Beiträge von Frau+Hund

    Das mit dem Rassen beziehungsweise Mischlingscharakter stellt man sich oft zu einfach vor. Labrador unterscheiden sich zwar im Durchschnitt charakterlich von Pudeln, aber in beiden Rassen gibt es ein sehr weites Spektrum ganz unterschiedlicher Charaktere. Fällt dann ein Mischling aus beiden Rassen, wird sein Charakter vor allem von dem der Elterntiere geprägt, erst danach von der Rasse dahinter.

    Wenn du einen erwachsenen Mischling suchst, kommt noch dessen Aufzucht und Förderung dazu. Er ist dann einfach er selber, und du musst entscheiden, ob dieses besondere Tier zu euch passt. Dafür hast du dann ja auch die Tierheim Mitarbeiterinnen an der Seite.

    Ich habe Mischlingswelpen (mit bekannten Elterntieren) und Rassenhundwelpen aufgezogen und letztlich war der Unterschied nicht soo groß: alle waren Individuen, auf die wir uns in Erziehung und Beschäftigung eingestellt haben.

    Hallo Abby,

    Ich finde der Unterschied ist, ob es ein erwachsener Hund ist oder ein Welpe. Bei einem erwachsenen Hund ist die Mischung eigentlich egal, du kannst ihn vorher kennen lernen und dir von den Vor-Besitzern den Charakter schildern lassen. Dann kannst du entscheiden, ob das zu dir passt.

    Ein Welpe zeigt seinen Charakter erst später. Bei einem Mischling aus zwei Rassen finde ich, man sollte beide Rassen gut halten können. Oder aber, man ist so offen und anpassungsfähig, dass man mit dem Mix auch zurecht kommt. Auch ein Mischling ist ein Hund.

    Einen Hund, der direkt aus dem Ausland kommt, würde ich nicht nehmen. Da passiert einfach zu viel Mist, die Hunde werden, um sie loszuwerden, als völlig unkompliziert beschrieben. Und dann kommt etwas ganz anderes an.

    Ich wünsch dir viel Glück bei deiner Suche!

    Bei Pudeln fällt gar nix. :ugly:

    Oje, da ist mein Papillon echt praktisch. Den hab ich in 10 Jahren noch nie geduscht.

    Meine Hündin früher hat sich auch mal in Norwegen in Fischresten gewälzt. Sie fand, das verschönere das kleine Zelt ungemein…

    Da stand ich bei Sturm am See und hat ihr den Hals gewaschen. War zum Glück nur eine kleine Stelle.

    Ich glaube es gab seinerzeit im Freien einen Wasserhahn mit einem Schlauch dran, um alles Mögliche sauber zu machen, wahrscheinlich damit? Oder ist das auch nicht erlaubt?

    Ich käme nicht auf die Idee. Wir campen mit Zelt und bleiben einfach draußen, bis der Hund trocken ist, dann fällt der Dreck von selbst raus. Ggf. wickele ich den Hund in ein Handtuch ein. Wenn es länger regnet, muss man beim Campen alles vermeiden, was Nässe in Zelt oder Auto bringt. Also bloß nicht den Hund klatschnass werden lassen.Notfalls in Zelt oder Auto bleiben.

    Die Hunde in dem Tierheim sind aber nicht die typischen, unüberlegten Corona-Hunde, dafür sind sie allein schon zu alt. Es sind ja massenhaft Listenhunde und auch sonst ältere „krasse“ Hunde, das sieht mir eher nach einer Subkultur aus, deren Hunde irgendwann zu anstrengend oder auffällt werden. Leider sind es dann auch die Hunde, die schwer zu vermitteln sind.

    Falls nochmal jemand ein ausgiebiges Beispiel für "Victim Blaming" sucht, kann man ihm wohl guten Gewissens diesen Thread schicken.

    Man tut diesem Begriff "Victim blaming" nichts Gutes, wenn man ihn auf alles mögliche ausweitet. Er wird benutzt für gezielte und gewollte Straftaten an einem Menschen, in der Regel in Verbindung mit einem Machtgefälle zwischen Täter und Opfer. Die Schuld des Täters wird dem Opfer zugeschrieben, es wird damit zusätzlich verletzt und bestraft. Und dort sollte der Begriff auch bleiben!


    Nach allem, was hier geschrieben wurde, geht es hier um einen Unfall aus grober Fahrlässigkeit. Das ist etwas anderes. Niemand hat den Hund gezielt auf das Kind gehetzt (ein Glück!) Sollte der Schaden angezeigt werden und es kommt zu einem Prozess, würde selbstverständlich nicht nur nach der Schuld der Hundebesitzer sondern auch nach dem Schuldanteil des Kindes bzw. seiner Erziehungsberechtigten gefragt.


    Was hier genau passiert ist, wissen wir alle nicht, auch nicht Timmy2019. Es geht nur um die Frage, was sinnvollerweise zu tun ist.

    Ich höre raus, dass sie sich wünscht, dass weder ihr Kind noch sonst jemand in Zukunft durch diesen Hund zu Schaden kommt. Und dass ihrem verletzten Kind irgendwie Gerechtigkeit geschieht (z.B. durch eine Entschuldigung). Ich kann sie bei beiden Wünschen absolut verstehen. Ich fürchte aber, dass keiner der vorgeschlagenen Wege - auch nicht der über "die Ämter" - sicher zum Erfolg führt. Nur ihr eigenes Kind kann sie durch Fernbleiben von Familienfeiern schützen, aber auch das hat einen Preis - auch für das Kind.

    Was ich nicht verstehe:

    Warum eigentlich das Ordnungsamt? Das ist doch nur für den öffentlichen Bereich zuständig. Solange der Hund nicht im öffentlichen Bereich auffällig war, kann und wird es nichts machen, was auch?

    Timmy2019 kann den Vorfall bei der Polizei anzeigen. Aber das würde ich mir gut überlegen. Sie (oder er?) selbst hat den Vorfall nicht gesehen, sie war zum Rauchen draußen. Es würden Zeugen vernommen und was da raus kommt, kann man schwer steuern. Am Ende hat sie noch die Aufsichtspflicht verletzt oder so etwas. In einem Prozess gehört „victims blaming“ durch den Anwalt der Gegenseite immer dazu.


    Und keine Instanz in unserem Land wird dafür sorgen, dass der Hund nicht auf dem nächsten Geburtstag dabei ist. Die Familie muss selber eine Lösung finden - Aufbrechen, sobald Absprachen zu Sicherung des Hundes nicht eingehalten werden, ist doch eine sinnvolle.Maßnahme.

    Ja, mag sein.

    Der Film zeigt ja vor allem gar keine Wege auf, wie man denn "ethisch vertretbar" an einen Begleithund kommt. Selbst wenn der Schluss heißen sollte: "Nimm lieber einen Mischling". Auch den muss man ja erst einmal finden zwischen all dem, was man nicht unterstützen möchte.


    Ob man mit solchen Filmen etwas erreichen kann - ich weiß nicht!