Beiträge von Ariodante

    Danke für den Tipp (und die Analyse meines Einarbeitungskonzepts) :nicken:!


    Nee, ernsthaft, ich denke, ich bin eine gute Mentorin, gut im Erklären und Zusammenhänge herstellen. Dafür geht viel viel Zeit drauf. Und das macht mir auch Spaß. Und meine letzten Juniors waren alle toll und nicht schlimm oder nutzlos, keine Ahnung, wo du das rausliest? Und trotzdem redet man bei manchen Dingen an die Wand. Wie beim Telefonieren.

    Wär so schön, wenn sie sich mal zusammenreißen würden und üben, bis es Routine wird. Klappt ja mit anderen Skills auch.

    Ich hasse unangekündigte Anrufe wie die Pest und telefoniere deswegen auch ungern, weil ich davon ausgehe, das andere Menschen sich davon genauso gestört fühlen. Das hat daher auch wenig mit Routine zu tun, ich nerve den anderen Menschen ja jedes Mal aufs Neue.


    Wenn man dan zudem noch regelmäßig die Erfahrung macht, dass der andere dann tatsächlich auch genervt, kurz angebunden etc. auf einen Anruf reagiert, macht es das auch nicht unbedingt besser.

    Ja, aber das ist hier anders: Die Kunden/Kollegen/Lieferanten wollen angerufen werden, und die, die grad nicht gestört werden wollen, gehen halt nicht ran. Das ist alles gar nicht so kompliziert in dem Kontext, den ich meine.

    Unterschiedliche Lebensrealitäten. Ich muss seit vielen, vielen Jahren beruflich nicht mehr telefonieren. Wir haben überhaupt keine Telefone mehr. Papierfrei sind wir übrigens auch.

    Ich will ja nur, dass unsere Newbies in unserer Berufsrealität ankommen. In der sparen spontane Telefonate Zeit, werden als Kontakt von einigen Kunden präferiert etc. Wär so schön, wenn sie sich mal zusammenreißen würden und üben, bis es Routine wird. Klappt ja mit anderen Skills auch. (Telefone gibt hier natürlich auch nicht mehr, das läuft über Teams (die ganz wilden Alten greifen mal zum Handy), aber an der Hardware liegt es eher nicht…)

    Ich halte das schon für ein Generationen-Ding. Bin in einer Branche, in der die Menschen naturgemäß viel miteinander interagieren, reden und sich produzieren müssen. (Geplante) Videokonferenzen, Meetings, Workshops, alles kein Problem für die jüngeren Mitarbeitenden. Aber wehe, man sagt, ruf den Kunden doch bitte an, wir brauchen ein schnelles Feedback - neee, ich schrieb noch ne Mail, der reagiert bestimmt gleich, oder vielleicht noch eine Mail? Telefonieren scheint von Jahrgang zu Jahrgang eine größere Hürde zu werden, ohne dass ich mir das erklären kann. Da geht auch eine Menge Chancen an Aufbau von Kunden/Lieferantenbeziehnungen verloren, denn die Gen Z muss ja nicht nur mit Ihresgleichen reden, die schriftlich vielleicht eine gute Bindung aufbauen, sondern auch mit Oldies, die anders ticken und ihre Mails nicht manisch prioritär im Blick haben. Wird bestimmt einfacher, wenn wir Telefonier-Greis*innen im Berufsleben ausgestorben sind.

    Ich könnte mir vorstellen dass es daran liegt dass die Kinder heutzutage es gar nicht mehr gewohnt sind. Sie wachsen mit Mail, apps und WhatsApp auf. Alles läuft darüber.

    In meiner Generation (Jahrgang 1981) musste man telefonieren wenn man jemanden erreichen wollte. Es gab kein Internet bzw nur die Anfänge. Handy war auch unbekannt. E-Mail, WhatsApp oder andere Apps lernten wir erst kennen als wir schon Erwachsene waren

    Das kann ich mir schon gut vorstellen. Was ich nicht verstehe, ist, warum man in so ein Meideverhalten reingeht, dass es auch durch Übung nicht besser wird. Berufseinsteiger/innen lernen so viele Sache und knöpfen sich da auch Dinge, die schwerfallen, vor. Zu Beginn von Corona zum Beispiel fand ich (und einige andere im Team) Videokonferenzen ganz schlimm. Ging ja nun nicht anders, nach einer Woche hatten wir eine gute Routine entwickelt, und alle waren einigermaßen relaxed. Was ist am Telefon so anders?

    Ich halte das schon für ein Generationen-Ding. Bin in einer Branche, in der die Menschen naturgemäß viel miteinander interagieren, reden und sich produzieren müssen. (Geplante) Videokonferenzen, Meetings, Workshops, alles kein Problem für die jüngeren Mitarbeitenden. Aber wehe, man sagt, ruf den Kunden doch bitte an, wir brauchen ein schnelles Feedback - neee, ich schrieb noch ne Mail, der reagiert bestimmt gleich, oder vielleicht noch eine Mail? Telefonieren scheint von Jahrgang zu Jahrgang eine größere Hürde zu werden, ohne dass ich mir das erklären kann. Da geht auch eine Menge Chancen an Aufbau von Kunden/Lieferantenbeziehnungen verloren, denn die Gen Z muss ja nicht nur mit Ihresgleichen reden, die schriftlich vielleicht eine gute Bindung aufbauen, sondern auch mit Oldies, die anders ticken und ihre Mails nicht manisch prioritär im Blick haben. Wird bestimmt einfacher, wenn wir Telefonier-Greis*innen im Berufsleben ausgestorben sind.

    Lilly hat im kleinen Park fürs kleine Gassi derzeit Leinenknast, weil sie sich in letzter Zeit immer sofort mit Schwung in die Büsche schlagen will, wo es sehr sehr eklige Sachen zu finden gibt, und die Schlappohren konsequent auf Durchzug stellt.

    Heute morgen begegnen wir mal wieder der netten Pekinesin; die beiden sind zwar nicht BFFs, aber für gemeinsame Schnüffeln reicht‘s. Lilly zieht auch gleich energisch zu ihr hin, als sie sie entdeckt. Ich mache sie also los, um ihr den tierschutzrechtlich geforderten Hundekontakt zu ermöglichen - und Lilly macht sofort auf dem Absatz, äh auf der Pfote kehrt und schlägt sich mit fliegenden Ohren in die Büsche.

    NIE hätte ich gedacht, dass der kleine Hund, dessen Intelligenz eher knapp unter dem Median einzuordnen ist, mich so knallhart austanzt.

    Gassi im Wald. Der Wald wird von einer wenig befahrenen Straße durchkreuzt. Als wir uns der Straße nähern, kreuzt dort ein Mann gemessenen Schrittes unseren Weg, hinter ihm tuckert praktisch lautlos mit 2-3 m Abstand ein kleines Kind im weißem Schneeanzug auf einer Art motorisiertem Bobbycar in pink. Das Kind hält exakt in der Mittelachse zu unserem Weg und starrt Lilly völlig regungslos an. Lilly bleibt regungslos stehen, starrt mit großen Augen und aufgestellten Schlappohren zurück. Die beiden halten den Blick ein paar Sekunden, dann dreht das Kind ausdruckslos den Kopf zurück zur Straße und tuckert fast geräuschlos weiter. Lilly starrt kurz hinterher und muss sich erst mal schütteln. Wahrscheinlich kommt es nicht oft vor, dass sie sich in einen Wes Anderson-Film versetzt glaubt.