Hallo,
weißt du denn gar nichts über ihre Herkunft? Kommt sie aus dem Ausland?
Ich denke bei deinem Text zwei Sachen:
zum einen: Eine gute Bindung zeigt sich nicht umbedingt in dem Wunsch nach Nähe/Kuscheln/Körperkontakt.
Da gibt es große, individuelle Unterschiede. Auch die Trainierbarkeit ist nur bedingt von der Bindung abhängig. Durch Konditionierung kann man auch Tiere ganz ohne Bindung zum Menschen gut trainieren. Bindung macht zwar das Training einfacher, weil man mehr Belohnungsmöglichkeiten hat, aber die Trainierbarkeit hängt auch von genetischen Faktoren und Erfahrungen ab.
Bindung heißt, du bist für Deinen Hund wichtig, er beobachtet dich entspannt und richtet sein Verhalten daran aus. Er kann sich in deiner Nähe entspannen, auch tief schlafen. Er versucht, in Deiner Nähe zu bleiben. Er begrüßt dich und möchte freundliches Verhalten mit dir austauschen, Dazu gehört auch freundlich Anschauen, Stupsen und Lecken, Bedürfnisse Kommunizieren.
zum anderen:
Es gibt Hunde, denen Bindung zum Menschen schwer fällt oder sogar unmöglich ist. Bei Welpen verwilderter Hunde ist das bekannt. Fehlender Kontakt zum Menschen in den ersten Lebenswochen, wie du es beschreibst, ist zumindest ein Risikofaktor. Schlechte Erfahrungen natürlich auch. Manche Rassen oder Hundetypen wurden auch nicht auf enge Bindung zum Menschen selektiert. Weil sie eher an Haus und Hof gebunden sein sollten oder weil sie als Jagd- oder Arbeitshunde mit immer neuen Menschen zusammenarbeiten sollten.
Insofern kann das, was du mit deinem Hund erlebst, viele Ursachen haben. Ob es sich noch ändern wird, kannst Du nur abwarten.