Beiträge von Henning&Me

    Mein unschuldiger, treudoofer Hund entwickelt glaub ich eine Abneigung gegen zwei andere Hunde. Und mit Abneigung meine ich bellen und in der Leine hängen. Das kenne ich von ihm gar nicht :dizzy_face:

    Das eine ist ein Appenzeller am Fahrrad, der ihn immer heftig verbellt hat. Das scheint mittlerweile auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Aber zumindest bellt der Appi jetzt nicht mehr seit Henning gegen hält und versucht eher schnell weg zu kommen. Also habe ich jetzt die einzige Töle :face_with_rolling_eyes:

    Das andere ist ein junger Labbi. Die beiden waren von Anfang an extrem aufeinander fixiert. Ich kenne die Besitzerin, aber wir müssen beide immer extrem die Hunde managen und aneinander vorbei lotsen. Keine Ahnung, woher das kommt. Wenn Henning auf einmal super aufgeregt wird auf einem Spaziergang weiß ich genau, wessen Fährte er aufgenommen hat.

    Meint ihr es bringt was, wenn die beiden mal einen Spaziergang an der Leine zusammen machen? Oder besser akzeptieren und sich bestmöglich aus dem Weg gehen? Ich kann nicht einschätzen ob das aus Rivalität kommt oder ob die beiden sich in ihrer starrigen Aufregung gegenseitig hochgeschaukelt haben.

    Spannende Frage!


    Ich habe überwiegend eine hohe Reizschwelle. Ich mag meine Tage planbar und mit einigermaßen festen Abläufen. Und mir ist meine Me-Time wichtig. Der Hund kann also gerne in meiner Nähe rumhängen, sollte aber nicht beständig Aufmerksamkeit oder Beschäftigung fordern. Gleichzeitig braucht aber auch der Hund eine hohe Reizschwelle: Denn manchmal bricht mein Temperament durch. Dann wird beim Kochen auf einmal gesungen und getanzt - das sollte trotz konsequenter Verfehlung aller Töne nicht zu einem Trauma führen. Ein genervtes Abhauen ist da die angemessene Reaktion :rolling_on_the_floor_laughing: Ich bin auch ein Körperklaus der gegen Türen rennt - das sollte den Hund nicht interessieren.

    Der Hund sollte bitte auch eine gewisse Körperlichkeit mitbringen. Wenn er den Weg unerlaubt kreuzen will, laufe ich einfach weiter und er rennt dann halt gegen meine Beine. Ein zerbrechlicher Hund oder einer, der dann sofort meidig wird, wäre hier nicht glücklich. Henning hat auch schon mal einen geschwenkten Kackebeutel vor die Schnauze bekommen. Unfälle passieren hier :woozy_face:

    Ich bin aber auch Pragmatisch. Ich habe kein Interesse, dem Hund viele Tricks beizubringen. Einer der wenigen von Henning ist zum Beispiel seine Vorderpfote auf Kommando aus der Leine zu entwirren :relieved_face: Wenn der Hund das für seinen Kopf bräuchte, wäre das schon nicht so gut für mich. Gleichzeitig wirkt das Pragmatische an meiner Konsequenz: ist mir egal wenn der Hund beim Essen unterm Tisch liegt - so lange er mich nicht stört. Ist mir egal, wenn er ohne zu fragen aufs Sofa kommt - so lange er sich runterschicken lässt (oder unterschieben - da ist wieder die geforderte hohe Reizschwelle :grinning_squinting_face: ). Es ist mir nicht egal, ob er draußen andere belästigt oder ständig an der Leine zieht. Da bin ich wieder konsequent.

    Ich habe eine Tendenz zum Faulsein. Trotz genügsamen Wesens und hoher Reischwelle sollte der Hund also keine Schlaftablette sein und durchaus seine Bewegung und Auslastung fordern - gerne auch über Spaziergänge hinaus.


    Zuletzt ist mir Humor wichtig. Ich mag es, wenn der Hund clownig ist. Ich lache auch darüber, wenn Regeln zum 150. mal diskutiert werden. Oder er sich beim Hundekurs statt mitzumachen einfach über die Wiese wälzt. Hauptsache, wir beiden haben Spaß zusammen :smiling_face_with_hearts:

    Oh, so eine übermütige Katze hatten wir letztens auch. Kam fauchend hinter uns her und ließ sich auch nicht von mir vertreiben. Musste Henning dann vorweg schicken, weil er ihr ungern den Rücken zudrehen wollte (verständlich). Zum Glück kann ich die Straße meiden. Einen Katze-Hund-Kampf brauch ich wirklich nicht.

    Kaninchen und Hasen sehe ich oft auf der Morgenrunde. Aber nur ich - Henning ist echt ein Blindfisch. Würde ja gerne zeigen und benennen machen, aber er sieht die einfach nicht :rolling_on_the_floor_laughing:

    Dafür sind Katzen immer einen kleinen Sprung wert. Wenn er sie sieht wird er erst steif und wenn sie dann weglaufen gibt es einen Hatz hinterher. Nicht schlimmer, alles managebar. Wenn die Katze mal nicht wegrennt können wir auch schön trainieren. Und wenn ich die Katze vor ihm sehe auch, dann kann ich ihn vorbei lotsen und er schaut nur.

    Problem: Mein Vater ist vor kurzem mit Henning spazieren gegangen. Und meine Eltern unterschätzen ihn manchmal, weil er überwiegend total brav an der Leine läuft und entspannt ist. Tja, mein Vater hat weder die Umgebung im Auge gehalten noch auf Hennings Körpersprache geachtet. Und zack - der Hund macht an der Leine auf einmal einen Satz.

    Das war es wohl erst mal mit Spaziergängen mit meinem Vater. Der hat gerade ordentlich Rückenschmerzen. :frowning_face: Musste mal so kommen. Meine Eltern denken immer ich übertreibe mit meiner Vorsicht. Aber sie wollen ja auch immer spazieren statt ihn einfach in den Garten zu lassen. ist zum Glück nichts Ernstes bei meinem Vater, aber es bleibt trotzdem erst mal beim Garten bis Henning etwas verlässlicher ist. :woozy_face:

    Hier ist der Hund nach sachlichen Erwägungen eingezogen. Mein Mann könnte sich hier einreihen: Als Kind immer Hunde in der Familie gehabt und hatte immer den Traum, einen eigenen zu haben. Aber erst Single mit langen Arbeitszeiten und dann irgendwann mit einer Frau zusammen gezogen, die keinen Hund wollte (Ich :relieved_face: ). Er hat mich lange, lange bearbeitet. Aber ohne die sachlichen Argumente wäre hier keiner eingezogen: Abschreckung von Einbrechern und - wichtiger - einen Grund den Allerwertesten hoch zu bekommen.

    Er ist kein Kinderersatz, die sollen noch kommen (wobei das bei uns keine ganz einfache Geschichte ist). Aber er füllt unser Leben auf eine schöne Weise aus. Letztendlich ist so ein Hund ja auch zeitaufwendig wie ein Hobby.


    Warum kein anderes Tier? Ich wäre da offen für gewesen. Habe jetzt aber nicht richtig für andere Tiere gebrannt und bei meinem Mann war es Hund oder nichts.


    Ich gehe aber davon aus, dass hier ab jetzt immer ein Hund leben wird, weil Henning unser Leben so bereichert und wir das Leben auch auf ihn eingerichtet haben. Das sind zwar alles egoistische Erwägungen. Aber ich denke, dass auch er es hier gut hat.

    Eigentlich lassen uns die meisten ja in Ruhe, da großer aggressiver ( :grinning_squinting_face: ) Hund. Also Smalltalk ja, aber der Hund wird nicht einfach angegangen. Außer ein Nachbar mit einem ich glaube Bolonka-Mix. Ist uns letztens sogar auf die Auffahrt gefolgt nach dem Spaziergang, damit die beiden Hunde sich Hallo sagen können. Zum Glück ist Henning ja ein (noch) netter Kerl, ich habe das als Abschreckung also zugelassen. Wohlgemerkt nach Hinweis auf den Gewichtsunterschied (ich denke so 55 kg zu 7 kg?). Also Bremse aus der Flexi gemacht und Henning hat super aufgeregt den Hund umsprungen. Unterwegs könnte er (je nach Hund) auch ruhiger Hallo sagen. Aber hier hat seine langsam wachsende Territorialität reingekickt und er ist ins Fiddeln gefallen.

    War so von mir kalkuliert und war dem Nachbarn dann doch zu hektisch für seinen kleinen Hund. Ich hoffe, er hat erst mal daraus gelernt und lässt solche Experimente bleiben. War jetzt kein geiler Lerneffekt für Henning, aber für den Nachbarn. Sein Hund hat das locker weggesteckt, der hat das als Gefiddel erkannt.

    Hier würden gerne fremde Hunde gemaßregelt. Wenn zwei Hunde sich in die Wolle kriegen, will Henning immer dazwischen gehen. Vor ein paar Wochen hat ein Hund den anderen bedrängt, so dass es zu einer kleinen Bwllerei gekommen ist. Der Übeltäter kam dann an die Leine. Und aus der Dynamik heraus (als es aber gerade geklärt war) meinte Henning dann, den jetzt angeleinten Hund anbellen zu müssen.

    Das unterbinde ich aber auch sofort. Ist nicht sein Job. Bei den Kindern meines Bruders macht er zum Glück nicht mit.

    Unser Rocky ist auch schon dreimal ausgebüchst. Und immer 4 Häuser weiter zum Nachbarn mit Zwerghasen. :frowning_face:

    Erstemal über den Zaun, da war die Gartenschlauchrolle ein tolles Hilfsmittel. Also Zaun auf 1,25 erhöht da er jetzt auch schon deutlich größer ist.

    Zweite mal durch die Thujen. Anscheinend loch gefunden. Also Zaun vor die Thujen.

    Dritte mal beim vorbereiten zum Gassi gehen die Haustüre aufgemacht, Hund noch unangeleint und er gleich ab. Also zwischen Garage und Haustüre noch ein Tor mit 2 Meter höhe.

    Langsam fühlen wir uns hier wie in einer Burg eingesperrt. Aber die Sicherheit geht halt vor.

    Wenn ein Hund wirklich raus will, wird er kreativ. Ich würde im Hinterkopf behalten, dass ein 1,25 m Zaun einen Viszla nicht hält, der wirklich abhauen will.


    Henning hat zum Glück eine installierte Hoftreue. Einziges Problem: Das freistehende Grundstück neben unserem Haus zählt er auch zu seinem Bereich. Als da mal ein Bekannter Gras für Kaninchen geerntet hat, ist er sofort neugierig schauen gegangen, wer da auf „seinem“ Grundstück ist. Haustür stand aber dabei auch sperrangelweit auf, da er eigentlich weiß, dass er nicht raus darf. Die Kombi war ihm dann aber zu verlockend.


    Das erste Jahr haben wir einen Teil des Gartens tatsächlich nur mit einer Europalette (80 cm) abgesichert. Wenn er sich darauf abgestützt ist, ist er fast drüber gefallen. Aber mal abzuhauen kam ihm nicht in den Sinn :rolling_on_the_floor_laughing:

    Dass der Hund draußen eng geführt wird und nicht auf dem ersten Blick Everybodys Darling ist, ist für mich absolut nachvollziehbar. Ich suche auch nicht groß Kontakte und bin immer froh, wenn ich aus der Siedlung raus bin. Auch wenn ich grüße und alles, aber das muss ja jeder selbst wissen. Die TE schrieb, dass sie sonst eher die „fröhlichen“ Hunde mit der Brötchentüte im Maul kennt. Dass es da auch andere gibt, weiß sie ja jetzt.


    Das Störgefühl mit dem Hund hinterm Zaun kann ich verstehen. Für mich macht es einen Unterschied, ob man relativ in Alleinlage wohnt oder mitten im Wohngebiet, am besten noch an einem Schulweg. Um effektiv zu wachen muss der Hund nicht immer so eine Vorstellung machen. Wäre das Haus jetzt weiter draußen ist das ja auch alles in Ordnung. Aber mitten im Getümmel?

    Jetzt ist der Dobermann natürlich passionierter Wächter. Aber Henning passt auch gerne auf und trotzdem darf er nicht so einen Radau machen. Der soll melden, wenn es was zu melden gibt. Aber nicht die Passanten verschrecken. Wir wohnen gegenüber von einem Kindergarten und ich will nicht, dass die Kinder Angst vor Hunden kriegen weil er so viel bellt. Wenn einer das Grundstück betritt - Feuer frei. Aber vorher ist das hier nicht gewünscht. Ich kann die TE da also verstehen.

    Ich wohne in einer ländlichen Gegend, weshalb es hier noch viele typische Hofhunde gibt. Aber die meisten kriegen Spaziergänge und Beschäftigung. Die anderen hauen ab oder „übertreiben“ ihren Wachdienst (letzteres oft tatsächlich Schäferhunde oder Mixe daraus, die komplett unterfordert und dann biestig werden). Sennenhunde sind ja typische Hofhunde. Da gibt es genug, die einen Spaziergang pro Tag bekommen und ansonsten auf dem Hof rumlümmeln. Aber die meisten kommen abends mit in die Diele und dürfen es sich mit den Besitzern vorm Ofen gemütlich machen. Oder es sind keine Einzeltiere, dann haben sie zumindest hündische Gesellschaft.

    Aber so wie die TE das hier beschreibt geht das gar nicht. Ich schließe mich der Mehrheit an: Entweder mehr Beschäftigung und Anschluss oder einen passenden Hund holen (den es ganz bestimmt gibt!).