise iSv "einfach mal ausprobieren" halte ich für problematisch. Fl/Tr und Trailen unterscheidet sich gravierend und kann sich gegenseitig negativ beeinflussen, auch wenn das Konzept ernste Sucharbeit bekannt. Wie Bernd schon geschrieben, geht es anfänglich fast immer sehr gut. Am Sprung zu einem sicher arbeitenden PSH scheitern die meisten. Selbst für Spezialisten ist das erforderliche hohe Level schwierig zu erreichen. Ich kenne mittlerweile deutlich mehr Teams, die zurück in die Fläche gegangen sind als dabei geblieben Der Zeitfaktor sollte auch berücksichtigt werden. Trailen ist einfach insgesamt zeitaufwändiger. Training sollte frühzeitig in grau gestartet werden. Damit sind Fl und Trailer getrennt, was einen erhöhten Planungsaufwand nach sich zieht.

    Ein nicht zu unterschätzendes Thema ist hier die Teamarbeit. Der Hundeführer ist beim Trailen deutlich stärker gefordert. Gerade wenn der Hund auch noch in der Unterordnung geführt wird.

    Vor diesem Hintergrund auch die Frage, wie der Bereich PSH bei Euch in der Staffel aufgestellt ist. Gibt es HF und gerade auch Ausbilder mit fundierten Kenntnissen und einem Konzept einer "sauberen" Ausbildung? Gerade auch mit Hunden, die alles abbilden sollen? Wenn es sich in Richtung "mal ausprobieren" entwickelt, dann würde ich dankend verzichten.

    .....

    Nun, Eros und ich gehen gemütlich am Flussufer entlang, mein Hund so 2-3 Meter vor mir, offline und ich wollte eben den Dummy auspacken. Da höre ich das Bellen/Fiepen/Jaulen (wer Bracken kennt, weiß was ich meine) dieser besagten Brackenhündin.

    ....

    Was hätten eure Hunde gemacht?

    Das Bellen/Fiepen/Jaulen nennt sich "Geläut" . In diesem Video aus Frankreich wird, wie ich finde, schon deutlich, wie Laufhunde jagen. Hier handelt es sich um

    jagende Grand Bleus de Gascogne .


    Wenn die Felder abgeerntet sind, beginnt hier die Saison der Schleppjagden. Selbst als "follower im unberittenen Feld" :smiling_face: ist es absolut beeindruckend - für mich jedenfalls.

    @CathymitTara Nein, ich habe (noch) kein Thema aufgemacht.

    Und ja das klingt echt ähnlich! Ich kann ihn im Wald eigentlich keine Sekunde von der Leine lassen, weil ich dem Braten nie ganz trauen würde. Und die kombi impulsiv/schnell/krasser jagdtrieb würde einfach immer dafür sorgen, dass er bei einmal kurz wegschauen schon sonstwo sein kann.

    An der Schlepp benimmt er sich auch eigentlich gut. Also, er weiß auch einfach, dass er da eh nicht weit kommt, deshalb versucht er es erst gar nicht. Ich hab eher das Gefühl, dass er auf Waldspaziergängen manchmal mittlerweile schon leicht gelanweilt/genervt ist, so nach dem Motto "pff, ich darf ja eh nicht jagen, dann trott ich halt so vor mich hin". An der Schlepp können wir auch am Endgegner (Ziegen) vorbei gehen. Er ist zwar trotzdem aufgeregt und kriegt den Jagdtunnel Blick, aber weiß eben dass er an der Schlepp ist und geht von sich aus einfach vorbei. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich das auf seinen Gehorsam zurück führen kann, oder nicht einfach auf seine Intelligenz, dass jagen mit Schlepp ohnehin nicht möglich ist :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Cheese darf am Wochenende am Strand rennen, da hat er den Spaß seines Lebens. Das klappt auch in letzter Zeit immer besser mit dem Hören da, und ich habe irgendwie die Hoffnung, dass er kapiert hat, dass er wenn es da nicht klappt den letzten Freiraum den er hat verliert.

    Und ouh ja, Schlepp bei Regen und Matsch ist super nervig, aber bringt man Hunden mit Flexi nicht das Ziehen bei?

    Ich lebe mit Hunden, die ich nur sehr sehr eingeschränkt, wenn überhaupt, ableinen kann. Es sind eigenständig jagende (Meute-) Hunde ohne Führerbezug, wie der Schwyzer und der GBdG. Laufhunde eben (FCI Gruppe 6). Unsere Francais Tricolores haben als TS Hunde aus dem Labor das Jagen nie wirklich kennen lernen dürfen. Ebenso wie einige unserer Beagles. Und trotzdem brach nach einiger Zeit bei allen der Jagdtrieb durch. Sobald die Hunde den Geruch in der Nase hatten - und sie kommen mit einem Minimum an Geruch aus. CfB ist für mich daher auch keine Alternative.

    Ableinen geht im November am Naturstrand oder hier ein Dorf weiter im eingezäunten Auslaufgebiet (letzteres ist mittlerweile zu voll geworden. Gerade am WE und in der Saison). Ansonsten wie schon gesagt wäre Rad fahren eine Idee. Ich habe mir aus Sicherheitsgründen extra ein kleines MTB zugelegt. Das ist fürs Rennen und Mantrailing für die Nase. Rennen ist fast zu viel gesagt. Es ist eher leichtes Laufen mit Schnüffeln zwischendurch.

    Die handelsüblichen Runden laufen die Hunde an der Flexi. Ich habe ganz normal Leinenführigkeit aufgebaut. Halsband heißt zivilisiert gehen und im Geschirr darf gezogen werden, da das Trailen bedeutet. Wir haben auch noch einen größeren Garten und mehrere Hunde. Da wird eben im Garten getobt, wer mag.

    Wir haben uns ganz bewusst als ersten eigenen Hund einen Oldie zu holen. Der einfache Grund: wenn es uns, aus welchen Gründen auch immer, nicht gefällt , sind wir nicht so lange gebunden. Einen Hund wegzugeben wäre für mich nie in Frage gekommen. Was soll ich sagen? Seit dieser Zeit begleiten uns mehrere Hunde.....

    Ich krame gerade mal in meinem Hirn, wie wir es damals aufgebaut haben. Es war auf jeden Fall eine Verknüpfung über Futter. Ich habe für den ersten Durchgang fünf Dosen mit Futter präpariert und eine zusätzlich mit dem Geruchsgegenstand. Ausgelegt auf einer großen Freifläche (ehemaliger Truppenübungsplatz) in einer Reihe mit ausreichend Abstand und dem Wind im Rücken. Dann außen herum zurück, damit ja keine Spur gelegt wird. Den zu suchenden Geruch präsentiert und den Hund im Geschirr aber am Halsband an der Leine (war ja die Vorübung für Trailanzeige) in weitem Abstand parallel zu den Dosen geführt. An den "nicht" Dosen weitergeführt und die gewollte Dose anzeigen lassen. Das kannten die, dass man sich für sein Futter hinsetzen muss. Das hat es mir erleichtert.


    Sobald die Aufgabe verstanden ist, werden die Dosen sukzessive abgebaut und der Geruch variiert.


    Ich habe es allerdings nicht weiter verfolgt, dass ich eine Trailanzeige in unseren Situationen für nicht hilfreich halte. Mir gefielen die wechselnden Gerüche und Umgebungen.


    Es gibt englischsprachige Literatur zu dem Thema. Von Paul C. Bunker Imprint your Detection Dog in 15 Days oder The complete Guide to Nosework and Scent Detection Training von Jackie Abikhair. Inhaltlich kann ich da aber nichts zu sagen.

    Nö, nicht doof formuliert und ich denke, dass ich die Frage verstehe. Ich bin ja auch Trainerin und kenne die Unsicherheit von Interessenten. Ich telefoniere zunächst einmal mit dem potenziellen Teilnehmer. Hier klären wir schon einmal die gegenseitigen Erwartungen und Wünsche. Wir bieten immer als Alternative an, die erste Stunde einfach nur mal zuzugucken. Das bieten wir immer an, damit man sich erstmal gegenseitig in Ruhe "beschnuppern" kann. Gerade wenn Du noch so gar keine Ahnung hast, ist es häufig angenehmer, sich im laufenden Betrieb alles angucken und kennenlernen kann. Wie ist der Ablauf, worauf sollte / muss ich achten? Was sagt mir mein Bauchgefühl zum Trainer und zur Gruppe? Wird bei aller Ernsthaftigkeit in der Arbeit auch gelacht? Werde ich freundlich in der Gruppe aufgenommen? Wird so erklärt, dass es auch für einen Laien verständlich ist? Was können die anderen Teilnehmer mir erklären? Werden Rückmeldungen, gerade auch die nicht so guten, respektvoll und wertschätzend gegeben? Ist das Preis-Leistungsverhältnis aus meiner Sicht angemessen? Hört der Trainer sich selber zu gerne reden oder stehen tatsächlich die Teams an erster Stelle? Können bestimmte Sachverhalte auch adhoc erläutert und visualisiert werden? Hat der Trainer genügend Skills und Tools, um auch individuell vorzugehen? Werden Lösungen gemeinsam entwickelt und für das jeweilige Team passend erarbeitet oder gibt es vorgefertigte Wege? Wird genügend Zeitpuffer bis zur nächsten Gruppe eingeplant?


    Ich würde von einem Mantrailing-Trainer auch erwarten, dass es neben dem Trailen auch eine fundierte Ausbildung in den Bereichen Kynologie sowie Methodik/Didaktik gegeben hat. Regelmäßige Fortbildung sollte selbstverständlich und in NachCoronaZeiten auch möglich sein. Mantrailing ist immer noch eine boomende Sache. Dadurch sind in den letzten Jahren sehr viele Hundeschulen auf diesen Zug aufgesprungen. Vieles ist aus meiner Sicht dann teuer bezahltes Spazierengehen an langer Leine. Und auch noch: eine Mitgliedschaft in einer Rettungshundestaffel ist für mich kein Kriterium für eine gute Ausbildung.


    Jetzt hoffe ich, dass Du verstehst, was ich meine :thinking_face: und ich wünsche Euch ganz ganz viel Spaß und Freude!