Der Tipp: Negativ-Reize. Also Wasser anschmeissen (find ich bei meiner sehr sensiblen Hündin nicht i.O.)
Finde ich super, dass du auf dein Bauchgefühl gehört hast!
In dem Moment wo sie bei dem anderen Hund war hätte ihr das nicht geschadet. Ohne große Emotionen das bekommen was sie sich eingebrockt hat. Solange das als Aktion-Reaktion und nicht als Strafe passiert. Auch sensible Hunde haben ein Recht auf klare Ansagen.
Da muss ich leider widersprechen. Klar, das war ne blöde Situation, aber Hunde kennen den Unterschied zwischen "richtig" und "falsch" nicht. Das sind menschliche Konstrukte, die Hunde einfach nicht verstehen können. Es gibt für Hunde lohnenswertes Verhalten und nicht lohnenswertes Verhalten und es gibt hündische Kommunikation untereinander. Man kennt die Situation nicht und wir wissen alle nicht, wie die beiden Hunde untereinander schon durch Blicke / Körpersprache etc. im Vorhinein kommuniziert haben. Teilweise passiert sowas so fein, dass man es kaum wahrnehmen kann. Wir wissen also nicht, ob Mala den Hund der TE vielleicht provoziert hat o.Ä.
In jedem Fall war es aus rein hündischer Sicht höchstwahrscheinlich nachvollziehbares Verhalten, dass Chuwi so reagiert hat, wie er nun mal reagiert hat. Hunde sind reaktive Tiere, ganz einfach. Und hier liegt das Fehlverhalten wenn überhaupt bei Frauchen (überhaupt nicht böse gemeint! Du gehst ja sehr reflektiert an die ganze Sache ran ), weil der Hund nicht entsprechend gesichert war und nicht beim Hund selber, der lediglich instinktiv reagiert hat. Warum soll man dafür jetzt mit einer Wasserflasche bestrafen? Ich finde es etwas fahrlässig einen solchen Tipp über das Internet zu geben, weil beim Strafen auch einfach so viel schief laufen kann.
Man müsste, um Strafen "richtig" einzusetzen genau in der Sekunde bestrafen in der der Hund "denkt": "ok ich geh auf Angriff." Nur ist es als Halter*in nahezu unmöglich diesen Moment abzupassen. Bestraft man jedoch zu früh oder zu spät, dann kann der Hund die Strafe nicht mehr mit dem Verhalten, das eigentlich bestraft werden sollte, in Verbindung bringen. Vielmehr kommt es zu Fehlverknüpfungen, was die Situation sogar noch verschlimmern kann. Bspw.: Chuwi sieht Mala an, bekommt in dem Moment das Wasser ab und verbindet es nun mit der Anwesenheit von Mala und plötzlich findet er sie noch blöder. Zum anderen kommt hinzu, dass Frauchen plötzlich unberechenbar für Chuwi wird. Wenn Methoden wie Wasser spritzen nicht dem Trainingsverständnis der TE entsprechen, gehe ich mal stark davon aus, dass hier nicht über Strafen gearbeitet wird. Wenn dann plötzlich aus dem Nichts Wasser gespritzt wird, dann versteht der Hund doch die Welt nicht mehr. Wie soll das das Vertrauen zu Frauchen stärken?
Ich habe für "den Hund mit Wasser bespritzen" absolut gar kein Verständnis, tut mir leid. Hunde sind Lebewesen und haben auch verdient, dass man sich etwas mehr Zeit und Mühe gibt, um an bestimmten Verhalten zu arbeiten, anstatt ihn einfach stumpf mit Wasser zu bespritzen, was lediglich dazu führt, dass der Hund ggf. sein Verhalten in dem Moment unterbricht, aber keinen nachhaltigen Trainingserfolg mit sich bringt.
Natürlich dürfen solche Situationen, wie von der TE beschrieben, nicht passieren. Aber dessen ist sie sich ja auch bewusst und sichert nun in unübersichtlichen Gebieten mit Schleppleine. Wo genau die Ursache liegt, dass die beiden sich nicht mögen, kann vermutlich nur ein*e Trainer*in vor Ort beurteilen, aber nachhaltigen Trainingserfolg hast du damit, dass du dem Hund eine Anleitung gibst, wie er mit solchen Situationen umgehen soll. Da muss halt jetzt vorübergehend mit Leine gesichert werden und du musst deinem Hund beibringen, dass er sich in solchen Situationen an dich wendet und nicht los startet. Wie genau das am besten trainiert wird, wird auch ein*e Trainer*in beurteilen können.
Aber bitte bleibe dabei, dass du keine Wasserfalsche einsetzt! Hör auf dein Bauchgefühl, das ist häufig am besten.
Und was genau soll der Unterschied zwischen "Strafe" und "Aktion - Reaktion" sein rinski ? Was das einzelne Individuum als Strafe empfindet, kann nicht das Individuum entscheiden, das die aversiven Mittel einsetzt, sondern nur das Individuum, das die aversiven Mittel erfährt.
Für eine Person ist vielleicht schon die kalte Schulter zeigen eine Strafe, während einer anderen Person sowas völlig egal ist. Da empfindet jeder anders.