Beiträge von Ysabella

    ja, wie wahrscheinlich ist es, dass tatsächlich Menschen von Wölfen angegriffen werden?

    Es wird ja immer auf die anderen Länder verwiesen, wo es schon immer Wölfe gab und und wo Angriffe recht selten sind. Wenn, waren es meist tollwütige Wölfe.

    Aber in den Ländern wird der Wolf auch seit jeher bejagd. Sprich, er hat die Verknüpfung: Mensch gleich Gefahr.

    Italien ist uns immer einen Schritt vorraus, wie es aussieht. Dort wurden in jüngster Vergangenheit mehrere Menschen vom Wolf gebissen. Möglicherweise immer das selbe Tier, dazu habe ich jetzt nichts genaues.

    Der Plan ist ja, den Wolf flächendeckend in der EU anzusiedeln. Das bedeutet etliche Tausende Wölfe, die gelernt haben, dass sie Narrenfreiheit genießen.

    ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie man so naiv sein kann zu glauben, dass das immer gut gehen wird.

    Es gibt ja nicht nur Weidetiere, die zu Nahrungszwecken gehalten werden. Wenn man denn schon den Konsum von Fleisch als moralisch fragwürdig hinstellt.

    Wie ich schon schrieb, viele Tiere werden einfach als Hobby gehalten. Ist für Tierrechtler auch fragwürdig, aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Oder, wie hier schon öfter geschrieben wurde, sie sind zur Landschaftspflege wichtig. In der Heide, auf den Deichen.

    Ein riesiges Problem haben sie dieses Jahr auf den Almen. Viele Herden sind lange vor dem eigentlichen Ende der Weidesaison bereits wieder in den Tälern.

    Wenn es einfach wäre, seine Tiere vor Wolfangriffen zu schützen, würde es doch jeder machen.

    Aber es ist ja schon im Vorfeld ein bürokratischer Hürdenlauf, dann werden die notwendigen Zaunhöhen und die Stromstärke mal wieder nach oben korrigiert (der bekannte Wolfsanwalt aus Niedersachsen tönt ständig, dass Mindestschutz NICHT wolfsabweisend ist.)

    Wo soll dieses Wettrüsten enden?

    ich bin auf Facebookseiten, die praktisch sämtliche Risse anzeigen. In Deutschland, aber auch viele in den Niederlanden und in Italien. Und sehr viele dieser Risse passieren bei Hobbyhaltern. Leute, die aus Spaß an der Freude ein paar Schafe oder Esel halten. Oder auch Menschen, die sich dem Erhalt seltener Rassen widmen und sie vorm Aussterben bewahren wollen.

    In Holland trifft es überdurchschnittlich viele Ponies, da scheint sich ein Rudel spezialisiert zu haben. Ganz ehrlich, wenn man dann liest, wie das Kind der Familie das verstümmelte Tier gefunden hat... da muss man ganz schön schlucken.

    Viele Risse finden mttlerweile in direkter Nähe zur Wohnbebauung statt. Ich frage mich, ob es für solche kleinen Haltungen wirklich zumutbar ist, Tausende Euro in "wolfsabweisende Zäune" zu investieren (oft bekommt man ja nicht mal Förderung dafür), deren Nutzen zweifelhaft ist. Die zusätzliche Arbeit des Freischneidens lass ich jetzt mal außen vor. Für sein Hobby muss man wohl Opfer bringen.

    ja, ich kritisiere auch den Umgang mit dem Wolf. Er hat in unmittelbarer Nähe des Menschen nichts verloren. Und bis vor kurzem hieß es ja auch immer, der Wolf ist heimlich und scheu. Inzwischen geben (dieselben?) Experten Ratschläge, wie man sich bei Wolfsbegegnungen "richtig" verhält.

    Die Halbwertzeit der "Fakten über Wölfe" ist erstaunlich kurz.

    Wie lange ist es her, dass es hieß, Wölfe gehen nicht an Rinder und Pferde, daher müssen die nicht geschützt werden?

    Da unterstellst du den Wölfen allerdings eine gewisse Dummheit.

    Im Gegenteil, es sind ja hochintelligente Tiere und der Fehler, den wir hiezulande grade machen, ist den Wölfen die Sicherheit zu geben, dass Menschen absolut harmlos sind.

    Wenn es ungemütlich für sie würde, sobald sie in die Nähe von Menschen und Weidetieren kommen, würdenn sie sehr schnell begreifen, dass man sich besser fernhält. Ist die Population nicht sehr groß, reicht es sicher, sie nachhaltig zu vergrämen, z.B. mit Gummigeschossen.

    Aber oft wird wohl leider wirklich kein Weg an einer Bejagung vorbeiführen. Dass sich die Population von selber auf ein verträgliches Maß einpendelt, kann ich einfach nicht glauben. Man kann nicht warten, bis das Wild komplett ausgerottet ist in einer Gegend und dann zusehen, wie die Wölfe verhungern. Das mag die vielbeschworene Natur sein, ich finde es nicht tierschutzkonform.

    Maizy, die Seiten auf FB beziehen sich auf seriöse Quellen.

    Allerdings wurden dort oft nur einzelne Würfe erwähnt oder die Welpenzahlen aus bestimmten Regionen. Zufälligerweise waren da wohl überdurchschnittlich viele große Würfe dabei. Insgesamt aber wohl tatsächlich zuwenig Würfe für eine aussagekräftige Statistik.

    Zouris Zahlen sind aber wohl auch nicht komplett. Du meinst sicher 89 Würfe und 319 Welpen? Das würde bdeuten, dass etwa die Hälfte der Rudel und Paare keine Welpen hätte. Von ein paar Rudeln habe ich gelesen, dass sie dieses Jahr keinen Nachwuchs haben, trotzdem fehlen da sicherlich noch etliche Würfe.

    Aber selbst wenn sich die durchschnittliche Welpenzahl leicht nach oben oder unten verschiebt, sicher ist, dass sich die Wolfspopulation bestens entwickelt.

    Ich habe an keiner Stelle geschrieben: Der Wolf muss weg!

    Aber ich bin der Überzeugung, dass man nicht einfach weitermachen kann wie bisher. Ich habe schon mal geschrieben, dass zu einem normalen Umgang mit dem Wolf gehört, dass er angemessen bejagd wird, wie jedes Wildtier, was überhand nimmt. Für mich unverständlich, dass ausgerechnet ein Spitzenprädator ohne natürliche Feinde so dermaßen streng geschützt wird. Er läuft schon lange nicht mehr Gefahr, hier wieder ausgerottet zu werden.

    Die Wurfzahlen habe ich aus verschiedenen Quellen bei FB. Ist etwas Aufwand, die wiederzufinden, die Beiträge rutschen ja immer schnell nach unten.

    Jedenfalls habe ich mich über die meist großen Würfe gewundert, da die Wolfsbefürworter ja kommunizieren, dass die Würfe mittlerweile kleiner werden. Würfe mit weniger als 5 Welpen waren aber eher die Ausnahme.

    Der Wolf braucht ja überhaupt keine unberührte Natur oder "Wildnis". Genau deshalb wird er ja zum Problem, wenn man die Sache einfach so weiter laufen lässt.

    Der Wolf ist extrem anpassungsfähig und kommt bestens in unserer zersiedelten Landschaft klar. Lediglich die Straßen sind ein Problem für ihn, es gibt viele Verkehrsopfer.

    Trotzdem vermehrt er sich prächtig, es gibt dieses Jahr viele Würfe mit 5 bis 8 Welpen. Wenn nur die Hälfte überlebt...

    Das Argument, es könnte ja nur eine bestimmte Anzahl Wölfe in einem Gebiet bestimmter Größe leben, widerlegt er auch gerade. Die Territorien werden einfach kleiner, ist ja genug Nahrung für alle da.

    Die Europäische Kommission führt gerade eine Befragung durch, dann soll bis zum Jahresesnde ein Beschluss gefasst werden, ob der Schutzstatus gesenkt wird.

    Man kann nur hoffen, dass endlich eine Entscheidung getroffen wird, die ein Miteinander ermöglicht.

    Die Ansichten dieses Experten gefallen mir auch ausgesprochen gut, genau wie die von Dr. Michael Weiler. Wir müssen zu einem "normalen" Umgang mit dem Wolf kommen, und dazu gehört zwingend eine Bestandsregulierung. Die natürliche Begrenzung der Population, die von Wolfsbefürwortern immer als Argument gegen eine Bejagung angeführt wird, kann ja nicht stattfinden, solange es genug Weidetiere gibt. Die Schutzmaßnahmen versagen ja leider immer öfter, funktionierender Herdenschutz ist wohl eine Illusion.