Beiträge von lisa_do

    Liebe Lotti, ich zitiere dich einfach mal selbst:

    Vor kurzem hatten wir einen privaten hundetrainer ein paar Mal hier. Der war mit persönlich zu militant.. Ich möchte Lotti ja nicht einschüchtern, sondern erziehen


    Leider scheint dein neuer Trainer nicht viel besser zu sein. Einschüchterung passiert nicht nur dadurch, dass man den Hund zu Boden drückt. Auch Wasserflaschen und Ähnliches sind Trainingsmethoden (wenn man es so überhaupt nennen kann/will), die den Hund einschüchtern. Dein Hund wird hier gerade hauptsächlich über Strafen „erzogen“.

    So wie du es vorher geschrieben hast, scheint das was zu sein was du eigentlich nicht möchtest. Überdenke deine Trainerwahl doch vielleicht nochmal und lies dir die Antworten von davor nochmal in Ruhe durch. Da kamen doch schon einige gute Tipps. 😊


    Ich verstehe, dass man einem Trainer erstmal vertraut, weil man denkt „na der wird schon wissen was er tut.“ aber leider stimmt das nicht immer.


    Hast du denn ein gutes Bauchgefühl dabei, den Hund jedes mal mit Wasser nass zu spritzen?


    Stell dir mal vor dein Hund verbindet Wasser dadurch irgendwann so negativ, dass Regen/Duschen/Baden/Schwimmen gehen plötzlich totaler Stress für den Hund werden. Das ist doch nicht schön, oder?

    Huhu :winken:


    Bezüglich des Naturschutzgebietes gibt es tatsächlich große Fortschritte :cuinlove: wir haben es so gemacht, dass wir in den letzten Wochen ausschließlich dort spazieren waren, wenn unsere neue Gassibekanntschaft dabei war. Das ist ein recht souveräner und etwas größerer Hund aus dem spanischen Tierschutz und Luna und er haben sofort harmoniert. Die beiden gehen einfach entspannt nebeneinanderher und wenn einer eine spannende Stelle entdeckt, gehen beide zusammen dort schnüffeln. Letztens haben die beiden auch mal ein Rennspiel gestartet. :herzen1:

    Das hat Luna auf jeden Fall total viel Sicherheit gegeben. Bei Spaziergängen darf sie öfter mal entscheiden wo wir lang gehen und als letzte Woche mein Freund dabei war, hat sie von alleine auf's Naturschutzgebiet zugesteuert! Ich habe mich total gefreut. :herzen1: Wir sind dann ein Stück gegangen und haben nach 15 min wieder umgedreht, damit wir es nicht direkt übertreiben und es erstmal positiv in Erinnerung bleibt. Vorgestern wollte sie dann sogar morgens mit mir alleine dort lang. Da war sie auf einmal total erkundungsfreudig und hat sogar an der ein oder anderen Stelle markiert. Sie wird immer mutiger!



    Ansonsten haben wir unseren ersten gemeinsamen Urlaub gebucht. :cuinlove: :applaus: In der letzten März Woche geht es eine Woche an die Nordsee nach Wyk auf Föhr! Inspiriert von Kesuki 's Urlaubsfotos hat mich das Fernweh gepackt und auch die Vorfreude Luna den Strand zu zeigen! Sie liebt Spielplätze und wird den Strand bestimmt richtig toll finden. :smile:

    Das ganze steht unter dem Motto "Alles kann, nix muss". Da es ja unser erster gemeinsamer Urlaub ist, habe ich keine allzu großen Erwartungen und stelle mich auf ein paar entspannte Spaziergänge und ansonsten auch viel Aufenthalt in der Ferienwohnung ein. Ich denke nicht, dass ich Luna in fremder Umgebung alleine lassen kann, um mal etwas den Ort zu erkunden und zu bummeln, aber das ist auch nicht so schlimm. Oder wie handhabt ihr sowas? Können eure Hunde auch im Urlaub nach 2-3 Tagen alleine bleiben? Ich würde auf jeden Fall ihr Körbchen mitnehmen und eine Decke von hier, die nach zuhause riecht. Natürlich auch noch ihre Lieblingsspielzeuge.


    Ansonsten habe ich mich noch gefragt, ob eure Hunde im Urlaub auf ungefähr genauso viel Schlaf kommen wie zuhause? Irgendwie ist man im Urlaub ja doch etwas mehr unterwegs als man das zuhause ist und dadurch dass man den Hund ggf. nicht alleine lassen kann, ist dieser ja auch etwas mehr unterwegs. Findet ihr das für eine Woche mal in Ordnung? Also ich habe jetzt natürlich nicht vor 8 Stunden pro Tag draußen zu sein, aber mal eine schönen Strandspaziergang und danach ggf. noch irgendwo draußen hinsetzen und was Warmes trinken, da ist man ja schon mehr draußen als sonst. In ein Café oder Restaurant habe ich Luna bisher noch nie mitgenommen, aber ich wir sind ja nicht in der Hauptsaison unterwegs und ich denke schon, dass sie gut zur Ruhe kommen kann, wenn man sich draußen irgendwo hinsetzt nach einem Spaziergang und sie ihre Decke zum Liegen bekommt.

    Also um zum Punkt zu kommen: Wie handhabt ihr es bezüglich Ruhezeiten im Urlaub?


    Und meine (erstmal) letzte Frage wäre zur Autofahrt und Fährenfahrt. Wir waren so lange noch nie mit dem Auto unterwegs und ich weiß nicht, ob Luna auf der Fähre ggf. schlecht werden könnte? Würdet ihr da im Vorhinein etwas vorbeugend gegen Übelkeit und/oder zur Beruhigung geben?


    Viele Grüße :smile:

    Huhu :winken:


    Arbeitet ihr mit einem Klicker oder einem Markerwort? Wenn nicht, dann kann ich euch das wärmstens empfehlen. :smile: Wenn ihr den Klicker/ein Markerwort aufbaut und euer Hund das Prinzip verstanden hat, dann könnt ihr jedes mal klickern, wenn euer Hund euch draußen Aufmerksamkeit schenkt. Anfangs vielleicht nur 1x pro Spaziergang, aber je öfter ihr das klickert und belohnt umso öfter wird das Verhalten idR dann auch gezeigt. Da muss man einfach etwas Geduld mit sich mitbringen.


    Welche Länge hat denn eure Führleine und welche Länge hat eure Schleppleine? Ich habe tatsächlich gute Erfahrungen damit gemacht eine eher längere Führleine zu verwenden (unsere ist 3 m lang und wenn wir nicht an der Straße lang müssen, nehme ich auch gerne eine 5 m Leine), weil so weniger Frust auf beiden Seiten entsteht - der Hund hat etwas mehr Bewegungsspielraum und kann besser seinen Hundedingen nachgehen ohne dabei ständig in der Leine zu hängen, was wiederum auch beim Mensch Frust rausnimmt. Gleichzeitig verknüpft der Hund die Leine positiver, weil sie ihn nicht ständig hemmt.


    Was habt ihr denn bisher auf Spaziergängen versucht um von eurem Hund Aufmerksamkeit zu bekommen? Es gibt einige Hunde die draußen keine Leckerchen annehmen, wenn man diese einfach ganz "langweilig" aus der Hand gibt. Habt ihr da schonmal etwas rumprobiert? zB Leckerchen etwas weiter wegwerfen und den Hund suchen lassen? Da könntet ihr zB "Guck mal" sagen und dann das Leckerchen werfen, dann merkt der Hund irgendwann, dass "guck mal" was Spannendes ankündigt. Oder in der Wohnung "Fang" üben, indem ihr das Leckerchen zuwerft und Hund es fangen soll. Das habe ich mit Luna geübt und seitdem setzen wir es total gerne draußen ein. Ich werfe ihr pro Spaziergang einfach 3-4 mal Leckerchen zu mit der Ankündigung "Fang" und dadurch lernt sie, dass jederzeit etwas potenziell spannendes bei mir passieren kann und es sich lohnt in meiner Nähe zu bleiben. Luna ist allerdings auch sehr Futtermotiviert, was das ganze etwas erleichtert.


    Habt ihr eine List mit Dingen, die euer Hund besonders gerne mag? Macht das vielleicht mal über eine Woche lang und schreibt alles auf, woran euer Hund Spaß hat. Selbst wenn es Dinge sind, die ihr erstmal nicht so toll findet (wie zB Eichhörnchen hinterher jagen). Wenn ihr einen Überblick habt, dann könnt ihr euch das gut zu Nutzen machen.


    Bleiben wir mal bei dem Beispiel Eichhörnchen: Euer Hund entdeckt ein Eichhörnchen und schaut es erstmal nur an. Das wäre der Moment in dem ihr den Klicker einsetzt und das beobachten belohnt. Denn das ist das Verhalten, was ihr fördern wollt. der Hund soll für's Beobachten belohnt werden, damit er dies zukünftig länger zeigt. Je länger der Hund beobachtet, umso mehr Zeit habt ihr zu reagieren. Sagen wir mal das klappt und der Hund bleibt stehen und beobachtet und ihr klickert. In dem Moment möchte der Hund aber kein Leckerchen, weil ein LEckerchen in seinen Augen nicht so hochwertig ist, wie das Hinterherjagen. Dann könnt ihr als Belohnung einen sog. funktionalen Verstärker einsetzen. Das bedeutet, dass ihr den Hund mit etwas belohnt, was dem Jagdwunsch nachkommt. Ihr holt also zB einen Felldummy oder eine Reizangel raus und lasst den Hund als Belohnung dafür, dass er dem Eichhörnchen nicht hinterher ist, damit spielen. Somit lernt der Hund: als Belohnung dafür, dass ich nicht hinterherrenne, passiert bei Frauchen was Spannendes, wobei ich auch meinem Jagdwunsch nachkommen kann.


    (Es stimmt übrigens nicht, dass man mit Jadgspielen das Jagdverhalten fördert. Ein Hund, der einen angeborenen Jagdinstinkt hat, hat den sein Leben lang. Das kann man weder verstärken noch wegerziehen. Das einzige was man machen kann, ist den Jagdinstikt in halbwegs lenkbare Bahnen zu bekommen. Man kann durch bspw. sinnloses Bällchen werfen fördern, dass der Hund Bewegungsreizen unkontrolliert nachgeht, aber durch gezieltes Einsetzen, wie von mir oben beschrieben, lenkt ihr das Jagdverhalten so um, dass es euch zugute kommt. Ich finde es übrigens auch gut, dass ihr Mantrailing betrieben habt, vor allem wenn euer Hund da Spaß dran hat! Ich würde das ruhig weiter machen. Wie gesagt könnt ihr den Jagdtrieb dadurch nicht verstärken. Ich sehe da sogar eher den Vorteil, dass der Hund durch's Trailen lernt besser mit euch zusammenzuarbeiten und gleichzeitig wird der Jagdtrieb ggf. ein Stück weit befriedigt, sodass dieser im Alltag besser kontrollierbar wird.)


    Das mit den funktionalen Verstärkern ist eine tolle Sache. Wenn ich Luna zB aus dem Spiel mit einem Hund zurückrufe, dann bekommt sie dafür keinen Keks und wird dann direkt danach angeleint, sondern wir starten erst ein gemeinsames Rennspiel und dann bekommt sie einen Keks und dann gehen wir weiter. Ich gebe ihr somit nämlich eine gleichwertige Belohnung (Rausrufen aus dem Spiel - Hund hört - als Belohnung wird das Spiel mit mir fortgesetzt). In solchen Momenten wäre eine reine Leckerli-Belohnung nämlich nicht so hochwertig, wie der Spaß am Spiel.


    Noch ein weiteres Beispiel: Wenn euer Hund Mäuselöcher spannend findet und ihr das auf die List schreibt, dann kannst du, wenn du auf einem Spaziergang ein Mauseloch entdeckst, dorthin gehen und "Oh Spannend, guck mal!" sagen und dann inspiziert ihr gemeinsam das Mauseloch.


    Also was ich sagen will - macht euch ein Bild darüber was die Hobbys eures Hundes sind - was findet er richtig toll? Und versucht dann darüber seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Gleichzeitig kann das ganze durch's Klickern oder ein Markerwort verstärkt werden. :smile:


    Der coole Sideeffekt dabei ist, dass man seinen Hund nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernt! Ich fand es total spannend Luna's "Hobbys" herauszufinden. So wird einmal nochmal bewusst, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat. Das finde ich persönlich richtig toll! Ja und dann muss man Kompromisse finden, was bedeutet dass man einerseits den "Hobbys" des Hundes nachkommt und wenn dieser dann durch glücklich und ausgelastet ist, dann fällt es ihm im Gegenzug leichter sich auch auf deine Anforderungen einzulassen, weil er dann von der Grundstimmung her entspannter ist. =)

    So, ich antworte jetzt nochmal auf eure Beiträge von davor. :smile:


    Deswegen kommuniziere ich klar, dass ein "nach vorne auslösen", egal aus welchen Beweggründen, unerwünscht ist. Ja nach Hund, Situation, Auslöser, kann fällt eine solche Rückmeldung ganz unterschiedlich ausfallen - und immer ganz kurz und knackig. Wir machen da kein Drama draus, sondern einfach nur ein "das war gerade scheisse". Finde ich selbst doof, weil wenn es soweit kommt, habe ich geschlafen. Aber der Hund braucht eine klare, sofortige, situationsbezogene Rückmeldung, auch das gehört zur Fairness dazu.

    Ich weiß auf jeden Fall was du meinst und gebe dir da auch recht. Dass Luna aktiv nach vorne gegangen ist, kommt ja zum Glück gar nicht regelmäßig vor. Ich glaube da ist hier ein falscher Eindruck entstanden.

    Das erste mal war die Situation an Weihnachten, die aber glaube ich stressmäßig auch einfach eine Sondersituation war und dann halt die blöden Situationen mit meinem Freund. Bei der einen Situation konnte ich nicht dazwischen gehen, weil es komplett im Sitzen auf der Couch passiert ist und ich glaube tatsächlich dass Sockensucher das da ganz gut eingeschätzt hat - Luna war da gerade im Halbschlaf und an dem Tag eh etwas reizbarer als sonst und ist dann in alte Muster gefallen, ihren Schlafplatz "verteidigen" zu müssen. Sie war danach ja auch nicht schlecht auf meinen Freund zu sprechen, sondern wieder ganz normal, nachdem sie realisiert hat, dass es nur er war. Ebenso wie in der Situation draußen. Da habe ich sie ja auch sogar geblockt. Das waren aber auch die einzigen 3 Situationen in denen sie nach vorne gegangen ist.

    Ansonsten hat sie zwar ein Problem mit Besuchern, aber da ist es eher so, dass sie bei mir bleibt und wenn dann mal in deren Richtung knurrt , wenn die sie dann aktiv ansprechen oder sowas in der Art. Und in solchen Situationen hat die Trainerin halt dazu geraten auch mit körperlichen Blocks zu arbeiten und das ist das was ich nicht möchte.

    Weil Luna bleibt bei mir, das finde ich gut und Luna knurrt (kommuniziert also "bitte komm nicht noch näher") und das finde ich auch gut, weil Luna darf auch ihre Bedürfnisse äußern. Und dann sehe ich die Pflicht bei mir sie aus der Situation wegzuführen und ihr somit zu zeigen, dass aus der Situationen wegzugehen der bessere Weg ist, als nach vorne zu gehen.


    Der Weg der Trainerin wäre ja gewesen Luna frei laufen zu lassen um mehr oder weniger darauf zu warten, dass sie auslöst um ihr dann zu zeigen "so nicht". Aber damit fühle ich mich nicht wohl und mein Weg ist eher, von vorne herein so zu managen, dass es erst gar nicht zum Auslösen kommt.


    Luna hat Stress mit Menschen. Und das ist nicht frech, oder unsicher oder sonstwas, sondern eine Herausforderung für sie, immer. Und die Aufgabe von uns Menschen ist, das Leben, das man dem Hund so zumutet, so bewältigbar zu machen, wie es eben geht.

    Danke liebe Sockensucher für deine Worte! Tatsächlich konnte ich uns ganz gut darin wiedersehen und denke, dass du mit deiner Einschätzung richtig liegst. Das was du schreibst, ist genau das was ich meinte mit, dass ich ihre Reaktionen aus hündischer Sicht teilweise nachvollziehen konnte und es da deshalb nicht falsch finde ein bisschen Verständnis entgegen zu bringen.

    Wenn Lunas Akkus wieder aufgeladen sind, wird sie sicher mit minimaler Anleitung sich brav verhalten. Das hat sie immer wieder gezeigt. Ihr Schlaf gönnen, dass der Freund angekündigt wird von dir, Hand auflegen und da kommt YX sagen, wenn der rumrennen muss, wenn es unruhig wird, Körbchen halt ein stück weg von dir, dass sie nicht mit Körperkontakt schläft, durchgammeltage, vielelciht in alte Gassigebiete Fahren, wo sie sich gut und sicher gefühlt hat.

    Mein Freund hat sie jetzt in den letzten Tag immer kurz angesprochen, bevor er sich wieder hingesetzt hat und das hat dazu geführt, dass sie in den meisten Situationen dann nichtmal mehr ihren Kopf hochhebt um zu schauen, was gerade passiert. Ich glaube diese Ankündigungen helfen ihr und sie weiß dann, dass nichts schlimmes passiert. Das war eine gute Idee! Beim Geschirr anziehen o.Ä. machen wir das ja auch, dass ich das mit "Anziehen" ankündige und auch da hatte ich immer das Gefühl, dass ihr das geholfen hat. Ich glaube das behalten wir jetzt erstmal so bei!

    Schlaf bekommt sie eigentlich genug. Unser Alltag ist an sich super langweilig. Ich würde sagen an normalen Wochentagen kommt Luna bestimmt auf 17-20 Stunden Schlaf pro Tag. Da habe ich von Anfang immer drauf geachtet. Aber ansonsten hast du natürlich recht und gerade nach dem was du alles aufgezählt hast, ist mir erstmal nochmal bewusst geworden, was sie im letzten 3/4 Jahr für einen Stress erlebt hat. Im Alltag vergisst man das irgendwie schnell, aber innerhalb von weniger als einem Jahr aus Rumänien hierhin zu kommen, auf einer PS zu sein, dort nach ein paar Wochen wieder ausziehen zu müssen, neue Familie & neue Umgebung, kein Rudel Hunde mehr zur Orientierung, nach einem halben Jahr dann wieder ein Umzug. Uff. :tropf: Ja, das klingt nach Stress auch wenn der Alltag eher langweilig ist. Manchmal vergesse ich auch, dass wir erst seit 3 Monaten in der neuen Wohnung leben, weil es mir schon viel länger vorkommt. Aber tatsächlich hat Luna mir auch schon oft gezeigt, dass sich bei ihr vieles legt, wenn man ihr einfach Zeit und Geduld entgegenbringt. Das muss ich mir nur manchmal wieder ins Gedächtnis rufen. :headbash:

    Wie geht's ihm damit? Es hat sich so angehört, als ob er nicht sonderlich beeindruckt war?

    Das ist doch gut. Lasst euch nicht unterkriegen.

    Ja, tatsächlich hat er es besser weggesteckt als ich. Zitat meines Freundes: "Jetzt mach dich doch nicht so fertig. Luna kennt das Zusammenleben mit Menschen halt noch nichtmal seit einem Jahr, sie kann doch noch gar nicht alle Regeln wissen. Sie macht so viele Fortschritte, lass dich davon doch nicht unterkriegen. Selbst ich nehme ihr das nicht böse." Und ich finde das waren super tolle Worte, vor allem weil er am Anfang so jemand war der nach 4 Wochen dachte "der Hund muss das doch jetzt langsam auch mal können."

    Insgesamt scheint sie deinen Freund ja zu mögen- beschäftigt er sich sonst auch mit Luna?

    Ja, das glaube ich eigentlich auch. Ich weiß wie Fiddeln bei ihr aussieht (das macht sie zB bei meiner Oma und dem Hund von gegenüber), aber bei meinem Freund ist es Freude und kein Fiddeln.

    Die beiden Spielen super gerne zusammen und manchmal macht er Leckerchen-Spiele mit ihr, dass sie erschnüffeln muss in welcher Hand der Keks ist und die Hand dann anzeigt. Ansonsten übt er auf der großen Wiese öfter mal den Rückruf mit ihr über einen Pfiff (was ich leider ohne Pfeife nicht kann 😄). Dann renne ich ein Stück mit ihr weg und er pfeift sie zurück. Das klappt auch super gut. :smile:

    Was du noch auf dem Schirm haben solltest, dass sie dich als Hauptbezugsperson nicht anfängt abzuschirmen.

    Die Couch hätte ich persönlich erstmal gestrichen, nachdem Luna die Couch oder dich da so übertrieben "verteidigt" hat (oder habe ich das falsch gedeutet?)

    Hm, ich glaube tatsächlich nicht, dass es ein Verteidigen war. Sonst würde das ja auch regelmäßig vorkommen. Es ist auch kein Problem, wenn mein Freund mich zB mal länger umarmt oder so. Ich glaube es war eher so, wie Sockensucher das beschrieben hat. Ich hatte auch überlegt die Couch zu streichen, aber habe mich dann dagegen entschieden, weil Luna glaube ich nicht verstanden hätte, warum sie plötzlich nicht mehr auf die Couch darf und dann hätte das ja nicht viel gebracht. Unmittelbar danach wurde sie runtergeschickt, aber als sie wieder "normal" war, durfte sie wieder hochkommen. Ich wollte sie nicht noch zusätzlich verunsichern und lieber alles wie gewohnt weiterlaufen lassen. Die letzten Tagen ist Luna auch wieder viel besser drauf und wirkt ausgeglichener. Es gab zum Glück keine komischen Situationen mehr.

    Dein Hund ist ja jetzt nicht so schwer. Vielleicht ist es weniger Stress für Luna, wenn Du sie das nächste Mal mit nach draußen nimmst und dann durch's Fenster wieder reinreichst? Lässt die Örtlichkeit das zu? Bei meinem TA ginge das rein von den baulichen Gegebenheiten.

    Stimmt, das ist eine gute Idee! Das würde denke ich auch funktionieren. :smile:


    Naja, zu wissen, dass du den falschen Impfpass hast, ist ja nicht "umsonst da gewesen". Kannst du vielleicht den TS Verein kontaktieren? Vielleicht können sie helfen. Ansonsten ist das ja echt mies.


    Bei unserem TA ist es auch so, dass man durchs Fenster zugucken kann. Finde ich ne gute Lösung, bei vielen TÄ muss man die Hunde ganz abgegeben und bekommt gar nichts mit.

    Da hast du natürlich recht. Ja, ich habe sofort angerufen und mir wurde direkt weitergeholfen. Scheinbar hat Luna 2 Chips. Die Orga hat alles nochmal nachverfolgt und der Pass gehört definitiv zu Luna. Mir wird von dem rumänischen TA jetzt eine Bescheinigung ausgestellt, dass die eine Chipnr. in jedem Fall zu ihr gehört.

    Die TÄ hier soll nächstes mal nochmal gucken, ob sie den 2. Chip auch findet. Passiert anscheinend öfter mal, wurde mir gesagt. :ka:


    Ja, ich kann das ja auch durchaus verstehen, dass der Schutz vor Corona da vorgeht. Es ist natürlich trotzdem alles andere als schön mitansehen zu müssen, wie der eigene Hund so massiv gestresst ist. Wir haben zwar schon etwas medical Training gemacht, aber dadurch dass ich jetzt nicht unmittelbar dabei sein konnte, hat das glaube ich nicht allzu viel geholfen. Aber was sein muss muss sein. 😕

    Ist beim Tierarzt was raus gekommen?

    Wir hatten den Termin heute morgen um 10.30 und es war eine reine Katastrophe.


    Wir waren bei einer neuen TÄ, da wir ja umgezogen sind und diese sehr gute Bewertungen hatte. Dann ging es so los, dass ich vor Ort erfahren habe, dass ich aufgrund von Corona nicht mit in den Behandlungsraum darf, sonder draußen am offenen Fenster stehe und nur zugucken darf. Da habe ich schon kurz überlegt einfach wieder zu fahren, weil Luna absolut nicht gerne mit Fremden mitgeht und sich auch nicht wohl fühlt, wenn ich nicht dabei sein kann. Dann hat mich die TÄ aber überzeugt und meinte, dass sie das schon seit 2 Jahren so machen und eigentlich gute Erfahrungen damit haben. Hm ok. Luna also irgendwie widerwillig mitgegangen und als sie dann gemerkt hat, dass ich kurz weg war, hat sie direkt unter sich gemacht (waren schon 3x beim TA, das ist noch nie passiert). Erst als ich dann am Fenster war und sie mich wieder sehen konnte ging es einigermaßen.

    Dann kam das nächste Dilemma: Die TÄ hat Luna's Chip ausgelesen und es hat sich herausgestellt, dass die Nummer nicht mit der Nummer, die im Pass steht, übereinstimmt. Dann hat die TÄ davon abgeraten zu impfen und den MMK Test zu machen, weil sie jetzt nicht wusste, ob die Daten im Pass überhaupt zu Luna gehören. War also alles mehr oder weniger umsonst und Luna hatte trotzdem großen Stress und ich musste trotzdem zahlen. :headbash:


    Immerhin wurde sie von außen als gesund aussehend beurteilt und auch ihre Krallen sind nicht zu lang. Viel schlauer bin ich aber trotzdem nicht.

    Die TÄ kam mir an sich kompetent vor, aber ich weiß nicht ob ich nochmal hin soll, wenn ich selber nicht mit reinkommen darf. So gestresst, dass sie unter sich gemacht hat, war sie noch nie.


    (Ich antworte auf den ganzen Rest noch in Ruhe, musste das nur einmal loswerden.)

    Bei uns war der Garten keine Vermittlungsvoraussetzungen. Wir hatten zwar einen Garten, aber keinen sicher eingezäunten. Und ich glaube ich würde in den ersten Wochen - egal wie hoch der Zaun ist - auf jeden Fall den Hund nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen und zur Sicherheit noch eine Schleppleine dran machen. :)