Beiträge von Frau+Hund

    Für mich bleibt trotzdem die Frage bestehen, warum wir hier im Forum jeden Anfänger darauf aufmerksam machen, dass er die Verantwortung für den Hund für bis zu 15 Jahre übernimmt.

    Warum kann nicht eine Jugendliche, die sich sehnsüchtig einen Hund wünscht, das einfach mal ausprobieren? Warum sollen sich alte Menschen Gedanken machen, ob sie den Hund noch überleben?

    Oder warum soll man nicht einfach seine Traumrasse anschaffen und weiterverkaufen, wenn es dann doch nicht passt?


    Und noch etwas: zu glauben, ein Hund einer Rasse oder auch einer Linie sei in seinen Charaktereigenschaften sicher vorhersagbar, ist genauso falsch, wie zu glauben, ein Tierheimhund sei immer lieb und dankbar. So funktioniert die Fortpflanzungsbiologie einfach nicht. Und wenn man eine Linie tatsächlich so engzüchtet, dass sich die Hunde in Aussehen und Charakter sehr gleichen, ist wieder die Gefahr von Inzuchtschäden, die sich auch Charakterlich auswirken, groß.


    Eine gewisse Toleranz und Bereitschaft, sich an den Charakter des Hundes anzupassen, muss man einfach mitbringen. Und der Hund muss das auch,

    Hier noch eine interessante Quelle, zur Ergänzung.

    https://vetfocus.royalcanin.co…enschaft/canine-colostrum


    Abbildung 1 zeigt den Verlauf der verschiedenen Antikörper im Kolostrum und Muttermilch.

    IgG ist der Antikörper, der vor allem durch das Kolostrum übertragen wird und für den sich die Darmschranke schließt, weil die Zellen der Darmschleimhaut eng zusammen rücken.

    IgA hat die höchste Konzentration nach der Kolostrum-Zeit und bleibt über die ganze Säugezeit hoch. Es schützt vor allem den noch unreifen Darm, kann aber aktiv durch die Schleimhaut transportiert werden und gelangt auch ins Blut.

    IgM ist in geringerer Menge die ganze Zeit vorhanden, mehr wird dazu aber nicht gesagt.

    Hmm.. Muss ich mal nachlesen. Hast du da ne Quelle.

    Wobei der Weg fuer die Antikoerper ueber die Darmschleimhaut eben nach einnpaar Stunden nach der Geburt 'zu' ist.

    Also selbst wenn in der normalen Muttermilch Antikoerper waeren, koennen die nicht mehr aufgenommen werden.

    Ich benutze da noch meine Old-School-Physiologiebücher.

    Aber auf die Schnelle habe ich dies gefunden:

    https://www.netdoktor.de/baby-kleinkind/muttermilch/


    oder hier


    https://www.spektrum.de/magazi…-durch-muttermilch/822831


    In der Muttermilch ist viel IgA, dass vor allem in den Schleimhäuten vor Eindringen von Viren und Bakterien schützt. Da es aber auch von den Schleimhautzellen aufgenommen und durchgeschleust wird, gelangt es in kleinen Mengen ins Blut des Säuglings und verhindert dort die Wirkung der Impfung.

    Du meinst wahrscheinlich das IgG, das über Plazenta und Kolostrum übertragen wird.

    Leider ist das mit der Titerbestimmung nicht so einfach. Ist ein ausreichend hoher Titer da, ist der Hund erst einmal geschützt.

    Wenn der Titer aber nicht nachweisbar ist, heißt das nicht, dass keine Antikörper da sind.

    Sie können sich in anderen Körperflüssigkeiten wie der Lymphe befinden oder in eine Immunantwort gebunden sein. Trinkt der Welpe noch Milch, können sie mit der nächsten Mahlzeit wieder da sein.

    Dazu kommt, dass zusätzliche Blutentnahmen einen Tierarztbesuch mit all seinen Keimen bedeuten und auch eine Blutentnahme ein kleines Infektionsrisiko hat. Das alles für ein unsicheres Ergebnis?

    Da impft man lieber einmal mehr, mit dem Risiko, dass es umsonst war.


    Ein Problem ist kaum bekannt: Die extreme Inzucht, die heute bei vielen Rassen vorliegt, führt dazu, daß manche Welpen gar keine Antikörper mehr gegen eine bestimmte Krankheit aufbauen können, auch nicht nach Impfung. Wenn sie krank werden, sind sie nicht zu retten. Rassen mit Inzuchtwerten höher als Geschwister würde ich daher generell meiden.