Beiträge von Udieckman

    Für mich ist es wichtig, dass der Trainer eine solide und fundierte Basis in der Kynologie und auch in der Didaktik hat. Erschwerend kommt für mich dazu, dass ich selber Hundetrainierin bin und aus der Andragogik komme.


    Für unseren Saint Hubert Welpen/Junghund haben wir wieder eine Welpengruppe gesucht. Die Hundeschule hier in der Nähe war ganz nett, aber zuviel Selbstdarstellung des Trainers. Im Hundesportverein um die Ecke wurde in der Welpengruppe "unsauber" gearbeitet und das unser Hund sichtlaut andere gehetzt hat, wurde als "spielen" interpretiert. Also bin ich wieder die 80km in die mir bekannte HuSchu gefahren.


    Was mir dort gefällt? Ein sehr entspannter und humoriger Umgang mit Hunden und Kunden bei aller Deutlichkeit in der Erklärung. Unerwünschtes Verhalten wird unterbunden und erwünschtes Verhalten verstärkt. Den Halter wird immer erklärt, was auch welchem Grund gemacht wird. Weshalb vielleicht der Mali auch mal anders behandelt wird als der Saint Hubert. Dabei wurde mit uns erfahrenen HH anders kommuniziert als mit Erst HH.


    Ich lege auch Wert darauf, dass der Trainer nicht alles abdecken will, sondern sich auf bestimmte Bereiche spezialisiert und ein Netzwerk für andere Themen aufgebaut hat. Genauso wichtig halte ich eine permanente Weiterbildung und Kenntnisse darüber, wie etwas erklärt wird und eine Basis zum Kunden aufgebaut wird. Ich hatte mit dem Schwyzer, der mit neun Monaten zu uns kam, das Problem, das wir nicht in das übliche Schema passten und bei einer DHF-Hundeschule gelandet sind. Zwischen lauter DSH und Mali. Ich denke, dass der Ausbilder genauso viel gelernt hat wie ich!


    Und ehrliche und respektvolle Rückmeldungen fallen mir noch ein. Es sollte nicht defizit-, sondern lösungsorientiert gearbeitet werden. Und ein systemischer Ansatz verfolgt werden.


    Also anrufen und hingehen und zugucken und sich ein eigenes Bild bilden!

    Dann ist aber am genannten Ansatz ein "Negativ". Die weitere Suche in hunderten Meter Entfernung ist für mich doch wohl eher "hunting for trail". Und weiterhin fehlt mir bei Deiner Beschreibung ein ganz wesentlicher Aspekt. Ich kann auch nicht nachvollziehen, dass Du einen Hund 30 Minuten permanent einen wahrscheinlich nicht vorhandenen Abgang suchen lässt. Da wäre mir die mögliche Demotivation sehr wahrscheinlich oder, was richtig fatal wäre, es kommt zu einer Übersprungshandlung. Und da ich für den Einsatz trainiere, bin ich auch im Training genau.

    Diese Einstellung finde ich ehrlich gesagt richtig schlimm. Lieber endlos weiter Tierleid zulassen statt für seinen Fehler gerade stehen?

    Ne, so war des net gemeint. Nur kam sich das mit "zeig den an" bei mir irgendwie so rüber, als wäre nur der Vermehrer Schuld, und soll deswegen angezeigt werden. Weil die Käuferin war ja mit beteiligt an dem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

    Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, daß der so doof war, irgendwas schriftlich zu fixieren, womit man due zu frühe Abgabe auch noch nachweisen kann..... :winking_face_with_tongue:Sprich, Anzeige wird net möglich sein mangels Beweis, bzw kriegt der, wenns das erste Mal war, bestenfalls mal auf die Finger gekloppt, aber macht weiter, dann halt etwas vorsichtiger.


    Aus Tierschutzgründen gesehen, gebe ich Dir da absolut Recht, daß solchen Leuten das Handwerk gelegt gehört. Aus Erfahrung weiß ich: wird eh net passieren , aber der Anzeigende kriegt mit Sicherheit eine drauf. Is letztlich für Selbigen nix gewonnen mit.....

    Es gibt aber die Möglichkeit, sich an eine Tierschutzorganisation zu wenden. Ich kenne TH-Mitarbeiter, die sich bei dubiosen Händlern als interessierte Verkäufer ausgeben und die mit Rückendeckung der Polizei arbeiten.

    Genau so. Till ist aber auch ein Beagle....... der kann und WILL suchen :smiling_face_with_hearts: Die Anzeige bei nicht vorhandenem Geruch ist für mich aber nur ein Teil - da geht noch mehr .....

    Er selber sagt doch, dass ca. 80% vererbt wird. Da bleibt wenig "Knete" übrig. Hier sind wir bei dem interessanten Thema Vererbung / Erziehung.


    Ich würde einfach nochmals das Gespräch mit der Züchterin suchen. Das "JA" sollte auf jeden Fall da sein.

    Nicht wirklich ernsthaft bis 30 Minuten? Oder wird im Einsatz im 1/2 Stunde Rhythmus abgerechnet? Und auch beim Üben des Negativs wird hier nicht weiter gedacht. Zudem wird ein wirklich guter Hundeführer nicht irgendetwas "erwarten". Er kennt den Hund und sich. Eben einfach ein Team, das gemeinsam einen guten Job macht. Auf dem Trail wird doch auch permanent "negativ" als Abgrenzung zum "positiv" angezeigt. Es geht doch eher darum, dass es nicht immer einen Trail gibt und auch nicht immer eine jubelnde VP am Ende wartet.

    Wie darf ich die Frage verstehen? Ist auf einer Insel jetzt weder ungewöhnlich noch schwer😉

    Wir sind neidisch

    200m vom Meer entfernt wohnen geht auch in Deutschland! Okay, die Ostsee ist noch etwas frisch. Und ja, auch bei uns turnen die Touristen in der größten Mittagshitze (auch mit Hund!) durch den Ort.


    Ich kenne eine Menge Leute, die ihre Saint Huberts aus USA importiert haben. Ich habe nicht gehört, dass diese Hunde dadurch hochgradig traumatisiert worden sind. Vielleicht liegt es auch an einer von Haus aus entspannten Rasse. Den Schwyzer, den Grand Bleu und den Saint Hubert habe ich in einer mehrstündigen Autofahrt aus dem Ausland geholt. Henri kommt aus der Normandie, Beauregard aus der Sologne, ich aus der Nähe von Lübeck. Das ist alles auch nicht gerade um die Ecke. Die Hunde kannten weder Box noch Auto fahren. Jagdgebrauchshunde aus Frankreich eben. Ich halte die erste Zeit nach dem Wechsel für entscheidender als einige Stunden. Und würde aufgrund des Zeitfaktors zum Fliegen raten. Bei einem Transport konnte ich sogar von meinem Platz aus sehen, wie die Box mit Hund eingeladen worden ist. Und am Zielort wurde die Box als Sperrgepäck sofort ausgeliefert. Also keine schlechten Erfahrungen - weder eigene noch von anderen gehört.

    Nein, ich habe einfach keine Lust mehr darauf, dass ich mit meinen gut ausgebildeten Hunden die Verantwortung für die Situation übernehmen soll.

    Ähhh.. Du hältst deine Hunde für gut ausgebildet, kannst mit ihnen aber nicht problemlos an anderen Hunden vorbeigehen? Das fiele für mich nicht unter ‚gut ausgebildet‘. :thinking_face:

    Ich habe meinen Beitrag ergänzt: ein junger Hund in Ausbildung und drei, die sauber an der Leine gehen können. Die ballern auch nicht in die Leine.

    Ich habe einen jungen großen Hund, mit dem ich die Leinenführigkeit übe. Also wie beim Dackel. Tja, genau das ist der Grund, weshalb ich mittlerweile auch absitzen lasse. Und so sitzen wir dann beide......Und auch mit den gut führigen Hunde sehe ich nicht mehr ein, dass ich die Verantwortung für die Situation übernehmen soll. Und nein, nur weil ein Hund sitzt, ist er nicht entspannt. Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick so wirkt. Was ist so schwer daran, einfach zügig aneinander vorbei zu gehen?