Beiträge von Udieckman

    Bei diesen Kriterien bin ich natürlich sofort bei einem Laufhund! Allerdings kann da natürlich der Jagdtrieb im Wege stehen..... Spontan kenne ich etliche Griffons Bleu de Gascogne, die genau der Beschreibung entsprechen. Und wenn ich mir unseren Henri so ansehe, dann könnte er genau zu Deinem Beuteschema passen:

    - über 50cm

    - deutlich mehr als 20kg

    - bewegungsfreudig

    - super freundlich gegenüber Mensch und Tier, null aggressiv

    - freut sich über Besuch, kein Territorialverhalten

    - sturer Denker

    - Jagdtrieb ist vorhanden, aber Freilauf möglich


    Unser Henri ist ein Saint Huber, einer dieser sanften Riesen. Absolut tiefenentspannt, dabei allerdings recht grobmotorisch. Sowohl Couchpotato als auch Rennmaschine im Dauertrab. Henri ist ein Saint Hubert aus einer jagdlich geführten Linie :smiling_face: . Er ist einfach nur nett, bringt alle möglichen Leute zum Lächeln :smiling_face_with_heart_eyes: Und auch das Sabbern hält sich in Grenzen. Wir konnten alle unsere Saint Huberts frei laufen lassen. Okay, wir haben sie im Mantrailing geführt. Meine Shania ist auch auf dem Cover unseres Buches abgebildet. Ich kenne allerdings mittlerweile auch genügend Saint Huberts, die mit dem von Dir skizzierten Leben absolut glücklich wären. Und wenn jemand mal eine Schleppe per Pferd legen würde - das wäre ein absolutes Highlight! Spannend finde ich z.B. Schleppjagd mit Saint Huberts oder auch die ausführliche Beschreibung zum Hund.

    Bei unseren älteren Hunden gibt es keine "Beschäftigung" beim Spazieren gehen. Das ist schnuppern und gehen angesagt. Qualitätszeit für den jeweiligen Hund und mich. Mit Henri übe ich etwas Grundgehorsam.

    Beschäftigt werden sie mit Trailen (Training und Einsatz). Da habe ich den Eindruck, dass ihnen das komplett ausreicht. Ansonsten sind sie in Haus und Garten mit uns unterwegs. Begleiten mich bei der Gartenarbeit und nutzen den Garten.

    Sogenanntes AJT hat bei unseren Hunden leider nichts gebracht. Es sind eben eigenständig jagende Hunde ohne Führerbezug. Was sie grandios beim Trailen macht, da sie schon von Haus aus nur über Nase suchen und wir mit ihnen nur erarbeiten müssen, wie wir noch besser werden. Zu Hause sind es aber eben keine netten Hunde...... sie haben keine wtp, sondern den wtt (will to tease). Und genau dafür liebe ich sie!

    Wie habe ich mal zu einem Beagle gelesen: Bei Fuß ist 200m Radius :-)

    Was hat es denn mit dem Kong auf sich?

    Ich wollte ausprobieren wie der Aufbau der Anzeige mit dem Weg vom SWDI klappt, daher also Kong und da ich darüber auch das Trailen aufgebaut habe, liegen hier immer geschnittene Kongs rum - bot sich also an. Bei einem neuen Hund würde ich aber wohl wieder meinen "alten" Weg zum Aufbau der Anzeige wählen.

    Wie wird Trailen mit geschnittenen Kongs aufgebaut? Das höre ich jetzt das erste Mal. Vielleicht kenne ich es auch, nennt sich aber anders.....

    Ich kenne nur den Cocker Spaniel meiner Schwester genauer. Der muss wirklich jeden Tag gebürstet werden, sonst geht das ganz rasant mit dem Verfilzen.

    Spannend finde ich die unterschiedlichen Auffassungen, was z.B. bei einem Terrier als "gemäßigt" gilt. So wie ich mich natürlich beim Thema "Jagdtrieb" auf einem Extrem der Skala befinde. Und alles, was unterhalb meiner Definition von Jagdtrieb liegt, leise belächel.

    In den Tierheimen bei uns in der Gegend gibt es leider nur sehr viele schwer vermittelbare Hunde. So hat ein Labrador seinen Halter auch schon mal ins Krankenhaus gebraucht.

    Dann lieber bei <Rasse>in Not gucken.

    Diese Woche hat mich eines unserer Kundenteams richtig stolz gemacht. Die drei sind ihren ersten DB gelaufen und, wenn auch mit Umwegen :smirking_face: , angekommen! Nach einem Start in die falsche Richtung haben sie dann doch was gemerkt und wollten erst schon aufgeben. Haben sich aber für "Nerven behalten" und "Weitermachen - das schaffen wir!" entschieden und hervorragend taktisch gearbeitet, in dem sie Kreuzungen rückwärtssuchend ausgeschlossen haben. Das Gelände war auch nicht ganz einfach mit offenen Flächen, versteckten Durchgängen und Untergrundwechsel. Mit 520m auch kein Spaziergang..... Und ich sehe es auch als Bestätigung für unsere Art der Ausbildung :partying_face:

    Ich schließe mich direkt mal mit einer Geschirrfrage an:


    Kennt ihr Trail-Geschirre, die sich an einer Stelle am Hals öffnen lassen (die die von Dog Copenhagen oder so) oder eine vergleichsweise große Halsöffnung haben? Unseres hat so eine kleine Öffnung, dass es immer voll das nervige Getüddel ist, das über Maras Halsband zu ziehen. Bislang macht sie das noch mit, aber ich will ihr nicht das Startritual nervig machen, weil es echt umständlich und nervig ist.

    Ich nutze das Niggeloh, ziehe es aber über den Kopf. Das Rumfummeln mit dem Verschluss, gerade bei Regen, ist noch viel nerviger und umständlicher als eben das Halsband durchziehen.