Beiträge von Henning&Me

    Spielpartner ist tatsächlich nicht gemeint. Henning spielt nicht mehr viel. Das kam jetzt aus den letzten zwei Jahren, als ich nach einem passenden Hund gesucht habe. Die Spielzeit ist vorbei. Wenn es jetzt mit einem Hund passt wird kurz interagiert und dann schnüffelt jeder seines Weges. Es sind auch mal kurze Spielsequenzen dabei, aber nicht viel.


    Vielleicht als Beispiel warum ich so auf das Spielen angesprungen bin: über Dogorama wollten ausnahmslos alle einen Spielpartner. Ich habe mich mit zwei getroffen, die ich trainieren und nur spazieren wollten. Beide Male nach ein paar hundert Metern: Dann Können wir die ja jetzt los lassen.

    Ich hatte gehofft, für Henning beides zu finden. Training, Spiel und mit Erwachsenwerden ruhiges Kommunizieren


    Mittlerweile suche ich nicht mehr so aktiv. Irgendwie treffe ich keine, bei denen man sich anschließen kann. Viele Halter weichen großen Hunden aus, die Hunde verbellen Henning oder man geht halt in verschiedenen Richtungen. Er hat jetzt seinen regelmäßigen Kontakt, aber leider nicht mit immer gleichen Hunden unterwegs sondern wechselnd. Und natürlich beim Hundekurs indirekt, da sie nebeneinander warten.

    Und das ist halt schade.

    DEN passenden Hundekumpel

    Ist keine Provokation, sondern wirklich eine Frage, bei der mir das Bild im Kopf fehlt:

    Was genau meinst Du damit?

    Gute Frage, das schreibt sich so leicht :woozy_face:

    Das Wichtigste wäre für mich, dass die Chemie zu Henning stimmt. Die meisten großen, auch robusten Hunde spielen sehr körperlich. Ist aber nicht seins, er mag lieber Rennspiele. Hütehunde passen nicht - zumindest habe ich noch keinen getroffen, der nicht versucht ihn zu hüten. Und alle Labradore (als Rasse, die vom Wesen her gut passt), die ich kenne, dürfen völlig ungeregelt über Felder und durch den Wald brettern und ziehen Henning dann mit und haben dadurch einen „schlechten Einfluss“.

    Und die erfahrenen Hundehalter mit gut erzogenen Hunden haben alle schon ihre festen Bekanntenkreise mit Hund. Oder die Hunde mögen Henning wiederum nicht (großer dunkler Rüde).


    Der größte Bremsfaktor bin wahrscheinlich ich. Freunde mit Hunden im Bekanntenkreis würden helfen, aber die habe ich nicht. Und Hundehalter, wo es mit den Hunden und auch zu mir passt, sind mir irgendwie nich nicht untergekommen. Und damit meine ich gar nicht so sehr Sympathie, sondern auch Erziehungsansätze.



    Edit: Neben Labbis mag Henning übrigens am meisten Dackel und kleine Terrier. Aber verständlicherweise haben die Besitzer keinen Bock auf den riesigen Gewichtsunterschied.

    Und alle anderen GSS hier in der Ecke sind typische Hofhunde, die kein Interesse an anderen Hunden haben oder nur im direkten Umfeld vom Hof rumlaufen.

    Wir haben es ja nie hinbekommen, DEN passenden Hundekumpel zu finden. Entweder sind die Hunde zu klein, zu alt oder die falschen Vorbilder („Ja, der ist auch schon mal ein paar Minuten weg. Der kommt aber irgendwann wieder“). Oder Hunde, die nur an der Leine sind - und an der Leine gibt es in der Regel keinen Kontakt (dafür ist mir Henning zu aufgeregt und zu schwer - das ist einfach gefährlich). Es gibt auch noch die Kategorie „immer ohne Leine“. Auch wenn durch die 20/40 Regel bei bestimmten Hundegrößen eine Leinenpflicht im bebauten Gebiet besteht. Und wenn ich meinen Hund nicht auch ableine („meiner ist ganz lieb“) denken alle, er wäre aggressiv und unerzogen. :zipper_mouth_face:


    Aber trotz aller Hindernisse hat er zumindest ein paar Kontakte, die er regelmäßig mal sieht. Und mittlerweile wird nach einem anfänglichen Schnüffeln entspannt nebeneinander gelaufen. Mal gerannt, aber meistens macht jeder seins. Und wenn man dann andere Hunde im Freilauf trifft die er nicht mag, geht er denen einfach aus dem Weg.


    Heute Morgen ist mein Mann die Runde gegangen. Hund flitzt im Freilauf aufs Feld und möchte nicht zurück kommen (kein Kommentar). Es kommen vorbei eine Fahrradfahrerin, ein Mopedfahrer und eine Frau mit angeleinten Hund. Henning glotzt, beobachtet aber rennt bei keinem hin :partying_face: Juchu, endlich ist der Tutnix einer, der auch wirklich mal gar nichts macht, nicht mal vor Ort abchecken. :grinning_squinting_face:

    Mein Mann hat ihn dann nach dem Glotzen doch zurückpfeifen können (hatte natürlich auch keine Leckerlis mit, das weiß der Hund ja :woozy_face:).

    Also für den Rückruf Katastrophe. Zum einschätzen seiner Reife und „Hundegeilheit“ sehr aufschlussreich.

    Wir machen ja nur einen Just-for-fun-Kurs in der Hundeschule. Aber ich bin auch nicht der Typ für Akribie- und Henning hat mehr Spaß an Dynamik als der perfekten Ausführung. Für uns passt das also gut.

    Läufige Hündinnen sind aber wohl nicht erwünscht. Was ich sehr schade finde - wäre natürlich auch ein gutes Training für Henning. Wobei typisch Charakter Hundeschule: Es sind natürlich viele eher schwierige Hunde. Da zischt schon mal ein Hund ab, bei einer läufigen Hündin wahrscheinlich noch mal eher.

    Fischl wenn Henning in dem Alter (so unter einem Jahr) anfing in die Leine zu beißen und mich anzuspringen war er schlicht überfordert. Das hat mir gezeigt, dass ich zu viel von ihm erwartet habe (brav an der kurzen Leine gehen zum Beispiel). Ihn schubsen oder so hätte das noch. Eher gepusht. In solchen Situationen half es mir, die Leine ganz kurz zu nehmen (drauf stellen) und selber ruhig zu werden. Meistens beruhigte er sich dann. Wenn er meinte mich angehen zu müssen, habe ich mich leicht und eindeutig drohend über ihn aufgebaut. Als er älter wurde, habe ich noch einen Sitz abgefragt.


    Alles andere - „böse“ oder körperlich werden - hat nur zu einer Eskalationsspirale geführt. Je ruhiger ich war, desto eher ließ er sich beruhigen.

    Passend zum Thema: Henning hat heute das erste mal ein Reh über den Weg hüpfen gesehen. Aus der Entfernung hat er schon mal welches gesehen, aber von Nahem ist er bisher echt ein Blindfisch gewesen.

    Heute hat er es sogar vor uns gesehen. Ist dann tatsächlich losgesaust. Da im Naturschutzgebiet war er aber an der Flexi. Hatte die dummerweise gerade nach hinten fast ausgereizt. Konnte also Anlauf nehmen. Aber ließ sich zum Glück abbrechen und ist nicht in das Leinenende geknallt :smiling_face_with_heart_eyes: Bei 8m Flexi - also 16 m Gesamtspielraum - hätte es meinen Mann auch garantiert von den Füßen gerissen.

    Nur das zurück kommen klappte nicht. Er musste schauen wo das Reh hin ist. Habe ihn dann zumindest absitzen lassen, aufgeschlossen und belohnt. Danach ging es weiter und er hat sich echt schnell wieder runter geregelt.


    Habe mich so an den geringen Jagdtrieb gewöhnt, das hätte auch übel ausgehen können :woozy_face:

    Massai  Grisbert Da habt ihr mich falsch verstanden - habe ich auch doof geschrieben. Ich glaube sofort, dass er jetzt ernsthafter wird und andere Hunde nicht mehr in seinem Revier will. Aber ich glaube, dass seine Reaktion so heftig war aufgrund des Durchfalls. Ich musste ihn ins Gebüsch drängen und am Halsband festhalten. Das war schon massiv für einen relativ großen Abstand. Aber ich weiß schon, was er für ein Potenzial hat. Sonst hätte sein Halsband auch nicht so einen praktischen Griff :smirking_face:

    acidsmile Ich fürchte erziehen würde Henning nicht. Er ist selbst zu Beginn noch fiddelig unterwegs. Das beruhigt sich ganz schnell wenn er den anderen Hund kennt und die sich einmal beschnuppert haben. Aber er macht eher sein eigenes Ding solange andere Hunde nicht zu aufdringlich werden. Tatsächlich ist es auch so, dass beide Hunde echt nicht ansprechbar sind in der Begegnung. Das ist es auch was mich so wundert - aufgeregt ist ja okay, aber das ist noch mal ein ganz anderes Level.

    Aber ich vermute dann doch das, was auch Chatterbox und Massai schon sagten: Irgendwann ist es mit manchen Hunden einfach vorbei.

    Ich hatte schon mal so Begegnungen. Oft tatsächlich Labbis in Hennings Alter, die den großen Max markieren wollen. Und da springt Henning dann drauf an. Wird mit dem langsam erwachsen werden zu tun haben. Schade, aber bei einem Rüden der Rasse auch nicht völlig verwunderlich.


    Dann manage ich erst mal und versuche Kontakt zu vermeiden. Vielleicht treffe ich die Halterin mal so (Dorf - ich kenn sie noch aus dem Kindergarten :grinning_squinting_face: ). Vielleicht kann sie mir was zu ihrem Hund und der Motivation dahinter erzählen. Und dann kann man ggf immer noch in Ruhe und mit Abstand ausprobieren. Zumindest Henning fährt bei solchen Spaziergängen eigentlich schnell runter, er kriegt nur das Frontale nicht gewuppt (trotz Abstand, Bogen und Ansprache).

    Hmm kommt drauf an würd ich sagen...


    Tendenziell würd ichs wahrscheinlich eher nicht machen weils ja schon so klingt als sei da ne gewisse Portion Ernst mit dabei.

    Is zumindest hier so, wenn man bereits den Geruch so furchtbar ätzend findet dann kann man schon eher davon ausgehen dass die sich auch wirklich kacke finden.

    Ich bin mir halt echt nicht sicher, ob das von Hennings Seite ernst ist. Es war von Anfang an sehr viel Dynamik drin und beide Hunde waren super interessiert und wollten an der Leine hinziehen. Aber kein Knurren und sonst was. Und dann sind wir uns ein paar mal entgegen gekommen und beide Hunde wollten ziehen und ziehen, bis sie irgendwann auch mal gebellt haben. Ich bin mir nicht 100% sicher, ob das territorial ist, Rüdenunverträglichkeit oder reiner Frust.

    Vielleicht noch der Hinweis: Wir sehen uns wenn, dann nur auf der Morgenrunde. Die beiden hatten noch keinen direkten Kontakt.


    Edit: Der andere Hund wirkt auch noch jünger (bzw. Hennings Alter). Das ist für mich auch so ein 50:50 Frust/Geprolle