Beiträge von nicole_124

    nicole_124 weißt du welche Rassen bei deinem mitgemischt haben?

    Soweit ich zurückgehen kann (3 Generationen) nur Elos auf beiden Seiten. Habe ehrlich gesagt auch nie davon gehört, dass wieder Ursprungsrassen eingekreuzt werden, das ist glaub eher bei den Abspaltungen wie Canilo oder Chebo der Fall, bei Elo möchte man das vermeiden. Die Züchter haben auch eine Datenbank, wo sie den Inzuchtskoeffizienten berechnen können um zu sehen, welcher Partner sich für ihren Hund eignet. Wenn ich es richtig im Kopf habe, sollte der IK unter 3 % sein.

    Ich gebe hier mal noch meine Erfahrungen dazu, ich habe selbst einen 1.5 jährigen Elo-Rüden namens Vinci. Die Fragen habe ich im Zitat direkt beantwortet.


    Allgemein finde ich einige Aussagen zur Zucht/Rasse hier etwas fragwürdig. Ich verstehe, dass der Elo noch nicht homogen sein kann, wie eine Rasse, die seit Jahrhunderten existiert. Aber finde ich es auch nicht ok sie als Mischlinge zu bezeichnen. Ein Mischling ist für mich irgend ein Hund, der mit irgend einem anderen Hund verpaart worden ist, ohne dass man darauf geschaut hat, ob sie charakterlich zusammenpassen, ob sie gesund sind und ohne Ziel dahinter. Das ist beim Elo aber nicht der Fall. Die EFZG (Elo Zucht und Forschungsgemeinschaft) verfolgt klare Ziele hinsichtlich Wesen und Gesundheit der Rasse, hat eine, im Vergleich zu vielen FCI anerkannten Rassen, eher strenge Zuchtordnung und auch Gesundheits- und Wesenstest sind im Vergleich eher streng. Bspw. dürfen nur Hunde mit A oder B-Hüfte miteinander verpaart werden und B darf niemals mit B verpaart werden, maximal mit A2. Bei Schäferhunden bspw darf man soweit ich weiss bis zur C-Hüfte miteinander verpaaren. Auch der Wesenstest ist eher streng, da wird bspw wirklich getestet, wie der Hund auf jagdliche Objekte sowie auf Kinder reagiert, im Gegensatz zum Beispiel zum Eurasier (war erst vor 3 Wochen an einer Zuchtzulassungsprüfung) wo diese beiden Merkmale gar nicht getestet werden, obwohl der Eurasier ebenfalls als familienfreundlicher Hund gilt, der nicht jagen soll.


    Was sicher stimmt, ist, dass man sich auf gewisse Überraschungen gefasst machen muss und dass die "Werbeversprechen" des Vereins mit Vorsicht zu geniessen sind. Auch viele Züchter sind nicht Fan davon, denn ein Hund bedeutet immer Arbeit und Erziehung. Vinci hat ein eher hohes Temperament für einen Elo und auch eher viel Will to please / will to work. Aber er ist dafür auch eher reizoffen, wenn aber auch überhaupt nicht reaktiv. Sein bester Kumpel ist ein 2.5 jähriger unkastrierter Eurasierrüde, den wir seit Welpen kennen, daher habe ich auch zum Eurasier einen guten Vergleich, zumindest was diese beiden Exemplare betrifft. Vinci ist im Gegensatz zu seinem Kumpel weniger eigenständiger und mehr auf mich fixiert und bereit mir entgegen zu kommen, während der Eurasier eher nach aussen orientiert ist und sein Ding macht. Auch ist Vinci sensibler und leichter zu beeindrucken als sein Kumpel, bei dem man oft eher das Gegenteil erreicht wenn man bswp. etwas lauter wird. Vinci hat dafür ein grösseres Thema mit dem zur Ruhe kommen zu Hause, während der Eurasier nach Hause kommt und sich in eine Ecke schlafen legt ist Vinci oftmals erst noch unruhig und muss den Spaziergang verarbeiten und braucht mehr Hilfe und Anleitung zum runterfahren. Das ist aber eher nicht rassespezifisch..


    Fazit: Wenn man sich darauf einstellt allenfalls nicht den perfekter Traumhund zu erhalten, der sich selbst erzieht, sondern man Arbeit und Zeit investieren um einen angenehmen Begleiter zu erhalten, ist der Elo durchaus eine gute Wahl. Sie haben schon eher wenig extreme Triebe, bei Vinci und auch seinen Geschwistern hält sich alles sehr in Grenzen und ist dadurch sehr gut handelbar. Aber es ist immer noch ein Hund und auch einer mit eher wenig will to please, was die Erziehung nicht immer einfach macht, da er viel hinterfragt und es für ihn Sinn machen muss bspw. eine gute Beziehung voraussetzt, dass er macht was von ihm verlangt wird. Er ist auch für alles mögliche zu haben und motiviert dabei, aber er braucht es nicht zwingend. Wir sind 1x die Woche im Mantrailing, wo er wirklich gut und sehr motiviert mitmacht, aber auch mal lieber markiert, als zu suchen. Auch in der Hundeschule ist er immer der Vorzeigehund, wenn auch etwas fiepsig um andere Hunde und wenn er keine Lust hat, dann hat er eben keine Lust :grinning_face_with_smiling_eyes:


    Bei weiteren Fragen nur zu :)


    PS: Und er ist auch einfach süss :smiling_face_with_hearts:



    Bei uns ist gerade das Problem, dass Emma abends sehr unruhig wird. So ab 17:30 Uhr bis 21 Uhr läuft sie fiepend und hechelnd durch die Wohnung. Gehe ich mit ihr raus, ist alles okay. Aber 10 Minuten nachdem wir wieder drinnen sind, geht das Gefiepe und Gejammer wieder los. Tagsüber kann sie wunderbar mit mir chillen, aber immer Abends geht das Generve los. Wenn ich alleine weg gehe, dann kommt sie zur Ruhe (sehe ich über die Kamera). Ignorieren hat keine Verbesserung gebracht, Abbrechen hilft nur kurzzeitig. Sie hat auch sichtbar Stress.

    Ich hab so ein bisschen die Vermutung, dass es daran liegt, dass wir uns zuvor über einige Wochen immer um diese Zeit mit einem anderen Hund zum spielen und spazieren gehen getroffen haben. Eventuell hat sich da eine große Erwartungshaltung aufgebaut.

    Hilft da nur Aussitzen? Ist es kontraproduktiv, wenn ich dann trotz Generve mit ihr eine Runde laufe, damit sie ein bisschen runterkommt?

    Vinci hatte (hat) das auch lange gehabt. Hat nichts gebracht ihn zu ignorieren, er kann da sehr penetrant sein.. ich habe ihn dann körpersprachlich weggeschickt und "Geh schlafen" gesagt.. Inzwischen reicht ein "geh schlafen" und er seufzt tief und verzieht sich. Es ist aber auch deutlich weniger geworden.

    Hallo zusammen :)


    Vlt. kennt jemand mein aktuelles Problem und hat Ideen..

    Vinci ist nun 1.5 Jahre alt und hatte nie Probleme mit dem Alleine bleiben. Wir haben eher später damit gestartet, so mit 4-5 Monaten, als ich das Gefühl hatte er ist angekommen und fühlt sich wohl. Also Türe zu beim Duschen etc. haben wir schon nach 2-3 Wochen gemacht oder dann mal kurz raus zum Briefkasten etc, aber gesteigert haben wir erst später und dann auch in kleinen Schritten, so klassisch nach Lehrbuch eigentlich. Und alles überwacht mit Kamera. Er kam immer schnell zur Ruhe, war nicht gestresst und hat durchgeschlafen, nie gebellt oder gefiept oder sonst was. Vor ein paar Wochen jedoch hat er damit begonnen zu heulen wie ein Wolf so 10min nachdem ich weg bin. Wenn ich aus dem Haus gehe, steht er aber nicht mal auf, er ist wirklich entspannt dabei. Und beim Heulen liegt er meistens an seinem Lieblingsplatz im Bad oder im Gang und sieht tiefenentspannt aus dabei. Kann auch sein, dass er heult und 5min später auf der Seite liegt und schläft. Er sieht wirklich null gestresst aus dabei und irgendwann gibt er es auf und dann schläft er praktisch durch bis ich wieder zu Hause bin..


    Da ich in einem Mehrfamilienhaus wohne, ist es nicht so toll wenn er heult, aber ich weiss nicht, wie ich das wegbringe. Auch bin ich mir zwar ziemlich sicher, dass er keinen Trennungsstress hat, er sieht einfach gar nicht gestresst aus und würde dann ja auch nicht entspannt weiterschlafen.. Trotzdem ist es nicht schön und irgendwas will er mir ja mitteilen und 100% wohl fühlt er sich ja wahrscheinlich trotzdem nicht.. Was ist eure Meinung hierzu, habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, evtl. Tipps was ich tun kann?


    Danke euch!

    Das glaub ich drum auch.. Ich kann mir vorstellen, dass viele Hunde hingehen, wenn sie einen Hunde sehen, damit der nicht zu ihnen kommt, damit sie entscheiden können und die Kontrolle darüber haben wer Kontakt aufnimmt. Kann mich aber natürlich auch täuschen und jeder Hund, der zu anderen Hunden rennt, möchte auch diesen Fremdhundekontakt. Oftmals fiddeln dann aber die Hunde die angerannt kommen und wissen eigentlich gar nicht so recht was sie jetzt machen sollen.

    Danke für eure Antworten, spannend hier die verschiedenen Ansichten zu hören :)



    Wenn ich nichts machen würde, würde er aber wohl auch hinrennen. Aber ich bin ziemlich sicher, dass er eigentlich keinen Kontakt will. Und ich denke auch viele andere Hunde wollen eigentlich keinen Kontakt, sehen aber keine andere Möglichkeit als Kontakt aufzunehmen.

    Woran machst du das fest?

    Gute Frage.. Viel ist wohl einfach Bauchgefühl, weil ich meinen Hund inzwischen kenne. Er hatte noch nie allzu grosses Interesse an Fremdhunden, die er nicht kennt. Im Gegensatz zu Hunden, die er kennt, da sieht man richtig wie er sich freut und er möchte unbedingt hin. Bereits in der Welpenstunde, wenn diese spielen durften, hat er oft einfach sein Ding gemacht und den Platz erkundigt oder ist bei mir geblieben oder hat versucht bei den Besitzern Leckerli abzustauben. Ab und zu war ihm ein Hund sympathisch, dann hat er mit ihm gespielt. Man sieht halt ganz klar den Unterschied wie er auf Hunde reagiert, die er nicht kennt und auf solche die er kennt.

    Mal eine Frage an die Junghundehalter/innen.. ich lese und höre immer wieder, dass viele Probleme damit haben, dass ihr (Jung)Hund zu anderen hinrennt und dann nicht mehr abrufbar ist. Vinci macht das zum Glück nicht, der freezed kurz und kommt dann auf Rückruf zu mir. Wenn ich nichts machen würde, würde er aber wohl auch hinrennen. Aber ich bin ziemlich sicher, dass er eigentlich keinen Kontakt will. Und ich denke auch viele andere Hunde wollen eigentlich keinen Kontakt, sehen aber keine andere Möglichkeit als Kontakt aufzunehmen. Warum ist das so? Und wie kann man solchen Hunden helfen? Oder bin ich falsch und diese Hunden wollen wirklich immer Kontakt aufnehmen? Und falls ja warum? Sozialkontakt? Sexuelles Verhalten? Kontrollverhalten?


    Mich würde eure Meinung dazu wirklich mal interessieren :)

    Vielen Dank für die vielen spannenden Antworten bezüglich Radius! Im Wald hat Vinci auch einen kleineren Radius als auf Feldern und er läuft nie so weit dass ich ihn nicht mehr sehen kann aber es stimmt halt schon, dass man da nicht mehr so gut einwirken kann, falls mal etwas ist.. ich werde weiter ein Auge draufhaben aber bisher klappt es ja eigentlich ganz gut und er belästigt niemand. Wenn ich Menschen oder Hunde sehe rufe ich ihn zu mir und halte in mit einem „Fuss“ neben mir bis wir den Menschen passiert haben, bei Hunden leine ich an.


    Den Weg verlassen darf Vinci auch nicht, nur zum kacken :grinning_squinting_face: Wenn er den Weg mal verlässt weil er einer Duftspur nachläuft reicht ein „raus“ Kommando, falls er es nicht befolgt weiss ich was los ist💩

    Das hat er tatsächlich sehr schnell begriffen..

    Irgendwelche Tipps? Oder mache ich mir zu viele Gedanken und ist das gar nicht so tragisch solange er dabei auf mich hört?

    Hört er denn wirklich in jeder Situation auf dich?
    Also sowas wie eine Läufige Hündin? Beute Tiere die vor ihm rum hüpfen? Anderer Hund(angeleint), der auf Krawall aus ist?
    Wenn er was Fressbares auf dem Boden findet und soweit weg ist, würde er es Fressen?

    Ich find das generell nicht schlimm, wenn Hunde doch mal nicht so gut hören und in uns rein rennen, wenn meine Angeleint ist.
    Ich find das aber Mega Lästig, wenn dann der Halter dazu komplett aus der Reichweite ist und der Hund nicht von selbst verschwindet und aufdringlich wird.

    Bisher ja.. Aber wir haben hier auch nicht sooo viele Hunde, aber bei den wenigen denen wir begegnen, lässt er sich abrufen. Selten haben wir ein Thema mit frischen Pferdeäpfeln, da funktioniert aber ein Abbruch aus Distanz und er leckt auch nur kurz dran :rolling_on_the_floor_laughing:

    Wenn er nicht abrufbar wäre bei anderen Hunde oder Menschen belästigen würde, wäre er nicht frei. Auch bei Wild lässt er sich abrufen. Wie gesagt, er hört eigentlich gut, er hat selten Tage wo die Ohren auf Durchzug sind, dann lasse ich ihn an der Schleppleine.

    Garantieren kann ich es natürlich nie zu 100%, er ist in den bisher 10 gemeinsamen Monaten 2x zu einem fremden Hund, 1x hat er ihn erkannt vom letzten Mal (als er nach Absprache spielen durfte), das zweite Mal war der fremde Hund frei und ist zu ihm und hat Spielaufforderungen gemacht. Beide Male konnte ich ihn nach dem Kontakt auch aus der Ferne abrufen (ich war zu langsam um den Kontakt ganz zu verhindern) und beide Hund haben wir wieder getroffen und da ist er nicht mehr einfach hin sondern hat sich abrufen lassen.