Beiträge von Udieckman

    Jette war erst fünf, als ein Osteosarkom diagnostiziert wurde. Genau mit dem Verlauf mit mal mehr oder weniger humpeln. Das Röntgenbild hat schnell eine, leider sichere, Diagnose geliefert.

    Wir haben mit unserem Tierarzt geredet und uns gegen Amputation des Vorderlaufs und Chemo entschieden. Auch wenn beim Röntgen noch nichts zu sehen war, die Streuung ist wohl irrsinnig schnell. Wir haben Jette das Leben so nett wie möglich gestaltet und sie nach nur drei weiteren Monaten gehen lassen.

    Shyruka Genau das ist es!

    So vieles, was heutzutage als Mantrailing verkauft wird, ist einfach nur teuer bezahltes Spazieren gehen an langer Leine.

    Für mich stellt sich die Frage: Wie arbeitet der Hund, wenn es mal einen DB geht?


    Ich kenne es bei verschwundenen Kindern so, dass sofort alles alarmiert wird, was geht. Sowohl Hunde als auch Feuerwehr, Drohnenteams und idealerweise auch Hubschrauber. Woran ist es hier gescheitert? Die ersten Stunden sind nach wie vor entscheidend. Bei einer Alarmierung über die ILS bzw. IRLS wäre einfach mehr an manpower in den ersten Stunden vor Ort gewesen. Es ist vermutlich etwas anderen, nach vier Tagen zu starten und nicht nach wenigen Stunden.

    Natürlich greifen die Eltern nach jedem Strohhalm und sind bereit, jede Menge Geld in die Hand zu nehmen. Seriös ist es für mich nicht.

    Ohne nähere Informationen ist es natürlich schwierig, Aussagen zu einem bestimmten Fall zu treffen. Wenn bei einem angekündigten Suizid möglicherweise Waffen (da gehören auch Messer zu), dann wird von einer Gefährdung für das Suchteam ausgegangen und damit wird eine Suche untersagt.

    Mit Eintritt des Todes ändert sich ja auch sofort der Geruch. Wenn die bis dahin vermisste Person sich in einer für den Hund ungünstigen Umgebung befindet, ist ein Fund nicht unbedingt möglich.

    Ich finde dieses "jeder Hund kann trailen" mittlerweile sehr anstrengend. Wie wären wohl die Antworten, wenn ich meinen Beagle im Mondioring führen möchte.

    Darf ich fragen, was dich an der Aussage, dass jeder Hund trailen kann, stört? Mir ist schon klar, dass man nicht aus jedem Hund einen einsatzfähigen Mantrailer machen kann für den Ernstfall, aber Freizeittrailen sollte doch recht rasseunabhängig möglich sein, wengleich manche Hunde für die Aufgabe geeigneter sind und bessere Leistungen erzielen?

    Dazu hab ich gestern auch nen recht interessanten Artikel gelesen: https://science.orf.at/stories/3224857/

    Worum geht es beim Mantrailing? Egal, auf welcher Ebene ich es betreiben möchte. Es geht um das eigenständige und fokussierte Verfolgen einer Spur. Auch über längere Strecken und auch mit Schwierigkeiten.

    Weshalb muss z.B. ein Hund, der als Sichtjäger unterwegs ist, auf eine Spur gezwungen werden? Weshalb muss ein Hund, der seinen Schwerpunkt in der Zusammenarbeit mit dem Hundeführer hat, partout auf eine Spur gezwungen werden?

    Das Ergebnis: die Hunde werden von gut meinenden Ausbildern über den Trail geführt. Spätestens wenn es um einen Double Blind geht, zeigt sich, welche Hunde trailen können und welche nicht.

    Ich persönlich finde es schade, wenn die natürlichen Fähigkeiten eines Hundes zugunsten einer Modeerscheidung übergangen werden.

    Wie wäre wohl deine Antwort bei der Aussage "jeder Hund kann an Schafen arbeiten" oder "jeder Hund kann im IGP geführt werden"?

    Genau hier liegt doch der Unterschied. Wenn der Laufhund dem hochgebrachten Wild folgt, dann gibt das Wild den Weg vor und nicht der Hund. Der Mensch gibt weder das Stück genau vor, noch wohin es geht. Die Suche bzw. verfolgen geht idR ausschließlich über die Nase, nicht über die Augen. Nicht zuletzt aus diesem Grund die Gesichtsfalten beim CSH.

    Variante Beagle / Laufhund: Hasen und Rehe sind idR standorttreu. Sie springen auf, Hund verfolgt, Reh oder Hase laufen in einem großen Bogen wieder zurück. Dabei mit Geläut.