Ich werde jetzt mal ein Experiment starten und zeitgleich an zwei Sachen arbeiten.
Keine Ahnung ob das funtkioniert oder ob ich am Ende ein großes Chaos habe, aus dem cih dann eine halbwegs vernünftige Geschichte machen muss, aber diese beiden Storys nehmen in meinem Kopf gerade so viel Platz ein und schubsen sich gegenseitig beiseite und rempeln sich ständig an, dass ich da einfach nicht entscheiden kann, dass eine zurückstehen muss.
Das mach ich oft. Mir hilft es, zwischendurch mal Wechseln zu können, gerade bei einem Projekt an dem ich plotte/schreibe und einem, bei dem ich am Überarbeiten bin. Wenn ich dann merke, okay.. jetzt bin ich voll in dem einen drin und ein Wechsel wäre kontrakproduktiv, dann lass ich es und bleib bei dem einen.
Ich brauch so ne Mischung aus Flow und Routine, die sich nicht nur nach Bock und Laune richtet sondern auch ein bisschen nach: ich mach jetzt nen bisschen was auch wenn ich keine Lust hab weil ich weiß, die Lust kommt wenn ich dran bin.. und ich WILL dieses Projekt schreiben und veröffentlichen. Auch wenn vielleicht grad Motivation fehlt.
Ansonsten produziere ich, wenn irgend ne Idee, irgend nen Charakter quer schießt und dazwischen funkt, in einem entsprechend angelegten Dokument Wortkotze. Also einfach alles raus. Das hilft teilweise um wieder nen bisschen zurück zum eigentlichen Projekt zu kommen. Wobei ich momentan auch sehr hin und her schwanke und eigentlich erstmal froh bin, dass mein Kopf wieder soweit kooperativ ist, dass ich überhaupt nen bisschen was gebacken bekomme, egal bei welchem Projekt.
Manchmal denke ich, es wäre zielführender ein Projekt durchzuziehen. Mein Gehirn funktioniert so nur einfach nicht und ich muss eben mit dem Arbeiten, was ich habe. Chaos, große Schwankungen in dem was gerade möglich und leistbar ist und sehr, sehr viele herumhüpfende Gedankensprünge und Ideen. Ist zwar mühsam das ganze so halbwegs zu bändigen und kostet viel Zeit und Energie.. aber zwischendurch kommt cooles Zeug bei rum.
Ähm. Was ich eigentlich sagen wollte: Wenn dir grad danach ist, mach. Das Chaos, das entsteht, ist vielleicht aufwändiger in den Griff zu bekommen als wenn man klar strukturiert ein Projekt durchzieht, aber es ist auch irgendwie ein lebender Organismus der jeweils das andere Projekt befeuert und echt interessante Erkenntnisse liefern kann, die man sonst nicht gehabt hätte. Und die die jeweilige Geschichte besser machen.