Naja, genauso gut könnte man auch fragen : Warum haben sich denn keine Füchse domestiziert?
Ebenfalls Kaniden, ebenfalls verlieren sie zumindest in der Stadt die Scheu, und ebenfalls sind es theoretisch nützliche Jagdhelfer oder zumindest Schädlingsbekämpfer.
Aber sie haben sich nicht dem Menschen angeschlossen.
Es gibt heutzutage domestizierte Füchse, aber diese Domestikation, lag in der Hand des Menschen.
So wie das Pferd mal Nahrung war, war auch der Wolf mal Feind des Menschen. Beide wurden dem Menschen zu Nutze, und es gibt keine Tiere die den Menschen in der Evolution weiter gebracht haben, als diese Beiden.
Beides sind Gruppentiere.
Insofern würde ich eine potentielle Gefährlichkeit die durch mangelnde Scheu entstehen könnte, nicht mit Domestizierung vergleichen. Letzteres lag dann eher daran dass es sich um hoch soziale Tiere handelt, die in engen Verbänden ( Rudeln/Familienverbänden) leben.
Was gab es noch für Unterschiede zu früher?
Die damaligen Menschen gingen vermutlich nicht davon aus dass es freundliche, hübsche Tierchen sind die niemals schaden könnten.
Im Gegenteil waren sie vermutlich bewaffnet und sind dieses Bündnis nur deshalb eingegangen, weil sie einen Nutzen darin gesehen haben.
Ich würde nicht davon ausgehen dass es heute das selbe ist wie damals. Zumal wir hier von bereits adulten oder zumindest Jungtieren reden, und nicht von Welpen die der Mensch in seine Obhut nahm.