Aber dieses extreme verkriechen in einer Box, sich über Tage nicht lösen etc.
Das ist - für mich - irgendwie nicht zu vereinen mit dem Hund im Video. Wenn es der tatsächlich ist.
Für mich ist das durchaus zu vereinen. FALLS es derselbe Hund sein sollte, kann ich mir das vorstellen, weil:
vorher:
- Leben im Rudel, d.h. da ist immer einer, hinter dem man sich verstecken kann und auch immer einer, der einem zeigen kann, dass das alles nicht so schlimm oder sogar toll ist, was da grad passiert
- von Welpe auf an ist er dieses Leben gewohnt, kennt an Menschen nur die Pfleger, die ihm Gutes (Futter) brachten und die, die ihn auf der Reise begleiteten (und ihn damit aus seinem gewohnten Leben rissen)
nachher:
-völlig neues Umfeld mit völlig neuen Gerüchen und Geräuschen
-völliges Alleinsein
-völlig unbekannte Menschen, die irgendwie immer da sind und ihm vermutlich auch bedrohlich vorkommen (Körperhaltung, Stimme, gestikulieren, Staubsaugen, Tellerklirren usw.), die er jedenfalls nicht einschätzen kann
Was ich, wie alle anderen hier auch, sehr bedenklich finde, ist, dass der Hund sich nicht regelmäßig lösen kann.
Er ist nun (habs weiter vorne nachgelesen) seit Ende Juli da. Es gab Fortschritte und aktuell anscheinend gewaltige Rückschritte.
Und diese gewaltigen Rückschritte (sich nicht mehr lösen und das über mehr als 2 Tage und Nächte) machen mir echt Kummer.
Ja, ich weiß, den ersten Versuch dieser Art haben wir hier stark kritisiert. Aber:
Wenn es in der Bekanntschaft eine nette, souveräne Hündin in etwa der gleichen Größe gibt, die wirklich gut mit anderen Hunden kann, würde ich vorschlagen, sie mal einzuladen (mit allen Vorsichtsmaßnahmen, d.h. Türgitter für den Erstkontakt, vorher! Sicherheitsgeschirr und Schleppleine ran an den Hund).
Wenn sie sich sympathisch sind, dann ab in den Garten mit der Hündin, Tür auflassen, so dass Filou hinterher kann (der ja durch SL gesichert ist.
Ansonsten würde ich hier als vorsichtige Frage mal da lassen für Blackhawk50000 , wie lange Ihr das noch mitmachen könnt, ohne dass Eure Nerven noch weiter reissen? Seid Ihr noch der Meinung, Ihr seid die richtigen Menschen für ihn und er der richtige Hund für Euch?
Oder, nur (nochmal) als Vorschlag:
Wir haben hier im Thread schon festgestellt, dass ein ausbruchssicherer Garten keine Option ist, da nichts wirklich ausbruchsicher. Die Regel heißt: Raus kannst du gerne, aber mit uns.
Die Alternative zur Schleppleine wäre: macht ihn ausbruchsicher. Es muss ja nicht der ganze Garten sein. Es reicht doch, wenn Ihr ihm ein Stück einzäunen könnt, das nach Tierschutzgesetz mind. 8qm, lieber ca. 5x5m groß und mit einem Busch drin, hinter dem er sich verstecken kann, ist. Stellt ne Wasserschüssel rein und da lasst Ihr ihn (mit SL oder zumindest einer 3m-leine ohne irgendwelche Ringe oder Handgriffe dran) mal ein paar Stunden rein. Setz Euch vor den Zwinger auf den Rasen und picknickt, lest oder sonnt Euch, was auch immer, nur nicht den Hund beobachten. (Und es muss nicht der de-luxe-Zwinger sein. Wenn Ihr ihn anderweitig sichert durch SL, dann reicht es, das für kleines Geld aufzustellen. Bauzäune kann man ausleihen (die kann man für diesen Zweck aber nicht auf die Betonsockel stellen), Estrichmatten gibt es in jedem Baumarkt (kennt Ihr jemanden mit Anhänger, der die holen könnte?) Wildzaun könnt Ihr z.B. auf Weidezaun.info bestellen (nochmal: der ist nicht dauerhaft ausbruchsicher!).
Ich bin gespannt, was das Telefonat mit Mirjam Cordt ergibt. Vielleicht hat sie auch Trainerempfehlungen in Eurer Umgebung für Euch.
Ich denke nur, so langsam müsst Ihr einen vernünftigen Plan bekommen, wie es mit dem Hund weitergehen kann, so dass Ihr alle ein schönes Leben habt. (Das kann auch bedeuten, dass Ihr Euch entscheidet, den Hund abzugeben.)
Ich drück Euch die Daumen.